Die 12,5 mg Amisulprid solltest du ohne weiteres absetzen können.
Aripiprazol ist mit 12,5mg immer noch eine starke Dosis, was wir uns gern von den PET-Daten ansehen können:
Aripiprazol (Rohdaten)
In der oberen Tabelle siehst du striatal D2-Dopamin-Rezeptorblockaden von Aripiprazol bei 70-80 %, wenn du 10mg nur einnehmen würdest.
Beim Amisulprid bräuchtest du 400mg um diese Rezeptorblockade zu bekommen.
Amisulprid (Rohdaten)
Bei Antagonisten wie Amisulprid ist meist 80% striatal D2 Blockade die Obergrenze da EPS und andere Nebenwirkungen limitieren.
Bei Partialagonisten wie Aripiprazol kann man theoretisch auf 90% oder höher, wobei dann in diesen bereits hohen Dosierungen von 10-15mg Akathisie und Schlafstörungen auftreten und die 20-30mg eher Reservedosierungen sind. Der Partialagonismus schützt das Aripiprazol etwas vor Überdosierung, aber der Nutzen über 80% ist begrenzt.
Meistens sind für die Erhaltungstherapie 55-70% ein guter Referenzbereich, in der Akuttherapie zielt man eher auf 70-80% wobei bei Aripiprazol eben 70-90% möglich sind, ohne dass diese 10% mehr einen relevanten Zusatznutzen darstellen.
Eher sind Zulassungsstudien häufig so aufgebaut, dass die Dosierungen in der Packungsbeilage diesen Akutdosierungen entsprechen und Betroffene, die bereits eine dopaminerge Supersensitivität entwickelt haben, häufig höhere Dosierungen benötigen. So bilden Leitlinien und Packungsbeilage häufig einen erhöhten Standardbereich ab, was man sich bei Aripiprazol leisten kann, da es bei 10-15mg immer noch besser verträglich als Antagonisten sein kann, die bei solchen Maximaldosierungen auch Akathisie machen.
Da du diese hohen Dosierungen gewöhnt bist bildet sich in deinem Körper eine Homöostase also Gleichgewicht, von daher solltest du Aripiprazol dann in 2,5mg Schritten am besten schon bevor du Bupropion ansetzt, reduzieren, um für dich eine stabile Minimaldosis zu finden. Ich würde zumindest 10 und dann 7,5mg Probieren vielleicht wochenweise einen Schritt beim Aripiprazol. Bevor du von 7,5mg auf 5mg heruntergehst würde ich die 7,5mg 1-2 Monate beibehalten oder vorher bereits Bupropion ansetzen und anschließend die 5mg testen.
ch so, und ich nehme noch Sertralin 75mg (auch 1 1/2, es ist eine Wissenschaft für sich

), werde da wohl aber bald auf 100 doch hoch, da es immer noch nicht wirklich gegen die Ängste hilft…
Sertralin eignet sich ideal zum Bupropion, da es als SSRI den SERT-Ausgleich macht. Das kannst du also beibehalten und einfach Bupropion ergänzen.
Amisulprid sehe ich gar kein Problem bei nur 12,5mg (das ist so gut wie nix) direkt abzusetzen, dann sollte auch dein Prolaktinwert sich normalisieren.
Die 2,5m Schritte beim Aripiprazol sind schon deutliche Schritte vor allem bei 7,5 auf 5mg würde ich parallel dann direkt Bupropion ansetzen, da 5mg dann wie 7,5-10mg wirken sollten.
beim Aripiprazol bin ich schonmal von 15 auf 10 und hab eine schlimme Akathisie und Angst entwickelt, weswegen ich da jetzt vorsichtiger bin mit den Schritten.
Akathisie ist beim Aripiprazol über 10mg eher ein Überdosisproblem, weshalb mich das etwas wundert. Es kann aber vom Grund her durch die Umstellung ein funktioneller Vitamin B6 Mangel vorliegen.
Da Vitamin B6 Leitliniengerecht auch so bei Akathisie eingesetzt werden kann, würde ich dir zusätzlich B6 100mg empfehlen:
https://www.idealo.de/preisvergleic...tamin-b6-hevert-tabletten-200-stk-hevert.html
Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
In dem unteren Artikel stehen 1200mg am Tag, wobei ich dir für die ersten 2-4 Wochen eher 600mg empfehlen würde, was auch den Heißhunger sehr reduzieren kann. Später solltest du aber auf 50-100mg runtergehen, da ab 200mg Dauereinnahme ein Risiko für periphere Neuropathie besteht. Wenn du Ameisenlauf oder Taubheitsgefühl in den Fingern merkst, dann wäre das ein Marker das du B6 erstmal absetzen kannst.
Später kannst du dann auch Vitamin B6 5P5 also die aktive Form einnehmen, die macht normal keine periphere Neuropathie, aber das Sättigungsgefühl könnte damit weniger stark wie beim normalen B6 sein.
Die B6 von Hevert sind für später auch von 100 auf 50mg teilbar. Wobei du die ersten 2-4 Wochen schon 600mg nehmen kannst, um auch die Effekte bei Akathisie zu bemerken. Gleichzeitig würde ich das Aripiprazol reduzieren.
Für die Neurotransmittersynthese ist Vitamin B6 wichtig, deswegen kann es bei Psychose, Reduktions- und Umstellungsphasen wird auch leichter zu funktionellen B6 Mangelzuständen führen. Ohne Antipsychotika würde sich das durch starke innere Unruhe, Stress und Reizbarkeit bemerkbar machen, wo mit Antipsychotika diese Art von Akathisie als motorische Nebenwirkung auftritt.
Im Grunde da du keine dosisabhängige Akathisie zu haben scheinst die bei höheren Antipsychotika Dosierungen schlechter wird, wäre funktioneller B6 Mangel höchstwahrscheinlich sogar der Auslöser.