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Falsche Diagnose

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Hallo ich hatte mal eine Psychose vor acht Monaten und diese wurde dann als paranoide Schizophrenie diagnostiziert jedoch habe ich jetzt herausgefunden dass ich keine paranoide Schizophrenie habe sondern eine Depression Major. Alle Symptome haben auf mich zu getroffen in der vor Phase hatte ich zum Beispiel einen Kloß im Hals. Gibt es hier Leute die das auch haben und unter einer Depression auch Wahnvorstellungen hatten? Und wie ist das mit dem Neuroleptika Ich nehme ja jetzt schon seit acht Monaten Amisulprid Jedoch ist dies eigentlich gar nicht nötig da ich ja keine Schizophrenie habe ich muss ja eigentlich ein Antidepressivum einnehmen.
 
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Wer hat denn die Diagnose gestellt?

Wurd die Schizophrenie nur durch diese eine Psychose gestellt?

Hast du denn Negativsymptome?
 
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Hast du Diagnose bekommen, als du in der Psychiatrie und akut psychotisch warst? Und bei der ersten Psychose?

Das scheint mir wirklich ein bisschen voreilig und ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass Psychiater in Kliniken sehr schnell damit sind, chronische Krankheiten auf dem Schizophrenie-Spektrum zu diagnostizieren, selbst wenn man vor der Psychose keine Symptome hatte und psychotische Episoden ja auch bei anderen psychischen Krankheiten vorkommen könne, wie eben, wie du meintest Depression. Wenn du depressive Symptome hast und keine Symptome die eindeutig für eine Schizophrenie sprechen würden, wie z.B. Halluzinationen oder Denkstörungen (die auch schon vor Medikamenteneinnahme bestanden!) würde ich definitiv mit deinem Psychiater noch einmal darüber sprechen, dass du die Diagnose als voreilig empfindest, dass du das Gefühl hast die Diagnosekriterien für eine Depression mit psychotischer Episode entsprechen deiner Krankheit eher und darum bitten noch einmal ein ausführliches Diagnosegespräch zu machen, jetzt wo du nicht mehr akut psychotisch bist und die entsprechenden Symptome nicht mehr da sind.

Mir wurde in der Klinik auch eine schizoaffektive Störung diagnostiziert, anhand von zwei jeweils etwa 10 Minuten langen Gesprächen, wo mit mir ein paar Fragebögen durchgegangen wurden, während ich noch akut psychotisch war und die Fragen gar nicht richtig verarbeiten, geschweige denn korrekt beantworten konnte. Aus einer Phase, in der ich weniger depressiv war als sonst, vor der Psychose, wurde dann direkt eine Manie gemacht, obwohl ich keine Vorstellungen von Größenwahn oder ähnlichem hatte und meine Sozialphobie wurde als Wahn ausgelegt, obwohl das ein völlig anderes Krankheitsbild ist, dass ich so auch vor der Psychose schon von einer Therapeutin diagnostiziert bekommen habe. Fehldiagnosen kommen definitiv vor und es ist in Ordnung da kritisch zu sein.

Trotzdem empfehle ich dir, dass alles in Absprache mit deinem Psychiater zu klären und auf gar keinen Fall das Neuroleptikum von heute auf morgen abzusetzen, auch wenn du das Gefühl hast, dass du es nicht mehr brauchst. Den Fehler habe ich mehrmals gemacht und davon dann Absetzpsychosen bekommen. Langsam runter reduzieren hat Anfang diesen Jahres jedoch geklappt, also schau vielleicht, ob dein Psychiater offen dafür ist, mit langsamen Reduktionsschritten herauszufinden ob du das Neuroleptikum wirklich dauerhaft brauchst.
 
TS
M
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@DerMannvonIhr die Ärzte in der Psychiatrie haben die Diagnose innerhalb von einem Tag gestellt als ich akut psychotisch war. Ja ich hab negativsymptome (keine Gefühle ) aber diese können auch bei einer Depression major auftreten.
 
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Die Symptome von psychischen Krankheiten überlappen sich teilweise. Eine psychotische Depression beinhaltet zB. auch Positivsymptome wie Halluzinationen und Denkstörungen (zwar nicht so stark ausgeprägt wie bei Schizophrenie), aber halt auch vorhanden). Diese Form der Depression von einer Schizophrenie zu unterscheiden, kann unter Umständen schwer sein.

Medikamente nimmt man für die Symptome, welche am stärksten ausgeprägt sind. Also auch bei einer psychotischen Depression sind Antipsychotika nicht verkhert, um die Positivsymptome zu lindern. Wenn aber klar die depressiven Symptome im Vordergrund stehen, würde ich schon auch ein Antidepressivum nehmen. Wichtig, dass du darüber mit deinem Psychiater redest.
 
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