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Erfahrungsbericht Trevicta

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Hallo,

ich möchte mit euch einmal meine Erfahrung teilen. Ich hab lange Zeit das Depot für Xeplion bekommen und bin jetz auf Trevicta 175 mg umgestiegen. Zum Nachteil.

Ich habe einen Job der mich kognitiv sehr fordert. Sprich, ich sitz im Büro und mache die logistische Versandabfertigung. Nun ist es soweit gekommen, dass meinen Kollegen ein gewisser Leistungsabfall aufgefallen ist und ich schließlich auch zum Chef musste um das ganze zu erklären. Höchst unangenehm.

Nun ist es auch wirklich so, dass ich einfach ziemlich ausgebremst, gar halb gelähmt bin seit Wochen. Ich werde schleunigst zusehen, davon wieder wegzukommen. Jetz verlier ich im schlimmsten Fall 'nen Job den ich an sich sehr gerne mache und gerate in die nächste Psychose, weil ich von Medikamenten die Schnauze voll hab.

Ich bin wirklich nur noch neben mir, alles rauscht vorbei und fühl mich benebelt. Schlafstörungen kommen auch noch hinzu.

Bis zum nächsten Termin sind es jetz noch bissl mehr als zwei Monate, solang ich diesen Zustand noch abfeiern darf. Weiß auch nicht, was da Abhilfe bringen könnte.

So eine Kacke, wirklich.

Meine Psychosen standen immer in Verbindung mit Cannabiskonsum, ich weiß halt aber auch nicht wie wahrscheinlich es nun ist ohne Drogen mir auch eine einzufangen.

Musste den Mist jetz mal loswerden. Danke für's lesen. Freu mich auch auf eins, zwei Ratschläge.

Danke.
 
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Das klingt wirklich schlimm, tut mir sehr Leid, dass sich die Medikamente so auf dein Leben auswirken und du vielleicht deinen Job verlierst. Wenn du umgestellt wirst, würde ich mich auf ein Medikament umstellen lassen, das nicht gespritzt wird, sondern das du täglich einnimmst. Das ist zwar nervig, da kann man aber leichter mal nachjustieren mit der Dosis, was bei solchen Depotspritzen ja gar nicht geht, weil die sich erst langsam über Monate hinweg im Körper abbauen.
Ich nehme Reagila und hab damit keine kognitiven Einschränkungen, Abilify soll auch nicht so benommen machen. Von Risperidon würde ich dir abraten, damit hatte ich ganz schlimme kognitive Einbußen und hab dasselbe auch schon von andern gehört. Letztendlich bin ich aber kein Psychiater und das sind nur meine Erfahrungen, bei dir könnte es ganz anders aussehen. Was man bei Medikamenten in Tablettenform auch probieren könnte, besonders wenn es sich bisher immer um drogeninduzierte Psychosen gehandelt hat, ist auf eine minimale Erhaltungsdosis zu kommen. Auf jeden Fall solltest du die Umstellung oder einen eventuellen Absetzversuch langsam und in ärztlicher Behandlung machen, auch wenn ich total verstehen kann, dass man bei so starken Nebenwirkungen keinen Bock mehr auf Medikamente hat.
 
TS
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Danke, für die ausführliche Antwort! Sehr verbunden. Vielleicht ist das mit den Tabletten garkeine so verkehrte idee. Für mich war es immer wesentlich einfacher einmal im Monat zum Doc, als jeden Tag dran "erinnert" zu werden.

Ich bin am überlegen ein Studium Richtung Forstwirtschaft einzuschlagen, vielleicht ist das ja jetz der richtige Zeitpunkt.
 
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@sille_neuneins
Hay, du schreibst, dass dein nächster Termin in über zwei Monaten ist. Vielleicht kannst du da mal anrufen und bekommst nen früheren Termin. Dann beschleunigt sich die Sache etwas.

LG
 
TS
S
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@sille_neuneins
Hay, du schreibst, dass dein nächster Termin in über zwei Monaten ist. Vielleicht kannst du da mal anrufen und bekommst nen früheren Termin. Dann beschleunigt sich die Sache etwas.

LG
Werd' mir für morgen 'n Krankenschein holen. Mich zieht die ganze Sachlage krass runter. Vielleicht hab ich Glück und kann kurz rein zum Doc. Andernfalls frag ich nach 'nem neuen Termin. Montag geh ich wieder los. Will die Möglichkeit allerdings mal nutzen, um mit meiner Betreuerin zu sprechen.

Für meinen Chef sicher auch ein gutes Zeichen, wenn ich ihm sage dass ich mich kümmere und zum Doc gehe.
 
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