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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

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Ein Versuch des Absetzens

Ihr müsst da durch, egal wie schwer es ist

Euch erwartet etwas unbeschreibliches

Scheinbar hat Evolution einen Preis, den man bezahlen muss
 
Zuletzt bearbeitet:
Euch erwartet etwas unbeschreibliches
Ja, dass der Arzt sich aufplustert und einen kickt, wenn man ihm mit dem Reduzieren zu sehr in den Ohren liegt (anstatt es einfach für sich persönlich durchzuziehen).

Das ist aber beides lediglich business as usual für den erfahrenen Erkrankten...
 
So, ab heute, Sonntag den 8.Februar, beginnt der Alltag wieder nach einer wirklich schönen Woche.
Hab das Haloperidol seit Samstag, also gestern, auf 1mg reduziert.
Mal schauen, wie das funktioniert.

Ach und das Berberin nehme ich zurzeit nicht mehr. Schon seit ungefähr ein bis zwei Wochen nicht mehr. Wird wieder eingenommen, wenn ich bei 0mg Haldol angekommen sein sollte.
 
Hab das Haloperidol seit Samstag, also gestern, auf 1mg reduziert.
Mal schauen, wie das funktioniert.
Funktionierte erst grauenvoll, die erste Nacht mit 1mg sofort wieder schlecht geschlafen und am nächsten Tag war mir erst alles zuviel, also wenn Leute mit mir oder in meiner Anwesenheit geredet haben, ging mir das unheimlich auf den Keks. Wollte nur meine Ruhe haben.
Komischerweise aber, im Verlauf des gestrigen Tages, wurde es mit fast einem Mal wieder ok. Die letzte Nacht dann auch sehr gut geschlafen und heute bin ich topfit und fühl mich gut. Ich glaube das Haldol auszuschleichen in 0,5mg Schritten ist gut aushaltbar, was mich zuversichtlich macht. Freue mich schon wenn ich es dann bald gar nicht mehr nehmen muss hoffentlich, aber eins nach dem anderen.

Zum Absetzen generell… ich finde man muss sich genau beobachten. Einerseits wissen ob man wieder erhöhen sollte, andererseits aber auch wissen, ob eine Erhöhung noch nicht notwendig ist und man stattdessen die Probleme einfach mal aushält, für eine Zeit lang. Denn Probleme beim Reduzieren oder Absetzen wird es fast immer geben, dafür ist das Zeug das wir nehmen einfach zu starker Stoff. Wenn man bei jedem aufkommenden Problem sofort wieder erhöht, dann braucht man es gar nicht erst versuchen, das muss man vorher wissen. Nicht dass ich das selber immer schaffe zu beherzigen, aber trotzdem. :)
 
Freut mich für dich! Ich bleibe aktuell bei meinen Medis. Habe aber leider seit einer Woche Unruhe und Ängste. Habe mein AD etwas erhöht. Aber noch keine Besserung eingetreten. Muss ab und an Tavor nehmen.
 
Freut mich für dich! Ich bleibe aktuell bei meinen Medis. Habe aber leider seit einer Woche Unruhe und Ängste. Habe mein AD etwas erhöht. Aber noch keine Besserung eingetreten. Muss ab und an Tavor nehmen.
Ja bis das AD wirkt kann es etwas dauern, das weißt du aber sicher selbst. Hört sich an, als wenn du das schon richtig machst, erstmal bei deinen Medis zu bleiben. Ich wünsche dir gute Besserung!
 
Es läuft gut. Keine Absetzerscheinungen. Das einzige ist das inzwischen erhöhte Schlafbedürfnis. Von Schlaflosigkeit vor ein paar Wochen zu erhöhtem Schlafbedürfnis seit zwei Tagen ist schon echt interessant. Weiß jetzt nicht ob es an der Umstellung freie Woche —> Alltag liegt, oder woran. Werde das aber zur Sicherheit weiter beobachten. Ansonsten ist geplant, von Haloperidol 1mg auf 0,5mg zu reduzieren ab 21.Februar. Also zwei Wochen nach dem Schritt von 1,5 auf 1 sind das dann gewesen.
 
So, also Schlafbedürfnis ist wieder normal. Dafür bemerke ich, dass ich hin und wieder leichter gereizt bin, leichter wütend werde… Aber ist alles noch im Rahmen. Würde also sagen, es läuft wirklich gut.
Wie ich das sehe, kann der Schritt von 1 auf 0,5mg ab 21.Februar erfolgen. Und, ich denke mal, dass das alles klappen wird, und ich dann zwei Wochen später, also am 7.März, das Haldol ganz absetzen kann. Die Frage wird sein, ob das so dann auf Dauer gut geht. Werde auf jeden Fall, sobald das Haldol weg ist, für Monate nichts weiter reduzieren.
 
Super! Ich bleibe aktuell bei meiner Medikation und die leichte Erhöhung des AD merke ich im positiven Sinne. Aber der Schlaf könnte bei mir mal wieder etwas länger als 7h ausfallen. Nehme ja genug Medikamente...
 
Super! Ich bleibe aktuell bei meiner Medikation und die leichte Erhöhung des AD merke ich im positiven Sinne. Aber der Schlaf könnte bei mir mal wieder etwas länger als 7h ausfallen. Nehme ja genug Medikamente...
Also hat es sich dank des AD bei dir nun doch gebessert. Das freut mich. Ja der Schlaf, das ist so eine Sache. Ich gehe davon aus, dass es bei dir nicht an zu wenig Auslastung liegt?
 
Ja, genau. Nein, an Auslastung liegt es nicht. Ich gehe regelmäßig ins Gym und bewege mich auch so tagsüber genug.
 
Ich finde es echt interessant, dass wohl nicht wenige fleißig ihre Medikamente nehmen und einen regelmäßigen Schlaf haben wollen

Habe alles immer ausgespuckt und die längere "Lebzeit" gefeiert
 
Würde bei mir unter Medikation überhaupt nicht funktionieren

Liege da wirklich nur noch drin

Bin dann nur noch wie eine Mumie oder ein Möbelstück
Wenn du ohne Medikamente klar kommst, ist das positiv für dich. Ich brauche sie leider, da ich sonst wieder psychotisch werden würde. Ich wünschte, dass ich sie nicht bräuchte. Aber so bin ich funktionsfähig, kann arbeiten gehen und bin in der Gesellschaft integriert.
 
Wenn du ohne Medikamente klar kommst, ist das positiv für dich. Ich brauche sie leider, da ich sonst wieder psychotisch werden würde. Ich wünschte, dass ich sie nicht bräuchte. Aber so bin ich funktionsfähig, kann arbeiten gehen und bin in der Gesellschaft integriert.
Bei mir geht Arbeiten nur ohne Medikamente

Wenn ich sie mal nur in geringer Dosis einnehme, habe ich bereits Leistungseinbußen, welche zu einer Kündigung führen können
 
Kurzes, knappes Update:
Bin nun weg vom Haloperidol. Auf 0.
Berberin dafür wieder eingenommen, zusätzlich zum Aripiprazol und Bupropion. Ansonsten Nahrungsergänzungsmittel und diverse Tees.

Mir gehts richtig gut damit! Nun warte ich ein paar Monate und schaue, ob das ohne Haldol auf Dauer funktioniert.
Vorm Herbst ändere ich, so der Plan, nichts mehr.
 
Ist ja erst 10 Tage her, trotzdem ein neues Update von mir:

Mir geht es sehr gut, ohne das Haloperidol. Schlaf ist ungestört, auch sonst bis jetzt keine Probleme, auch keine Anzeichen von Problemen. Lebendigkeit hat im positiven Sinne zugenommen. Hab hier in der Wohnung angefangen, Dinge in Angriff zu nehmen, für die ich vorher gar kein Interesse gehabt hätte. Bin irgendwie aktiver, lebendiger, gleichzeitig aber entspannter und lockerer. Auch selbstsicherer. Ich erinnere mich mehr an mich, wie ich vor der Erkrankung war. Aber weit besser als damals, gewonnen an Erfahrung. Bleibt nur zu hoffen, dass das auf Dauer gut geht.
Ich werde, solange es nichts Spannendes diesbezüglich zu berichten gibt, fürs Erste nichts weiter berichten. Man will ja nicht immer dasselbe erzählen schließlich. :)

PS: Hab endlich zwei Tees gefunden, die mir besser schmecken als mein bisheriges Lieblingsgetränk, nämlich Cola Zero. :D
Heißt das ich das Cola trinken gravierend einschränken kann. Und Tee ist weit wohltuender, also sprich bekömmlicher als Cola.

@MoNe wie läuft es bei dir, wenn ich fragen darf?

@Maggi dir übrigens vielen Dank für die Idee mit dem Haldol. Ohne dich und deine Hartnäckigkeit hätte ich mich das vielleicht nie getraut, es abzusetzen. Wenn das bis Herbst gut geht, dann vielleicht könnte man deine Methode mit dem Intervall in Angriff nehmen… aber erst mal sehen. Sozusagen Abwarten und Tee trinken :)
 
Danke für das Update! Bei mir läuft es ganz okay. Bin weiterhin bei meiner NL-Kombi 650mg Quetiapin und 1mg Risperidon. Habe aber vor das Risperidon alsbald etwas zu reduzieren auf 0,75mg. Kann mir aber auch keine großen Sprünge erlauben, da ich beruflich aktuell sehr viel zu tun habe und entsprechend keinen Leistungsabfall haben darf. Schlaf könnte was besser sein! Schlafe immer knapp 7,5h, aber brauche bei den ganzen Medikamenten mehr.
 
Danke für das Update! Bei mir läuft es ganz okay. Bin weiterhin bei meiner NL-Kombi 650mg Quetiapin und 1mg Risperidon. Habe aber vor das Risperidon alsbald etwas zu reduzieren auf 0,75mg. Kann mir aber auch keine großen Sprünge erlauben, da ich beruflich aktuell sehr viel zu tun habe und entsprechend keinen Leistungsabfall haben darf. Schlaf könnte was besser sein! Schlafe immer knapp 7,5h, aber brauche bei den ganzen Medikamenten mehr.
Das ist verständlich, mach dir keinen Druck damit. Mit der Brechstange klappt eh sehr selten nur.
 
Danke für das Update! Bei mir läuft es ganz okay. Bin weiterhin bei meiner NL-Kombi 650mg Quetiapin und 1mg Risperidon. Habe aber vor das Risperidon alsbald etwas zu reduzieren auf 0,75mg. Kann mir aber auch keine großen Sprünge erlauben, da ich beruflich aktuell sehr viel zu tun habe und entsprechend keinen Leistungsabfall haben darf. Schlaf könnte was besser sein! Schlafe immer knapp 7,5h, aber brauche bei den ganzen Medikamenten mehr.
@MoNe
Du könntest ja auch zusätzlich Bupropion probieren, in kleinster Dosis (150 mg), wie es @Byakko hat.
Das könnte dir da in ähnlicher Weise beim Reduzieren vom Risperidon helfen. Vielleicht schaffst du das ja auch ganz auf eine Monotherapie (ein Antipsychotikum + Bupropion) dann schrittweise herunterzukommen.

@Byakko
Deine Fortschritte sind wirklich super, sieht wirklich alles ideal aus. Vielleicht hast du dir ja mal überlegt, Bupropion auf 300 mg zu erhöhen? Theoretisch könntest du auch 2 × 150 mg (morgens + mittags) testen, um zu sehen, ob es dir damit besser geht und der Schlaf noch gut funktioniert.

Wenn das bis Herbst gut geht, dann vielleicht könnte man deine Methode mit dem Intervall in Angriff nehmen… aber erst mal sehen. Sozusagen Abwarten und Tee trinken :)
Du hast ja alle Zeit. Eventuell vor der Intervalltherapie das Aripiprazol auf 10 oder 7,5 mg reduzieren, damit du erst mal bei einer Minimaldosis ankommst und die für dich kleinst wirksame Dosis kennst.
Bupropion 300 mg solle möglich sein, wobei ich zum Beispiel Miktionsstörungen (wie Blasenschwäche) vom Bupropion bei der Steigerung hatte und dann ein SSRI-Antidepressivum (Citalopram) in den ersten Intervallphasen ergänzt habe. Das hat diese Miktionsstörungen aufgehoben und auch das Emotionale gedämpft, was in den ersten Phasen ohne Antipsychotikum sehr stark zurückkommen kann. In der Phase ist Citalopram sogar wichtig, um das Emotionale, was dann eher übermäßig hervortritt, zu dämpfen, was sonst die Antipsychotika machen.
In den Absetzphasen kann die Libido auch stärker sein, was mit dem Emotionalen zusammenhängt. Da wirkt das SSRI-Antidepressivum dann auch. Man braucht das SSRI-Antidepressivum (Citalopram oder Anderes) dann später auch so, insofern sollte man das schon früh im Blick haben, falls Bupropion beim Eindosieren Nebenwirkungen macht.

Im Vergleich dazu stabilisiert Bupropion als NDRI-Antidepressivum die innere Ruhe in den Absetzphasen, es hilft gegen Aufbrausen und Reizbarkeit. Auch bietet es da einen leichten, passiven antipsychotischen Schutz.

Durchs Bupropion bleibt man da dann deutlich länger stabil und die innere Unruhe und Symptomatik bricht dann erst einige Monate später durch. Deswegen bleibt das Antipsychotikum später weiterhin notwendig, auch wenn es dann nur kurzzeitig für wenige Wochen (2–4 am Stück) ausreichen kann.
 
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