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Ein Versuch des Absetzens

Byakko

Well-known member
Hallo,
ich bin gerade neu und frisch hier registriert. Habe seit 2005 Schizophrenie und schon mehrmals versucht, von den Medis loszukommen. Immer erfolglos, also nach spätestens 5 Monaten gab es immer wieder Probleme.

Nun bin ich mitten drin in einem neuen Absetzversuch. Dieses Mal läuft es etwas anders, Probleme gibts schon weit früher, aber ich hab was dagegen gefunden. Der Reihe nach:

Noch im August 2025 nahm ich drei Medikamente:
• Bupropion
• Aripiprazol
• Haloperidol

Ich versuchte im September dann, das Bupropion wegzulassen. Anfang Oktober schon echt Probleme bekommen. Begann dann mit der Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Berberin, 3x am Tag je 500mg. Dadurch verschwanden die Probleme. Mehr noch, ich fühlte mich pudelwohl.

Nahrungsergänzungsmittel, die ich außerdem schon länger nehme:
• Vitamin D3
• Magnesiumglycinat
• Vitamin B-Komplex

Dann, nach dem Erfolg ohne Bupropion klarzukommen, versuchte ich, das Aripiprazol auszuschleichen…
• von 15mg am 24.Oktober runter auf 7,5mg (nach 2 Wochen Probleme bekommen, die dann aber innerhalb einer Woche weg waren).
• von 7,5mg am 27.November runter auf 3,75mg (dasselbe, nach 2 Wochen Probleme für eine Woche)

Nun bin ich seit 27.Dezember von 3,75mg auf 0mg runter.
Ich erwarte das es in zwei Wochen ungefähr wieder Probleme geben wird, aber ich habe im Dezember gemerkt, dass ich nicht nur das Berberin als Hilfsmittel habe, sondern auch der weiße Tee aus China mir unfassbar gut tut. Ohne den Tee hätte ich das im Dezember, diese eine Woche (von 7,5mg auf 3,75mg) mit Absetzerscheinungen nur schwer geschafft.

Nun ist weißer Tee besonders reich an Antioxidantien, und ich habe eben vor der Registrierung von Admin Maggi gelesen, das Antioxidantien wirksam besonders bei Negativsymptomen sein können.

Mein vorläufiges Ziel ist es, nur noch Haldol als Medi zu nehmen. Wenn ich die zu erwartenden Absetzerscheinungen, die nun im Januar auf mich warten sollten, wegen dem Aripiprazol, aushalte (dank Berberin und weißem Tee geht es), wäre es aber eine Überlegung wert, das Haldol auch auszuschleichen?
Mache mir nur deshalb Sorgen, weil das Haldol das Medi gegen die Positivsymptome ist, die anderen beiden waren hauptsächlich wegen Negativsymptomen und / oder Depression. Ich hätte keine Lust auf ne erneute Psychose mit Stimmen hören und so… aber logisch klingt ein Leben ohne Medis verlockend…
 
Ich finde es gut wie verantwortungsvoll du ausschleichst. Glückwunsch wie weit du es schon gebracht hast. Ob es auch mit dem Haldol noch klappt bleibt abzuwarten. Ganz ohne Medikamente ist nochmal eine andere Dynamik drin. Sonst kann man sich am Rest immer noch festhalten, das würde dann wegfallen.
Ich würde es probieren. Einfach um die Erfahrung zu machen. Vielleicht klappt es ja.
 
Ich versuchte im September dann, das Bupropion wegzulassen.
Warum gerade das Bupropion? Das soll helfen zeitweise auf die Antipsychotika zu verzichten, wobei es ja gut wäre, wenn du Haloperidol erstmal absetzt, da es eine sehr starke Substanz ist und das Bupropion die bei dir bereits stattgefundene Supersensibilisierung rückgängig zu machen.

Bupropion macht fast nur Vorteile, von daher wäre es besser, wenn du auf Monotherapie (ein Antipsychotikum) Aripiprazol umstellst und Haloperidol absetzt. Im nächsten schritt kannst du Aripiprazol reduzieren und für ein paar Wochen oder Monate absetzen (Intervalltherapie). Bupropion (NDRI Antidepressivum) braucht es länger und täglich, da es in diesen absetzt oder Intervallfasten Stabilität verbessert und Kognitionen und Antrieb verbessert. Die selektiven Antidepressiva sind auch so unproblematisch und weniger schädlich
Hier ist die Broschüre, hier der Artikel.

Du nimmst es ja sehr ähnlich, hast du dich daran orientiert und seit wann nimmst du das Bupropion? Gab es störende Nebenwirkungen die du darauf zurückführst? Da kann man meistens mit gezielten umstellungen korrigieren. SSRI wie Citalopram hilft etwa gegen Miktionsstörungen (Blasenschwäche), was Bupropion machen kann oder bei Verstopfungssymptome.

Magnesium und B-Komplex empfehle und habe ich auch. Sulfarophan ist stark entzündungshemmend und Antioxidant und kann auch etwas helfen, da Schizophrenie auch auf neuroinflamatorische Prozesse im Gehirn zurückgeführt wird. Ergänzungen können schwach sein, aber können trotzdem etwas ausmachen. Speziell Vitamin B6 kann man für ein paar Wochen / Monate hoch dosiert auffüllen, wobei ab 200 mg Neuropathie auftreten kann, was man an bizzeln in den Fingern oder leicht taube Finger merken kann, da sollte man spätestens aufhören mit B6. Dann maximal 50 oder 25 mg am Tag. B6 kann bei Unruhe und Reizbarkeit helfen und auch bei Akathisie. Da werden zwar hohe Dosierungen eingesetzt, aber das sollte man nur sehr kurzzeitig machen und mit Blutkontrolle.
Ansonsten wäre auch Fisch- bzw. Algenöl mit Omega 3 nützlich. Das solltest du aber alles eher als ergänzenden Effekt sehen, ohne dir davon zu viel zu versprechen. Bei mir waren etwa vermehrt Schuppen im Gesicht und Kopfhaut, was mit Sulfarophan besser wurde und von der Hautärztin mir Omega 3 in flüssiger Form empfohlen wurde.



@Byakko
Du könntest Bupropion durchgängig einnehmen und dann nochmal probieren Aripiprazol oder eher zuerst Haloperidol abzusetzen. Durch das Bupropion kann es sein, dass du vom Haloperidol wegkommst und Aripiprazol ausreicht, wobei ich da dann an deiner stelle erstmal bei 7,5 mg bleiben würde und im nächsten Schritt eher maximal auf 5 mg reduzieren würde. Bei der Intervalltherapie könntest du das ob du nun 7,5 oder 5 mg einnimmst, dann durchs Bupropion für Monate absetzen, was sonst nur Wochen funktinieren würde. Damit könntest viertel bis halbjährlich ohne Antipsychotika auskommen und nur für 2–4 Wochen Aripiprazol gering dosiert einnehmen.

Ohne Bupropion sollte das Absetzen vergleichsweise bald kippen, wobei du ja noch Haloperdol hast was an sich allein wirksam ist. Nachteilig sind hochpotente Antipsychotika da diese keine 5-HT2A Wirkung haben und wenn du Haloperidol ohne Aripiprazol einnehmen würdest, könnten die EPS zunehmen. Dazu wären klassische Antipsychotika eher in der Akuttherpie in der Klinik ok aber für zuhause das Risiko für Spätdyskinesien hoch ist, weshalb Aripiprazol besser wäre beizubehalten. Die zusätzliche stabilisierung übernimmt das Bupropion zum Aripiprazol wobei das helfen kann das du Haloperidol relativ problemlos absetzen kannst.

Wäre zumindest eine Möglichkeit und einen Versuch wert.
 
Warum gerade das Bupropion?
Weil in der Broschüre vom DGSP erwähnt wurde, dass es sinnvoll ist, das Medi als Erstes abzusetzen, auf das man am ehesten verzichten kann. Darum erst Bupropion, dann Aripiprazol und als Letztes war geplant, Haloperidol abzusetzen.

Was du schreibst, mit der Intervalltherapie, hört sich gut an, werd die beiden Links demnächst lesen. Nur, jetzt bin ich an dem Punkt, das ich nur noch Haldol als einziges nehme, würde das jetzt nur sehr ungern alles rückgängig machen wollen.
Wenn es auf Dauer nicht klappt, dann kann ich das ja immer noch so machen, wie du erklärt hast.

Ein weiterer Grund, warum Haldol als letztes, ist weil ich bei meiner letzten Psychose in 2015 (für die es wie bei der ersten 2005 einen Auslöser gab), erst nur Aripiprazol nahm, dann die Psychose kam / ausgelöst wurde und der Arzt mir dann das Haldol gab, da er meinte, dass Aripiprazol allein würde nicht ausreichen…
Aber da es bei meinen beiden Psychosen einen bestimmten Auslöser gab, nämlich denselben, bin ich mir nicht sicher, ob der Arzt damit Recht hatte…

Vielen Dank für alle Kommentare bis hierhin. :)
 
Ich frage Blau in die Runde. Wieso wurde absetzten ein Ziel?
Absetzen ist nicht für jeden zu empfehlen.
Nur der Körper ist nicht dafür gemacht, ein Leben lang diese starken Medikamente zu verarbeiten, ich nehm das nun über 20 Jahre. Dazu sind die Nebenwirkungen bei mir teils heftig. Massive Gewichtszunahme über die Jahre… für mich ist das Gift. Leider oft notwendiges Gift.
Ich will nun seit zig Jahren davon weg, nach dem Erfolg dank dem Berberin, sah ich die Chance gekommen. Stand jetzt eine sehr gute Idee. Man wird sehen was morgen ist.
 
Weil in der Broschüre vom DGSP erwähnt wurde, dass es sinnvoll ist, das Medi als Erstes abzusetzen, auf das man am ehesten verzichten kann. Darum erst Bupropion, dann Aripiprazol und als Letztes war geplant, Haloperidol abzusetzen.

Was du schreibst, mit der Intervalltherapie, hört sich gut an, werd die beiden Links demnächst lesen. Nur, jetzt bin ich an dem Punkt, das ich nur noch Haldol als einziges nehme, würde das jetzt nur sehr ungern alles rückgängig machen wollen.
Wenn es auf Dauer nicht klappt, dann kann ich das ja immer noch so machen, wie du erklärt hast.

Ein weiterer Grund, warum Haldol als letztes, ist weil ich bei meiner letzten Psychose in 2015 (für die es wie bei der ersten 2005 einen Auslöser gab), erst nur Aripiprazol nahm, dann die Psychose kam / ausgelöst wurde und der Arzt mir dann das Haldol gab, da er meinte, dass Aripiprazol allein würde nicht ausreichen…
Aber da es bei meinen beiden Psychosen einen bestimmten Auslöser gab, nämlich denselben, bin ich mir nicht sicher, ob der Arzt damit Recht hatte…

Vielen Dank für alle Kommentare bis hierhin. :)
Da du das Gegenteil davon machst, was richtig wäre, kann es eher schaden als nützen.
Bupropion ist wichtig durchgehend einzunehmen, da es der Supersensibilisierung entgegenwirkt und dir damit ermöglicht, die Antipsychotika abzusetzen oder zumindest weit zu reduzieren oder in Intervallform einzunehmen. Komplettes Absetzen, auch wenn man nur Aripiprazol 5 mg Monotherapie hat bei einer Schizophrenie so gut wie unmöglich, auch wenn es Monate funktionieren kann. Mit Bupropion kann man das Aripiprazol etwa für 3–6 Monate etwa absetzen, ohne Bupropion klappt das nur wenige Wochen, also eher 1–2 Monate unter starker Frühwarnsymptomatik, da man ja auch eine Zeitlang halb psychotisch ist, bis der komplette Rückfall voll durchschlägt.

Haloperidol ist an sich auf Dauer Gift und ist im Grunde nur noch als Akutmedikament vorgesehen. Es könnte bei dir relativ nebenwirkungsarm funktionieren, da du gleichzeitig Aripiprazol bekommst, was den 5-HT2A Serotoninrezeptor blockiert, welcher die EPS und Nebenwirkungen reduziert, die bei typischen hochpotenten Neuroleptika ansonsten zu schweren Spätfolgen wie Spätdyskinesien führen.
Es ist also schlichtweg falsch, dass du das als Letztes absetzen möchtest. Kannst dir mal auf Youtube oder so Videos anschauen zu Spätdyskinesien damit du auch verstehst was bei Dauereinnahme von klassischen hochpotenten Antipsychotika auf dir zukommt, wobei der Zusatznutzen dieser Wirkstoffe meist nur in der Akutbehandlung liegt.

Aripiprazol ist zwar sehr gut verträglich, aber wirkt bereits bei kleinen Dosierungen ab 5 mg sehr stark, da es ähnlich starke D2 Rezeptorblockaden wie klassische hochpotente Neuroleptika macht, aber durch den Partialagonismus von der Restsymptomatik kleine Restsymptome (möglich wobei man das individuell sehen muss, da 100 % Symptomunterdrückung an sich auch bei anderen Antipsychotika ein Wunschdenken ist) da sein können. An sich ein sehr modernes, gut verträgliches Medikament, was trotzdem eine extrem starke Akutwirkung hat.

Welche Dosis Aripiprazol bekommst du und wie sind die Dosierungen deiner anderen Medikamente?

Es wäre schon wichtig, dass du in richtiger Reihenfolge vorgehst, sonst verschwendest du nur Zeit und riskierst dein Leben, da es schon gute Gründe gibt, warum man fast nur noch atypische Antipsychotika einsetzt. Was dein Psychiater hier vielleicht als perfekte Symptomunterdrückung sieht, ist von der langfristigen Schadensperspektive von daher kritisch zu werten, auch wenn es kurzfristig in einer Akutbehandlung von wenigen Wochen gerechtfertigt sein kann.

1. Wichtig wäre in meinen Augen, dass du Haloperidol zuerst effektiv reduzierst, damit es in eine Woche draußen ist.
2. Aripiprazol in Doseringen von 5-10 (max. 15 mg) anstreben, da es Dosisabhängig dein Hirn weit herunterdimmt und dass allein in hohen Dosierungen auch zur Supersensibilisierung (man braucht immer mehr bis es zu Spätdyskinesien kommt) führen kann.

3. Bupropion in stabiler Dosis 300 mg anstreben, da das eines der wenigen Wirkstoffe ist, die Supersensibilisierung ohne das Psychoserisiko zu steigern, es wirkt ein Stückzeit Antipsychotisch und kann die Dopaminrezeptoren reduzieren, die bei Dauerblockade durch Antipsychotika sich vermehren (Supersensibilisierung).

4. Später wäre eine Intervalltherapie wie in der Medikamente-Empfehlung erstrebenswert wenn du auf eine Monotherapie(ein Antipsychotikum) Aripiprazol (Minimal wirksame Dosis) + Bupropion eingestellt bist. Auch die Intervalltherapie veringert Supersensibilisierung zusätzlich, da Dauereinnahme von Antipsychotika auch zur Supersensibilisierung und damit zur Chronifizierung beitragen kann.
Die Wirkstoffe sind nützlich, aber sehr schwer, komplett abzusetzen. Weit reduzieren kann man meistens und wenn du Haloperidol trotz Aripiprazol kaum mehr absetzen kannst, dann hast du bereits eine problematische Supersensitivität.

5. Es ist deine Gesundheit und an sich siehst du, wenn du dir die Empfehlung von mir durchliest, dass du vieles bereits richtig machst mit der Nahrungsergänzung, Vitamine und Mineralien, wobei das eher langfristig hilft. Zusätzlich kann ich dir Sulfarophan empfehlen, was Brokkoli-Extrakt ist und das Entzündungshemmend womöglich besser oder zusätzlich zum Omega 3 wirkt. Sulfarophan wirkt über die Gene und man geht bei den Auslösern der Schizophrenie von Entzündungsprozessen im Gehirn als ein Auslöser ausgegangen wird. Da findest du auf der Seite der Empfehlung im unteren Bereich auch zusätzliche Erklärungen.

Hier ist eine kurze Broschüre zur Intervalltherapie (des Antipsychotikums) mit Bupropion, was auch das in Kurzform zusammenfasst.
Für dich wäre das erst dann ratsam, wenn du deine Antipsychotika entsprechend weit reduziert hast, da theoretisch Bupropion den Blutspiegel des Aripiprazol's um 20–40 % steigern kann, ist auch dieser Dosiseffekt einzubeziehen.
Damit du erstmal für dich eine kleinst wirksame Dosis findest, wobei 5–10 mg Aripiprazol-Monotherapie häufig ausreichen und Bupropion als Antidepressivum kannst du zusätzlich einnehmen. Monotherapie bedeutet bei Schizophrenie ein Antipsychotikum, also wichtig wäre vom Haloperidol wegzukommen, wobei Bupropion dir das erleichtert, also du damit keinen Gewöhnungseffekt hast, sondern Supersensitivität reduzierst.

Bitte also lieber dich jetzt erstmal einarbeiten, da du vieles bereits richtig machst, aber es wirklich in der von dir beschriebenen Reihenfolge in meinen Augen keinen Sinn ergibt. Zusätzlich sind immer noch 5 mg Aripiprazol sehr viel Zeug und diese letzten Schritte auf 0 sollten wohlüberlegt sein, wozu sich dann insbesondere die Intervalltherapie von mir anbietet.
Haloperidol kann man auch relativ zügig in den Schritten der Tablettengrößen ausschleichen über Tage, bzw. wenige Wochen da du ja weiterhin mit Aripiprazol stabilisiert bist. Also keinen Staatsakt aus dem zweiten Antipsychotikum machen, aber beim Aripiprazol in Monotherapie dann gerade in den kleineren Dosierungen sehr in dir hereinhören und dann wenn die kleinst nötige Dosierung meist ca. 5–10 für dich gefunden hast, dann kann das direkte absetzen und Intervalltherapie (3–6 Monate ohne Aripirpazol und dann nur für ca.1-3 Wochen am Stück bei Frühwarnsymptomen) möglich sein. Bupropion braucht es täglich, damit überhaupt so eine Intervalltherapie oder vorübergehendes Absetzen möglich ist und auch da sollte dir bewusst sein, dass du dann in Abständen von Monaten Aripiprazol zwingend einnehmen musst, sobald Frühwarnsymptome und so stärker durchkommen.
Du kannst das dann natürlich auch dann später mal ohne Bupropion (sehr vorsichtig, da man ohne dem Bupropion verstärkt unruhig / reizbar und alles beim Absetzen wird) mit so einer Intervalleinnahme probieren, um die Risiken normaler Absetzversuche zu bemerken. Auch da wirkt Aripiprazol relativ lange nach, weil die hohe Halbwertszeit vor allem beim Absetzen zum Tragen kommt.

Hoffe, du kannst das nachvollziehen. Selbst wenn du von heute auf morgen Haloperidol ganz absetzt, könnte das funktionieren, da die Halbwertszeit von 15 bis 37 Stunden beim Haloperidol, das langsame Ausschleichen unnötig macht. Ich empfehle von daher die Tablettenschritte im Internet zu recherchieren, damit du wöchentlich einen Tablettenschritt heruntergehen kannst.

Beispiel:

📦 Haloperidol gibt es in folgenden Tablettenstärken​

  • 1 mg
  • 5 mg
  • 10 mg

Wenn du 2 mg bekommst, dann könntest du auf 1 mg reduzieren und nach einer Woche dann absetzen, da du ja Aripiprazol weiterhin in mindestens 5 mg hast.
Bupropion 150 oder 300 mg also fortsetzen.


Bupropion hilft auch in den Absetzphasen effektiv Negativsymptome zu lindern und Kognitionen deutlich zu verbessern. Also es spielt dann seine Vorteile am meisten aus, da es von der Wirkung durch die Antipsychotika eher gehemmt wird.
Beim vorübergehenden Absetzen (Intervalltherapie) kann auch zusätzlich zum Bupropion (NDRI Antidepressivum) Citalopram, ein SSRI Antidepressivum sinnvoll sein, da es Libido und Emotionales dann reduziert und das in diesen Absetzphasen verstärkt zurückkommt. Da geht es aber erst darum, wenn Aripiprazol von 5 oder 10 mg auf 0 reduziert wird und über Monate kein Antipsychotikum eingenommen wird. Muss man sich dann direkt dazu einlesen, wenn man so weit ist, Step by Step. Sind eben ansonsten zu viele Informationen. Mit learning by doing kann das schon ganz gut gelingen, da anhand der eigenen Wirkung und Nebenwirkungen oder Symptome man das dann gezielt kontrollierend einnehmen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will nun seit zig Jahren davon weg, nach dem Erfolg dank dem Berberin, sah ich die Chance gekommen. Stand jetzt eine sehr gute Idee. Man wird sehen was morgen ist.

Berberin klingt auch sehr interessant, das müsste ähnlich wie Sulfarophan von der entzündungshemmenden Wirkung nützlich sein:

🧩 Sulforaphan – was wir relativ gut wissen​

Sulforaphan:
  • aktiviert Nrf2 (zellulärer Schutzmechanismus)
  • senkt oxidativen Stress
  • reduziert neuroinflammatorische Signale
Klinisch:
  • modeste, aber reproduzierbare Effekte auf Negativsymptome
  • kein Effekt auf Positivsymptome
  • Effekte oft zeitlich begrenzt (z. B. nach 12 Wochen sichtbar, später abgeschwächt)
Meta‑Analysen zeigen:
  • kleine, aber signifikante Effekte auf Negativsymptome
  • gute Verträglichkeit
  • keine antipsychotische Wirkung im engeren Sinn

🧩 Berberin – ähnlicher Ansatz, anderer Hebel​

Berberin:
  • senkt proinflammatorische Zytokine (IL‑6, TNF‑α, IL‑1β)
  • moduliert Mikroglia‑Aktivität
  • beeinflusst metabolisch‑entzündliche Achsen (Darm–Immunsystem–Gehirn)
Klinisch:
  • Hinweise auf Verbesserung von:
    • Negativsymptomen
    • kognitiver Leistung
  • Effekte korrelieren mit Entzündungsreduktion, nicht mit Dopaminveränderung

Lithium-Orotate kann man später auch erwägen, was auch stabilisierend ist und man nur minimale Dosierungen ca. 5–10 mg braucht. Normales Lithium wäre riskant, da es in toxischen Dosierungen eingesetzt wird und zum schwerwiegenden MNS marginalen neuroleptischen Syndrom führen kann.

Absetzen ist nicht für jeden zu empfehlen.
Nur der Körper ist nicht dafür gemacht, ein Leben lang diese starken Medikamente zu verarbeiten, ich nehm das nun über 20 Jahre. Dazu sind die Nebenwirkungen bei mir teils heftig. Massive Gewichtszunahme über die Jahre… für mich ist das Gift. Leider oft notwendiges Gift.
Sehe ich absolut auch so, wobei Gewichtszunahme bei der Absetzstrategie von mir auch in Griff zu bekommen ist. Zusätzlich kann vorübergehend Vitamin B6 in hohen Dosierungen auch Appetit reduzieren, wobei man längerfristig unter 100 mg bleiben sollte, da es ansonsten Neuropathie macht, wo man beim B6 aufpassen muss, etwa wenn man in den Fingern Taubheit oder Ameisenlauf bemerkt.
Das kann später im richtigen Medikamentesetting den Appetit sehr stark reduzieren und hilft auch bei Akathisie und innerer Unruhe. 50–100 mg täglich wäre möglich, wobei man Anfangs auch 600–1000 mg für wenige Wochen streng überwacht einnehmen kann, um das praktisch aufzufüllen.
Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
Hier werden hohe sehr hohe Dosierungen eingesetzt, was man zeitlich wirklich limitiert machen sollte, da die periphere Neuropathie praktisch irgendwann auftritt und man an sich nur 1–2 mg am Tag verbraucht bzw. benötigt.

Nur als Anmerkung da B-Komplex gut ist, aber das B6 separat in höherer Dosis mit 100 mg Tabletten gut für eine Zeitlang ergänzt werden kann und man bei ersten Anzeichen von Neuropathie eben dann absetzen muss.
 
Ich frage Blau in die Runde. Wieso wurde absetzten ein Ziel?
Bin da auch @Byakko Meinung.
Allgemein können Antipsychotika auch die Mortalität steigern, die bei Schizophrenie schon sehr erhöht ist. Gewichtszunahme wäre da ein weiterer Treiber, wenn einen das dann auch psychisch belastet.
Absetzen ist nicht für jeden zu empfehlen.
Nur der Körper ist nicht dafür gemacht, ein Leben lang diese starken Medikamente zu verarbeiten, ich nehm das nun über 20 Jahre. Dazu sind die Nebenwirkungen bei mir teils heftig. Massive Gewichtszunahme über die Jahre… für mich ist das Gift. Leider oft notwendiges Gift.
Ich will nun seit zig Jahren davon weg, nach dem Erfolg dank dem Berberin, sah ich die Chance gekommen. Stand jetzt eine sehr gute Idee. Man wird sehen was morgen ist.
Vom Bupropion nimmt man übrigens auch tendenziell ab und es hilft bei der Nikotinentwöhnung. Es wirkt sich positiv auf Negativsymptome und Kognitionen aus und hilft gegen Supersensibilisierung.
Problem ist eben, wenn die Antipsychotika von der Wirkung überwiegen, dann kann es sein, dass du aktuell von diesen positiven Effekten nur wenig mitbekommst oder den Nutzen schwer von den der anderen Medikamente trennen kannst. Die Wirkung würde später greifen, wenn das Haloperidol weg ist und Aripiprazol phasenweise abgesetzt wird (Intervalleinnahme), was ich dir ohne Bupropion (tägliche Einnahme) streng abraten würde. Gewöhnliche Absetzversuche gelingen selten, mit Bupropion hast du eine stabile Grundlage, wo dann auch die Nahrungsergänzung von den leichten Wirkungen einen echten Unterschied machen kann.
 
"Du willst die seelische Blockade durch das Antidepressivum aufbrechen?"
Ich höre die mahnende innere Stimme, ich kenne

auch Alkohol in diesem Zusammenhang. "Was sagt ((Vorname Nachnahme behandelnder Psychiater)) dazu?", sagt eine weitere innere Stimme.

Mit Tabak habe ich keine Probleme. Nie gehabt? Ja, ich denke, schon. Vielleicht aber durch die "gehorsame" Tabletteneinnahme. Trotzdem kommen die Stimmen nicht ganz zur Ruhe. Haben also trotz allem

eher die Psychologen Recht (als die

Psychiater)?
 
@Maggi

Fällt mir sehr schwer, aber dann werd ich wohl von vorne anfangen, alles rückgängig machen und wieder drei verschiedene Medis nehmen, um es so zu versuchen, wie du sagst. Besser als wenn ich wirklich noch mehr Zeit verschwende.

Dass das Haloperidol nämlich das stärkste und schädlichste von den dreien ist, wusste ich bereits.

Also ich nehm bisher abends eine Tablette a 4mg Haloperidol. Gibt es definitiv auch in 4mg Stärke, nehm das ja so seit Jahren.

Wenn du sagst, man kann das Haldol bei gleichzeitiger Einnahme von Aripiprazol und Bupropion, in wenigen Wochen schrittweise ausschleichen, dann würd ich das doch versuchen.

Also dann nehm ich ab morgen wieder 7,5mg Aripiprazol und erstmal 150mg Bupropion.

Drei Fragen:
• Wann Bupropion erhöhen auf 300mg?
• Wann Haloperidol von 4 auf 3mg reduzieren? Sofort?
• Sulfarophan zusammen mit Berberin oder nicht?

Dann würd ich alle zwei bis drei Wochen um je 1mg Haldol runtergehen.

Risiko was ich sehe ist, falls es ohne Haldol auf Dauer nicht geht, dann hab ich am Ende immer noch drei Medis und kann dann wieder anfangen mit dem, was ich hier und heute eigentlich schon hinter mir habe größtenteils, nämlich alles weg außer das Haldol.

Aber da ich denke, dass es einen Versuch wert ist, der vielversprechender ist als was ich jetzt mache, versuch ich es nach deiner Methode. Das alles aber echt zähneknirschend, denn ich war schon bei nur einem einzigen Medi angekommen…
 
- An sich würde ich dir schon empfehlen sofort auf 3 mg herunterzugehen, aber ich bin kein Arzt und du solltest das im Idealfall vorher mit deinem Psychiater absprechen, damit er sein grünes Licht gibt. Ansonsten könntest du es auch im Nachgang besprechen, etwa wenn du bald einen Termin hast.

Um deinen Arzt leichter zu überzeugen, kannst du dir die Broschüre beidseitig ausdrucken, wo du auch eine übersichtliche Nebenwirkungsvergleichsliste findest. Das wäre dann, nachdem das Haloperidol abgesetzt ist, der nächste Schritt zur Intervalltherapie des Aripiprazol's

Welche Dosis Aripiprazol hast du?


- Sulfarophan und Berberin in Kombination scheint sehr gut zu passen. Im unteren Bereich des Zitats findest du die Einnahmestrategie.

Mit Microsoft Copilot KI erstellt:
Ja — man kann Sulforaphan und Berberin kombinieren, und die verfügbaren Informationen deuten sogar auf eine gute bis sehr gute Synergie hin. Die Suchergebnisse bestätigen das recht klar:

🌿 Kombination: Sulforaphan + Berberin

⭐ Gesamtbewertung der Synergie: 4/5

(laut zwei unabhängigen Quellen) freexamine.com freexamine.com

🧬 Warum sie zusammen gut funktionieren

Beide Substanzen wirken auf ähnliche biologische Achsen, aber über unterschiedliche Mechanismen:
  • Beide aktivieren AMPK, ein zelluläres Energieregulations‑Enzym, das Entzündungen senkt und Stoffwechselprozesse verbessert freexamine.com.
  • Sulforaphan aktiviert NRF2, was die antioxidative Abwehr stärkt freexamine.com.
  • Berberin hemmt proinflammatorische Zytokine wie IL‑6, TNF‑α und IL‑1β freexamine.com.
  • Zusammen entsteht ein verstärkter antiinflammatorischer und antioxidativer Effekt.

💡 Potenzielle Vorteile der Kombination

WirkungErklärung
Stärkere EntzündungsreduktionBeide senken neuroinflammatorische Prozesse über unterschiedliche Wege freexamine.com freexamine.com
Verbesserte Glukose‑ und EnergieregulationDurch gemeinsame AMPK‑Aktivierung freexamine.com
Mehr antioxidativer SchutzSulforaphan indirekt (NRF2), Berberin direkt antioxidativ freexamine.com
Mögliche Verbesserung kognitiver FunktionenBeide Substanzen zeigen Hinweise auf neuroprotektive Effekte (indirekt über Entzündung/Stress) freexamine.com freexamine.com

⚠️ Mögliche Risiken

Die Kombination gilt als gut verträglich, aber zwei Punkte sind wichtig:
  • Blutzucker kann stärker sinken
    → relevant, wenn jemand Diabetes hat oder zu Hypoglykämie neigt freexamine.com.
  • Vorsicht bei Blutverdünnern
    → Berberin hat leichte antithrombotische Effekte, die durch Sulforaphan verstärkt werden könnten freexamine.com.

🧭 Praktische Einschätzung

Für jemanden wie dich, der sich intensiv mit neuroinflammatorischen Mechanismen beschäftigt und bereits Berberin nutzt, ist Sulforaphan eine logische Ergänzung:
  • Es wirkt neuroprotektiv,
  • entzündungshemmend,
  • und verstärkt genau die Achsen, die bei Absetzprozessen und Negativsymptomen relevant sind.
Die Kombination ist nicht kontraindiziert und wird in der Literatur eher als synergistisch beschrieben.


Ich gebe dir gern eine allgemeine, medizinisch neutrale Einnahme‑ und Dosierungslogik für Sulforaphan + Berberin, so wie sie in Studien, Reviews und Erfahrungsberichten typischerweise beschrieben wird.
Ich bleibe dabei bewusst allgemein, ohne individuelle Empfehlungen oder medizinische Anweisungen.


🌿 Einnahmestrategie: Sulforaphan + Berberin​

(allgemeine, nicht‑personalisierte Logik)

🧩 1. Grundprinzip: unterschiedliche Mechanismen → gute Kombinierbarkeit​

  • Berberin wirkt über AMPK‑Aktivierung, Darm‑Mikrobiom, Entzündungshemmung.
  • Sulforaphan wirkt über NRF2‑Aktivierung, antioxidative Genprogramme, Neuroinflammation.

Da beide verschiedene Wege nutzen, werden sie oft parallel eingesetzt.


🕒 2. Timing‑Logik der Einnahme​

Berberin

  • Wird meist 2–3× täglich genommen, weil es eine kurze Halbwertszeit hat.
  • Typische Einnahmezeiten:
    • Morgens
    • Mittags
    • Abends
  • Oft zu einer Mahlzeit, weil es den Glukoseanstieg abfedert.

Sulforaphan

  • Wird meist 1× täglich genommen.
  • Einnahmezeitpunkt ist flexibel, viele bevorzugen:
    • Morgens, weil NRF2‑Aktivierung zirkadian besser passt
    • oder mit Abstand zu Berberin, ist aber nicht zwingend
Wichtig: Es gibt keine bekannte Interaktion, die eine getrennte Einnahme zwingend macht.


📦 3. Dosierungslogik (allgemein, nicht individuell)​

Berberin

  • Häufig genutzte Bereiche in Studien:
    • 500 mg 2–3× täglich
  • Gesamtmenge pro Tag in Studien:
    • 1000–1500 mg

Sulforaphan

  • Studien nutzen sehr unterschiedliche Mengen, weil die Bioverfügbarkeit stark schwankt.
  • Typische Bereiche:
    • 20–60 mg reines Sulforaphan
    • oder Brokkoli‑Extrakt 200–400 mg, je nach Standardisierung


🔄 4. Kombinationslogik​

Die Kombination wird oft so strukturiert:

Morgens

  • Berberin
  • Sulforaphan

Mittags

  • Berberin

Abends

  • Berberin

Das ist eine typische Struktur, keine Empfehlung.


⚠️ 5. Worauf man achten sollte​

  • Blutzucker kann stärker sinken → wichtig bei Diabetes oder Hypoglykämie‑Neigung.
  • Magenempfindlichkeit: Berberin kann bei manchen Menschen zu leichter Übelkeit führen.
  • Sulforaphan kann anfangs leichte Entgiftungsreaktionen auslösen (kurzzeitig).


🧠 6. Warum die Kombination oft sinnvoll erscheint

  • Beide senken neuroinflammatorische Prozesse, aber über unterschiedliche Wege.
  • Beide verbessern zelluläre Stressresistenz.
  • Beide haben Hinweise auf kognitive Effekte.
  • Berberin wirkt eher metabolisch + antiinflammatorisch,
    Sulforaphan eher antioxidativ + neuroprotektiv.

- Bupropion (NDRI) würde ich erst, nachdem Haloperidol stabil abgesetzt ist erhöhen, da es teilweise Miktionsstörungen (wie Blasenschwäche) begünstigen kann und dann zusätzlich ergänzend ein SSRI Antidepressivum (Citalopram) ratsam wäre.
Das Erhöhen ist später sinnvoll, wenn du phasenweise das Aripiprazol absetzen willst (Intervalltherpaie wie in der Broschüre) oder merkst, dass du beim Reduzieren vom Haloperidol Schwierigkeiten bekommst.

Du kannst dir also Zeit lassen mit dem erhöhen und bei 150 mg erstmal bleiben.



Berberin werde ich mir selbst auch mal als Ergänzung zulegen, wobei ich aktuell gar kein Antipsychotikum mehr brauche und eher etwas Entzündungen durch leichte Schuppenbildung im Gesicht schon vor Sulfarophan hatte und das dann geholfen hat. Mir wurde damals flüssiges Omega 3 von der Hautärztin empfohlen. So kann ich die Verträglichkeit auch testen und ob die Haut bei mir vielleicht sich weiter bessert als Indikator für die Wirkung.

Magnesium hast, glaube ich schon.

-Eventuell kannst zum B-Komplex du Vitamin B6 100 mg von Hevert probieren (recht preiswert, das sind 200 Stück.
Hier findest du die Rolle von Vitamin B6 bei Schizophrenie.
Hier Sicherheit und Warnhinweise von B6, um periphere Neuropathie zu erkennen. Am Anfang kannst du für Wochen auch mehr als 100 mg B6 einnehmen, aber ansonsten sollte man unter 200 mg bleiben. Also eher 50–100 mg, bis die 200 Stück aufgebraucht sind (zu Beginn kurzzeitig mehr möglich).
Das kann zwar Akathisie lindern, aber im Grunde, wenn du Akathisie hast, dann würde das für eine zu hohe Aripiprazol Dosis sprechen, da Akathisie normal ein Zeichen von Überdosierung ist. Von daher tendenziell 5–10 mg Aripiprazol am Tag später anstreben.

- ganz später ist Lithium-Orotate (idealo) als Ergänzung auch nützlich, was bei mir ganz ohne Antipsychotikum dazu beiträgt, dass ich komplett ohne klarkomme. Das wäre dann, auch wenn du Aripiprazol über Monate absetzt, ähnlich wie Citalopram (SSRI Antidepressivum) sinnvoll.
 
Ich habe im Februar einen Termin beim Psychiater, das muss reichen. Wird schwierig ihn von irgendwas zu überzeugen. Einerseits kennt er mich, weiß das ich eh mache was ich selber für am besten halte, andererseits ist er starr ein Verfechter der Schulmedizin.
Aber ich habe eine Hausärztin, keine Psychiaterin zwar, aber es war ihre Idee mit den Nahrungsergänzungsmitteln, mit ihr könnte ich reden, allerdings auch erst im Februar. Am besten ich rede mit beiden.

Also meine eigentliche Dosis Aripiprazol war 15mg seit ein paar Jahren. Davor hatte ich auch davon 30mg (zusätzlich zum Haldol und dem Bupropion).

Also mein Plan nun:
• Heute noch von 4mg Haldol auf 3mg runter. Danach jede Woche ein weiteres Milligramm weglassen.
• Ab morgen wieder 7,5 mg Aripiprazol und 150mg Bupropion.

Ich hoffe es ist die richtige Entscheidung.
 
Ich bin nüchtern

Ethanol ist sozusagen nur eine Bedarfsmedikation, wenn es für einen zu schnell wird

Am Besten ein bisschen die Hände mit Desinfektionsmittel einreiben, kann schon ausreichend sein
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Byakko,

Absetzsymptome sind hart. Ich hoffe deswegen, das es dir soweit gut geht. Bist du noch dran?
Und hast du denn irgendeine Art Hilfe/Unterstützung aus deinem näheren sozialen Umfeld?
Meiner Erfahrung nach war das schwerste "Absetzsymptom" immer meine aufkommende Einsamkeit, und das ich mich wie ein Laster und misverstanden gefühlt habe, wenn ich über solche Themen sprechen wollte. Diese Isolation war immer mein größter "Triggerpunkt", und Ursache eigentlich von all meinen psychotischen Halluzinationen, Handlungen wie auch depressiven Verstimmungen.
Was war dein Trigger? - Vielleicht hilft es schon, dahingehend zu reflektieren, um die Ursachen besser zu verstehen.

Solltest du zur Zeit höher dosiert sein, als ursprünglich geplant, hoffe ich, machst du dir keinen zu großen Kopf deswegen.

Viel Erfolg auf jeden Fall weiterhin!
 
Hi Heyoka,

ich weiß was meine Psychosen damals ausgelöst hat, habe reflektiert und das passiert mir nicht noch einmal, dass ich den Auslöser zulasse.

Ich bin voll im Plan mit Absetzen. Nur noch 2mg Haloperidol seit letzten Freitag. Diesen Freitag dann wird es auf 1mg runter. Noch keine Probleme deshalb, aber das Bupropion, dass ich nun wieder nehme, sorgt derzeit für nervige Schlafprobleme. Ich hab überhaupt keine Lust zu schlafen, schlafe zwar trotzdem irgendwann ein, aber ist viel zu wenig momentan. Die Nacht nur vier Stunden geschlafen. Das soll sich aber nach Tagen bis Wochen von selbst legen. Abwarten und Tee trinken.

Geht euch die Eiseskälte auch so an die Nieren? Man kann nachts nichtmal das Fenster auflassen deshalb. Aber ist noch Jammern auf hohem Niveau.
 
Hey Byakko,
ich kann auch nicht schlafen obwohl ich mit Medikamenten ziemlich vollgepumpt bin. Ich geniesse das Winterwetter, war ja ziemlich lange nicht mehr. Ich finde es erstaunlich wie lange der Schnee sich hält. Erinnert mich an früher.
Ich wünsche dir weiter viel Erfolg beim reduzieren.
 
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