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"Drüber reden! Aber wie?" - Teilnehmende für Interviews zu Psychoseerfahrungen in der Schweiz gesucht

Henrike

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2 Okt. 2023
Beiträge
2
Das Forschungsprojekt "Drüber reden! Aber wie?" (www. drueberreden.ch) beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen über Erfahrungen mit psychischer Erkrankung kommunizieren. Hierzu führen wir Einzel- und Gruppeninterviews, die wir mit Video/Audio aufzeichnen und daraufhin analysieren, mit welchen sprachlichen Mitteln die Erfahrungen beschrieben werden.
Wir sind ein partizipatives Forschungsprojekt. Das bedeutet: Wir machen keine Forschung ÜBER Menschen mit psychischen Erkrankungen, sondern MIT ihnen gemeinsam. Alle, die an einem Interview teilnehmen, werden dazu eingeladen, sich über das Gespräch hinaus an der Analyse der Daten und an der Projektentwicklung zu beteiligen.
Aktuell suchen wir nach Personen mit Psychoseerfahrung, die bereit sind, ihre Geschichte in einem Interview mit uns zu teilen. Die Gespräche finden online und in Zürich statt.
Ich selber habe eine Schizophrenie-Diagnose und beteilige mich seit einigen Jahren als Expertin aus Erfahrung an der Leitung dieses Projekts. Es würde mich sehr freuen, weitere Menschen kennenzulernen, die ebenfalls Lust haben, sich in dir Forschung einzubringen.
Bei Fragen und Interesse freue ich mich über eine Nachricht!
Herzliche Grüsse
Henrike
 
Was bedeutet die Formulierung" mit welchen sprachlichen Mittel", geht es darum ob sich Schizophrene mitteilen können?Ob sie eine verminderte Wortwahl haben? Finde das stößt bei mir bisschen auf.Bitte um Erklärung
 
Hallo Freier Kopf

Vielen Dank für die Frage.

Nein, es geht nicht darum, ob Personen mit Schizophrenie sich mitteilen können oder ob sie eine verminderte Wortwahl haben. Wir interessieren uns nicht für sprachliche Defizite, sondern - ganz im Gegenteil - wir betrachten die Sprache als eine Ressource, die Menschen dabei hilft, ihr inneres Erleben in Gesprächen mitzuteilen. Psychisches Erleben ist aufgrund der Ungewohntheit und Subjektivität der Erfahrung, aber auch aufgrund von Scham und Angst vor Stigmatisierung, oft nur schwer beschreibbar und viele Menschen - auch ohne Schizophrenie - berichten, dass sie Schwierigkeiten haben, die richtigen Worte für ihr inneres Erleben zu finden. Wir untersuchen, mit welchen kommunikativen Strategien es trotzdem gelingt, Krankheitserfahrungen (nicht nur bei Schizophrenie) in Gesprächen auszudrücken. Solche Strategien sind beispielsweise der Einsatz von Pausen, metaphorisches Sprechen oder der Einsatz von Humor - immer unter der Prämisse, dass dies kommunikative Ressourcen sind, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Erfahrungen auszudrücken. Um solche Strategien zu ermitteln, führen wir Gespräche mit Personen, die entweder selbst von einer psychischen Erkrankung (nicht nur Schizophrenie) betroffen sind oder die eine/n Angehörige/n haben.
Diese Interviews werden dann inhalts- und konversationsanalytisch untersucht mit dem Ziel, der Öffentlichkeit diese Strategien als kommunikative Ressource zugänglich zu machen und die Kommunikation über psychische Gesundheit zu verbessern. Dabei sind alle Gesprächsteilnehmenden dazu eingeladen, sich an der Forschung zu beteiligen.

Ich hoffe, das beantwortet die Frage. Sonst gerne nochmal nachhaken.
 
Hallo Freier Kopf

Vielen Dank für die Frage.

Nein, es geht nicht darum, ob Personen mit Schizophrenie sich mitteilen können oder ob sie eine verminderte Wortwahl haben. Wir interessieren uns nicht für sprachliche Defizite, sondern - ganz im Gegenteil - wir betrachten die Sprache als eine Ressource, die Menschen dabei hilft, ihr inneres Erleben in Gesprächen mitzuteilen. Psychisches Erleben ist aufgrund der Ungewohntheit und Subjektivität der Erfahrung, aber auch aufgrund von Scham und Angst vor Stigmatisierung, oft nur schwer beschreibbar und viele Menschen - auch ohne Schizophrenie - berichten, dass sie Schwierigkeiten haben, die richtigen Worte für ihr inneres Erleben zu finden. Wir untersuchen, mit welchen kommunikativen Strategien es trotzdem gelingt, Krankheitserfahrungen (nicht nur bei Schizophrenie) in Gesprächen auszudrücken. Solche Strategien sind beispielsweise der Einsatz von Pausen, metaphorisches Sprechen oder der Einsatz von Humor - immer unter der Prämisse, dass dies kommunikative Ressourcen sind, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Erfahrungen auszudrücken. Um solche Strategien zu ermitteln, führen wir Gespräche mit Personen, die entweder selbst von einer psychischen Erkrankung (nicht nur Schizophrenie) betroffen sind oder die eine/n Angehörige/n haben.
Diese Interviews werden dann inhalts- und konversationsanalytisch untersucht mit dem Ziel, der Öffentlichkeit diese Strategien als kommunikative Ressource zugänglich zu machen und die Kommunikation über psychische Gesundheit zu verbessern. Dabei sind alle Gesprächsteilnehmenden dazu eingeladen, sich an der Forschung zu beteiligen.

Ich hoffe, das beantwortet die Frage. Sonst gerne nochmal nachhaken.
Danke
 
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