@Nova
Will nur sagen, damit wir ein Paradigma ändern können, dann muss man entweder selbst den Überblick haben, was für präfrontal schwache Betroffene kaum mit den Standardtherapien zu stemmen wäre, oder sich damit abfinden, dass sich andere nur das herauspicken, was diese für sich sehen und integrieren wollen.
Lösung könnte Transparenz sein, also etwa hier im Forum wirklich mal Diskussionen anfangen, was Stimmen exakt sagen, wie sich einzelne Stimmen durchsetzen oder welche und inwieweit das jeweilige Medikament auch die Stimmen verändert.
Wenn es Telepathie oder Gedankenausbreitung gibt, dann müssten wir erst einmal all das haben, was man wirklich weiß und über Studien belegt ist. Anscheinend ist beim Musizieren mit anderen auch eine Überlagerung von Gehirnwellen möglich, also könnte man das vielleicht allgemein auf Zugehörigkeiten beziehen, bei denen man mitschwingt (ohne das ich von Schwingen den psychologischen Hintergrund kenne) oder wo man vielleicht daneben sitzt und sich innerlich längst distanziert und abgewendet hat, was manche Therapeuten bei ihren Betroffenen als professionelle Distanz sehen. Man hört zu, aber hat gelernt, wie es vom einen ohr rein und vom anderen herausgeht. Diagnose "keine Schwingungsfähigkeit" wenn jemand keinen anerkannten Wahn hat. Gesellschaftlicher Wahn kann ja als teilbar verstanden werden. Betroffene sind da vielleicht wissenschaftlicher.
Du meinst mit "kopernikanischer Wende", wenn man die Quadratur des Kreises überschreitet. Nur stell dir vor, das wir meist punktuell dieses Spektrum überschreiten und wenn wir die Quadratur als Paradigma überschreiten wollen müssten wir die Eckpunkte außerhalb des Kreises setzen, was unwissenschaftlich und Lüge wäre und man auch ganz schön daneben liegen kann, oder man macht ein 5-Eck statt eine Quadratur im Kreis. Um ein 5-Eck zu bilden was den Kreis mehr ausfüllt muss man also ein breites Wissensspektrum füllen und sagen wir eher psychotische Gedanken über Aliens ist eine Punktsetzung über dem Kreis hinaus um jene Bereiche im Kreis erforschen zu können, die zum Eindruck von Aliens, Verfolgungwahn oder anderes beitragen oder führen könnten.
Ich sollte mich viel mehr mit Informationstheorie beschäftigen, die für das Verstehen von Schizophrenie auch weiterhelfen wird, meiner Ansicht nach.
Wenn du selbst Stimmen und Medikamente ohnehin benötigst, dann würde ich an so einem Eckpunkt etwas ändern, da Psychopharmaka die Wahrnehmung grundsätzlich verändern und man den Unterschied zu Partialagonisten doch recht deutlich bemerken kann. Um Schizophrenie zu beurteilen, müsstest du bewusst eine neue Perspektive in deiner Wahrnehmung finden, die ein Medikamentenwechsel sein kann.
Beispiel: Du hast Olanzapin und vielleicht wenig oder nur kurzfristige Erfahrung mit Aripiprazol. Ein Wechsel kann auch erst einmal für Wochen und Monate wie eine Eingewöhnung sein, bis Nebenwirkungen und so angenehmer sind und man mit dem neuen Wirkstoff zurechtkommt.
Hast du schon mal über einen längeren Zeitraum Aripiprazol ohne anderes Antipsychotikum probiert und wo lag das Problem damals oder was war unangenehm?
Es kann theoretisch auch Cariprazin oder Amisulprid sein. Oder wenn du zum Olanzapin das Bupropion (+ Escitalopram bei Nebenwirkungen) testest, ob du damit Olanzapin leichter reduzieren oder wirklich nur kurzzeitig phasenweise absetzen kannst. Ohne Bupropion funktioniert die Intervalltherapie des Antipsychotikums kaum, also sind Absetzversuche zum Scheitern verurteilt, weil das positive Outcome zu schwach ist. Man ist nach dem Absetzen ähnlich weit oder so weit wie vorher.
Allein der Wechsel auf Aripiprazol wäre auch kein Selbstläufer, aber damit hättest du auch ein grundlegend anderes Wahrnehmungsgefühl, bei normal sehr wenigen Nebenwirkungen, wenn du es maßvoll so viel wie nötig einsetzt. Dann würdest du selbst sehen, wie sich Stimmen verändern, und könntest das objektiv beurteilen, ob deine Theorien in dieser anderen Wahrnehmung sich verändern, da es ein anderes Lebensgefühl ist, wo dir vielleicht das Stigma gar nix mehr ausmacht, aber du Probleme an anderen Stellen siehst die für dich vorher gar kein Thema gewesen sind. Einfach mal mit anderen Wirkstoffen grundlegend anders heranzugehen und den Vergleich mit deinen vorherigen Sichtweisen und Einstellungen hast du ja.
Dann entscheide, wie du deine psychologischen Sichtweisen mit einer veränderten eigenen denkweise einordnest, da du ja den Vorher-Nachher-Vergleich hast. Eine Umstellung erfordert Mut, aber du kannst da viel mehr Wissen über deine Stimmen generieren, indem du dir diese Veränderungen im Positiven oder auch im Negativen anschaust.
Stigma solltest du mit Aripiprazol keines mehr empfinden, eher würde dir ein offener Umgang mit deiner Diagnose leichter fallen. Ich wurde damit auch offener, wo ich vorher kaum über die Diagnose und was ich erlebt habe, sprechen konnte.
Für diesen Perspektivwechsel müssen Gesunde sich auf andere einstellen und Vertrauen, wo du das durch Medikamentenwechsel selbst machen musst, wo du dir selbst trauen kannst und auf keine irreführenden Stimmen angewiesen bist, die dir teilweise dein Leben diktieren wollen und vielleicht gerade auch von solchen Perspektivwechseln abhalten wollen.
Erstmal Perspekivwechsel und dann kannst du an den Paradigmenwechsel nachdenken.
Aripiprazol kann etwas Offenheit begünstigen und das eingeschüchterte Gefühl reduzieren, sodass du weniger unter dem Stigma leidest, vermutlich leichter über die Diagnose auch mit Freunden, Angehörigen und so sprechen kannst, denn manchmal sind diese gefühlten Grenzen wie echte Mauern sich anfühlen.
Erst einmal würde ich dir ehrlich zum Aripiprazol raten, das hilft zumindest extreme Einseitigkeit und Wahn neu zu bewerten, auch sich und die Erkrankung lockerer zu nehmen. Dann Bupropion um über NET präfrontales Dopamin zu stärken was innere Unruhe Reizbarkeit und Stressverarbeitung verbessert, also das kognitiv auch aufbaut und über DAT die Wahrnehmung nachgeschärft wird was normal durch die Intervalltherapie(von Aripiprazol) angewendet dann zur änderung der Stimmen beitragen könnte. Sagen wir Stimmen wären wie einzelne Neuronen die sich durchsetzen und zuviel Gesprächszeit haben. Bupropion blockiert im Striatum den Dopamintransporter DAT, sodass Salienzspitzen, die wie phasische Dopaminspitzen sind und vielleicht auch den Stimmen entsprechen die sich immer durchsetzen. Durchs DAT-Hemmung wird der Abfluss vom Dopamin aus den Synaptischen Spalt reduziert. Ist dieser zu hoch, dann nehmen denkbeschleunigungen und phasische Spitzen zu, da neue Dopaminpackete über VMAT2 in den Synaptischen Spalt kommen, wenn Autorezeptoren sagen das der Synaptische Spalt leer ist. Ist also der Abfluss über DAT stetig zu weit offen, dann kommen über VMAT2 stetig wie ein Feuerwehrschlauch extrem viel Informationen, also viel Schrott und Unkomprimiert wo die Redezeit immer bei den gleichen Stimmen liegt die sich immer wichtiger fühlen und selbst bestätigen. Also ein Gedankenkreis über Präfrontalen Cortex über Striatum und später wieder zurück der sich wegen überaktivität selbst verstärkt, da die Autorezeptoren kaum oder zu spät greifen, wenn man schon tief in der Psychose stecken würde.
Bupropion hemmt DAT und macht so den Stöpsel im Waschbecken zu. Durch die Psychose sind phasische Waschbecken maximal gefüllt, in anderen Gehirnregionen auch eher tonisch nur halb gefüllt sein kann, was unterbewusste unhörbare Stimmen wären, also das was unterbewusst stattfindet. Phasisches Dopamin, das überstark ist und das Waschbecken zum Überlaufen bringt wäre wie die Dinge und Stimmen die in die Wahrnehmung hineintreten, also das worüber wir nachdenken und dem wir uns bewusster sind.
DAT-Hemmung führt dazu das präsynaptische Dopaminrezeptoren welche keine postsynaptische Empfängerrezeptoren sind, sondern welche präsynaptisch bei medikamentöser Blockade die Ausschüttung von Dopamin über VMAT2 erhöhen, führen bei mehr Dopamin im Synaptischen Spalt wegen DAT-Anstauung früher dazu das Autorezeptoen dem VMAT2 sagen das es aufhören soll neue Dopaminpackete zu packen. Also präsynaptische Rezeptoren sind an der Empfängerzelle die quasi zurückmelden ob das Packet angekommen ist. Staut man mehr an, dann werden Gehirnregionen mit tonischen schwächeren aber gleichmäßigeren Dopamin von ihrer Dopaminaktivität angehoben, aber phasisches Dopamin in den starken regionen laufen viel früher auf die Autorezeptoren auf, welche dann VMAT2 früher herunterregeln, solange noch ein Puffer da ist.
Statt das VMAT2 wie bei Schizophrenie wie ein Feuerwehrschlauch heraushaut, kann das dann wie ein Wasserschlauch bei den phasischen Spitzen von oben her abschneiden, dafür bilden sich daneben erreichen dann auch vorher schwächeres Dopamin diese Salienz und Phasischen Spitzen, was vom den psychotischen wahnhaften Tunnelblick breiter macht und diese Phasischen Spitzen etwas kürzer werden und abgerundet.
Es ist in etwa so, wenn man die Psychose wie eine rote Ampel sieht. Autorezeptoren, wenn zu kurzsichtig sind oder zu träge und untrainiert dann sehen diese die rote Ampel viel zu spät, sodass man hinter der Roten Ampel oder im Kofferaum einees anderen Autos stehen bleibt. DAT-Hemmung führt dazu das man die Ampel früher sieht und früher vom Gas heruntergehen und auf die Bremse treten kann. DAT-Hemmung schafft bei Psychose einen Zeitpuffer, wenn aber tonisches und phasisches Dopamin allgemein zu aktiv sind, dann braucht es trotzdem eine kurzzeitige stärkere Bremse über die Intervalleinnahme des Antipsychotikums, um deutlich herunterbremsen zu können und diesen Puffer wieder aufzubauen, indem maßvolle DAT‑Hemmung greift.
Ziel ist eher das phasische Spitzen entstehen, also das Antipsychotikum sollte deutliche Wahrnehmung durch reduzierte einnahme noch ermöglichen, damit auch leichte DAT-Wirkstoffe wie Bupropion greifen. Zu starke DAT-Blockade wie bei echten und stärkeren Stimulanzien würde eher dazu beitragen, dass sich immer mehr Schrottdopamin im synaptischen Spalt befindet und VMAT2 nur noch tröpfchenweise neue Informationspakete herausgibt. Sehr langsame Dosissteigerung vom schwächeren Bupropion (Methylphenidat ist viel stärker) führt hingegen zum Erfolg wenn man das Antipsychotikum parallel reduziert und bewusst phasische Spitzen an den Autorezeptoranschlag führt, damit diese Autorezeptoren überhaupt trainiert bleiben. Salienzspitzen werden kürzer und etwas breiter ohne zu breit und überfordernd zu werden.
Damit Bupropion oder gering dosiertes Methylphenidat so wirkt wie man will, muss man es niedrig dosiert beginnen, wo Bupropion schwächer also leichter Dosierbar erscheint, vor allem für Raucher geeignet. Methylphenidat eher für Betroffene ohne Nikotinsucht aber in deutlich reduzierterer Form als bei ADHS und auch in dem Intervalleinnahme kontext, da Antipsychotika einfach zu massiv eingreifen und Dämpfen wenn man täglich diese in hohen Dosierungen nimmt. Intervalltherapie bedeutet dann 4-8 Wochen Einnahme im gesamten Jahr auf 1-3 Wochen(Intevalleinnahme über ca. 7-24 Tage am Stück. Damit sind fast 50 Wochen ohne Antipsychotikum im Jahr, damit Bupropion in der Wirkung ideal greifen kann. Natürlich ändern sich diese Intervalle und muss man individuell schauen was möglich ist oder ob erstmal nur eine Reduktion des Antipsychotikums im Rahmen des mögilchen ist, wenn man trotz Bupropion viel zu schnell akut wird. Da schlafstörungen bei Bupropion während des Absetzens der Antipsychotika sehr zügig auftreten sind Trimipramin-Tropfen wichtig, welche praktisch wie die schlaffördernde sedierende Wirkung von Quetiapin oder Olanzapin wäre nur ohne dopaminerger wirkung. Dadurch kann man länger mit Bupropion und Trimipramin-Tropfen den Schlaf auch ohne Antipsychotikum eine zeitlang stabilisieren. Schlafstörungen treten dann zwar wenn es akuter wird auf, aber dann ist die Intervalleinnahme vom Aripiprazol als Antipsychotikum das ideale Schlaffördernde Medikament damit anschließdend Trimipramin-Tropfen als sedierung und andere Antidepressiva wie Bupropion wieder in der Wirkung voll greifen können. Entscheidend ist es eben dieses therapeutische Fenster zu nutzen und zu finden, da man häufig zu gedämpft um in den Bereich der phasischen Spitze zu kommen.