Schizophrenie Forum | Computational Psychiatrie & Selbsthilfe

Willkommen im Psychose- und Schizophrenie-Forum

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Im Mittelpunkt stehen Medikamente, Therapie, Neurobiologie und Computational Psychiatrie. Persönliche Erfahrungen werden dabei mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und unterschiedlichen Behandlungsansätzen in Beziehung gesetzt.

Das Forum ist anonym nutzbar und moderiert. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen, Erfahrungen auszutauschen und eine fundierte Orientierung für eigene Entscheidungen und Gespräche mit Behandelnden zu bieten.

Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ Medikamente-Orientierung: Kurzfassung

Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

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Annahme von negativsymtomatik

Hallo, ich leide auch schon seit 18.07.2020 an der negativsymptomatik. Ich nehme momentan täglich 5mg abilfy ein. Diese innere leere ist schrecklich vorallen wenn sie einen schon so lange begleitet. Wenn einen von außen nichts mehr berührt. Selbst beim zwicken spüre ich mich nur sehr wenig abgeschwächt.. Die Gedanken sind auch leer und nur sehr schwach. Ich meditiere täglich 1 2 Stunden aber immer wieder enttäuscht zu werden das nichts passiert ist frustrierend. Ich lerne mich einfach anzunehmen und zu aktzeptieren. Ich glaube bei mir ist ein innerer Mechanismus der mich nie richtig ankommen lässt. Ich weiß auch kognitiv das ich aufhören darf zu kämpfen und sich einfach da reinfallen zu lassen und zu sagen: es ist ok. Aber man fühlt sich so einsam damit. Als wäre ich der einzige der dieses Leiden hätten obwohl ich weiß das es nicht so ist. Ich suche nach Liebe nach mir selbst nach Wärme aber ich finde sie nicht im außen sondern nur im innen doch mein inneres ist leer und kalt. Hat jemand Erfahrung wie lange sowas dauern kann? Habe alles immer auf das Medikament geschoben aber es ist nicht das Medikament weil es nur 5 mg sind...

kurze Frage an jemand hat jemand mehr Zugang zu seiner gefühlswelt wieder? Bzw auch zu seinen gedanken
 
Also wenn du am Tag 1-2 Stunden meditieren kannst ist das schon ziemlich stark finde ich. Mir geht es ähnlich was die Gefühle angeht. Bei mir ist noch Freude da bzw. zurückgekommen, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die mir gut tun oder jemand neues kennenlerne. Ich leide auch häufig unter einer Gefühllosigkeit aber ich frage mich auch manchmal, ob ich “zu hohe Ansprüche” an meine Gefühlswelt habe, weil ich meinen Zustand jetzt mit der Anfangsphase der Psychose vergleiche, wo ich alle Gefühle sehr intensiviert wahrgenommen habe. Ich habe auch oft meditiert, um mich besser zu fühlen, aber mittlerweile glaube ich, wenn man meditiert, um etwas zu erreichen macht man es auf Dauer nicht richtig, weil man dann versucht einen bestimmten Zustand zu erreichen und das am besten immer wieder, dabei ist ja eigentlich der Grundsatz von Meditation, dass man nichts erreichen will. Die Leere im Kopf bzw. keine Gedanken wurde bei mir etwas besser mit einer kleinschrittigen Reduktion der Medikamente.
 
#Gelöschtes Mitglied 514

Ja atemmeditation, also Wim Hof. Das täglich 2 3 mal und normale geführte meditation 2 3 Stück.

Aber ich glaube das ist zu viel für mich weil ich erwarte immer so viel von mir selbst dass sich dadurch mein Zustand verändert. Ich glaube aber was wirklich hilft ist es einfach zu aktzeptieren und in Stille zu meditieren. ☺️
 
Mein Psychotherapeut hat mir zur Meditation mal empfohlen:

Jon Kabat-Zinn

Im Alltag Ruhe finden

Und, oh je, ich hab's noch nicht gelesen.

Ich meditiere z.Z. 10 Minuten täglich, war auch schon mal mehr, aber weit entfernt von 1-2 Stunden ☺️
 
Wie wärs wenn ihr euch einfach Hobbies sucht? Oder Arbeit? Oder irgendeine andere Beschäftigung?

Diese ganze Eso, Meditation, Gott Geschwurbel bringt einen gerade als Psychotiker nicht weiter. Ihr braucht was handfestes. Was realles. Nicht noch mehr Phantasiewelten.
 
@Gelöschtes Mitglied 514 ja ich versuche das grad zu reduzieren vll nur noch 20-30 min mediteren täglich.

Mir hilft auch die Frage was gibt mir Energie und was zieht mir Energie. ☺️ ist ne ganz sanfte Wahrnehmung aber das kann ich zumindest spüren. Und das hinterfrag ich oft um zu herauszufinden was mir gut tut und was eben nicht.:)
 
Gelöschter Benutzer 2377 schrieb:
Wie wärs wenn ihr euch einfach Hobbies sucht? Oder Arbeit? Oder irgendeine andere Beschäftigung?

Diese ganze Eso, Meditation, Gott Geschwurbel bringt einen gerade als Psychotiker nicht weiter. Ihr braucht was handfestes. Was realles. Nicht noch mehr Phantasiewelten.
Warum? Ein Glaube kann durchaus Hoffnung und Stabilität bringen. Ich selbst bin eher Agnostiker... aber wenn Jemandem das wirklich was bringt, will ich ihn davon nicht abhalten. Schaden tuts ja nicht.

Meditation hat jetzt nichts mit Esotherik zu tun.

Ja...ein Job, ne Beschäftigung und Freunde ist mMn das Wichtigste für Psychosekranke. Aber vielfach sind solche Dinge nur begrenzt möglich bezw. es braucht erst eine gewisse Grundstabilität, bis man arbeiten gehen kann oder sich problemlos mit anderen Menschen treffen kann.
 
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