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Affektverflachung - Medikamente?

Registriert
05.11.2020
Beiträge
52
Hallo,

ich nehme Zeldox 40-0-40-0 mg und Xeplion 100 mg als Depot.

Nun merke ich, dass ich keinerlei Emotionen habe. Woran liegt das? An den Medikamenten?

Naja, meine Psychose ist erst 4 Monate her.

Aber das kann es doch nicht gewesen sein, dass ich jetzt keinerlei Emotionen habe.
 
Administrator
Registriert
08.11.2016
Beiträge
1.647
Das ist schon einiges. Ich hatte unter Xeplion damals auch starke Affektverflachung, da hätte jemand nahestehendes sterben können und ich hätte keine richtige Trauer empfunden, zumindest hab ich mich abnormal mit dem Zeug gefühlt.

100mg sind ja auch eine stattliche Dosis. Normal lässt sich das auf 50mg reduzieren, 25mg gibt es auch.

Zeldox hat ein ähnliches Nebenwirkungsspektrum wie Aripiprazol und ist relativ gut verträglich. Beides sind sehr gute Wirkstoffe, wobei Zeldox von der Wirkung her ein eher schwaches Neurolepitkum sein soll.

Ich würde dir empfehlen, dass Xeplion möglichst bald abzusetzen. Normal sollte das Zeldox von der Wirkung her gut sein. Meist braucht man nur im Akutfall, etwa wenn man in der Klinik ist, höhere Dosierungen. Xeplion ist recht teuer und hat keinen Mehrwert, außer dass man es nur einmal im Monat spritzen muss. Ich finde, Depotspritzen sind absoluter Quatsch und eben eine Form von Zwang, den man über die Patienten ausübt, dazu kostet dieses Präparat ein Vermögen, dafür dass man dann quasi wie weggebeamt ist.

Anderweitig könntest du die Empfehlung des Forums probieren, wo eben das Aripiprazol sonnst, dem Zeldox von den Nebenwirkungen her ähnlich ist, wäre vielleicht ein Wechsel möglich.
Zeldox kann QT-Verlängerungen machen, von daher würde ich das nur ungern mit dem Antidepressivum Citalopram kombinieren, weil das sich eventuell addieren könnte.
Hattest du schon mal Aripiprazol und wenn ja, wie war es und wie hast du es vertragen?

Im Grunde ist da die Affektverflachung im niedrigen Dosisbereich (um 5mg) nur gering oder kein Thema. In der Empfehlung wird eben noch zusätzlich das Bupropion+Citalopram als spezielle Antidepressiva dazu gegeben, was hilft, das Aripiprazol in Intervallform noch reduzierter einnehmen zu können, was dann auch die Negativsymptome deutlich verbessern kann und diese Affektverflachung kein Thema mehr sein sollte, eher im Gegenteil. Citalopram schwächt die Affekte auch ab, was bei der Kombi ganz gut ist. Bupropion hilft gegen innere Unruhe und Stimmungsschwankungen(Reizbarkeit), also man ist damit viel ausgeglichener.
 
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