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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Invega-Paliperidon

Moritz

Member
Hallo zusammen,

Ich arbeite jetzt im pädagogischen Bereich in Teilzeit 15 Std die Woche, habe einen Schwerbehindertenausweis beantragt und nach 5 Jahren darf ich auch EU Rente beantragen wenn ich will.
Die Stelle habe ich meinen Angehörigen zu verdanken die nach einem halben Jahr Grundsicherung immernoch an mich geglaubt haben.
Bin unter Invega Paliperidon-Injektion unter 100 mg auch am Ende des Depots Symptomfrei gewesen.
Meint ihr ich kann mit gutem Gewissen nach einer Senkung auf 75 mg fragen?
Das Blutbild war am Ende bei 30 und der therapeutische Bereich ist zwischen 20 -40

Mich stören jedoch einige Nebenwirkungen weswegen ich gerne reduzieren möchte
-die erste Woche des Depots schlafe ich fast 3-4 Stunden mehr
- Meine Rücken ist Nachts nicht gerade sondern nachts etwas nach vorne geneigt gekrümmt, habe Angst das die Fehlhaltung iwann Schmerzen verursacht. Zudem kann ich nur noch auf der Seite in dieser leicht gekrümmten Haltung einschlafen
-Meine Beweglichkeit in den Hüften ist eingeschränkt
-Nach mehreren Stunden Tennis merke ich meine Hüften und mein Knie wie mit Olanzapin vorher nicht. Mit 28 noch etwas früh oder ?
- Meine Ferse nach Laufbelastung weh hatte das mir Olanzapin auch nicht.
-Schluckauf bei Dosisänderungen am Anfang des Depots

Leider bestehen meine Eltern weiter auf das Depot weil ich sonst mehrmals versucht habe von 5mg Olanzapin auf 0 zu gehen.
Und ich überlege nach einem Antidepressiva niedrigdosiert zu fragen

Aber grundsätzlich geht es mir mit dem Paliperidon Depot in Ordnung iwie muss man ja weiter machen ne
 
Die Frage ist halt, ob dir Angst gemacht wird, wenn du die Spritze gegen eine orale Galenik austauschst. Dabei hat das Risperidon den Vorteil der noch freieren Dosierung und dass die Kosten für die Krankenkasse weitaus niedriger sind als bei der nicht generischen 75mg-LAI-Spritze. Aber auch der Nicht-Wille des Psychiaters zu einem Umstieg auf einen Partialagonisten wäre zu beachten auf deinem langen Weg.
 
Und ich überlege nach einem Antidepressiva niedrigdosiert zu fragen
Mir hat per E-Mail eine Mitbetroffene geschrieben, welche 25mg Xeplion (Paliperidon) hat. Sie nimmt schon seit über 10

Bupropion kann ich dir auch so ans Herz legen, das wirkt sich auf Positiv- und Negativsymptome positiv aus, erklärt die Stabilität trotz kleiner Dosis.

Lithium kann man über den Arzt in normaler Form bekommen, wobei das relativ hoch dosiert (0,6-0,8 mmol/l) ist und für die Nieren etwas belastend. Lithium-Orotate (deutlich geringer dosiertes Nahrungsergänzungsmittel) gibt es in viel kleineren Dosierungen als Nahrungsergänzung, was ich in 80mg (4 x 20mg am Tag) ergänze, das wäre eine milde Alternative.
Hier kann man Lithium-Orotate in 20mg sehr preiswert kaufen.

Zielführend für dich
– Du könntest also nach Bupropion (einziges NDRI-Antidepressivum) fragen, wo die kleinste Dosis 150mg ist.

– Dann würde ich das vierwöchige Paliperidon-Depot (früher Xeplion) einen Monat darauf auf 75mg reduzieren.

– Dann einen Monat später 50mg (meist sind 50mg noch wirksam).

– Für den Schritt auf 25mg ist dann das bereits eingenommene Bupropion (NDRI-Antidepressivum) wichtig, und besonders dann wäre Lithium oder Lithium-Orotat im Vorfeld auch nützlich. Ähnlich wie Bupropion bietet Lithium einen leichten antipsychotischen Schutz, was dann ganz individuell kleinere stabile Dosierungen des Antipsychotikums ermöglicht, wobei besonders da dann auch antidepressive Effekte und Wirksamkeit von Bupropion auf Negativsymptome deutlich sichtbar werden sollten.



Seit wie vielen Monaten nimmst du das 100mg Paliperidon-Depot? Ich kenne das Depot von 2012 auch und fand 100mg schon übermäßig und kenne ich so als Entlassungsdosis. Bis 50mg sollte die Reduktion relativ problemlos funktionieren.

Hier findest du die Dosisbereiche vom Paliperidon (4-wöchig). Für die antipsychotische Wirksamkeit sind ca. 60–80 % Rezeptorblockade im Striatum notwendig.
 
Hey Danke für deinen Input, ich nehme das Depot jetzt bald seit einem Jahr. Hatte da einen 6 Monatigen Klinikaufenthalt. Ich werde mir das mal notieren und beim nächsten Arzttermin im Oktober besprechen.
Die Tabelle ist wohl für meine Argumentation und meinen Wunsch zu reduzieren sehr hilfreich!
Denke nicht das mein Psychater bei mir was dagegen hat.
Soviel Angst macht mir orale Dosierung nicht, aber ich bin schon sehr negativ den Medikamenten gegenüber eingestellt. Und ich will in der Wohnung unter meinen Eltern wohnen bleiben. Deswegen werde ich wohl beim Depot bleiben und mal nach einer Reduzierung fragen sobald ich wieder einen Termin habe.
 
Mir hat per E-Mail eine Mitbetroffene geschrieben, welche 25mg Xeplion (Paliperidon) hat. Sie nimmt schon seit über 10
Finde ich sehr interessant, jetzt nicht wegen dem 9-OH-Risperidon als (Noradrenalin gnadenlos runterregulierendem) Wirkstoff, sondern weil auch eine DA D2-Dämpfung unter 60% offensichtlich eine gangbare Erhaltungstherapie darstellen kann. Dies würde sich mit dem Konzept von dgsp-ev.de decken, das die Reduktion und das Absetzen nicht ausschließt, wenn ich Aderhold und andere dort richtig verstanden habe.
 
Die Tabelle ist wohl für meine Argumentation und meinen Wunsch zu reduzieren sehr hilfreich!
Denke nicht das mein Psychater bei mir was dagegen hat.
Soviel Angst macht mir orale Dosierung nicht, aber ich bin schon sehr negativ den Medikamenten gegenüber eingestellt.
Der Zusatzwirkstoff Bupropion (NDRI-Antidepressivum) sollte die Reduktion deutlich erleichtern und stabilisieren, insbesondere wenn es auf 25mg Paliperidon-Depot heruntergeht, da diese Dosis für sich allein genommen normal zu schwach ist.
Bupropion (eher aktivierend) und auch Lithium (eher dämpfend) stabilisieren als Addon auch Positivsymptome neben den Negativsymptomen, die sich durch Bupropion in den Phasen mit wenig Antipsychotikum deutlich verbessern.

Deswegen würde ich vorerst, solange du noch 100 oder 75mg Paliperidon hast, das Bupropion ergänzen.
Beim Schritt von 50mg auf 25mg Paliperidon wäre zusätzliches Lithium ratsam.

Finde ich sehr interessant, jetzt nicht wegen dem 9-OH-Risperidon als (Noradrenalin gnadenlos runterregulierendem) Wirkstoff, sondern weil auch eine DA D2-Dämpfung unter 60% offensichtlich eine gangbare Erhaltungstherapie darstellen kann. Dies würde sich mit dem Konzept von dgsp-ev.de decken, das die Reduktion und das Absetzen nicht ausschließt, wenn ich Aderhold und andere dort richtig verstanden habe.
Dass es in der Dosis stabil funktioniert, liegt sicherlich am zusätzlichen Bupropion und Lithium. Es bedeutet also weniger zwingend, dass 9-OH-Risperidon (Paliperidon) üblicherweise unter 60 % striatale Rezeptorblockade funktioniert. Die Erfahrung deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen, wo ich ohne Antipsychotikum etwa einen Monat halbwegs stabil war und im Vergleich mit Bupropion nach Absetzen des Antipsychotikums für Monate sehr stabil war.
Somit erklärt sich, warum 25mg unter diesen Umständen machbar passend sind.
 
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