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Würdet ihr Fremden gegenüber eure Schizophrenie erwähnen?

Unik

Member
Hallo,

behält ihr es für euch, oder sagt ihr das offen?
Soll ja Stigma geben …

Ich käme z.B. in Erklärungsnot, wenn man mich fragt, warum ich nicht Vollzeit arbeite, sondern nur Minijob oder gar nicht. Ist ja oft eines der ersten Fragen, was man arbeitet, wenn man sich kennenlernt. Ich bin da auch noch nicht mal selbst mit mir im Reinen, weil ich (36) schon arbeiten will seit jeher, aber auch sehr oft wiederum nicht, was mich in Dilemma bringt. Meine Therapeutin und Psychiaterin die mich seit 5 Jahren kennt, meinen das kommt durch Negativsymptomatik und kann schwanken.

Viele Grüße
Unik
 
Sag dass Du depressiv bist ! Das ist zwar nicht die ganze Wahrheit, aber auch nicht gelogen. Mit Depression können die Leute etwas anfangen ohne dass sie einen Schreck kriegen.
 
Es gibt auch Leute, die ohne diese Diagnose nur teilzeit arbeiten. Weil sie nicht mehr wollen und genug anderen finanziellen Backup haben. Oder einfach weil sie nicht so belastbar sind. Dafür braucht man sich nicht schämen. Umgekehrt finde ich es sehr befremdlich wenn Leute einen nach seinen/ihren Arbeitsstunden fragen. Was geht die das an? Auch dass ich diese Diagnose habe, würde ich keinesfalls sagen. Das geht nämlich auch niemanden was an. Punkt.
 
Ich habe immer gesagt ich hatte eine Psychose, aber viele wissen mittlerweile was das bedeutet oder diese Googlen es. Ich hatte in meiner akut Phase es jedem Ar... erzählt und habe dadurch viele verschreckt. Mittlerweile weiß ich es besser. Jetzt sage ich es nur wenn ich muss. Es geht tatsächlich niemanden was an. Ich bin mir sicher dass man an vielen merkt das etwas nicht stimmt. Ich bin unter Menschen sehr bedrückt und diese merken oft etwas, aber was genau der Grund ist würde ich nie wieder sagen.
 
Ich würde es nur vertrauten Personen erzählen, von denen ich weiß, dass sie es einzuschätzen wissen. So handhabe ich es auch. Selbst eine Depression versteht lange nicht jeder. Wer stigmatisiert, für den ist auch eine Depression nichts oder eine Modeerscheinung, getreu dem Motto "hab dich nicht so...". Ich möchte sagen, das etwa 70 % meines Umfelds nichts von meiner Erkrankung wissen und dennoch lebe ich gut damit.
 
Ich erzähle es schon. Das darf jemand den ich kennenlerne schon wissen. Die meisten reagieren verständnisvoll und ich würde mich unwohl fühlen wenn ich nicht über meine Schizophrenie sprechen würde.
 
Geh damit eigentlich recht offen mit um, aber müssen auch nicht alle wissen.
Ich erzähle es ganz gern so Das mein Kopf Kaputt ist , wie “Kopf kaput” oder
Halt das ich Frührentner bin, geht die dann ja nix an wieso.
 
warum ich nicht Vollzeit arbeite
Diese Frage find ich immer so dämlich....

Manchmal frag ich mich warum das Leute wissen wollen.

Als ob man sich rechtfertigen müsste...

Das musste ich mir auch so oft anhören, vorallem als junger Mensch was hat man da schon das man nur 30H gehen kann ...

Ich gehe auch nur 30H noch und ich muss sagen ich bereue es keine sekunde.
Wenn mich die Krankheit da nicht "reingetrieben" hätte, hätte ich über kurz oder lang das auch geändert.



Weil mich schon davor 40H einfach geschafft haben, ja es gibt auch Menschen die das einfach nicht schaffen.
Und das hat nix mit Faul zu tuen wie viele so denken..
Aber man hört immer stell dich nicht so an andere schaffen das auch, aber man ist 1tens nicht andere und 2tens brauch man sich dann nicht wundern wenn man psychisch krank wird wenn man täglich über seine grenzen geht.


Bei Freunde und Familie gehe ich damit offen um mit der Krankheit.

Bei anderen die Fragen sag ich einfach nur das ich psychische Prob hab und fertig.

Ausnahme noch auf Arbeit da weis es meine Chefin die damit locker umgeht und meine Kollegin/Freundin.


Bei neue bekanntschaften, muss man dann abwägen wie gut man sich versteht und zusamme passt, dann kann man auch ins detail gehen.

Ansonsten halt ich mich da auch sehr bedeckt.

Weil auch gerade das Psychische heute immer noch nicht sonderlich gut angekommen ist in der Gesellschaft, und man schnell als Psycho und dumm hingestellt wird, und im schlimmsten fall noch gegen ein verwendet wird.

Heute muss man genau schauen welchen Menschen man was von sich und wieviel erzählt.


Dafür braucht man sich nicht schämen.
Eben, für mich hätte das sogar garkeine Prio, ob nun die Person arbeitet oder nicht.
Und warum oder weshalb.

Man muss sich verstehen, der rest ist doch erstmal unwichtig.
 
Meiner Erfahrung nach:

Nahe dir stehende Familie einweihen. Freunde und Bekannte auf Distanz mit "Bin Hausmann" "Nicht ganz 100" etc.
Am Arbeitsplatz niemandem außer den wenigen die dich einstellen dürfen.

Stigma und Missinterpretation, als auch Fehlverhalten gabs in allen 3 Feldern.

Wichtiger, du haust es raus und sprichst nicht mehr darüber.

Meine Erfahrung nach, tun Sie Mitgefühl und Verständnis, aber hinterrücks bist du der "Verrückte" "Arme Sau" "Nicht zu gebrauchen".
 
Erfahrungsgemäß versuche ich nurmehr zögerlich wie zaghaft Persönlicheres von mir preiszugeben.

Schon der inneren Einstellung wegen, strebe ich in einem hohen Maß danach mich gesund anzufühlen.

Da ich mich kaum nach formelhaften Klassifizierungen in verstaubten Akten definiere und ebenso wenig anmaße, andere nach solchen Maßstäben zu kategorisieren, bin ich versucht auch in mir vertraulich erscheinender Atmosphäre weitgehend die Peripherie zu kitzeln.

Für mein Lebensbild möchte ich es als Zyklen ansehen in denen man Form erhält und Profil. Individuation, jeder erfährt sie auf seine Weise.
Dann ist man wer man ist und bedarf keiner dieser Stigmata. Die, wohlgemerkt, in diesem Kulturkreis so geprägt worden sind.

Gegen Stigmatisierung werde ich mehr und mehr immun. Sie möchten mir bitte aus der Sonne gehen.
 
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Ich habe mich lange Zeit versteckt und mit niemandem darüber geredet.
Ich bin nicht krank- ich habe keine Probleme!

Ich sehe es ehrlich nicht mehr ein- warum bitte soll ich mich verstecken- es sind die Vorurteile der Anderen und nicht meine.
Ich binde nicht jedem die Diagnose auf die Nase, sage aber durchaus, dass ich psychische Probleme habe...
 
Mann sollte sich meiner Meinung nach nicht verstecken. Die Krankheit ist ein Teil von einem. Nur es geht halt nicht jeden etwas an. Ich zitiere ziemlich oft beim bezahlen und dann werde ich manchmal komisch angesehen. Ich würde dann am liebsten schreien " ich nehme NL ein" , mach ich natürlich nicht. Aber oft kommt die Versuchung etwas zu sagen und sich zu erklären.
 
Dieses Verstecken ist mM ein grosses Problem.

Man versteckt sich ja nicht nur nach Aussen, sondern eben auch nach Innen- vor sich selbst
Ganz genau! Das ist wie mit anderen Dingen auch, die jeden Menschen betreffen.
Dass man halt zu sich steht anderen gegenüber.
 
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