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Zweiklassenmedizin?

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Ich habe mich von Anfang an gefragt, warum ich nicht eine humaner Diagnose, wie Burnout, Belastungsstörung oder chronische Erschöpfung bekommen habe. Während der Paranoiden Schizophrenie habe ich nie den Bezug zur Realität verloren, wusste, was ich tat und funktionierte normal, war jedoch extrem k.o. und hörte eine Nacht lang Stimmen, da ich nicht schlafen konnte. Danach ging ich freiwillig in die Psychiatrie und ließ mir Medikamente geben, wurde nach einer Woche auch wieder entlassen. Die Medikamente musste ich sehr lange (über 2 Jahre) nehmen, konnte jedoch wie gewohnt über 8 Stunden täglich weiter arbeiten und musste mich zum Glück nicht krankschreiben. Die Nachtarbeit konnte ich weglassen, zudem suchte ich mir ein Hobby, Schauspiel, als Ausgleich zur eintönigen, ermüdenden Bildschirmarbeit.
Von Zyprexa und Tavor hab ich sofort 15 Kilo zugenommen und bekam beim Ausschleichen Panikattacken. Das war extrem schlimm und die Befürchtung, chronisch geisteskrank zu werden. Die Diagnose machte mir Angst. Ich erzählte nur 2 Personen davon. Meinen Kollegen sagte ich, ich hätte einen Nervenzusammenbruch gehabt. Es fühlte sich komisch an. Als Therapie bekam ich 4 Jahre lang eine Psychoanalyse, die ich als zusätzliche Belästigung empfand, da es um Konflikte und Neurosen aus meiner Kindheit ging. Ich hatte zu Beginn das Bedürfnis nach einer Kurzzeittherapie. Ich wünschte mir Ruhe und Entspannung als Ausgleich zu einem anstrengenden Arbeitstag. Zu dem Zeitpunkt lebte ich größtenteils allein, so dass ich mich aufgrund der Diagnose und körperlichen Erschöpfung fürchtete, und froh war, einen Therapeuten zu haben. Da die Medikamente so heftig sind, ist es extrem hilfreich, wenn man einmal in der Woche einen Therapeuten aufsuchen kann. Die Klinik war zu weit entfernt. Es war gut, eine begleitende Einzeltherapie zu bekommen, da mich die anderen Patienten in der Klinik extrem nervten. Meine zweite Psychose erlebte ich nach einer OP, da ich das Narkosemittel nicht vertragen habe. Auch hier konnte ich nicht mehr einschlafen. Danach schaffte ich es, die Neuroleptika innerhalb eines halben Jahres wieder abzusetzen, diesmal Risperidon. Ich befand mich lange Zeit in einem geistesumnachteten, dementen Zustand, der sich glücklicherweise mit dem Absetzen der Medikamente wieder besserte. Ich befürchte nun, dass man mich gegen meinen Willen in eine psychiatrische Klinik einweisen kann, da ich diese Diagnose mein Leben lang habe und die Krankheit unheilbar ist, wie es im Internet zu lesen ist. Leider bekam ich von den Psychiatern keine Auskunft zu der Erkrankung. Ich bekam immer nur ein anderes Medikament oder anstatt Neuroleptika Antidepressiva, die ich dankend ablehnte. Nach den 5 Jahren sagte mir meine Krankenkasse, dass die Diagnose falsch sei.
Eine höhere Dosis oder Depotneuroleptika hätte ich nicht vertragen. Mit meiner Dosis verlor ich zum Glück nicht die Kontrolle und den Verstand. Die Medikamente sind extrem schädigend und verkürzen das Leben. Sie führen zu bleibenden Langzeitschäden. Daher kommt meine Furcht vor einer unbegründeten Zwangseinweisung.
Ich verstehe nicht, wieso Halluzinationen aufgrund von Übermüdung unheilbar sein sollten. Das Mobbing, das zum größten Teil von den Ärzten ausgeht, ist extrem belastend.
Ich kann nicht mehr stolz sein auf meine Erfolge, da ich mich über die Diagnose ständig aufregen muss. Ich fühle mich stigmatisiert und benachteiligt.
 
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Hay und willkommen im Forum!

Hast du nur die Symptome die du da schilderst? Also nur eine Nacht lang Stimmen gehört und extem K.O.? Denn das reicht für eine Schizophrenie noch lange nicht aus. Ich hab von Olanzapin auch 15KG zugenommen, ist wohl ganz normal. Aber leiden tut man trotzdem drunter. Wie sah deine zweite Psychose aus? Also welche Symptome hattest du da? Man kann dich nicht gegen deinen Willen in eine psychatrische Klinik schicken, ausser du bist eine Gefahr für andere, oder dich selbst. Mach dir da keinen Stress. Es gibt wohl Fälle, wo Betroffene die Schizophrenie losgworden sind, aber es wird vermutet, dass die Diagnose dann falsch war.

Wie kommt deine Krankenkasse dazu, dir zu sagen, dass die Diagnose falsch ist? Du nimmst derzeit keine Medikamente, du bekommst kein Krankengeld (reine Vermutung) du gehst arbeiten.. Warum schaltet sich da die Krankenkasse ein? Warst du mal in einer Klinik? Warst du mal bei einem anderen Psychiater?


LG N̷͔̫̻̺̟̻͔͔̹͎̔͌̕͜͝o̶̡͙̥̣̘̟͖̟͉͒̽͆̿ͅc̴̨̛̹̙͇̰̼̗͓̹̩͙͒̕t̴̢̧͇͍̗̪͍̘̾̀́̑ụ̷̘͕̠̔̇̇̽̇̅̆̚r̴̨̗̻̤̬͕͚̺̺̦̺̣̍̓̍̀͠ͅn̵̛̠͔̭̲̼̊͋̀͐̕͜ḁ̶̛̱̻̯̳̩̳͖͍̆̓̇̀͊͌̀̏̅̚
 
TS
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Den Psychiatern reicht das aus, nur eine Nacht Stimmen hören. Ich war mir dessen auch bewusst, dass ich Stimmen höre und konnte Realität und Halluzinationen klar trennen. Während der Psychoanalyse beschäftigte ich mich mit dem Inhalt der Halluzinationen, bekam jedoch keine Antwort, was das zu bedeuten hat, leider.
 
TS
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Die Psychoanalyse dauerte 4 Jahre. Ich achtete viel auf meine Träume und mein Unterbewusstsein.
 
TS
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Wenn ich wollte, konnte ich mich auch auf meine Arbeit konzentrieren und mich ablenken. Durch die Psychoanalyse beschäftigte ich mich mit meinem Unterbewusstsein und hörte in mich hinein.
 
TS
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Ich glaube, dass die Halluzinationen durch die sedierenden Medikamente noch länger andauern.
Dann las ich sehr viele spektakuläre Bücher zu dem Thema und finde es echt peinlich, dass man dann immer mit den tollsten Geschichten unter einem Pseudonym auf psychiatrischen Kongressen im Mittelpunkt steht.
Es ist fraglich, inwieweit Psychiater und Therapeuten das Wissen, die Geschichten der Patienten, für sich behalten.
Der Buchmarkt und die Filmindustrie sind voller solcher Schmöker. Ich hatte das Gefühl, blockiert und bestohlen zu werden, während der Psychotherapie, zumal ich mich nicht krank gemeldet habe und somit nicht einmal Krankengeld oder Rente bekommen habe.
 
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TS
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Es wurde mit dem Absetzen der Medikamente besser.
Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, wieder aufzuwachen.
 
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