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Well-known member
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Hallo,

die letzten 5 Monate seit Ausbruch meiner Psychose waren die schlimmsten in meinem Leben. Mir fehlt aktuell völlig die Lebenszufriedenheit.

Was tut ihr um euch wohl zu fühlen im Leben und was gibt euch die Energie weiter leben zu wollen?
 
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Hallo Kuehnibert,

wenn deine akute Psychose erst 5 Monate her ist, ist es normal, wenn du an einer postpsychotischen Depression leidest. Das kann ein, manchmal sogar zwei Jahre anhalten. Ich hatte das auch nach meiner Psychose.

Ich lerne und übe drei Fremdsprachen, Spanisch, Französisch und Englisch. Mir tut es gut, also jeden Tag was geistig anspruchsvolles zu tun, und da habe ich auch das Gefühl vorwärtszukommen. Jedes Wochenende treffe ich ich mich mit meinem erwachsenen Sohn, manchmal ist mein kleiner Enkel dabei, und manchmal auch meine Tochter (sie studiert in einer anderen Stadt). Das beides schenkt mir Zufriedenheit und Energie.
 
TS
Klippschliefer
Well-known member
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Ich hab keine postpsychotische Depression. Ich hab noch immer paar produktive Symptome, aber keine Negativsymptome oder Depression oder so. Es sind eher Zukunftsängste und auch Gegenwartsängste, weil ich mein Studium nicht mehr hinkriege. Und dann noch die Schlaflosigkeit. Jede Nacht ist irgendwie ein Kampf. Und dann noch, dass ich abends nichts mehr unternehme kann, weil man die Tabletten immer zur gleichen Uhrzeit nehmen soll und Alk ein NoGo ist.

Vielleicht heul ich auch nur viel rum grad.
 
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Hallo Kuhnibert,

was hast du denn vor der Psychose gerne gemacht? Versuche daran anzuknüpfen! Hast du Familie, Freunde, Bekannte? Versuche in Kontakt zu bleiben, verabrede dich. Auch ein Reha-Aufenthalt kann hilfreich sein.
 
TS
Klippschliefer
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Eigentlich die gleichen Sachen wie jetzt, nur dass ich jetzt die Symptome dazu habe und einfach nicht mehr so viel Freude empfinde. Was mich vor allem plagt sind Zukunftsängste und so.

Das Einzige was ich aktuell nicht mehr mache ist: Feiern gehen, Drogen nehmen, meditieren, kalt duschen und mit Frauen treffen.

Meint ihr es wäre schlimm, wenn ich mal mein Olanzapin statt um 22:00 Uhr erst um 2 Uhr Nachts oder so einnehme?
 
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Hallo Kuehnibert,

das Olanzapin mal später einzunehmen, macht ganz sicher nichts aus. Diese Medikamente haben eine lange Halbwertszeit, da entsteht ein Spiegel. Und wenn dieser ein wenig absinkt während ein paar Stunden, macht nichts. Ich denke, die wenigsten sind so empfindlich, dass sie davon was merken.
 
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Kuehnibert schrieb:
eher Zukunftsängste und auch Gegenwartsängste, weil ich mein Studium nicht mehr hinkriege.
In so einer Situation ist wohl keiner zufrieden also alles völlig normal. Mach dir nicht so viele Gedanken und schieb nicht alles auf die Krankheit sondern gehe deine Problempunkte aktiv an und mach dir ansonsten nicht so viele Gedanken.
 
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Vielleicht kannst du dich für ein Semester beurlauben lassen und danach geht es wieder?
 
TS
Klippschliefer
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Ich habe anfangs versucht zu meditieren. Da war meine Psychose aber noch so stark, dass ich direkt beim Meditieren wieder reingerutscht bin. Also sofort komplett verändertes Körpergefühl. Dann sind da noch die lauten Gedanken, die ich nicht abschalten kann. Ist aber auch schon paar Monate her. Ich sollte es wieder versuchen. Danke für den Hinweis.

@Efeu ja das bespreche ich morgen mal mit meiner Psychiaterin und dann noch mal mit der Psychologin
 
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Ja, Semesterurlaub oder Kurswechsel, was die Karriere angeht? Hauptsache Finazen sind aktuell gesichert und der Druck fällt von dir ab. Nach einer psychotischen Episode brauche ich auch immer Erholungszeit.
 
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Notfalls das Studium abbrechen und auf Grundsicherung machen?
 
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Kuehnibert schrieb:
Hallo,

...

Was tut ihr um euch wohl zu fühlen im Leben und was gibt euch die Energie weiter leben zu wollen?

Kuehnibert schrieb:
Ich habe anfangs versucht zu meditieren. Da war meine Psychose aber noch so stark, dass ich direkt beim Meditieren wieder reingerutscht bin. Also sofort komplett verändertes Körpergefühl. Dann sind da noch die lauten Gedanken, die ich nicht abschalten kann. Ist aber auch schon paar Monate her. Ich sollte es wieder versuchen. Danke für den Hinweis.

...
Meditieren, auch wenn es nur fünf Minuten sind. Bei mir meistens Achtsamkeit auf den Atem. Mein Psychotherapeut empfiehlt dazu noch: manchmal eine Minute auf den Atem achten im Alltag. Da denke ich selten dran.

Zeit mit der Familie.

Spaziergänge.

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