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Wunsch nach Heilung ohne Veränderung – ein stiller Widerspruch

einfachich

Member
Viele Betroffene wünschen sich, endlich von ihrer Krankheit loszukommen – von den Stimmen, den Ängsten, der inneren Unruhe. Der Wunsch nach einem normalen Leben ist absolut menschlich.
Doch was oft fehlt, ist die Krankheitseinsicht. Die Bereitschaft, anzuerkennen: "Ich bin krank – und ich brauche Hilfe."

Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung:
Bei mir war der Auslöser eine cannabisinduzierte Psychose. Ich habe jahrelang sehr viel geraucht – oft gemischt mit Zigaretten. Anfangs war es für mich "normal", doch irgendwann kippte alles. Die Psychose kam schleichend, ich verweigerte jede Behandlung – bis daraus schwere Depressionen wurden. Erst als es wirklich lebensbedrohlich wurde, konnte ich mir helfen lassen.

Was ich damit sagen will:
Viele wollen belehren, aber sind nicht bereit, zu lernen – dabei gibt es hier so viele Menschen, die wirklich etwas durchgemacht haben und deren Geschichten man ernst nehmen sollte.

Veränderung beginnt oft erst dann, wenn wir aufhören zu verdrängen – und bereit sind, zuzuhören.
Professionelle Hilfe, Gespräche, Therapie, Medikamente – all das kann Leben retten. Aber man muss bereit sein, einen Schritt zu machen.

Wie war das bei euch?
Gab es einen Moment, der euch verändert hat? Oder jemanden, der euch die Augen geöffnet hat?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen.
 
Bei mir war es der Kreuzbandriß meines Hundes. Der mußte schnell operiert werden und anfangs hielt ich es für unmöglich, das zu schaffen. Doch am Ende hat der Vorfall mein Leben grundlegend verbessert. Ich hab gemerkt, daß ich doch noch was schaffen kann.
 
Bei mir wurde es Zeit die Reissleine zu ziehen, weil ich Menschen geschlagen habe. Mir ist klar geworden dass ich ohne Medikamente vermutlich nicht mehr leben kann. Ich lasse mir durch die forensische Ambulanz helfen, die wirklich sehr Menschenfreundlich ist. Es werden sogar Medikamente reduziert, weil ich gerade so wenig fühlen kann. Ich habe Einsicht in die Erkrankung und verstehe dass mein Verhalten nicht mehr tragbar war. Ich hoffe dass eine gute Dosis für mich gefunden werden kann.
 
Die Augen geöffnet hat mir die Schamlosigkeit, mit der zahlreiche Ärzte in verantwortungsvoller Stellung Gelder von der (Psycho-) Pharma(ka)industrie annehmen oder aber derselben (zum Beispiel in ihrer Position als Chefarzt) Gelder verschaffen, dafür erhalten sie ihr falsches (!) Behandlungskonzept.

Dann hat mir noch die Augen geöffnet, dass das im ambulanten Bereich auch oft auf ähnliche Art und Weise stattfinden kann und dass die Diplom-Psychologen oft zu nichts nütze sind, da sie nicht einmal "medikamentöse Hilfen" (die kritisch zu sehen sind) anbieten, die Psychiater aber schlecht machen, bei ihnen könnten man mehr reden als bei diesen (was ja ein Widerspruch dazu ist, dass sie einen gar nicht akzeptieren würden, auch wenn man sich bei ihnen in "Therapie" begeben würde).
 
Die Augen geöffnet hat mir die Schamlosigkeit, mit der zahlreiche Ärzte in verantwortungsvoller Stellung Gelder von der (Psycho-) Pharma(ka)industrie annehmen oder aber derselben (zum Beispiel in ihrer Position als Chefarzt) Gelder verschaffen, dafür erhalten sie ihr falsches (!) Behandlungskonzept.

Dann hat mir noch die Augen geöffnet, dass das im ambulanten Bereich auch oft auf ähnliche Art und Weise stattfinden kann und dass die Diplom-Psychologen oft zu nichts nütze sind, da sie nicht einmal "medikamentöse Hilfen" (die kritisch zu sehen sind) anbieten, die Psychiater aber schlecht machen, bei ihnen könnten man mehr reden als bei diesen (was ja ein Widerspruch dazu ist, dass sie einen gar nicht akzeptieren würden, auch wenn man sich bei ihnen in "Therapie" begeben würde).
Ich kann nachvollziehen, dass du enttäuscht bist – viele haben leider negative Erfahrungen mit dem psychiatrischen System gemacht, ich auch. Trotzdem finde ich es wichtig, zwischen berechtigter Kritik und pauschaler Ablehnung zu unterscheiden. Ja, es gibt fragwürdige Verbindungen zwischen Pharmaindustrie und gewissen Ärzt*innen – das ist ein reales Problem.

Aber daraus zu schließen, dass alle Behandlungsansätze falsch sind oder dass Psychiater nur im Auftrag der Industrie handeln, halte ich für gefährlich. Ich selbst war in einer Situation, in der ich ohne Medikamente wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Die Behandlung war nicht perfekt, aber sie hat mir geholfen, wieder einen Boden unter den Füßen zu bekommen.

Und ja, es gibt Psycholog*innen, die nicht hilfreich sind – aber auch viele, die großartige Arbeit leisten. Mein Anliegen war es, mit meinem Beitrag ehrlich zu zeigen, dass Veränderung möglich ist – aber eben nicht ohne eigene Bereitschaft und nicht ohne professionelle Hilfe.

Das heißt nicht, dass man alles unkritisch hinnehmen soll. Es heißt nur: Pauschale Ablehnung bringt uns oft genauso wenig weiter wie blinder Glaube. Vielleicht geht es nicht darum, wem man vertraut, sondern wie differenziert man mit seinen Erfahrungen umgeht.
 
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