Oh, da muss ich also auch etwas aufpassen, wenn ich einmal wieder Amisulprid nehmen sollte: "Eine leichte Gewichtszunahme bei Langzeitbehandlung ist häufig und zum Teil auf die Blockade des
5-HT2A-Rezeptors zurückzuführen." (
Prothipendyl – Wikipedia, zu Dominal®;
Link2,
Link3,
Link4). Das Amisulprid zeichnet sich ja gegenüber anderen Antipsychotika der zweiten Generation einschließlich Aripiprazol und Reagila® dadurch aus, dass der 5-HT2A vollständig (!) unbeleckt bleibt. Vermutlich komme ich deshalb noch mit dem Risperidon zurecht, die Nebenwirkungen der 5-HT2A-Dämpfung durch dieses einmal außer Acht gelassen, denn da stocke ich lediglich auf, während bei Amisulprideinnahme nur die DA Dx-Dämpfung "wirkt".
Ich habe keine guten Erinnerungen an dieses Medi. Man schlich es aus mit 0,5 mg als wirksamer Dosis. Ob auch mit 0,25 mg/Tag, weiß ich nicht mehr. Vermutlich auch vor dem baldigen Ausschleichen schon eine Verlegenheitsverordnung zum Ruhigstellen in der vorübergehenden s_tressig_(s)tationären Situation. Es könne zu Kontrollverlust, zusammen mit typischen Neuroleptika (1st gen Wirkstoffen bei einer schizophrenen Psychose), führen. Die Leute sind dann nur vordergründig, z. B. in der länger andauernden stationären Situation, leichter kontrollierbar, können aber trotzdem "akut" abdriften, was dann "eigentlich" gegen die Tranquilizerwirkung der Benzodiazepine geschieht.
Im Allgemeinen sind psychotrope Substanzen, also auch z. B. Kaffee und Schokolade, zu meiden. Das tut besser. Muss aber jeder für sich selber herausfinden, manchmal konnte ich etwa hartnäckige Schlafstörungen unter 3rd gen AP's mit einem ergänzenden etwas (!) anders wirkenden Neuroleptikum (1st gen und "niederpotent") erfolgreich bekämpfen.
Hab mir wieder Pyridoxin besorgt. Eben nachgeguckt, die neuen 20mg-Tabletten (nachdem es das Vitamin B6-ratiopharm 40mg viertelbar nicht mehr gibt) lassen sich wahrscheinlich nicht teilen (zu klein, Größe im Blister eindeutig ersichtlich), ist aber auf der Packung auch nicht anders schematisch abgebildet. 20 mg/Tag kann man aber noch gut monatelang bis jahrelang einnehmen, beobachten muss man Kribbel- und Taubheitsgefühle erst ab 50 mg. Ebenso wie Muskatnuss (MAO-Hemmer, Vorsicht, das ist nicht nachgewiesen, wird aber vermutet) könnte er neben anderen Botenstoffen durch die Hemmung von deren Abbau das Serotonin anheben, was den guten Schlaf befördert. Baldrian eignet sich als Einschlafhilfe, das geht aus
Adenosin – Wikipedia hervor. Ich benutze den Baldrian aber nicht, habe zwar noch einen NETTO-Tee damit, dieser wird jedoch nur noch aufgebraucht (abends, versteht sich

).