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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Welcher Arbeit geht ihr nach? Habt ihr eine Stelle bei der ihr euch "outen" konntet?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1681
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 1681

Hallo,

mich würde interessieren, welche Arbeit ihr ausübt?

Ich persönlich arbeite als Köchin und Pädagogin (Bin gerade in den letzten Zügen einer Ausbildung zur Aus- und Weiterbildungspädagogin (IHK-Fortbildung im Bereich Erwachsenenpädagogik).
Auf meiner momentanen Stelle weiß niemand von meiner Erkrankung. Ich denke, dort würde man auch nicht gut auf so eine Offenlegung reagieren. Momentan möchte ich mich beruflich umorientieren. Hierzu recherchiere ich gerade nach vielen Möglichkeiten.

Insgeheim habe ich schon den Wunsch, auf einer Stelle zu arbeiten, auf der ich mit meiner psychischen Erkrankung willkommen bin und auch intern über meine Erfahrungen offen reden kann. Insgesamt habe ich auch schon darüber nachgedacht, im Bereich Inklusionsberatung öffentlich meine Krankheit bekannt zu machen und über meine Erfahrung zu reden. Ich habe aber sehr viel Angst vor Stigmatisierung und denke auch, dass ich mit einem öffentlichen Bekanntheitsgrad (auch wenn er nur lokal in meiner Stadt wäre) schlecht umgehen könnte bzw., dass das Verfolgungs- und Gedanken von Misstrauen erzeugen würde. (Allein meinen Namen zu googeln und dabei Informationen darüber zu finden, dass ich schizophren bin, würde mich zu sehr stressen.)

Vielleicht hat ja einer von euch interessante Erfahrungen? Arbeitet ihr auf einer Stelle, auf der ihr offen von eurer Erkrankung erzählen könnt? Macht ihr dabei Erfahrung mit Diskriminierung? Wie geht es euch gesundheitlich damit?

Aber auch wenn ihr eure Erkrankung nicht offen gelegt habt: Habt ihr einen Job, der nicht zu stressig bei der Erkrankung ist? In welcher Branche arbeitet ihr?

Liebe Grüße

Julia

Lie
 
Ich finde wenn du dann nicht gerade eine Stelle im Bereich der Psychologie selbst annimmst wirst du in jedem anderen Bereich Probleme mit der Offenlegung bekommen. Du musst bedenken dass egal auf welcher Arbeit auch immer gewisse Anforderungen an dich gestellt werden denen du gerecht werden musst. Was erwartest du von deinen Kollegen? Sollen sie dir die ganze Arbeit abnehmen wenn es dir gerade mal nicht so gut geht? Ich verstehe deine intension nicht so ganz. Wenn man krank ist und nicht arbeiten kann lässt man sich krank schreiben. Punkt aus. Oder willst du krank arbeiten gehen?
 
Beim Offenlegen der Krankheit würde ich sehr vorsichtig sein. Was ist wenn man dich deswegen kündigt und du dann bei der nächsten Stelle gefragt wirst, wieso du die letzte verloren hast. Da kommst du immer in Schwierigkeiten. Es gibt immer noch viele Menschen die diese Krankheit nicht verstehen, denen psychische Krankheiten nicht ganz geheuer sind. Lieber mit der Offenlegung länger warten, bis du dich in der Arbeit bewiesen hast und du den Arbeitskollegen vertrauen kannst bzw weißt wie die ticken.
 
Ich will nicht jedem meine Erkrankung offenlegen,warum auch.Auf dem ersten Arbeitsmarkt hat man damit auch keine Chance. Mein Job ist manchmal stressig komm aber gut damit klar und ich kann nach Feierabend abschalten.
 
Ich hab es in meinem Nebenjob, den ich schon seit gesunden Tagen habe, meinem Chef erzählt. Er war sehr verblüfft und hat sich für das Vertrauen bedankt. Probleme sind hierdurch noch keine entstanden. Generell möchte ich aber zukünftig auch mit offenen Karten spielen, da es mMn unter den Aspekt der "Diversity" fällt, der ja immer wichtiger zu werden scheint. In manchen Stellenanzeigen steht zudem "Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt". Ob das dann alles nur Floskeln sind und ob man mit so einer Erkrankung dann überhaupt ne Chance hat, bleibt abzuwarten, ich kann mir beides vorstellen. Aber ich möchte auch nicht in einer Firma arbeiten, die keine Rücksicht auf meine gesundheitliche Verfassung nimmt.
 
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Ich arbeite in der Verwaltung bei ner VHS 30H Woche.

Nach meiner Reha hab ich so ne LTA gemacht und da wusste die stelle schon das ich psychisch krank bin, aber nicht genau was das hab ich dann später offengelegt.

Auch in der Bewerbung hab ich so mein stand größtenteils klar gemacht, meine chefin war beim gespräch sogar richtig erstaund das ich gleich so offen war.

Aber es gab auch stellen die das einfach ignoriert haben und mich einfach zu stark belastet haben, und ich bin ja kein Mensch der sich 100x erklärt.

Das ging dann garnicht.

Aber wo ich jetzt bin einfach top, das ist dort wie so ne kleine Familie schon.
 
Es gibt immer noch viele Menschen die diese Krankheit nicht verstehen, denen psychische Krankheiten nicht ganz geheuer sind.
Ja und es gibt auch viele die das gegen einen verwenden, weil se wissen wie se einen kaputt machen können, ist leider die traurige realität.

Bei vielen fehlt halt leider das Menschliche, auf einerart wird gejammert das se keine Leute finden, auf der anderen werden bestimmte Leute einfach geblockt.

Ist leider in einer welt so wo es zu 90% drauf an kommt wieviel kohle der Betrieb in x h scheffeln kann.

Da ist alles was keine 100% mehr kann wohl ne belastung...
 
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Ich bin Informatiker, arbeite zu 100 % und konnte mich bei manchen vertrauten Kollegen outen.
 
Ich geh leider gar keiner Arbeit nach, ich bin viel zu fertig mit mir selbst und der Welt.. Apathie und Anhedonie lassen grüßen. Vll. wäre es Medikamentös möglich zu arbeiten, aber die Medikamente kenn ich nicht.
 
Bekomme jetzt Rente aber früher war ich im öffentlichen Dienst und durfte nicht mehr in der Abteilung arbeiten, nach dem Gespräch mit der Betriebsärztin und wurde versetzt. Bin dann von selber gegangen, das war ein graus.
 
Ich gehe gerade keiner Arbeit nach aber ich würde gerne. Mensch bin ich froh wenn ich das geschafft habe. Ich werde auch die Schizophrenie angeben. Ich hatte damit gute Erfahrungen gemacht.
 
Ich arbeite 5 stunden am tag. Bin danach aber auch voll durch und schaff gerade so eben den haushalt den ich machen muss. Aber zu sagen das ich schizophrene bin bei der Arbeit trau ich mich nicht.
 
Ich habe während ich noch arbeitete meine Schizophrenie immer verheimlicht. Bin gut damit gefahren.
Später hatte ich einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Da war ich zwar unkündbar, aber dann haben sie angefangen mich zu mobben, als ich den in Kopie im Personalbüro abgab.
Habe dann von selbst gekündigt und beantragte zusammen mit meinem damaligen Psychiater die EM-Rente, die ich heute noch bekomme.
 
Ich hab vor 30 Jahren meine Ausbildung gemacht. Da war ich schon gut 8 Jahre krank. Bei der Einstellung habe ich es aber nicht angegeben, da ich immer gearbeitet hatte.
Als ich dann wegen eines Schubes in die Klinik musste, hat mich die Personalchefin mit einem großen Obstkorb besucht. Sie war sehr nett zu mir und verständnisvoll.

Seit 2013 hatte ich bis jetzt immer Symptome und kann deswegen nicht mehr arbeiten.
Gut und schade gleichzeitig 😉
 
Ich habe 2012 mein Abitur gemacht und bin drei Monate später an einer akuten Psychose erkrankt. Danach war ich fünf Jahre in einer Reha-Einrichtung (sprich Arbeitstherapie). 2018 habe ich dann doch noch den Sprung aus dem Sozialmilieu geschafft. Ich habe eine Ausbildung angefangen, diese dann im Juli 2020 erfolgreich beendet und mich dann beworben. Seit Dezember 2020 arbeite ich bei einer Bundesbehörde. Derzeit 41h pro Woche. Ich habe die Schwerbehinderung damals angegeben. Den einzigen Vorteil den ich dadurch hatte, war, dass ich auf jeden Fall zu den Vorstellungsgesprächen eingeladen wurde. Und ich habe immerhin 5 Tage mehr im Jahr Urlaub ;). Ich habe meine Chance genutzt und habe nun ein gutes Gehalt, muss nicht auf jeden Cent achten, und eine erfüllende Aufgabe. Bis auf meine jeweilige Führungskraft weiß niemand, dass ich unter einem Handicap leide. Die Führungskraft weiß aber auch nicht genau, was ich habe und das ist auch gut so ehrlicherweise. Ich werde aber nicht mein ganzes Leben darüber schweigen. Das habe ich mir fest vorgenommen. Der Zeitpunkt wird kommen darüber zu reden.
 
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