Ich habe mich soweit entwickelt wenigsten keine depressiven Gedanken mehr zu haben.
Außerdem konnte ich feststellen dass die Anhedonie sich verbessert hat wenn ich z.B. in sozialen Situationen auf der Arbeit andere Menschen unbeabsichtigt zum Lachen gebracht habe, dann ist es ab und zu auch mal vorgekommen dass ich selbst lachen musste, also so etwas wie Gruppenzwang oder so.
Ich glaube auch dass man die Anhedonie umkehren kann wenn man diesen Weg geht: Versuche nicht selber wieder positive Gefühle wahrzunehmen sondern bringe andere Menschen dazu positiv zu fühlen. Als Mensch versucht man sich dann der sozialen Situation anzupassen und ich kann mir sehr gut vorstellen dass sich dann das "negative unterbewusste Mindset" über einen längeren Zeitraum verändert und man irgendwann aus der Gefühllosigkeit wieder rauskommt.
Deshalb kann ich auch nur nochmal wiederholen: Als schizophrener Mensch sollte man z.b. den Arbeitsplatz am Anfang nicht nach der Bezahlung wählen sondern nach der Art des sozialen Umfeldes. Ich z.b. arbeite auf dem 1ten Arbeitsmarkt mit ausschließlich gesunden Menschen in einem kleinem Büro mit 4 Kollegen (m/w) zusammen. Dabei bin ich der einzige introvertierte Mensch umgeben von 4 extrovertierten Menschen, die sehr häufig sehr viel erzählen, Witze machen und sehr häufig wie "soziale Entertainer" auftreten. Dann ist man gezwungen sich mit den Leuten zu unterhalten und sich der sozialen Stimmung anzupassen, wenn man nicht ausgeschlossen werden möchte. Wenn man in so einem Umfeld für 3 Jahre arbeitet dann fühlt man schon dass man schrittweise auch empathischer wird und auch mal positive Gefühle in dieser Situation wahrnehmen kann.
PS: Wer sich jetzt fragt wo man so einen Job findet den kann ich nur raten: Suche ein Startup oder Kleinunternehmen mit maximal motivierten Chef und Angestellten. Die Bezahlung ist leider unterirdisch (meistens so um den Mindestlohn), dafür ist die Stimmung aber bombastisch.