Ich hatte damals zwei Neuroleptika gleichzeitig, was Unsinn war.
Nur ein Medikament und Unterkante, das ist top. Wie gesagt.
Ich denke der Arzt hat die Medikamente umgestellt weil er nicht schlafen konnte.
Aripirpazol ist ein bisschen pushend.
Bitte bleibt bei dem A., das R. ist nur für krasse Fälle.
Negativer Stress vorbei und dann sehr ihr weiter mit Aripripazol.

))
Ein Antipsychotikum trifft es am besten, da speziell gezielt eingesetzte Antidepressiva wie Bupropion keine Risiken wie die Mehrfachgabe von Antipsychotika haben. Bei ihrem Sohn wäre Bupropion, um die Wirkung des Aripiprazol zu verbessern, die aktuell bessere Variante, damit er bei Aripiprazol bleiben kann und kein Risperidon einzeln oder gar zusätzlich einnehmen muss.
Risperidon sehe ich eher zu Beginn der Erkrankung als nützlich an, da man da mehr in sich gekehrt ist und es zwar keine gute Akutwirkung hat, aber relativ breit Symptome unterdrücken kann. Nebenwirkungen sind trotzdem gravierend, weshalb ich das eher bei Ersterkrankung, für vielleicht ein oder zwei Jahre bis man auf Aripiprazol etwa wechseln kann.
Aripiprazol fand ich im Akutfall von der verlässlichen Wirkung her unschlagbar. Wahn wird auch bei Risperdal nur unterdrückt, aber persistiert weiter, da konnte ich mich beim Wechsel auf Aripiprazol damals (ca. 2013) erstmals von den damaligen Wahngedanken lösen. Wichtiger wären psychologische Mittel bei Wahngedanken für Betroffene durch neue positive Interessen und Hobbys, den wahnhaften Fokus bzw. das Interesse auf etwas Produktives zu lenken, wie die eigene Gesundheit etwa. Keine aufgezwungene Arbeit, sondern positive Interessen, beispielsweise Zeichnen, Wissenschaft, Garten, Handwerken, wobei sich die Fokussierung und der Wahn lösen, vor allem wenn der Wahn selbst destruktiv ist.
Antipsychotika bringen den Wahn medikamentös in den Hintergrund, was es natürlich auch braucht.
was sich bei ihm durch das Hören von Stimmen, taktilen Wahnvorstellungen und Sehen von Personen äußert.
@Hilde78 frag am einfachsten nach Bupropion zusätzlich zum Aripiprazol. Risperidon würde ich wirklich nur in letzter Not sehen.
Zudem kann dein Sohn ja zeitweise auf 10mg Aripiprazol erst einmal bleiben, da zwischen 5 und 10 mg schon ein großer Unterschied ist. Bei 10mg ist man häufig beim Wirkmaximum und es sollte eben bei Wahn zumindest für, sagen wir, 3–6 Wochen konsequent eingenommen werden, damit man das eigene Wahnhafte erkennt. Oder er kann auch 15mg vorübergehend nehmen, und das ist immer noch deutlich verträglicher als Risperidon.
Wichtig ist, dass Bupropion den Aripiprazol um das 1,5-2 Fache langsam steigert, wegen dem verringerten Abbau über CYP2D6 den Bupropion macht. Deswegen müsste dein Sohn, wenn er vorher 10 mg hatte, seine Dosis auf maximal 7,5 oder 5mg schrittweise bei der Umstellung verringern. FDA-Angaben sprechen von halber Dosis beim Aripiprazol wenn man einen starken CYP2D6-Inhibitor (Bupropion) dazu einnimmt, da ein Abbauweg vom Aripiprazol gehemmt wird.
In so einem Fall kann man, bevor Bupropion hinzugefügt wird, eine Spiegelkontrolle des Aripiprazol im Blut machen und anschließend wenn Bupropion hinzugefügt wurde, das entsprechend genau einstellen. Deswegen würde ich da direkt die Psychiater:in auf Bupropion als Add-on zum Aripiprazol ansprechen und direkt auch auf TDM (therapeutisches Drug-Monitoring) des Aripiprazol's ansprechen, das Bupropion wegen CYP2D6 Interaktion den Blutspiegel des Aripiprazol aufs Doppelte steigern kann.
Ich kann dir dazu einen Spickzettel schreiben:
- Frage nach Bupropion(NDRI-Antidepressivum) als Add-on, in Studien siehe Anhang die zeigte es keine negativen Einflüsse auf die Psychose
Bupropion bei Schizophrenie: Transporter, Rezeptoren und Kombinationsstrategien
- Im Anhang kannst du beides ausdrucken, die Metastudie einfach nur als groben Nachweis, dass Bupropion keine Negativen effekte hat.
Normalerweise wird Bupropion laut aktuellen Leitlinien primär bei Schizophrenie mit Nikotinsucht empfohlen, andererseits kann es, wenn eine ADHS-Diagnose vorliegt, kein Problem darstellen. Da dein Sohn bald 18 ist und viele Wirkstoffe keine Zulassung bei Kindern haben, würde ich dir dieses Schreiben empfehlen, was die Möglichkeit einer späteren Intervall-Einnahme von Aripiprazol + Bupropion zur Stabilisierung ermöglicht:
-
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Diese kannst du und dein Sohn sich genau anschauen, da steht auch das mit dem CYP2D6 und was es für Möglichkeiten gibt, da diese Intervalltherapie mit Bupropion, individuelle Chancen bis hin zur Vollremission bietet.
Hier die Langfassung, welche die Therapiemöglichkeit detailliert aber relativ zugänglich erklärt:
-
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)
Du kannst stattdessen die Langfassung, die 19 Seiten hätte, für die Psychiater:in die Nebenwirkungstabelle der Antipsychotika ausdrucken. Dort findet sich ein QR-Code der zur 19 Seitigen Langfassung führt:
-
https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/
Hier kannst du auch gut in der Tabelle sehen, wie sich die Verträglichkeiten von Aripiprazol und Risperidon etwa unterscheiden. Das sind die gängigen Antipsychotika. Viele der Nebenwirkungen können da gravierend sein.
Wichtigstes Dokument ist die Kurfassung und Einwilligung, die sich auf die gesamte Intervalltherapie und Bupropion bezieht:
-
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Damit kannst du und dein Sohn sich absichern, dass er im Rahmen einer individuellen Behandlung die nötigen Wirkstoffe bekommt, und da es von den allgemeinen Leitlinien noch abweicht. Bupropion allein sollte er auch so bekommen, aber dann erst ab 18 und wenn Nikotinsucht zur Schizophrenie da ist.
Er sollte, auch wenn er sich so die Zustimmung für diese individuelle Behandlungsform einholt, erst einmal an keine Intervalltherapie denken, es geht darum, dass er Bupropion problemlos bekommt und später nach Monaten oder Jahren auch die Intervalltherapie in psychiatrischer Begleitung möglich ist. Da man dabei dann auch weitere Antidepressiva benötigt, ist diese Einwilligung, da die Kurzfassung als Behandlungsgrundlage vorliegt, wichtig, da man bei diesen Wirkstoffen und Kombinationen einiges beachten muss auch was Wechselwirkungen und möglichen Nebenwirkungen angeht.
Bupropion einfach zusätzlich ist also an sich kein größeres Thema, bei der Intervalltherapie ist Kurz- und Langfassung und auch sehr wichtig für den Arzt die neurochemische Wirkweise von Bupropon bei Schizophrenie genauer zu verstehen:
2. Grafische Übersicht: DA-, NA‑Rezeptoren und Schizophrenie‑Netzwerk
Diese daran angelehnte Dopaminhypothese erklärt das weitgehend:
1. Neue Dopaminhypothese: Warum Halluzinationen aus Mangel und Überschuss entstehen
Bupropion sollte primär gegen Stimmen und Halluzinationen, auch bei Wahn helfen, vor allem wenn es dann bei ihm mit angepasster Aripiprazoldosis 7,5 oder 5mg angewendet wird.
Wenn Bupropion zu wach macht, dann müsste bei der Add-on-Lösung das Aripiprazol etwas erhöht werden. Bupropion macht wach, zu wach bedeutet zwar, dass es wirkt, ist also gewollt, aber erstmal braucht es etwas mehr Antipsychotikum (Aripiprazol) braucht. Aktuell etwa hat er 10mg Aripiprazol (TDM für den Blutspiegel machen) dann Bupropion ergänzen und Aripiprazol nach ein paar Tagen auf 7,5mg reduzieren. Wenn das immer noch müde macht, da der Aripiprazolspiegel steigt, dann 5mg. Wenn 5mg zu wach und schlafstörungen macht, dann erstmal 7,5mg Ari und weitersehen.
Hier im Forum kannst du mich privat über PN oder im Forum in den Themen dann gern eine Art Tagebuch schreiben, damit du auch Nebenwirkungen selbst wenn diese klein sind, erwähnen kannst. Da man bei bestimmten Nebenwirkungen wie Miktionsstörungen(Blasenschwäche), Obstipation(tendenz zu Verstopfungssymptomen) und auch wenn eine allergische Unverträglichkeit auf Bupropion wie Nesselsucht auftritt, das mit Ergänzungen wie etwas Escitalopram (SSRI-Antidepressivum für Kinder zugelassen), oder vorübergehendem Absetzen des Bupropions bei Allergie etwa für ein paar Wochen, einfach lösen kann.
Gibt wenig Ersatzwirkstoffe, auf die man aktuell fürs Bupropion ausweichen kann. Gibt schon ADHS-Medikamente und noch das Reboxetin unter den Antidepressiva, wird dann aber komplizierter und man müsste diese reduzierter und spezifisch kombiniert einnehmen als für ADHS üblich.
Bupropion ist einfach und es wäre ein Segen, wenn er das erst einmal zum Aripiprazol bekäme. Unter Risperidon bricht man kognitiv weg und es bietet langfristig keine "Heilung".
Bei Bupropion kann es schulisch usw. zu Erfolgen kommen und langfristig mit der Intervalltherapie und richtig eingesetzt in Richtung Vollremission kommen, bei der die Erkrankung kein Hindernis mehr ist und du als Mutter dann sehen kannst, wie er ein gesundes, glückliches Leben wie andere in seinem Alter führen kann.