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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Wahnvorstellungen unter der Einnahme von Aripiprazol

Hilde78

New member
Hallo,

bei meinem 17 jähriger Sohn wurde vor 1,5 Jahren paranoide Schizophrenie diagnostiziert, was sich bei ihm durch das Hören von Stimmen, taktilen Wahnvorstellungen und Sehen von Personen äußert.

In der Klinik wurden verschiedene Medikamente ausprobiert und da er bei einigen Muskelkrämpfe bekam, wurde es schließlich Aripiprazol.

Er nimmt seit ca 1,5 Jahren 10 mg Aripiprazol.

Vor ca. 6 Wochen wurde die Dosis auf 5 mg reduziert (wegen der Nebenwirkungen, die am Anfang nicht aufgetreten sind). Er bekam aber nach wenigen Tagen einen Psychoserückfall, woraufhin wieder auf 10 mg erhöht wurde.

Seit eingen Tagen hat er wieder Wahnvorstellungen wie früher und kann deshalb nicht schlafen.
Der Psychiater ist der Ansicht, dass dies durch Aripiprazol ausgelöst wird und will auf Risperidon wechseln (was er aber damals schon in der Klinik bekommen und wahrscheinlich mit Krämpfen reagiert hat - weiß es nicht mehr, da damals das Medikament so oft gewechselt wurde).

Jetzt meine Frage: Kann Aripiprazol Wahnvorstellungen auslösen, wenn man es bereits so lange nimmt?
Dazu muss ich auch sagen, dass mein Sohn im Moment sehr unter negativen Stress steht.

Danke für eure Rückmeldungen!

Viele Grüße, Hilde
 
Das wäre sehr selten. Da es eigentlich Dopamin hemmt sollte es vor Psychosen schützen. Es hat zwar eine Antriebssteigernde Wirkung, aber ob es damit zu tun haben könnte weiss ich auch nicht. Es ist auf jeden Fall eine paradoxe Reaktion.
Viel Glück beim weiteren Einstellen!
 
Auch mit Medikamenten ist man vor Psychosen nicht immer gefeit.
Stress begünstigt das Ganze. Er sollte vielleicht seinen Stresspegel reduzieren. Ich kam damals in EM-Rente, weil der berufliche Stress überhand nahm.
 
Stress begünstigt das Ganze. Er sollte vielleicht seinen Stresspegel reduzieren. Ich kam damals in EM-Rente, weil der berufliche Stress überhand nahm.
Ja zuviel Stress ist echt nicht gut mMn ist das der Triggerpunkt Nr. 1.

Bei mir ist das auch so, deshalb kann ich auch viele Berufe/Arbeiten garnicht mehr machen wo der Stresspegel oft ziemlich weit oben liegt.

Von Ablilify zu Risperidon würde ich echt nur wenns wirklich nicht anders geht, Risperidon hat extrem nervige Nebenwirkungen.

Abilify ist das echt geschmeidiger was das angeht.
 
Hallo,

bei meinem 17 jähriger Sohn wurde vor 1,5 Jahren paranoide Schizophrenie diagnostiziert, was sich bei ihm durch das Hören von Stimmen, taktilen Wahnvorstellungen und Sehen von Personen äußert.

In der Klinik wurden verschiedene Medikamente ausprobiert und da er bei einigen Muskelkrämpfe bekam, wurde es schließlich Aripiprazol.

Er nimmt seit ca 1,5 Jahren 10 mg Aripiprazol.

Vor ca. 6 Wochen wurde die Dosis auf 5 mg reduziert (wegen der Nebenwirkungen, die am Anfang nicht aufgetreten sind). Er bekam aber nach wenigen Tagen einen Psychoserückfall, woraufhin wieder auf 10 mg erhöht wurde.

Seit eingen Tagen hat er wieder Wahnvorstellungen wie früher und kann deshalb nicht schlafen.
Der Psychiater ist der Ansicht, dass dies durch Aripiprazol ausgelöst wird und will auf Risperidon wechseln (was er aber damals schon in der Klinik bekommen und wahrscheinlich mit Krämpfen reagiert hat - weiß es nicht mehr, da damals das Medikament so oft gewechselt wurde).

Jetzt meine Frage: Kann Aripiprazol Wahnvorstellungen auslösen, wenn man es bereits so lange nimmt?
Dazu muss ich auch sagen, dass mein Sohn im Moment sehr unter negativen Stress steht.

Danke für eure Rückmeldungen!

Viele Grüße, Hilde
Aripiprazol wirkt bei Wahn relativ gut, wobei Wahn generell schwer behandelbar ist. Manchmal zielt ein Wahn darauf ab, dass man diese Dinge, die einem Angst machen, versteht. Dann rücken Wahnvorstellungen auch in den Hintergrund.
Welche wahnhaften Gedanken hat er genau? Vielleicht ist ja was dran und manchmal muss ein Wahn verarbeitet werden damit man loslassen kann.

5mg Aripiprazol ist immer noch hochwirksam, er könnte zusätzlich Bupropion (NDRI Antidepressivum) testen wen ner auf 5mg bleibt, da Bupropion die Aripiprazoldosis auf etwa 7,5mg vom Blutspiegel her anhebt.
Bei Risperidon wäre ich absolut dagegen, da es kognitiv extrem einschränkt. Dann ist dein Sohn geistig zurückgeblieben und hätte eher Schwierigkeiten, eine gute Ausbildung zu machen, was bei Aripiprazol kognitiv viel besser funktionieren kann.
Bupropion als ergänzendes Add-on zum Aripiprazol wäre ideal.
Hier eine langfristige Perspektive mit Bupropion und Aripiprazol + Ergänzungen.
Bupropion verbessert Konzentration und Wachheit. Es hilft langfristig, die Antipsychotika seltener zu benötigen bei besserer stabilität.
https://schizophrenie-forum.com/psy...erapie_nebenwirkungsprofile_2026_v2-pdf.2724/

Wahn wäre gut zu wissen was ihn beschäftigt. Bupropion verbessert die Wirkung des Aripiprazols abseits der Dosissteigerung, deswegen wäre das wichtiger als auf Risperidon umzustellen. Muss aber der Arzt entscheiden. Bupropion ist ab 18 Jahren aber eher, weil es als Antidepressivum selbst schwächer ist und es nur bei Depressionen eine Zulassung hat, da ist im Falle einer Depression die Angst bei Kindern eben da das diese wegen der schwächeren Wirkung suizidal werden. An sich ist Aripiprazol ja sehr gut antidepressiv, von daher besser als Risperidon. Wäre gut, wenn ihr beim Aripiprazol bleibt, da ich von Risperidon weniger glaube das sich etwas verbessert, eher das dann seine Zukunft verbaut wird, wenn die Ausbildung oder anderes schlecht läuft.
Bupropion ist sehr mild von der Wirkung und ergänzt sich mit Aripiprazol da Bupropion die leichte Restunruhe beim Aripiprazol entgegenwirkt.
 
Mit 5 mg bis 10 mg Aripripazol fährt dein Sohn extrem gut.
Das ist "Unterkante" von der Dosis und nur ein Medikament, das ist top.
Lasst euch nicht verrückt machen, er ist noch sehr jung. Das wird schon wieder.
Ich seid sehr gut beraten, wie es aussieht. Ich hatte damals zwei Neuroleptika gleichzeitig, was Unsinn war.
Nur ein Medikament und Unterkante, das ist top. Wie gesagt.

Ich denke der Arzt hat die Medikamente umgestellt weil er nicht schlafen konnte.
Aripirpazol ist ein bisschen pushend.
Bitte bleibt bei dem A., das R. ist nur für krasse Fälle.
Negativer Stress vorbei und dann sehr ihr weiter mit Aripripazol. :)))
 
Hallo,
ich sollte von Olanzapin auf Aripiprazol umgestellt werden. Wegen Diabetes Gefahr. Aber der Kontrollverlust den ich unter anderem bekommen habe war eine größere Gefahr die mich in eine Rebound Psychose trieb. Deshalb möchte ich eine Lanze für Olanzapin brechen . Da hatte ich keinen Kontrollverlust der mir den Führerschein kostete.
 
Ich hatte damals zwei Neuroleptika gleichzeitig, was Unsinn war.
Nur ein Medikament und Unterkante, das ist top. Wie gesagt.

Ich denke der Arzt hat die Medikamente umgestellt weil er nicht schlafen konnte.
Aripirpazol ist ein bisschen pushend.
Bitte bleibt bei dem A., das R. ist nur für krasse Fälle.
Negativer Stress vorbei und dann sehr ihr weiter mit Aripripazol. :)))
Ein Antipsychotikum trifft es am besten, da speziell gezielt eingesetzte Antidepressiva wie Bupropion keine Risiken wie die Mehrfachgabe von Antipsychotika haben. Bei ihrem Sohn wäre Bupropion, um die Wirkung des Aripiprazol zu verbessern, die aktuell bessere Variante, damit er bei Aripiprazol bleiben kann und kein Risperidon einzeln oder gar zusätzlich einnehmen muss.
Risperidon sehe ich eher zu Beginn der Erkrankung als nützlich an, da man da mehr in sich gekehrt ist und es zwar keine gute Akutwirkung hat, aber relativ breit Symptome unterdrücken kann. Nebenwirkungen sind trotzdem gravierend, weshalb ich das eher bei Ersterkrankung, für vielleicht ein oder zwei Jahre bis man auf Aripiprazol etwa wechseln kann.

Aripiprazol fand ich im Akutfall von der verlässlichen Wirkung her unschlagbar. Wahn wird auch bei Risperdal nur unterdrückt, aber persistiert weiter, da konnte ich mich beim Wechsel auf Aripiprazol damals (ca. 2013) erstmals von den damaligen Wahngedanken lösen. Wichtiger wären psychologische Mittel bei Wahngedanken für Betroffene durch neue positive Interessen und Hobbys, den wahnhaften Fokus bzw. das Interesse auf etwas Produktives zu lenken, wie die eigene Gesundheit etwa. Keine aufgezwungene Arbeit, sondern positive Interessen, beispielsweise Zeichnen, Wissenschaft, Garten, Handwerken, wobei sich die Fokussierung und der Wahn lösen, vor allem wenn der Wahn selbst destruktiv ist.
Antipsychotika bringen den Wahn medikamentös in den Hintergrund, was es natürlich auch braucht.
was sich bei ihm durch das Hören von Stimmen, taktilen Wahnvorstellungen und Sehen von Personen äußert.
@Hilde78 frag am einfachsten nach Bupropion zusätzlich zum Aripiprazol. Risperidon würde ich wirklich nur in letzter Not sehen.
Zudem kann dein Sohn ja zeitweise auf 10mg Aripiprazol erst einmal bleiben, da zwischen 5 und 10 mg schon ein großer Unterschied ist. Bei 10mg ist man häufig beim Wirkmaximum und es sollte eben bei Wahn zumindest für, sagen wir, 3–6 Wochen konsequent eingenommen werden, damit man das eigene Wahnhafte erkennt. Oder er kann auch 15mg vorübergehend nehmen, und das ist immer noch deutlich verträglicher als Risperidon.

Wichtig ist, dass Bupropion den Aripiprazol um das 1,5-2 Fache langsam steigert, wegen dem verringerten Abbau über CYP2D6 den Bupropion macht. Deswegen müsste dein Sohn, wenn er vorher 10 mg hatte, seine Dosis auf maximal 7,5 oder 5mg schrittweise bei der Umstellung verringern. FDA-Angaben sprechen von halber Dosis beim Aripiprazol wenn man einen starken CYP2D6-Inhibitor (Bupropion) dazu einnimmt, da ein Abbauweg vom Aripiprazol gehemmt wird.
In so einem Fall kann man, bevor Bupropion hinzugefügt wird, eine Spiegelkontrolle des Aripiprazol im Blut machen und anschließend wenn Bupropion hinzugefügt wurde, das entsprechend genau einstellen. Deswegen würde ich da direkt die Psychiater:in auf Bupropion als Add-on zum Aripiprazol ansprechen und direkt auch auf TDM (therapeutisches Drug-Monitoring) des Aripiprazol's ansprechen, das Bupropion wegen CYP2D6 Interaktion den Blutspiegel des Aripiprazol aufs Doppelte steigern kann.



Ich kann dir dazu einen Spickzettel schreiben:
- Frage nach Bupropion(NDRI-Antidepressivum) als Add-on, in Studien siehe Anhang die zeigte es keine negativen Einflüsse auf die Psychose
Bupropion bei Schizophrenie: Transporter, Rezeptoren und Kombinationsstrategien
- Im Anhang kannst du beides ausdrucken, die Metastudie einfach nur als groben Nachweis, dass Bupropion keine Negativen effekte hat.

Normalerweise wird Bupropion laut aktuellen Leitlinien primär bei Schizophrenie mit Nikotinsucht empfohlen, andererseits kann es, wenn eine ADHS-Diagnose vorliegt, kein Problem darstellen. Da dein Sohn bald 18 ist und viele Wirkstoffe keine Zulassung bei Kindern haben, würde ich dir dieses Schreiben empfehlen, was die Möglichkeit einer späteren Intervall-Einnahme von Aripiprazol + Bupropion zur Stabilisierung ermöglicht:
- https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Diese kannst du und dein Sohn sich genau anschauen, da steht auch das mit dem CYP2D6 und was es für Möglichkeiten gibt, da diese Intervalltherapie mit Bupropion, individuelle Chancen bis hin zur Vollremission bietet.

Hier die Langfassung, welche die Therapiemöglichkeit detailliert aber relativ zugänglich erklärt:
- Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)
Du kannst stattdessen die Langfassung, die 19 Seiten hätte, für die Psychiater:in die Nebenwirkungstabelle der Antipsychotika ausdrucken. Dort findet sich ein QR-Code der zur 19 Seitigen Langfassung führt:
- https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/
Hier kannst du auch gut in der Tabelle sehen, wie sich die Verträglichkeiten von Aripiprazol und Risperidon etwa unterscheiden. Das sind die gängigen Antipsychotika. Viele der Nebenwirkungen können da gravierend sein.

Wichtigstes Dokument ist die Kurfassung und Einwilligung, die sich auf die gesamte Intervalltherapie und Bupropion bezieht:
- https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Damit kannst du und dein Sohn sich absichern, dass er im Rahmen einer individuellen Behandlung die nötigen Wirkstoffe bekommt, und da es von den allgemeinen Leitlinien noch abweicht. Bupropion allein sollte er auch so bekommen, aber dann erst ab 18 und wenn Nikotinsucht zur Schizophrenie da ist.
Er sollte, auch wenn er sich so die Zustimmung für diese individuelle Behandlungsform einholt, erst einmal an keine Intervalltherapie denken, es geht darum, dass er Bupropion problemlos bekommt und später nach Monaten oder Jahren auch die Intervalltherapie in psychiatrischer Begleitung möglich ist. Da man dabei dann auch weitere Antidepressiva benötigt, ist diese Einwilligung, da die Kurzfassung als Behandlungsgrundlage vorliegt, wichtig, da man bei diesen Wirkstoffen und Kombinationen einiges beachten muss auch was Wechselwirkungen und möglichen Nebenwirkungen angeht.
Bupropion einfach zusätzlich ist also an sich kein größeres Thema, bei der Intervalltherapie ist Kurz- und Langfassung und auch sehr wichtig für den Arzt die neurochemische Wirkweise von Bupropon bei Schizophrenie genauer zu verstehen:
2. Grafische Übersicht: DA-, NA‑Rezeptoren und Schizophrenie‑Netzwerk
Diese daran angelehnte Dopaminhypothese erklärt das weitgehend:
1. Neue Dopaminhypothese: Warum Halluzinationen aus Mangel und Überschuss entstehen

Bupropion sollte primär gegen Stimmen und Halluzinationen, auch bei Wahn helfen, vor allem wenn es dann bei ihm mit angepasster Aripiprazoldosis 7,5 oder 5mg angewendet wird.
Wenn Bupropion zu wach macht, dann müsste bei der Add-on-Lösung das Aripiprazol etwas erhöht werden. Bupropion macht wach, zu wach bedeutet zwar, dass es wirkt, ist also gewollt, aber erstmal braucht es etwas mehr Antipsychotikum (Aripiprazol) braucht. Aktuell etwa hat er 10mg Aripiprazol (TDM für den Blutspiegel machen) dann Bupropion ergänzen und Aripiprazol nach ein paar Tagen auf 7,5mg reduzieren. Wenn das immer noch müde macht, da der Aripiprazolspiegel steigt, dann 5mg. Wenn 5mg zu wach und schlafstörungen macht, dann erstmal 7,5mg Ari und weitersehen.

Hier im Forum kannst du mich privat über PN oder im Forum in den Themen dann gern eine Art Tagebuch schreiben, damit du auch Nebenwirkungen selbst wenn diese klein sind, erwähnen kannst. Da man bei bestimmten Nebenwirkungen wie Miktionsstörungen(Blasenschwäche), Obstipation(tendenz zu Verstopfungssymptomen) und auch wenn eine allergische Unverträglichkeit auf Bupropion wie Nesselsucht auftritt, das mit Ergänzungen wie etwas Escitalopram (SSRI-Antidepressivum für Kinder zugelassen), oder vorübergehendem Absetzen des Bupropions bei Allergie etwa für ein paar Wochen, einfach lösen kann.
Gibt wenig Ersatzwirkstoffe, auf die man aktuell fürs Bupropion ausweichen kann. Gibt schon ADHS-Medikamente und noch das Reboxetin unter den Antidepressiva, wird dann aber komplizierter und man müsste diese reduzierter und spezifisch kombiniert einnehmen als für ADHS üblich.

Bupropion ist einfach und es wäre ein Segen, wenn er das erst einmal zum Aripiprazol bekäme. Unter Risperidon bricht man kognitiv weg und es bietet langfristig keine "Heilung".
Bei Bupropion kann es schulisch usw. zu Erfolgen kommen und langfristig mit der Intervalltherapie und richtig eingesetzt in Richtung Vollremission kommen, bei der die Erkrankung kein Hindernis mehr ist und du als Mutter dann sehen kannst, wie er ein gesundes, glückliches Leben wie andere in seinem Alter führen kann.
 

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Hallo,
bei meinem 17 jähriger Sohn wurde vor 1,5 Jahren paranoide Schizophrenie diagnostiziert, was sich bei ihm durch das Hören von Stimmen, taktilen Wahnvorstellungen und Sehen von Personen äußert.
In der Klinik wurden verschiedene Medikamente ausprobiert und da er bei einigen Muskelkrämpfe bekam, wurde es schließlich Aripiprazol.
Er nimmt seit ca 1,5 Jahren 10 mg Aripiprazol.
Vor ca. 6 Wochen wurde die Dosis auf 5 mg reduziert (wegen der Nebenwirkungen, die am Anfang nicht aufgetreten sind). Er bekam aber nach wenigen Tagen einen Psychoserückfall, woraufhin wieder auf 10 mg erhöht wurde.
Seit eingen Tagen hat er wieder Wahnvorstellungen wie früher und kann deshalb nicht schlafen.
Der Psychiater ist der Ansicht, dass dies durch Aripiprazol ausgelöst wird und will auf Risperidon wechseln (was er aber damals schon in der Klinik bekommen und wahrscheinlich mit Krämpfen reagiert hat - weiß es nicht mehr, da damals das Medikament so oft gewechselt wurde).
Jetzt meine Frage: Kann Aripiprazol Wahnvorstellungen auslösen, wenn man es bereits so lange nimmt?
Dazu muss ich auch sagen, dass mein Sohn im Moment sehr unter negativen Stress steht.
Danke für eure Rückmeldungen!
Viele Grüße, Hilde
Ja, Aripiprazol kann ziemlich nach hinten losgehen da es teilweise anregend wirkt, zumindest im Regelfall.
Aber wenn dein Sohn so lange damit klarkam ist das nicht denkbar. Vielleicht ist das in dem Fall ein anfängliches Problem das sich legen würde.
Frag mich wieso der Arzt dann auf so eine Idee kommt.
 
Gibt wenig Ersatzwirkstoffe, auf die man aktuell fürs Bupropion ausweichen kann. Gibt schon ADHS-Medikamente und noch das Reboxetin unter den Antidepressiva, wird dann aber komplizierter und man müsste diese reduzierter und spezifisch kombiniert einnehmen als für ADHS üblich.
Reboxetin ist so gut wie vom Markt weil es die GKV nicht mehr bezahlen.
Vielleicht kann man das noch als Privatpatient kriegen.
 
Danke für eure ausführlichen Antworten und Informationen.

Er wurde heute von in die KJP eingewiesen und wir haben dort erfahren, dass er kifft und sich auch andere illegale Substanzen besorgt und genommen hat. Demnach ist das ganze drogeninitiiert und somit erklärbar.
 
Bupropion (NDRI-Antidepressivum) hilft bei Nikotinsucht und wird in den Leitlinien bei Schizophrenie mit Nikotinsucht auch empfohlen.

Vielleicht kannst du da fragen, ob er das bekommen könnte, da das für eine spätere Intervalltherapie auch wichtig wäre.

Zu beachten ist, dass sich der Aripiprazol-Spiegel um 1,5–2 steigern kann, also er dann von 10 auf 5 reduzieren müsste. 7,5mg müsste als Zwischenschritt möglich sein, falls man die 15mg Tabletten teilen kann.
Wenn er Bupropion möchte, wäre die 7,5mg Aripiprazol als Zwischenschritt schon wichtig.

Bupropion nimmt innere Unruhe heraus, die Aripiprazol teils hat.

Für eine spätere Intervalltherapie mit Bupropion kannst du dir die PDF mit Patienteninformation und Einwilligung anschauen. Das wäre eine Möglichkeit, diese Therapie auch als Ganzes zu bekommen.
 

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