Aktuelles

Willkommen im Psychose-Forum

Das Psychose‑Forum bietet einen moderierten Raum für alle, die bei Schizophrenie verträgliche und wirksame Therapiemöglichkeiten suchen. Hier verbinden wir persönliche Erfahrung mit innovativer Forschung.

Tausche dich aus, stelle Fragen, diskutiere mit und eröffne Themen, die dir wichtig sind. Die Community bietet Orientierung, Austausch und Rückhalt – um belastende Krankheitsphasen besser einordnen und stabiler bewältigen zu können.

Vorteile für Dich

✅ Positiv- und Negativsymptome behandeln (aufklappbar)
✅ Pharmalogische Strategien mit stabilisierendem Bupropion
➝ 2‑seitige Praxisübersicht: Intervalltherapie & Kombinationsstrategien
Kompakte Übersicht zu Intervalltherapie, ergänzenden Wirkstoffen und Nebenwirkungsprofilen. Die PDF dient als strukturierte Orientierung auf Basis klinischer Erfahrung und aktueller Evidenz.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl


Orientierung zur 2-Seitigen Übersicht
↗ Medikamentöse Orientierung bei Psychose & Schizophrenie
Macht die 2-Seitig Praxisübersicht verständlich und erklärt die neurobiologischen und neurochemischen Mechanismen dahinter. Der Beitrag verbindet aktuelle Forschung mit klinischer Praxis und richtet sich an alle, die Therapieprinzipien besser verstehen möchten – sprachlich zugänglich und didaktisch geschrieben.

📝 Evidenzbasierte, verständliche Analyse
↗ Bupropion bei Schizophrenie – Wirkmechanismen & Therapieansätze
Forschungsarbeit, welche sich mit den Wirkmechanismen von Bupropion beschäftigt, Kombinationsstrategien aufzeigt und ergänzende orthomolekulare Medizin berücksichtigt.
Niedrigschwellige, ergänzende Therapiestrategien werden .
  • Einfache und wissenschaftliche Diskussionen
  • Fundierte Informationen
  • Erfahrungsaustausch
  • Angehörige, Betroffe, Interessierte und Fachkundige
  • Therapeutische Rückfragen über Admin-Team (kostenlos)
  • Medikamente-Check
  • Nebenwirkungs-Managment
  • Chat‑ und PN‑Funktion

↗ Längere Lesebeiträge
Ausgewählte Beiträge mit vertiefender Einordnung und Hintergrund.

↗ Wie Dopamin, DAT, COMT, D1/D2, NA und Halluzinationen zusammenhängen
⭐ Moderne Dopaminhypothese


Aktuelle Herausforderungen

↗ Depotantipsychotika: Wie Patente, Marktlogik und Machtstrukturen Innovation blockieren

Wenn Gier und ökonomischer Druck über das Wohl der Patientinnen und Patienten gestellt werden, entsteht ein System, das krank macht. Lurasidon und Brexpiprazol sind längst preiswert verfügbar, doch die Krankenkassen verweigern weiterhin die Kostenübernahme – während gleichzeitig teure Langzeitdepots bedenkenlos erstattet werden. Unter solchen Bedingungen sollte man auf diese Depotpräparate konsequent verzichten.

Wir zahlen ein Vermögen für Wirkstoffe aus den 1990er‑Jahren, die mit erheblichen Nebenwirkungen belastet sind, nur weil die Darreichungsform alle paar Jahre minimal verändert wird. Neue Medikamente müssen trotz besserer Verträglichkeit enorme Hürden überwinden, um überhaupt einen „Zusatznutzen“ nachweisen zu dürfen – während alte Wirkstoffe ganze zwanzig Jahre Patentschutz erhalten und ohne jeden Nachweis eines Zusatznutzens auf den Markt kommen.

Das ist eine staatlich abgesicherte, rechtlich konstruierte Notlage, deren Preis am Ende die Patientinnen und Patienten mit ihrer Lebensqualität und manchmal mit ihrem Leben bezahlen.

Patentrechte müssen dringend reformiert werden. Und es braucht klare gesetzliche Vorgaben, die auch bei Depotpräparaten eine verpflichtende Umstellung auf Generika vorsehen, sobald diese verfügbar sind. Ebenso braucht es echten Wettbewerb – auch bei Depots, die kein technologisches Wunderwerk darstellen, sondern lediglich Wirkstoffe, die in chirurgisches Fadenmaterial eingebettet verzögert freigesetzt werden. Für viele Betroffene sind sie weniger eine therapeutische Option als vielmehr eine Form von Zwang.


Herzlich willkommen

Das Psychose‑Forum ist ein moderierter Raum für Austausch, Orientierung und Information bei Psychose und Schizophrenie.

Stelle Fragen, tausche dich aus und bring Themen ein, die dir wichtig sind – anonym und kostenlos.


Deine Vorteile

📄 Kompakte Praxisübersicht (PDF)
Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen. Die PDF dient als praxisnahe Orientierung und ergänzt die inhaltliche Einordnung im Forum.

⭐ 2‑seitige Praxisübersicht herunterladen
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

  • Verständliche Einordnung komplexer Themen
  • Wissenschaftlich fundierte Informationen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen
  • Zweitmeinungen aus Erfahrungsperspektive
  • Chat‑ und PN‑Funktion


Aktuelle Herausforderungen

↗ Depotantipsychotika: Wie Patente, Marktlogik und Machtstrukturen Innovation blockieren

Wenn wirtschaftliche Interessen über das Wohl der Patientinnen und Patienten gestellt werden, läuft etwas grundlegend falsch. Lurasidon und Brexpiprazol sind längst günstig, doch die Krankenkassen verweigern die Kostenübernahme – während teure Depotpräparate problemlos erstattet werden. Unter solchen Bedingungen sollte man auf diese Depots verzichten.

Wir zahlen weiterhin hohe Preise für Wirkstoffe aus den 1990er‑Jahren mit bekannten Nebenwirkungen, nur weil die Darreichungsform minimal verändert wird. Neue Medikamente müssen trotz besserer Verträglichkeit enorme Hürden überwinden, um einen Zusatznutzen nachzuweisen – alte Wirkstoffe erhalten zwanzig Jahre Patentschutz, ganz ohne solchen Nachweis.

Das ist eine staatlich abgesicherte Schieflage, deren Folgen Patientinnen und Patienten tragen müssen. Patentrechte gehören dringend reformiert, und auch für Depotpräparate braucht es eine verpflichtende Umstellung auf Generika, sobald diese verfügbar sind. Echten Wettbewerb muss es auch bei Depots geben – sie sind kein technologisches Wunderwerk, sondern verzögert freigesetzte Wirkstoffe, die für viele Betroffene eher Zwang als Hilfe bedeuten.


Von Aripriprazol zu Reagila

mavie

Well-known member
Hallo Zusammen,

mein Mann hatte im Jahr 2018 seine erste Psychose und wurde dann mit Aripriprazol aus der Klinik entlassen. Er hat dann Anfang 2021 die Medikamente (mit seinem Arzt) langsam abgesetzt und das ging auch fast 2 Jahre gut. Ende 2022 die 2. akute Phase. Seitdem war er wieder auf Aripriprazol 10mg eingestellt. Er konnte wieder arbeiten gehen aber er war mit seinem Zustand nicht zufrieden. Anfang des Monats hat er dann mit seinem Arzt abgesprochen, dass er versucht das Medikament zu wechseln. Von Arzt verordnet wurde erst 5mg aripriprazol und 1,5 mg Reagila, in der zweiten Woche sollte er Reagila auf 3 mg erhöhen und in der dritten Woche das aripriprazol nur noch alle zwei Tage nehmen. Und ab der vierten Woche nur noch 3mg Reagila. Er hat mir heute allerdings verkündet, dass er seit Woche 3 nur noch 1,5 mg Reagila nimmt und auch nicht mehr mehr nehmen wird.
Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen. Meint ihr 1,5 mg Reagila sind ausreichend? Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich danke euch schon mal
Liebe Grüße
Vince
 
Das kann man pauschal nicht sagen, ob es ausreicht. Ist bei jeden unterschiedlich, aber es gibt sicherlich Leute die damit klar kommen. Meine Meinung ist jedoch er sollte erstmal 3 mg nach arztanordnung nehmen, seine psychose ist ja noch relativ frisch. Und wirklich niemals absetzen, wenn das Gehirn einmal zur Psychose neigt, kann es auch nach 10 Jahren wieder passieren. Es gibt keine Garantie.
 
@mavie bezüglich des Cariprazin (Reagila) und der Dosis kann ich dir wenig sagen, auch weil der Wirkstoff relativ neu ist.
Im Internet steht etwas von Anfangsdosis 1,5mg. Normal braucht es nur zur Akutbehandlung höhere Dosierungen und später wird eben nur die Mindestdosis gegeben. Da man 1,5mg Tabletten bekommt, könnte das vielleicht mit 5mg Aripiprazol (Abilify) vergleichbar sein.
Bei mir haben 5mg Aripiprazol auch im Akutfall ausgereicht, wobei die Dosis ja individuell etwas unterschiedlich ist.

Wie findet dein Mann das Reagila im Vergleich zum Aripiprazol??

Die Medikamente-Orientierung hier im Forum wäre auch noch eine Möglichkeit, da damit die Negativsymptome besser behandelt werden können. Hat aber auch Vor- und Nachteile und man muss dabei einiges beachten. Es ist eine neuartige, eher provisorische Therapiemöglichkeit, wie ich es einnehme.
 
Zurück
Oben