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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Ursachen für psychische Problematiken

Zwahod

Well-known member
Meiner Erfahrung nach gibt es spezielle Stress-Situationen die einen in die Enge treiben.
Also sogenannte Kampf-oder-Flucht-Reizreaktionen: Hierbei reagiert der Mensch normalerweise mit 3 Möglichkeiten: Kampf, Flucht oder Erstarren.
Da dies in unserer heutigen Zeit nicht immer angebracht ist, reagiert auf gewisse vermeintlich unlösbare Situation das Unterbewusstsein und man kann selbst schwer gegensteuern.
So gibt es Situationen in denen man keinen Ausweg sieht, vor allem wenn sie noch emotional überladen sind.
Das Ergebnis bei mir waren dann in dem Falle Psychosen.

Stress alleine ist es nicht.

Es sind zwickmühlenartige Problematiken, die bei mir die Schübe ausgelöst haben, meistens in Verbindung mit einem toxischen Umfeld.

Ich habe bewusst die Thematik ein bisschen allgemeiner Gehalten. Was haltet ihr von diesen Gedanken?
 
Find ich gut. Gerade dass es in der heutigen Gesellschaft nicht möglich ist einfach zu fliehen oder zu kämpfen, da bekommt das Unterbewusstsein was zu tun und man landet u.U. in der Psychose. Bei mir war es Einsamkeit und Sozialphobie, das war eine explosive Mischung. Ich glaube auch, wenn das Unterbewusstsein gestresst ist, kann die psychotische Energie wie durch ein Katapult losgehen.
 
Ich hatte in meinem Leben oft neu anfangen müssen. Vor der psychose war ich in einer neuen Ausbildung und diese lief nicht gut ich wusste ich muss wieder neu anfangen, aber da ich mein ganzes Leben gekämpft habe hatte ich keine Stück Kraft mehr in mir und ich habe aufgegeben zu kämpfen.
 
Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass "Erstarren", "Flucht" oder "Kampf" auch eine Funktion hat.

Beispiel: Man wird von einem Bären angefallen, dann kann es gut sein, in Erstarren zu gehen, damit der Bär denkt, dass man ein totes Tier ist. Oder es kann auch Flucht sein, wenn man vor ihm Weglaufen muss. Das ist in der Tierwelt so.

Anders ist es, wenn man in der Gesellschaft diese Symptome hat. Dort kann "Kampf", "Flucht" und "Erstarren" aber auch eine Funktion haben. Kampf ist in unserer Gesellschaft absolut verboten und das ist auch richtig so. Flucht bei Psychosen (z. B. Verfolgungswahn) kann durchaus entstehen, wenn die anderen einen nicht akzeptieren und einen mobben oder angreifen. Dann ist es sinnvoll, wenn man "flüchtet", weil man sich dann in ein anderes Gebiet flüchtet, wo das nicht so ist. "Erstarren" ist ebenfalls eine Reaktion, die in der Gesellschaft statt findet. Es könnte dann sein, dass man dann weniger angegriffen wird.
 
Ich erkenne mich in deinem Schreiben echt wieder. Danke, dass du das so beschreibst.

Bei mir war es neben allgemeinem Stress vor allem das Thema Ungerechtigkeit, das eine Psychose ausgelöst hat. Es sind nicht einfach nur Stresssituationen an sich, sondern ganz spezielle Momente, die einen richtig in die Enge treiben.

Ich war kürzlich in so einer Lage – konkret in einem Mitarbeitergespräch, in dem ich zuerst richtig überrumpelt wurde und mich danach nicht mehr verteidigen konnte. Später kam bei mir die Frage auf: Warum springt diese Person urplötzlich so mit mir um? Die Situation trieb mich tatsächlich in eine Psychose.

Menschliche Schwächen, Emotionen, Eigenheiten, Konflikte und Beziehungsdynamiken spielen dabei eine grosse Rolle, insbesondere wenn Vorgesetzte unter Stress stehen und die Selbstkontrolle nachlässt. Und hier (für mich) kommt wie oben erwähnt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell ins Spiel.

 
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