Ich nehme morgens Abilify 15mg und zur Nacht Quetiapin ( unretardiert) 200mg. Ich nehme diese Kombi seit einigen Jahren und kann diese Energielossen und Antrieblossen Zustand nicht mehr ertragen. Vorallem morgens habe ich eine Art Durchhänger und versuche mit viel Kaffee zu mir zu kommen. Ich schlafe für meine Verhältnisse viel zu viel, das war früher anderst.
Ich habe bald meinen Termin bei meiner Psychaterin. Ich möchte diese Medikamente nicht mehr einnehmen, aber ich weiß nicht welches besser wäre. Ich möchte ihr etwas vorschlagen, bin aber komplett ratlos. Ein Gedanke war nur das Abilify einzunehmen, aber ich habe auch große Angst das sich mein Zustand dann verschlechtert. Hat jemand von euch eine Idee ? Ich wäre sehr dankbar.
Und nach der Einnahme vom Quetiapin bekomme ich jeden Abend extremen Hunger. Eigentlich möchte ich so spät nichts mehr essen, aber es wird dann unerträglich.
15mg Abilify ist einiges und kein Wunder wenn du da Quetiapin zum Schlafen brauchst.
Strenggenommen dosierst du das Aripiprazol über, was zu Schlafstörungen führt und dann wird mit Quetiapin abends übersediert damit du besser schlafen kannst.
Normal sollte 7,5mg Aripiprazol noch relativ verlässlich wirken, weil die striatalen D2 Blockaden von 15mg 80-88% Rezeptorblockade entsprechen, wo man ben Antagonisten bei 80% eine klare toxische Grenze zieht. Da Aripiprazol keine solchen schwerwiegenden Folgen hat, meint man Akutdosierungen was 10-15mg sind dauerhaft einsetzen zu können und bei dir erzeugt die praktischen Schlafstörungen, die man dann erst erzeugt um sie dann mit Quetiapin zu behandeln.
Mein Ratschlag wäre von daher
Schritt 1 für einen Monat: Aripiprazol 10mg (statt 15) und Quetiapin 100mg (statt 200).
Schritt 2 für 2 Monate: Aripiprazol 7,5mg und Quetiapin 50mg.
Schritt 3: Quetiapin absetzen, da Aripiprazol an sich in kleinen dosierungen schlaffördernd ist.
Aripiprazol (Rohdaten)
Zumindest würde ich diese Reduktion anstreben.
Bei mir war auch in Akutsituationen 5mg wirksam und da kann man mit Aripiprazol morgens eingenommen einen sehr guten Schlafrhythmus haben, den es teils besser als Schlafmittel stabilisiert und morgens kommt man wirklich sehr aufgeweckt aus dem Bett.
Das Problem ist an der Stelle das man es gerade beim Aripiprazol systematisch mit den Dosierungen übertreibt.
Quetiapin, was diesen Hunger aufgrund der Sedierung erzeugt, kannst du dir dann sparen.
Die Monate sind nur ein grober Rahmen und bei Verschlechterung kannst du jederzeit mit dem Aripiprazol einen Dosisschritt hochgehen.
7,5mg ist noch eine recht sichere Dosis und selbst wenn du nur 10mg schaffst, ist das ein Fortschritt.
Die Intervalltherapie mit Bupropion wäre mit 10mg Aripiprazol auch machbar, wobei dann das Aripiprazol wegen der CYP2D6-Wechselwirkungen(Dosisanstieg von Aripiprazol) des Bupropions auf 7,5 oder 5mg reduziert werden sollte.
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Alles kein Hexenwerk, aber man muss sich selbst dazu motivieren etwas zu ändern. Bei Tabletten ist die Reduktion vom Aripiprazol auch einfach.
Du brauchst dann automatisch weniger Quetiapin, weil der schlaf durch weniger Dopaminblockade vom reduzierten Aripiprazol besser wird.