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Dieses Forum richtet sich an Betroffene mit Psychose, an Angehörige sowie an alle, die sich sachlich und medizinisch fundiert informieren und austauschen möchten.

Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit Medikamenten, modernste Therapien und neurobiologische Erklärungsmodellen. Persönliche Erfahrungen werden im Zusammenhang mit medizinischen Informationen und Behandlungswegen überprüft und individuelle schonende Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Das moderierte Forum bietet kostenlose Beratung an, um die eigene Therapie und Medikation zu optimieren.

Ziel ist es eine fundierte Orientierung für eigene Entscheidungen und Gespräche mit Behandelnden zu bieten und damit das individuelle Leid von Betroffenen und deren Angehörigen effektiv zu lindern.

Grund zur Hoffnung: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ PDF herunterladen: Medikamentöse-Orientierung

Behandlungskonzept, welches mit Bupropion (Antidepressivum und Nikotinentwöhnung) eine stabilere Reduktion des Antipsychotikums ermöglicht. Das dämpfende Antipsychotikum wird dabei nur selten und bedarfsgerecht benötigt.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

🔗 PRAXIS-GUIDE – für das Arztgespräch

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Unsichere Diagnose

tappy

New member
Hellooo

Vielleicht kann mir jemand helfen, ich habe mich noch nie ausgetauscht mit jemandem, der oder die eine paranoide Schizophrenie oder eine schizoaffektive Störung diagnostiziert hat. Bei mir stehen diese beiden Diagnosen in Frage. Nur weiss niemand wirklich, was es ist und ob ich es überhaupt habe. Das verunsichert mich natürlich umso mehr. Ich merke, dass etwas nicht stimmt aber es gibt noch keine “Erklärung” dafür.

Ich höre seit ich 12 Jahre alt bin sehr starke Stimmen, meistens Befehle mir oder anderen etwas anzutun. Ich war schon seit dem 12.Lebensjahr (bin jetzt 22) in sehr vielen Kliniken und vor 3 Jahren kam eine Psychologin auf eine psychotische Diagnose. Ich hab dann Antipsychotikas bekommen, die wirklich sehr, sehr geholfen haben, doch wegen den schlimmen Nebenwirkungen hab ich es immer wieder selbst abgesetzt. Ich bin dann immer wieder in die Psychiatrie eingewiesen worden und hab dort die Medis unter Aufsicht wieder genommen, dann ging es besser, bin ausgetreten und das ganze Spiel von vorne.
Mein letzter Klinikaufenthalt in einer ausserkantonalen Klinik hat mir am meisten geholfen. Da ich wirklich kein Antipsychotika ohne Nebenwirkungen vertragen habe, haben die Ärzte mir die TMS Therapie empfohlen und - WOW - es war wirklich wie ein Wunder!! Die Stimmen waren so so so viel weniger und ich fühlte mich freier! Da ich aber trotzdem noch so Wahnvorstellungen und Misstrauen und “lustige” Theorien hatte, haben sie mir noch ein weniger starkes Antipsychotika gegeben (Zyprexa), das ich besser vertragen habe, dennoch unangenehme Nebenwirkungen hatte, aber aushaltbar. Es ging mir viel besser und ich war endlich wieder ein lebensfroher Mensch!

Doch dann ca. 6 Monate später kam es zu einem Vergessen der Medikamenteneinnahme von mehreren Tagen, und seither KANN und DARF ich die Medis nicht mehr nehmen. Ich bin wirklich in einem sehr sehr schlechten Zustand seither (ca. 3 Monate). Zudem habe ich einen neuen Psychiater, der sowieso findet, es sei gut, dass ich die Medis nicht mehr nehmen wolle, die bräuchte ich nicht. Das macht das ganze nur noch schwieriger.

Ich habe das Gefühl, jetzt ist wirklich der Zeitpunkt gekommen, in dem mir niemand mehr helfen kann. Ich brauche und suche Hilfe, aber ich kann sie wegen den Stimmen und starkem, seehr starkem Misstrauen nicht annehmen.

Was soll ich tun?

Ah, vielleicht noch eine Interessante Info:

In der Klinik in meinem Kanton bin ich einfach als “Borderlinerin” abgestämpelt… ich habe selbst aber nicht das Gefühl dass diese Diagnose passt! Aber ich trage sie einfach immer mit und wenn ich mein Leiden und meine Themen in dieser einen Klinik schildere, glauben die mir nicht, sagen ich simuliere und nehmen mich gar nicht ernst…

Vielleicht kann mir jemand kurz sagen, ob ich mit einer psychotischen Diagnose (Schizophrenie oder schizoaffektive Störung) auf der richtigen Spur bin, oder was es noch sein könnte… (Ich weiss, Diagnosen sind nicht alles, doch es kann echt helfen es einzuordnen)

danke fürs Lesen🤍
 
Wenn Du imperative Stimmen hörst bist Du auf jeden Fall psychotisch, es kann natürlich sein, dass Du zusätzlich Borderline hast, das kann ich aus der Distanz natürlich nicht beurteilen.
 
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