Hey ho,
ich bin die Neue
Und mich treibt gerade etwas um, mal wieder, wie so oft.
Und es ist schwer zusammen zu fassen, aber ich versuchs mal.
Seit ich denken kann, bin ich anders als andere. Als Kind und Jugendliche bin ich oft angeeckt, mittlerweile habe ich gelernt, mich gut zu verstecken, haben ein intaktes soziales Netzwerk, kurzum, liebe Freunde, eine Arbeit, soweit lÀuft es.
Andererseits ist es aber auch ein Problem, denn obwohl ich regelmĂ€Ăig verzweifele, funktioniere ich zu gut, um von Ărzten ernst genommen zu werden. Alles wird bagatellisiert, es wĂ€re nur Stress.
Die einzige, die dann doch mal alarmiert war, war meine HausÀrztin.
Wo fang ich am besten an.
Mein derzeitiger Stand ist, dass ich mich einfach auflöse. Mein Ich verschwindet, meine Körperwahrnehmung bleibt zwar gut intakt, aber meine Persönlichkeit, meine Gedanken, alles driftet grenzenlos auseinander und ich bin ziemlich sicher, dass es mich eines Tages nur noch als Körper gibt. Das sind die schlechten Tage. Dann fĂŒhlt sich die Welt zersplittert an, ich bin verzweifelt, wĂŒtend oder sehr traurig (aber nicht depressiv), verliere mich in Gedanken, bekomme nichts mehr vernĂŒnftig hin, ziehe mich von anderen zurĂŒck, weil ich sicher bin, dass sie mir jedes Wort ĂŒbel nehmen und harre aus, bis es besser wird. Zur Zeit habe ich öfter Illusionen (GegenstĂ€nde werden kurz zu Menschen) was mich tierisch erschreckt. Bevor es mir schlechter ging, habe ich so das ein oder andere GesprĂ€ch mit dieser Stimme in meinem Kopf gefĂŒhrt. Angeblich haben die auch viele gesunde Menschen. Mittlerweile fĂ€llt es auch meinen Kollegen auf, dass ich wieder eine Phase habe... wo ich einfach anders bin. Ich bin mega gestresst, bekomme Probleme beim Sprechen, vergesse alles, alles dreht sich nur noch im Kreis im Kopf.
Letztes Jahr hatte ich eine noch viel schlimmere Phase, der dann ein reines Feuerwerk aus Flashbacks folgte. Im ĂŒbrigen dachte ich 2017, dass ich sterben wĂŒrde. Ich war mir echt sicher, das GefĂŒhl war so real. Ich konnte es weder erklĂ€ren, noch sagen warum und mein Verstand sagte stets, dass das nicht sein kann, aber das GefĂŒhl war einfach da. Ich hab es niemandem erzĂ€hlt und tatsĂ€chlich lebe ich ja noch.
FrĂŒher litt ich auch an Depressionen, aber die scheinen ĂŒberwunden. Ich mag mein Leben sehr, aber ich hasse diese dunklen Phasen, die echt hĂ€ufig da sind - manchmal nur fĂŒr ein paar Tage, manchmal, so wie jetzt, ĂŒber Wochen, und niemand versteht es. Ich kann es auch niemandem erzĂ€hlen, denn wenn es mir schlecht geht, verheimliche ich das und wenn es mir besser geht, setzt mein Kopf scheinbar alles daran, damit ich vergesse, was war.
Vor etwa zwei Jahren habe ich all meinen Mut zusammen genommen und meiner HausĂ€rztin erzĂ€hlt, was so mit mir los ist. Auch ĂŒber Hallus und Verfolgungswahn habe ich ihr erzĂ€hlt. Wie ich dachte, dass man meine Gedanken hören kann oder wie ich Dinge sah oder hörte, die vermutlich nicht da waren. Ich sage vermutlich, weil die Logik zwar sagt, dass es nicht sein kann, aber mein GefĂŒhl sagt: das war alles da, es war alles real. Das Atmen neben mir , das ĂŒber Jahre hinweg immer wieder da war. Wie oft habe ich die Luft angehalten oder alle RĂ€ume durchsucht, um die Ursache zu finden und immer war ich allein. Oder die Engel, die wollten, dass ich zu ihnen komme. Solche Dinge.
Ich merke, dass etwas nicht stimmt, dass ich anders bin, dass meine Freunde all das nicht kennen. Dieses Auflösen meines Selbst macht mich schier wahnsinnig und es hebt mein ganzes SelbstwertgefĂŒhl auf, denn mit dem GefĂŒhl, nicht mehr ich zu sein, nicht mehr da zu sein, bleibt eben auch nichts mehr, was wertvoll und interessant sein könnte fĂŒr andere. Ich will mich nicht auflösen, aber ich kann es nicht stoppen und ich habe keine Ahnung, wie ich Hilfe bekommen kann.
Im Herbst ging ich zu einer Verhaltenstherapeutin und sie schob grundsĂ€tzlich alles, was ich ihr erzĂ€hlte, auf Stress und darauf, dass ich viel erlebt hatte. Das Ă€ndert aber einfach nichts. Ich will mich normal fĂŒhlen! So, wie ich mich in den guten Tagen einfach fĂŒhle. Ganz normal. Ich will nicht verschwinden.
In meiner Familie gibt es FĂ€lle von Schizzophrenie und ich frage mich, ob ich davon etwas abbekommen habe. Nicht, dass ich es haben will und sowieso sind die Dinge sicher nicht so krass wie bei echten Schizzophrenie Patienten. Aber irgendwas stimmt doch nicht mit mir. Nur Ărzte helfen einem ja nicht.
ich bin die Neue
Und mich treibt gerade etwas um, mal wieder, wie so oft.
Und es ist schwer zusammen zu fassen, aber ich versuchs mal.
Seit ich denken kann, bin ich anders als andere. Als Kind und Jugendliche bin ich oft angeeckt, mittlerweile habe ich gelernt, mich gut zu verstecken, haben ein intaktes soziales Netzwerk, kurzum, liebe Freunde, eine Arbeit, soweit lÀuft es.
Andererseits ist es aber auch ein Problem, denn obwohl ich regelmĂ€Ăig verzweifele, funktioniere ich zu gut, um von Ărzten ernst genommen zu werden. Alles wird bagatellisiert, es wĂ€re nur Stress.
Die einzige, die dann doch mal alarmiert war, war meine HausÀrztin.
Wo fang ich am besten an.
Mein derzeitiger Stand ist, dass ich mich einfach auflöse. Mein Ich verschwindet, meine Körperwahrnehmung bleibt zwar gut intakt, aber meine Persönlichkeit, meine Gedanken, alles driftet grenzenlos auseinander und ich bin ziemlich sicher, dass es mich eines Tages nur noch als Körper gibt. Das sind die schlechten Tage. Dann fĂŒhlt sich die Welt zersplittert an, ich bin verzweifelt, wĂŒtend oder sehr traurig (aber nicht depressiv), verliere mich in Gedanken, bekomme nichts mehr vernĂŒnftig hin, ziehe mich von anderen zurĂŒck, weil ich sicher bin, dass sie mir jedes Wort ĂŒbel nehmen und harre aus, bis es besser wird. Zur Zeit habe ich öfter Illusionen (GegenstĂ€nde werden kurz zu Menschen) was mich tierisch erschreckt. Bevor es mir schlechter ging, habe ich so das ein oder andere GesprĂ€ch mit dieser Stimme in meinem Kopf gefĂŒhrt. Angeblich haben die auch viele gesunde Menschen. Mittlerweile fĂ€llt es auch meinen Kollegen auf, dass ich wieder eine Phase habe... wo ich einfach anders bin. Ich bin mega gestresst, bekomme Probleme beim Sprechen, vergesse alles, alles dreht sich nur noch im Kreis im Kopf.
Letztes Jahr hatte ich eine noch viel schlimmere Phase, der dann ein reines Feuerwerk aus Flashbacks folgte. Im ĂŒbrigen dachte ich 2017, dass ich sterben wĂŒrde. Ich war mir echt sicher, das GefĂŒhl war so real. Ich konnte es weder erklĂ€ren, noch sagen warum und mein Verstand sagte stets, dass das nicht sein kann, aber das GefĂŒhl war einfach da. Ich hab es niemandem erzĂ€hlt und tatsĂ€chlich lebe ich ja noch.
FrĂŒher litt ich auch an Depressionen, aber die scheinen ĂŒberwunden. Ich mag mein Leben sehr, aber ich hasse diese dunklen Phasen, die echt hĂ€ufig da sind - manchmal nur fĂŒr ein paar Tage, manchmal, so wie jetzt, ĂŒber Wochen, und niemand versteht es. Ich kann es auch niemandem erzĂ€hlen, denn wenn es mir schlecht geht, verheimliche ich das und wenn es mir besser geht, setzt mein Kopf scheinbar alles daran, damit ich vergesse, was war.
Vor etwa zwei Jahren habe ich all meinen Mut zusammen genommen und meiner HausĂ€rztin erzĂ€hlt, was so mit mir los ist. Auch ĂŒber Hallus und Verfolgungswahn habe ich ihr erzĂ€hlt. Wie ich dachte, dass man meine Gedanken hören kann oder wie ich Dinge sah oder hörte, die vermutlich nicht da waren. Ich sage vermutlich, weil die Logik zwar sagt, dass es nicht sein kann, aber mein GefĂŒhl sagt: das war alles da, es war alles real. Das Atmen neben mir , das ĂŒber Jahre hinweg immer wieder da war. Wie oft habe ich die Luft angehalten oder alle RĂ€ume durchsucht, um die Ursache zu finden und immer war ich allein. Oder die Engel, die wollten, dass ich zu ihnen komme. Solche Dinge.
Ich merke, dass etwas nicht stimmt, dass ich anders bin, dass meine Freunde all das nicht kennen. Dieses Auflösen meines Selbst macht mich schier wahnsinnig und es hebt mein ganzes SelbstwertgefĂŒhl auf, denn mit dem GefĂŒhl, nicht mehr ich zu sein, nicht mehr da zu sein, bleibt eben auch nichts mehr, was wertvoll und interessant sein könnte fĂŒr andere. Ich will mich nicht auflösen, aber ich kann es nicht stoppen und ich habe keine Ahnung, wie ich Hilfe bekommen kann.
Im Herbst ging ich zu einer Verhaltenstherapeutin und sie schob grundsĂ€tzlich alles, was ich ihr erzĂ€hlte, auf Stress und darauf, dass ich viel erlebt hatte. Das Ă€ndert aber einfach nichts. Ich will mich normal fĂŒhlen! So, wie ich mich in den guten Tagen einfach fĂŒhle. Ganz normal. Ich will nicht verschwinden.
In meiner Familie gibt es FĂ€lle von Schizzophrenie und ich frage mich, ob ich davon etwas abbekommen habe. Nicht, dass ich es haben will und sowieso sind die Dinge sicher nicht so krass wie bei echten Schizzophrenie Patienten. Aber irgendwas stimmt doch nicht mit mir. Nur Ărzte helfen einem ja nicht.