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Umstieg von Amisulprid nach Cariprazin

Aktuell nehme ich täglich 200mg Amisulprid, damit komme ich generell auch gut zurecht. Jedoch erhöht es meinen Prolaktinspiegel zu sehr. Deshalb will ich auf Cariprazin/Reagila umzusteigen, da dieses ebenfalls gegen Negativsymptome helfen soll. Mein Psychiater ist auch damit einverstanden.

Nun meine Fragen: Hat jemand Erfahrungen mit dem Umstieg auf Cariprazin? Wie gut hilft es gegen Negativsymptome? Auf welche Nebenwirkungen muss ich achten?
 
Ich habe heute die Cariprazin 1,5mg Kapseln von der Apotheke geholt. Die waren ziemlich teuer 21 Kapseln für gut 80€ - liegt wohl daran, dass der Patentschutz erst Ende August abläuft.

Ich soll die Kapseln zunächst parallel zum Amisulprid nehmen und dies dann reduzieren. Wie genau muss ich nochmal nachfragen.
 
Also mir haben Sie schon gut geholfen. Man macht zwar keine Luftsprünge, aber nach der Umstellung war meine Motivation deutlich gesteigert, und meine depressiven Gedanken wurden deutlich weniger.
 
Habe mir wieder die 4,5 mg Hk. Cariprazin verschreiben lassen und nehme erst 2,25 mg/Tag, dann versuche ich vielleicht auf jeden dritten Tag eine Hartkapsel einnehmen runterzugehen. Es geht nicht so weiter, kann sonst mein Gewicht wegen Trägheit und zu viel Esslust nicht kontrollieren.
 
Ich habe heute die Cariprazin 1,5mg Kapseln von der Apotheke geholt. Die waren ziemlich teuer 21 Kapseln für gut 80€ - liegt wohl daran, dass der Patentschutz erst Ende August abläuft.

Ich soll die Kapseln zunächst parallel zum Amisulprid nehmen und dies dann reduzieren. Wie genau muss ich nochmal nachfragen.
Übernimmt das keine Krankenkasse??? Normal ist ja 5-10 € Zuzahlung für Medikamente, etwa für 90 Stück.
Finde das ziemlich frech, wenn man die Kosten auf die Patienten abwälzt und im gleichen Atemzug teure Depotspritzen (Stückpreis Monatlich 500-1000€) übernimmt, die von den Nebenwirkungen her teils unerträglich sind, oder zumindest keine Dauerlösung.

Cariprazin ist da für 3 Monate mit 300€ günstig und sollte in jedem Fall von der Krankenkasse übernommen werden, also auch für so einen Großpack mit 90 Stück sollte man normal nur 10€ Zuzahlung bezahlen.

Die waren ziemlich teuer 21 Kapseln für gut 80€ - liegt wohl daran, dass der Patentschutz erst Ende August abläuft.
Normal werden andere patentierte Medikamente ja auch übernommen. Vielleicht kannst du da mal nachfragen, warum genau da keine Kostenübernahme stattfindet, da du ja Schizophrenie hast und auf diese Medikamente und etwas gut verträgliches angewiesen bist.
 
Alternativ wäre auch noch Aripiprazol möglich, da es das Prolaktin auch stabilisiert, also wie Cariprazin ein Partialagonist ist. Diese sind normal auch so deutlich besser verträglich:
Nebenwirkungen Antipsychotika 12/24
Gerade von dem Gesichtspunkt der Verträglichkeit ist es schon unerträglich, wenn teure schlecht verträgliche Medikamente oder Depotspritzen übernommen werden und vergleichsweise günstige Antipsychotika in Tablettenform wie Cariprazin, man dann selbst bezahlen muss. Ist politisch betrachtet Unsinn, aber so ist die Medizinbranche eben, korrupt bis ins Mark.

Vor dem Gesichtspunkt her würde ich Depotspritzen am liebsten ganz verbieten, das würde Milliarden an Kosten sparen, die man dann auch für moderne verträgliche Medikamente hätte und dabei insgesamt noch viel günstiger wegkommen würde als mit den Depots.
Depots machen im Grunde nur bei der Erstbehandlung oder Zweitbehandlung kurz Sinn, danach sollte man eh spätestens auf Tabletten wechseln.

Ich finde das alles nur eine Zumutung und es zeigt das man es mit uns Schizophrenen ja machen kann, da der öffentliche Aufschrei ja fehlt und man uns für unzurechnungsfähig erklären kann, wenn man sich beschwert über diese Zustände.
 
Das gilt auch für andere Krankheiten. Hatte mal auf ZDFinfo eine Sendung gesehen in der es darum ging, dass die Medikamentenpreise exorbitant steigen, gerade durch die ganzen Gentherapien, Antikörper usw... Das wird eine Kostenlawine die nurdurch Regulierung noch in den Griff zu bekommen sein wird.
Die Meinung zu Depots teile ich auch.

ZUm Thema Reagila:) Der Umstieg auf Cariprazin sollte mit Kreuztitration über einige Wochen erfolgen. KI oder der Arzt kann da gerne beraten. Alles Gute
 
Ich versuche jetzt den verloren gegangenen Verlauf ungefähr zu rekonstruieren:

Ich war heute beim Psychiater und wir haben besprochen, dass ich Cariprazin auf 3 mg und später auf 4,5 mg. Ich fühle mich unsicher, ob nicht 3 mg ausreichen sollten. Außerdem wird das Amisulprid auf 100 mg reduziert und schließlich ganz weggelassen.

Jemand hat darauf geantwortet, dass mein Psychiater nicht zu schnell auf 4,5 mg erhöhen sollte, da man erst nach 5 bis 6 Wochen sieht, ob eine Dosis ausreicht.
 
Jemand hat darauf geantwortet, dass mein Psychiater nicht zu schnell auf 4,5 mg erhöhen sollte, da man erst nach 5 bis 6 Wochen sieht, ob eine Dosis ausreicht.
Der steady state wird bei dem Wirkstoff Cariprazin mit/wegen seiner langen Halbwertszeit besonders des zweiten Metaboliten in Folge, dem Didesmethylcariprazin, in der Tat erst nach zwei Wochen plus erreicht, auch bei einer Dosissteigerung. Deshalb kann man hier kaum "nach Gefühl fahren", sondern muss abwarten.
 
Meine Antwort ist ja weg wegen der techn. Störung, aber es dauert in der Tat mehrere Woche bis sich Dosisänderungen richtig bemerkbar machen wegen der langen Halbwertszeit. Siehe dazu auch Abschnitt 4.2 in den Reagila Fachinformationen:
Reagila Fachinformation Link
Da kann man ruhig 5-6 Wochen 1,5 mg einnehmen bevor man auf 3mg steigert. 4,5mg ist vlt. schon zuviel, man muss sich gut beobachten :)
 
Ich nehme jetzt seit Sonntagmorgen 3mg Cariprazin. Ich habe seit Montag leichte Kopfschmerzen und fühle mich unruhig. Ob das vom Cariprazin kommt?
Auf jeden Fall habe ich am Freitag einen länger gebuchten Termin bei meinem Psychiater. Da werde ich mit ihm besprechen, dass ich wieder auf 1,5mg gehe oder zumindest weiter bei 3mg bleibe.
 
Mein Arzt hat mir gesagt, dass die Wirkung des Cariprazins frühestens nach 3 Monaten eintritt. Bei mir wurden es 9. Vorher nur Nebenwirkungen (Schlaflosigkeit), aber das Warten hatte sich gelohnt.
 
Was hat sich durch den Wechsel jetzt ergeben? Verträgst du das Medikament und wie fühlt es sich an?
 
Es gab nach 9 Monaten diese Verbesserung, einen kleinen Sprung, dann aber 1 Jahr keine weitere. Daher habe ich es dann abgesetzt, damit ich nicht mehr die Schlaflosigkeit als Nebenwirkung habe. Die Verbesserung hat aber angehalten.
 
Ich war heute morgen beim Psychiater. Er ist damit einverstanden, dass ich erstmal bei 3mg Cariprazin bleibe, außerdem soll ich das Amisulprid ganz absetzen.
Heute Nacht konnte ich nicht gut einschlafen, allerdings war ich auch sehr aufgeregt gestern Abend. Ich hoffe also, dass dies keine dauerhafte Nebenwirkung ist.
Ich warte jetzt erstmal ein paar Wochen ab, wie sich die Wirkung entwickelt.
 
Ich musste sowohl Zopiclon als auch Quetiapin zum Schlafen nehmen unter Cariprazin. Eines alleine hätte nicht ausgereicht.
 
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