Die Psychatrie und der Psychiater halten es für zu schwach bei starkem Stimmenhören. Somit habe ich es nie bekommen oder testen können. Die mögliche Akathisie schreckt mich auch ab. Ansonsten ist es sicher kein schlechtes Medikament.
Das ist aber wirklich etwas absurd. Du lässt dich von Vorurteilen abschrecken.
Diese Nebenwirkungen treten bei einem geringen Prozentsatz auf und viele andere Wirkstoffe machen auch Akathisie:
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Du kannst ja dein aktuelles Medikament von der Akathisieneigung auch mal mit Aripiprazol vergleichen, ob da so ein großer Unterschied da ist.
Häufig wird Aripiprazol mit über 10 mg auch einfach zu hoch dosiert eingenommen, da es von der Wirkstärke unterschätzt wird, die meist schon bei 5 mg antipsychotisch wirksam ist und bei 10 mg das Plateau, also die 95% Maximalwirkung da ist. Mehr als 15 mg bringen also nur selten Wirkvorteile.
Akathisie kann ein Zeichen von Überdosierung sein, da diese bei den normalen Antagonisten bei D2-Blockaden über 80 % auftritt. Therapeutisch ist man normal in Bereichen von 60–80 % Rezeptorbelegung. Da Aripiprazol Partialagonist ist, kann man da teils in Bereiche von 85 %–95 % kommen, ohne in einen toxischen Bereich wie bei Antagonisten vorzudringen.
Angesichts dessen sind diese neuen Partialagonisten, insbesondere Aripiprazol auch akut teils deutlich verlässlicher wirksam, wo atypische Antagonisten häufig Resistenzen bilden und atypische Wirksamkeit auch so im Akutfall Wirkschwächen zu klassischen hochpotenten Antipsychotika hat.
Aripiprazol dringt da also in deutliche Rezeptorblockaden vor, ohne vergleichbare Nebenwirkungen und Risiken zu haben.
Ein bemängelter Nachteil ist meist auch die überzogene Erwartung an die Therapie, da Partialagonismus leichte Restsymptome bedeuten kann, da dies eher etwas extrovertierter macht und geistig weniger einengt und einschüchtert, wie es reine Antagonisten tun.
@MattzeB
Ohne dich selbst von der Wirkweise zu überzeugen, wirst du immer den Vorurteilen hinterherlaufen, die überwiegend vom Marketing der Pharmaindustrie gestreut sind, und kleinste Nachteile bei unsachlicher Anwendung dann propagandistisch als quasi extreme Akathisie darstellen.
Hier nur
| Wirkstoff | Herzrisiko | Akathisie__ | TD_Spät_ | Hyperto |
|---|
| Clozapin | +++ | 0 | 0 | +++ |
| Olanzapin | +(+) | + | + | +++ |
| Quetiapin | ++ | 0/+ | 0/+ | +(+) |
| Risperidon | ++++ | ++ | +++ | +++ |
| Paliperidon | ++++ | ++ | +++ | +++ |
| Amisulprid | +++ | +(+) | ++(+) | ++ |
| Haloperidol | ++ | ++++ | ++++ | + |
| Flupentixol | ++ | ++++ | ++++ | ++ |
| Ziprasidon | + | ++ | ++ | 0/+ |
| Aripiprazol | 0 | +++ | +(+) | 0/+ |
| Brexpiprazol | 0 | ++ | +(+) | 0/+ |
| Cariprazin | 0 | +++(+) | +(+) | 0/+ |
| Lurasidon | 0 | ++ | ++ | 0/+ |
Hier nur eine Auswahl weniger Nebenwirkungen mit Akathisie.
Brexpiprazol (Partialagonist) wäre, was Akathisie angeht, wirklich vorteilhaft.
Lurasdion (Antagonist) wäre für jene Betroffene, die auf Partialagonisten kaum klarkommen, interessant, da dies milder als die üblichen Antagonisten ist.