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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Stimmen inklusive Gedankenmanipulation

Bakso

New member
İch, männlich, 32 Jahre alt, hörte etwa zwei Monate lang zwei Stimmen die sich als Bekannte ausgaben (männlich & weiblich). Die Stimmen kritisierten mein Verhalten, Aussehen und meine Gedanken. Sie wollten mich davon abhalten Produktiv zu sein, zu lernen, ins Fitnessstudio zu gehen usw. das Aufräumen befürworteten sie jedoch. Sie unterhielten sich nie untereinander, sondern wirkten stets nur auf mich ein. İnteressant fand ich, dass sie mir vorwarfen ich würde ihre Gedanken manipulieren. Gleichzeitig waren sie in der Lage meine Gedanken zu manipulieren indem sie meine Gedanken umformulierten. Aus Fragen wurden Schimpfwörter oder Verneinungen geformt. Zudem waren sie in der Lage mich zu verstummen, sodass ich daran gehindert wurde meinen bereits gefassten Gedanken auszuführen. Das gleiche konnte ich jedoch auch auf sie anwenden. Es fühlte sich dabei so an wie eine Energie die in mich hineinströmte. Zudem verhielten sie sich zwischendurch sehr "lebendig" indem Sie bei Wörtern die letzte Silbe betonten und sich in verschiedenen Zeitformen ausdrückten um mich zu verwirren. Desweiteren sprachen sie Themen an, die definitiv nicht durch mich auf sie projeziert wurden bspw. das jemand den ich flüchtig kenne etwas mit der Frau eines nahen Verwandten gehabt hätte usw. sie behaupteten ich würde die beiden Sprachen die ich neben dem deutschen spreche nicht richtig beherrschen (stimmt vielleicht teilweise) und konnten Wörter übersetzen von denen ich die Bedeutung nicht kannte.
Komisch waren allerdings teilweise bizarre Aussagen zu alltäglichen Dingen. Zudem schienen sie über Wochen hinweg nur zwei bis vier Stunden abwesend zu sein. Was mir geholfen hat ist zu lernen und zu lesen. Seitdem ist seit drei Tagen Ruhe. Es ist langsam abgeklungen, denn nach mehrstündigen lernen und lesen waren die Stimmen für mich kaum noch wahrnehmbar.
Mich würde interessieren ob jemand ähnliches erlebt hat, bezüglich Gedankenmanipulation.
 
Hallo und herzlich willkommen im Forum,

Ich bin weiblich und fast 58 😉, und kenne Gedankenmanipulation durch Stimmen auch.
Ich hatte viele Jahre eine religiöse Psychose und dachte Gott rede mit mir.
Wie ich dann aber mit Hilfe dieses Forums erkannte, waren es Stimmen, die sich für Gott/ Jesus ausgaben und ständig meine Gedanken bewerteten...
Das machst du gut...toll machst du das...mach das so... etc
Sie waren aber auch zt aggressiv, zt sehr laut und einfach nur sehr nervig.
Komischerweise fand ich die "freundliche" Manipulation am schlimmsten, so als könnte ich die kleinsten Entscheidungen nicht selber treffen.

Seit einiger Zeit sind sie bei mir auch so gut wie weg.
Interessant finde ich, dass sie bei dir durch lesen und lernen verschwanden...
Bei mir auch durch Konzentration auf etwas anderes.
Ich nehme sie mittlerweile kaum noch wahr.

Ich wünsche dir, dass sie weg bleiben!
Gute Besserung!🍀
 
Ich fühle mich gelangweilt seit meine Stimmen zum größten Teil weg sind.
Habe sehr, sehr lange Stimmen gehört. Sie haben mich umformiert zu einem besseren Menschen, meine Entscheidungen für mich getroffen, die immer besser waren als meine und meine Gedankenwelt ins positive gewandelt.
 
@Bakso
Vielen herzlichen Dank für deine Offenheit! Bei mir sind es zwar keine Stimmen, aber auch ohne kenne ich das Gefühl, wenn man sich wie eine Marionette herumführen lässt oder affektiv zum Getriebenen wird, wo man auch in der Psychose nur noch selbstlos funktionieren soll.

Ich glaube auch an eine Wechselwirkung mit unserer Umwelt, also dass wir alle vielleicht ein tieferes Unterbewusstsein teilen und Stimmenhörer womöglich massiv damit konfrontiert sind, ohne dass die Gedanken die eigenen sein müssen.
Vielleicht sind die Stimmen von Betroffenen dann doch reale Ansprüche, die andere an einen stellen, einen beunruhigen und in den Wahnsinn treiben können.
Ich bin ein Sci‑Fi-Fan, also glaube ich auch, dass Sci‑Fi wissenschaftlich häufig die Zukunft und Probleme der aktuellen Zeit greifbarer macht.
Warum sollte es keine Telepathie geben, die wir Menschen emotional oder gar mit Stimmen unterbewusst beeinflussen? Warum sollten Stimmen nur ein Problem oder Schutz von uns Kranken sein und kein grundlegendes Phänomen, welches man vielleicht unter Parawissenschaften führt, da wir als gesunde und kranke Menschen uns der Tragweite kaum bewusst sind.

Auch ohne klare Beweise dafür oder dagegen zu haben, kann ich mich entscheiden, etwas zu glauben, was sich hinterher als Irrtum herausstellt, wie man eine Religion als eine tiefere Gewissheit annimmt, ohne permanent alles zu hinterfragen. Bilden sich ja viele ihren eigenen Glauben, was auch gut ist, anstatt sich mit vorgefertigten Lügen abfinden zu müssen, was sich heute eher als Wissenschaft denn als Religion bezeichnet.

Warum also noch zum Gottesdienst gehen, wenn man die Götter in Weiß ja in jeder Arztpraxis finden kann und die Propheten heute etwas unschüchterner als Professoren doch zeigen, wo es langgeht?

Okay, mir geht es auch so, aber ich will nur sagen, dass, wenn Professoren schon oftmals keine Ahnung haben und sich das in seltenen Fällen eingestehen, Ärzte da lediglich in einer anderen Liga spielen und dann kommen wir Idioten, die dann auch noch alles besser wissen wollen und natürlich unter guter Gesellschaft sind.

Vielleicht fühlen wir Betroffene uns deswegen beobachtet, weil wir tatsächlich von allen Seiten gemustert werden und in unserer Zerrissenheit es allen recht machen wollen, aber die Widersprüche und Extreme einfach unüberwindbar erscheinen, sodass sich erst die Welt zu unseren Gunsten anpassen müsste, damit wir keinen Rückfall bekommen?
Wieviel Heilungschancen bestehen also, wenn wir allen Schönheitsnormen oder Minimalansprüchen genügen müssen, in dieser Leistungsgesellschaft dumm immer das Maximale für ein kurzes Schulterklopfen leisten und dann auch noch den intellektuellen Ansprüchen genügen müssen, um in diesem Leben weiterzukommen? Um für andere genau da zu stehen, wo wir sein sollen oder dürfen wir noch wollen, wenn das den Interessen der statisch tolerierten zuwiderläuft, oder gar den Spieß umdreht.
Damit sich andere an den Vorzügen unseres Wahnsinns auch noch erfreuen dürfen?

Ich bin etwas abgedriftet. Angenommen, andere setzen uns wegen unserer mentalen und gesundheitlichen Schwäche Läuse in den Kopf, sind wir dann noch schuldig, geschweige denn schuldfähig? Letztlich scheint es manchmal so, dass man sich ein positives Beispiel an unserem Scheitern nimmt, da manche Teile der Gesellschaft manchmal auch einen Narren und Fingerzeig brauchen, um damit die eigenen Hände zu reinigen und Einsicht zu entwickeln, die man manchmal so sehr auf uns projeziert.

Ich möchte sagen, dass es auch andersherum sein könnte, wenn die Therapien und das gesellschaftliche Umfeld vielleicht etwas mehr auf Augenhöhe stattfinden, vielleicht ein minimales Aufblicken zu Erkrankten da ist ohne es zugeben zu müssen?

Schaut euch mal an das selbst die Sprache uns berücksichtigt hat:
"Der ist doch verrückt!" = Schau dich das an, der leistet unglaubliches.
"Du spinnst doch" = gibt sogar Betroffene, die in der Klinik stricken.
"Der arbeitet wie ein Verrückter" => warum eigentlich so positiv?
"Der ist nimmer ganz sauber" = streckenweise kann das schon mal vorkommen, bei manchen oder bei stress
"Vollpfosten" = gut scheint ein Künstername zu sein.

Ich wollte nur etwas zeigen, dass wir vielleicht auch selbst entscheiden, wie man über uns denkt. Die Medikamente auch unseren Blickwinkel beeinflussen und wir manchmal womöglich mehr den Ton angeben, als wir uns vorstellen können, nur glücklicherweise wir für unsere Versäumnisse auch noch auf jemanden zeigen dürfen, damit die Kacke etwas weniger dampft.

Ich werde zwar kein Dichter mehr, aber ich habe mich mal daran versucht.
 
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