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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

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Sertralin von 100 auf Null / Depressionen

Katzemaus

Well-known member
Vor ziemlich genau 2 Jahren habe ich mein Sertralin von jetzt auf gleich auf null gesetzt (was nicht empfehlenswert ist). Das war zeitgleich zum Ausbruch meiner ersten Psychose. In der Vergangenheit hatte ich das schon mal gemacht und hatte danach heftigste Depressionen. Dann habe ich es wieder genommen und alles war gut. Entsprechend habe ich dann nach Abklingen der Psychose in der Klinik wieder um Sertralin gebeten, da ich Depressionen hatte (und noch habe). Es hat jedoch nicht mehr gewirkt, auch kein anderes Antidepressivum.
Kann es sein, dass die Depressionen noch ein Entzugssympton des vor zwei Jahren abgesetzten Sertralins sind, das später zu einer postpsychotischen Depression wurde? Ist da ein Zusammenhang denkbar?
 
Ich bin völliger Laie, aber ich habe es so verstanden, daß eine postpsychotische Depression in direktem Zusammenhang mit der Psychose steht.

Ich war auch 2 lange Jahre damit "beschäftigt".

Machst du irgendwelche anderen Therapieformen?
Ich frage, weil ich in der schweren Depression kognitive Verhaltenstherapie, wöchentliche Termine bei der Psychiaterin, und Ergotherapie hatte.
Letzten Endes hat mir das alles nicht viel gebracht, weil ich so massiv lahmgelegt war.

ABER es waren wöchentliche Termine, ich war unter Menschen, und hatte ein Gefühl des Aufgehobenseins in der Gruppe und durch die Fachleute.

Es hatte also schon einen positiven Effekt.
 
Ich beginne derzeit auch mit Verhaltenstherapie. Mit 50mg Amisulprid bin ich nicht mehr so schlimm depressiv, davor wäre Therapie nicht möglich gewesen. Ich erwarte keine Wunder, hoffe aber dass ich dadurch meine Krankheit besser akzeptieren kann.
 
Das wünsche ich dir sehr.
Ich glaube man kann durch Akzeptanz ganz viel gewinnen, nicht "nur" im Kontext der Erkrankung, sondern auch für das Lebensgefühl im Allgemeinen.
 
Ich habe in der Ergotherapie quasi 2 Jahre lang Karten gespielt in einer kleinen Gruppe🥴Anfangs war sogar das kognitiv sehr schwer zu bewältigen.
Aber das Miteiander von - ich sag mal auch sehr herausgeforderten Menschen- so wenig ich auch aktiv teilnehmen konnte, war schon ein kleiner, aber wichtiger Anker.
Ich habe es bestimmt schonmal geschrieben, aber mein Liebling im Nachhinein betrachtet ist: die Ansprüche an sich völlig herunterfahren und sich somit die Ruhe geben, die man braucht.
Das würde ich auch wieder so machen, sollte es mich wieder erwischen.
 
Kann es sein, dass die Depressionen noch ein Entzugssympton des vor zwei Jahren abgesetzten Sertralins sind, das später zu einer postpsychotischen Depression wurde? Ist da ein Zusammenhang denkbar?

Glaube ich nicht, außerdem kann man sich mit AD viel mehr "spielen" als wie mit NL.

Magst Du uns einmal von Deiner Lebensgeschichte etwas mehr erzählen ? Was passierte zwischen Deinem Studiumsabschluss mit ca. 25 und Deinem ersten Schub mit 49 ?
 
Glaube ich nicht, außerdem kann man sich mit AD viel mehr "spielen" als wie mit NL.

Magst Du uns einmal von Deiner Lebensgeschichte etwas mehr erzählen ? Was passierte zwischen Deinem Studiumsabschluss mit ca. 25 und Deinem ersten Schub mit 49 ?
Nach dem Studium (Filmwissenschaft, Germanistik, Philosophie) war ich eine zeitlang Redakteurin beim Fernsehen und habe mich danach als Dialog-Autorin und Schauspiellehrerin selbständig gemacht. In dieser Zeit habe ich Schauspieler am Set gecoacht und war an der Produktion vieler Demovideo-Szenen (visuelle Bewerbungsmappe für Schauspieler) als Autorin und Coach beteiligt. Seit 2009 gebe ich mit einem Kollegen praxisorientierte Seminare in Film- und Fernsehschauspiel. Die Demoband-Produktionen haben nach Corona einen Einbruch gehabt durch das E-Casting. Deswegen liegt der Fokus derzeit vor allem auf den Seminaren. Seit der Psychose 2023 mit 51 habe ich Schwierigkeiten mich für meinen Job zu begeistern. Ich hatte nie Hobbies außer meiner Arbeit. Und mich interessiert auch nichts mehr. In so einem State of mind bin ich noch nie gewesen. Ich kann nichts machen als warten bis diese Negativsymptomatik aufhört. Aber wieviel Jahre mögen das sein? Ich kann mir auch nicht die Zeit mit Cannabisrauchen vertreiben, das ist ja jetzt verboten. Das Leben ist latent trostlos. Die 50mg Amisulprid helfen mir allerdings aus dem Gröbsten raus.
Bei mir kam einiges zusammen, bis die Psychose ausbrach: Stress bei der Arbeit, eine schmerzhafte und stressige Trennung und im Zuge dessen immer mehr Cannabis. Letzteres war vermutlich der Startschuss.
 
Da fühl ich mit dir, die Wahrnehmung ist echt fundamental verändert in einer Depression.
 
@Katzemaus, dass Dein hochinteressanter Job darnieder liegt ist klar, aber das kommt wieder ! Hier in Österreich erhält man als Psychotiker Begleitmenschen. D.h. die müssen nichts können, aber sie gestalten einen oder zwei Nachmittage mit Dir. Mir hat da immer regelmäßiges Spazierengehen viel geholfen. Soziale Tätigkeiten können viel bewerkstelligen !

Wie finanzierst Du Dich, ich hoffe Du erhältst Unterstüzung ?

Wer sagt eigentlich bei Dir, dass Deine Psychose drogeninduziert ist ? Eine Trennung mit zusätzlichen Stress reicht bei vulnerablen Menschen aus eine Psychose hervorzubringen ?

Screenshot 2023-03-16 115450.jpg
 
Das stimmt, es könnte auch durch die Trennung ausgelöst worden sein. Einen Begleitmenschen hätte ich auch gerne.
Ich werde von meinem Mann unterstützt. Was langfristig kein schöner Zustand ist. Etwas Geld kommt noch durch die Seminare rein. Hier hilft mir mein Kollege, dass ich die wieder halten kann. Er nimmt mir einiges ab.
 
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Erkundige Dich einmal bei Sozialämtern und sofort ... was man bei Euch in Deutschland als Psychotiker für Unterstützungen bekommt. Da gibt es sicher einiges zu holen ? Ist auch eine gute Aufgabe für Dich ein bißchen tätig zu werden !
 
Ich starte dann ab morgen mal die Spaziergeh-Offensive.
Mir wurde immer gesagt, ich solle Dinge trotz magelnder Impulse/Antriebslosigkeit tun, es würde sich positiv auswirken, weil die dabei gewonnenen Eindrücke das Hirn belebten.Also laienhaft formuliert🥴
Ich stimm Gelöschtes Mitglied 2533 und dir voll zu, Spaziergänge sind eine super Idee❤️

Bevor bei mir ein AD helfen konnte, hatte ich das auch immer öfter gemacht, und es hatte nach einiger Zeit nen spürbaren Effekt.
Spürbar! Das braucht man doch, oder?
 
Mir wurde immer gesagt, ich solle Dinge trotz magelnder Impulse/Antriebslosigkeit tun, es würde sich positiv auswirken, weil die dabei gewonnenen Eindrücke das Hirn belebten.Also laienhaft formuliert🥴
Ich stimm Gelöschtes Mitglied 2533 und dir voll zu, Spaziergänge sind eine super Idee❤️

Bevor bei mir ein AD helfen konnte, hatte ich das auch immer öfter gemacht, und es hatte nach einiger Zeit nen spürbaren Effekt.
Spürbar! Das braucht man doch, oder?
👍! Danke für die Ermunterung.
 
Was ich als Betroffener als Rat geben kann, jedoch noch in keinem Fachbuch gelesen habe ist, dass stabile Beziehungen zu Menschen eine nicht unwesentliche Rolle einnehmen hin zu einem besseren Verlauf der Erkrankung

Mit stabil meine ich, dass man mit dem Gegenüber auf einer Wellenlänge ist, egal was da kommen mag

Hoch emotionsgeladene Kritik, sowie Feindseeligkeit soll mit der Rede von "Stabil" ausgeschlossen werden können

Viel zu oft wird in Bezug auf soziale Kontakte eher von einer "Vermeidungsstrategie" gesprochen, dass sich jedoch auch eine gewisse Resilienz daraus entwickeln kann - kommt so gut wie nicht vor

Medikamente Können wirken oder auch nicht, auch die Dosierung ist individuell eine Andere

Wenn man dem Körper Stoffe zuführt, dann fährt dieser je nach Dauer und Höhe der zugeführten "Substanz" mit der Zeit die eigene Produktion herunter

Es gibt Endpunkte für Dosierungen, jedoch sollte man erst herausfinden, auf welcher "Stufe der Betroffene" eigentlich steht und deshalb in kleinen Schritten hochfahren

Jeder Mensch besitzt eben eine andere Grundeinstellung

Wenn man die Zufuhr bei einer niedrigen Dosierung absetzt wird man pauschal dennoch bei einem abrupten Absetzen weniger Symptome zeigen

Das "System" kann mit steigender Höhe und abruptem Absetzen durch diesen naturgegebenen Mechanismus einfach gestört werden und durcheinander kommen

Ein Spaziergang durch z.B. den Wald kann einem gut tun, wenn man jedoch keine stabile soziale Beziehungen hat, KANN die "Fantasie" wieder einen größeren Raum einnehmen
 
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Klar ist eine Beziehung goldwert für Psychotiker, aber das kann man nicht erzwigen, ich war sehr viele Jahre Single !
 
Was ich als Betroffener als Rat geben kann, jedoch noch in keinem Fachbuch gelesen habe ist, dass stabile Beziehungen zu Menschen eine nicht unwesentliche Rolle einnehmen hin zu einem besseren Verlauf der Erkrankung

Mit stabil meine ich, dass man mit dem Gegenüber auf einer Wellenlänge ist, egal was da kommen mag

Hoch emotionsgeladene Kritik, sowie Feindseeligkeit soll mit der Rede von "Stabil" ausgeschlossen werden können

Medikamente Können wirken oder auch nicht, auch die Dosierung ist individuell eine Andere

Wenn man dem Körper Stoffe zuführt, dann fährt dieser je nach Dauer und Höhe der zugeführten "Substanz" mit der Zeit die eigene Produktion herunter

Es gibt Endpunkte für Dosierungen, jedoch sollte man erst herausfinden, auf welcher "Stufe der Betroffene" eigentlich steht und deshalb eher in kleinen Schritten hochfahren

Jeder Mensch besitzt eben eine andere Grundeinstellung

Wenn man die Zufuhr bei einer niedrigen Dosierung absetzt wird man pauschal dennoch bei einem abrupten Absetzen weniger Symptome zeigen

Das "System" kann mit steigender Höhe und abruptem Absetzen durch diesen naturgegebenen Mechanismus einfach gestört werden und durcheinander kommen
Klar ist eine Beziehung goldwert für Psychotiker, aber das kann man nicht erzwigen, ich war sehr viele Jahre Single !
Es kann sich dabei auch um Freunde handeln, auf die man sich verlassen kann

Bei dem heutigem Konsumverhalten mag das wohl leider oft missverstanden bzw. auch ein wenig untergegangen zu sein

Es wird mehr zu einem Relikt, sich mit Menschen austauschen zu können, was ich bereits schmerzlich erfahren musste

Die Natur kennt scheinbar keinerlei Erbarmen, auch bei Menschen, denen man noch zuhören kann
 
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