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SERIE 30 (1) : Pflanzliche Wirkstoffe und Heilpflanzen bei Psychosen und Schizophrenie. Nr. 1 - ASHWAGANDA

M

Mitglied 1247

Guest
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SERIE 30 (1): Pflanzliche Wirkstoffe und Heilpflanzen bei Psychosen und Schizophrenie:
Nr. 1 - ASHWAGANDA


1. ALLGEMEIN
Ashwaganda (dt. Schlafbeere, Winterkirsche oder indischer Ginseng) ist eine der bedeutsamsten Heilpflanzen des Ayurveda. Sie wird traditionell als Beruhigungsmittel und bei stressbedingten Schlafstörungen eingesetzt, aber auch als „Adaptogen“ verwendet, d.h. als Mittel zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und körperlichen Widerstandskraft gegen Stress und Krankheiten. Stress kann eine Auslöser für Psychosen sein. Labordaten weisen darauf hin, dass bioaktive Bestandteile von Ashwaganda (z. B. Withanolid-Glykoside) eine starke antioxidative, entzündungshemmende und gedächtnisverstärkende Aktivität im Gehirn haben, die (oxidativen) Stress mindern. Diese Eigenschaften machen WSE zu einem besonders attraktiven Kandidaten für Personen mit Schizophrenie, deren Symptome, insbesondere negative, allgemeine (Ängste und Depressionen) und stressbedingte Symptome und kognitive Beeinträchtigungen sind und ungenügend auf Standard-Antipsychotika ansprechen.

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2. PFLANZE
Die Schlafbeere ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimetern erreicht. Die Frucht im aufgeblasenen Kelch ist eine rundliche Beere, diese ist glänzend, scharlachrot mit einem Durchmesser von 5 bis 10 mm. Verwendet werden die Wurzeln und Blätter der Pflanze. Sie gedeiht an Wegrändern, in Gebüschen und in Unkrautfluren.

3. REGION
Ashwaganda (Latein: Withania somnifera) kommt in fast ganz Afrika, in Spanien, Griechenland, auf der Arabischen Halbinsel, in Vorder- und Südasien sowie China
.
4. WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Schizophreniepatienten könnten von Ashwagandha profitieren, wie u.a. eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 64 Schizophreniepatienten an der Universität in Pittsburgh ergab. (2018) (Quelle)

Die Patienten nahmen 12 Wochen lang täglich 1000 mg Ashwagandha-Extrakt oder ein Placebo. In der Ashwagandha-Gruppe sanken die Entzündungsmarker, während sie in der Placebogruppe stiegen. Bedeutsam war die Verbesserung der Schizophreniesymptome und des Stresslevels der Patienten, was beides in der Placebogruppe nicht beobachtet werden konnte. Verbesserungen bei der WSE-Behandlung bei PANSS-negativen, allgemeinen (Angst und Depressionen), Gesamt- und Stresssymptomen wurden erstmals nach 4 Wochen festgestellt und hielten während des 12-wöchigen Studienzeitraums an.

Zudem mussste bei 30% der mit Placebo behandelten Probanden entweder die Dosierung des Antipsychotikums erhöht werden oder es wurde ein zweites Antipsychotikum hinzugefügt. Im Vergleich dazu wurde nur bei 5% WSE-behandelten Patienten die Dosis des antipsychotischen Medikaments erhöht.

WSE hat in separaten klinischen Studien Vorteile bei Angstzuständen, Stress und Depressionen gezeigt und die Verbesserungen bei Stress und PANSS-Allgemeinsymptomen. (Quelle)

Es gibt weitere positive Studien zu Ashwaganda, Psychosen und Schizophrenie

5. WIRKUNGSWEISE
Auf molekular Ebene wird Stress zu oxidativem Stress. Es gibt seit langem die These, dass Personen mit Schizophrenie eine schwache antioxidative Abwehr aufweisen. Diese immun-entzündlichen Veränderungen wirken sich auf die dopaminerge, glutamaterge und cholinerge Neurotransmission aus, die wiederum mit den bei Schizophrenie festgestellten positiven, negativen und kognitiven Symptomen verbunden sind. Zusammenfassend hat WSE starke entzündungshemmende, immunmodulierende und antioxidative Eigenschaften und vor allem NMDA-potenzierende und GABAerge Aktivität.

6. ANTIPSYCHOTISCHE WIRKUNG
Ein standardisierter Extrakt von Withania somnifera bietet signifikante Vorteile für negative, allgemeine, Gesamt- und Stresssymptome bei Patienten mit Schizophrenie, die eine Verschlechterung der Symptome erfahren (psychotischer Schub).

Die schlaffördernde Wirkung ist darauf zurückzuführen, dass die Pflanze beruhigend und stresslösend wirkt. Das Gute ist: Ashwagandha macht tagsüber nicht müde und auch nicht abhängig wie andere Schlafmittel.

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7. EFEKTSTÄRKE
AP erreichen im Durchschnitt eine Verbesserung von 7 Punkten (ca. 7%) in der PANSS-Skala nach 6 Wochen in der Gesamtbewertung meist bei positiven Symptomen (Wahn und Halluzinationen). Ashwaganda erreicht nach 12 Wochen 10 Punkte (ca. 10 %) in der Gesamtbewertung. Die Stärken liegen bei negativen und allgemeinen Symptomen, aber auch kognitive und positive Symptome werden positiv beeinflusst.

Ergebnisse: Mittlere Effektstärken die Ashwagandha gegenüber Placebo begünstigen, wurden für Depression bzw. Angst-Depression beobachtet.


8. ALLGEMEINE WIRKUNG
  • Angstlösend
  • Anti-Stress-Wirkung
  • Schlaffördernd
  • Immunmodulierend
  • Antioxidativ
  • Entzündungshemmend
  • Positive Wirkung auf den Hormonhaushalt, Potenz
  • das Herz-Lungen-System und
  • das Zentrale Nervensystem

9. NEBENWIRKUNGEN

Nebenwirkungen sind selten, mild und vorübergehend. Z.b. weicher Stuhl, Bauchdrücken können gelegendlich vorkommen.

10. ANWENDUNG ALLGEMEIN
Im Ayurveda wird Ashwagandha seit etlichen tausend Jahren bei zahlreichen Leiden eingesetzt, etwa bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Gelenkschmerzen, Fruchtbarkeitsproblemen und Impotenz, aber auch zur Verbesserung der Hirnleistung und zur Stimmungsaufhellung.

11. DOSIS
Empfohlen sind 3-6 g täglich von reinem Ashwaganda als Wurzel. In der Studie wurde ein Wirkstoff-Extrakt genommen. Hier liegt die Dosis bei 1000 mg.

250 mg WSE zweimal täglich für eine tägliche Gesamtdosis von 500 mg/Tag für die erste Woche, die in Woche 2 auf 500 mg zweimal täglich (1.000 mg/Tag) erhöht wurde. Diese Dosis wurde 11 Wochen beibehalten.

Der für diese Studie verwendete BIO WSE-Extrakt (Sensoril) gewährleistet eine Mindestkonzentration der kritischen bioaktiven Withanolid-Glykoside. Der Hersteller gewährleistet die Chargenzuverlässigkeit kritischer bioaktiver Bestandteile von Withanoliden sowie das Fehlen von Verunreinigungen, Toxinen, Mikroben und toxischen Schwermetallen, Faktoren, die für die klinischen Ergebnisse mit kräuter-botanischen Produkten entscheidend sind

12. PRODUKTE UND EINKAUF
Beim Einkauf ist darauf zu achten entweder die Pflanze (Wurzel) zu kaufen oder den Extrakt und dem entsprechend die Dosis zu wählen. (s.o.) Bio-Qualität z.B. aus der Apotheke oder online hat natürlich Vorteile. In der Studie wurde "Sensoril" verwendet. Der Preis ist von 5 - 20€.


13. FAZITAshwaganda-materia-prima.jpg
Ein standardisierter Extrakt aus Withania somnifera bei Patienten mit Schizophrenie, bietet signifikante Vorteile bei negativen, allgemeinen (Angst, Depressionen und
Stress) und Gesamtsymptomen sowie kognitiven
Beeinträchtigungen. Ashwagandha ein sicheres Mittel mit nur wenigen oder gar keinen Nebenwirkungen.

14. HINWEIS ZUR ANWENDUNG
1. Pflanzliche Medikamente entfalten ihre volle Wirkung erst nach einiger Zeit. Eine erste Wirkung ist nach 2 -4 Wochen spürbar.
2. Eine Psychose dauert ca. 1-3 Monate. Die Anwendung von pflanzlichen Medikamenten sollte auf diesen Zeitraum begrenzt bleiben, bzw. nur für Phasen geschehen, wo es die Symptome erforderlich machen. Pflanzliche Medikamnete können auch als Sicherheit und Unterstützung beim Ausschleichen von AP genutzt werden. Bei der Vorbeugung und Behandlung von Nebenwirkungen von AP kann die Einnahme Kurweise für eine Zeit geschehen. Eine Dauereinnahme ist besser in der Apotheke zu erfragen, oder mit einem Arzt oder Heilpraktika abzusprechen.
3. Pflanzliche Medikamente wirken nur auf der körperlichen Ebene, können daher die seelischen Ursachen nicht beheben, nur die Symptome lindern. Psychosen sind Ausdruck eines seelischen Ungleichgewichts und ein Signal der Psyche und können nur auf dieser Ebene geheilt werden. (s. Artikel 5 Ebenen der Heilung).


Dies ist eine SERIE von 30 antipsychotischen Heilpflanzen.

Da 80 weltweit genutze Heilpflanzen zur Auswahl stehen, und ich nicht weiß welche hier im Forum von Interesse sind, gibt es eine Umfrage: "Mit welchen Symptomen habt ihr gerade Schwierigkeiten?". Wer sich für Heilpflanzen interessiert, kann dort auch seine Symptome angeben. Das würde mir die Auswahl erleichtern. Wäre ja schön auf 100 Teilnehmer zu kommen, das wäre schon fast eine repräsentative Umfrage. Vielen Dank fürs Mitmachen !


Weitere Artikel zum Thema:

"Antipsychotische Heilfpflanzen im Vergleich zu Antipsychotika." (Basiswissen Teil 1-5)

Was sind antipsychotische Heilpflanzen? (Teil 1): Antipsychotische Phytochemikalien weltweit in der Anwendung

Was machen Antipsychotika in Gehirn? (Teil 2): Wirkung und Nebenwirkungen von Antipsychotika

Wie gut helfen Antipsychotika wirklich? (Teil 3): Messmethoden und Effektstärke von Antipsychotika

Wie wirken Heilpflanzen? (Teil 4): Zur Wirkungsweise von Phytochemikalien und Heilpflanzen

Wie findet man für sie die richtigen antipsychotischen Heilpflanzen? (Teil 5)
 
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Vielen dank für deinen Beitrag. Zu Ashwaganda hab ich schon lange sehr viel positives gelesen und hört und tatsächlich selber schon eingenommen (wegen Kinderwunsch).
Du schreibst eine Psychose dauert maximal 3 Monate. Aber meinst du damit die positiv Symptome? Man hört ja auch oft, dass Menschen Jahre lang Stimmen hören oder anderes…
Nimmst du das Ashwaganda nicht durchgängig?
 
TS
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Mitglied 1247

Guest
Vielen dank für deinen Beitrag. Zu Ashwaganda hab ich schon lange sehr viel positives gelesen und hört und tatsächlich selber schon eingenommen (wegen Kinderwunsch).
Du schreibst eine Psychose dauert maximal 3 Monate. Aber meinst du damit die positiv Symptome? Man hört ja auch oft, dass Menschen Jahre lang Stimmen hören oder anderes…
Nimmst du das Ashwaganda nicht durchgängig?

Psychosen sind episodischer Natur. Es ist die Akutphase oder ein Schub gemeint, wo insbesondere die positiven Symptome, wie Halluzinationen und Wahnvorstelliungen, ein normales Leben sehr schwer machen. Nach diese Phase können einzelne Symptome wie Stimmenhören weiter bestehen, da hast Du recht.

Ich habe z.B. auch ein permanentes Stimmenhören, wenn ich hinhöre, aber ich habe mich daran gewöhnt und es ist nicht mehr störend.

Ich nehme gar nichts, außer Viatmine für den Tagesbedarf und einmal im Monat eine Hochdosis davon. Da fühle ich mich stärker und abgeschirmter. Ich habe gerade auch Ginkgo, Astragallus und Koranischen Ginseng, auch L-Carnosin. Aber nicht für psychotsiche Symptome sondern fürs Gehirn, da ist die Dosis zu gering und ich nehme es auch sehr selten , weil es mir derzeit gut geht.

Ashwaganda brauche ich nicht, da ich nicht unter meinen negativ Symptomen leide. Es kann ja immer alles besser sein, aber MIttel brauche ich nicht dafür. Für eine Akutphase, lege ich mir aber nun etwas zu, was bei positiven Symptomen eine Hilfe sein kann. Vielleicht auch für Unruhe und Schlafstörungen. Da könnte A. wieder eine Wahl sein.
 
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Du scheinst echt ne riesen Faszination in die Richtung Heilpflanzen zu haben. Hast du mal überlegt da ein Geschäft zu öffnen oder so?
 
TS
M

Mitglied 1247

Guest
Ashwaganda schmeckt halt unheimlich scheiße..

Und es kann Schilddrüsenprobleme machen.

ich hab auch bemerkt dass mehrere, nicht alle pflanzliche Mittel gegen die Antipsychotika wirken.
Ich teste auch immer ob es eine Wechselwirkung gibt: https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/wechselwirkungscheck/

Ich bin verwundert. Kaust Du auf der Ashwaganda-Wurzel zum Frühstück? (kleiner Scherz) Es sind doch in der Regel Kapseln mit dem Wirkstoffextrakt die man schluckt und nicht zerkauen muss.

Zu den mögichen Nebenwirkungen muss es auf dem Beipackzettel stehen, wenn es so etwas geben sollte. Und da auch die Wahrscheinlichkeit dazu, die wohl sehr gering ist. Sobald ein pflanzliIches Produkt zu attraktiv wird, setzt die Pharmaindustrie Trolle ein, die Gerüchte streuen oder konstruiert solche Fälle. Wer sogar Selbsthifegruppen unterwandert und zum Werbekanal macht.... (siehe "Das Pharmakatell - Wie wir als Patienten betrogen werden"). Also hier ist also auch Vorsicht geboten.

Beliebt ist zum Beispiel, das irgend etwas "Leberschäden" verursacht. Kava Kava musste z.B. damit vom Markt genommen werden. Es gab ein paar Fälle, es wird vermutet, das es dabei unreine Zusatzstoffe gab. Aber AP machen reihenweise Leberschäden. Wir leben in einer verrückten Welt.

Ich kann nur empfehlen wer noch Psychopharmaka nimmt, hier an erster Stelle sich gründlich zu informieren, welche Risiken es gibt. Denn diese sind 100 fach gefährlicher als alle pflanzlichen Mittel zusammen.

90% der AP sind stark krebseregend. Eine gute Freundin, 45, hat 7 Jahre mit Brustkrebs gekämpft und ist letztes Jahr verstorben. 15 Jahre AP. Erspart Euch so ein Leiden.

AP lassen das Gehirn schrupfen, mit kognitiven Folgen. Über 50% bekommen eine Zweiterkrankung , wie Diabetes, 1/3 sogar noch eine zweite oder mehr Folgeerkrankungen. Fast alle AP führen zu Übergewicht, und damit zu Herz-Kreislauferkrankungen. DIe Sterberate ist 2-3 höher als bei Gesunden. Und die Lebenszeit ist 10-25 Jahre verkürzt. Gründe: Krebs, Herz-Kreislauf, .. AP habe daran einen gewichtigen Anteil.

Pflanzliche MIttel, wenn sie überhaupt Nebenwirkungen haben, dann sind sie ein Witz dagegen. Besser erst mit dem Schlimmsten, den Psychopharmaka, anfangen sie zu reduzieren und komplett ausschleichen und alle gesünderen Mittel als Hilfe nehmen.

Ich sehe gute Chancen, das der eine oder andere, einen Schub mit pflanzlichen Mitteln gut überstehen und auf AP verzichten kann. Nätürlich ist von einer Dauereinahme auch abzuraten. Wenn es Wechselwirkungen gibt, ist es gut es zu wissen. Da hast Du sicher recht. Aber auch hier würde ich es selbst testen, wenn ich sonst von einem pflanzlichen MIttel überzeugt bin. CBD und Johanniskraut z.B. Denn auch hier werden bewusst Falschinformationen gestreut. Jegliche Konkurenz wird im Keim erstickt. 14.000 Klinikärzte unter Bestechungsverdacht. Das sagt doch schon alles...

Ich erlebe es gerade selbst wieder, wenn ich die Studien durchforste. Nächste Heilpflanze ist "Ginkgo", die auch Verbesserungen insbesondere bei Positivsymptomen bringt. Ein Domäne von AP. Es gibt dazu 8 Studien dazu mit 1000 Patienten. Nun gibt es von der Pharmaindustrie finanzierte Meta-Studien, die diese Ergebnisse aufgreifen und neu bewerten, das sieht man leicht, wenn die Autoren unter Interessenkonflikte ihre Arbeit bei der Pharma angeben. Und so sehen dann auch die Ergebnisse aus. Da werden aus Verbesserungen bei Positivsymptomen plötzlich "nur Verbesserungen bei Negativsymptomen" den ursprünglichen 8 Studien unterstellt. Prof. Goetzsche sagt, "Die Studien der Pharma sind so manipuliert, das sie nur noch als Werbung für AP dienen können."

Ich habe seit 16 Jahre regelmäßig Schübe und nehme nichts dafür. Auch keine pflanzlichen Mittel, nur mal zum Schlafen, eine Zeit lang.

Zitat Studie:
"SZ-Patienten, die über längere Zeit keine Antipsychotika einnehmen, haben bessere interne Ressourcen, die mit größerer Belastbarkeit einhergehen. Sie haben bessere Prognosefaktoren, bessere prämorbide Entwicklungsleistungen, weniger Anfälligkeit für Angst, bessere neurokognitive Fähigkeiten, weniger Anfälligkeit für Psychosen und erleben mehr Phasen der Genesung. "

https://pubmed-ncbi-nlm-nih-gov.translate.goog/28651219/


So auch meine persönliche Erfahrung und Empfehlung. :)

Nebenwirkungen von Antipsychotika.:
https://schizophrenie-forum.com/psy...g-und-nebenwirkungen-von-antipsychotika.1689/
 
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Mitglied 1247

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Du scheinst echt ne riesen Faszination in die Richtung Heilpflanzen zu haben. Hast du mal überlegt da ein Geschäft zu öffnen oder so?

Ich sehe bei pflanzlichen Mitten gute und realistische Chancen, großes Leiden von AP zu mindern. Ich habe zudem Freude an der "Forschung". Das war eine zeitlang mein Beruf (Umweltforschung) und Gesundheitsthemen sind seit ein paar Jahren schon mein Hobby. Mein Vater hat Parkinson, usw.

Heilpflanzen sind mir sympatisch und haben ein gutes Potential und eine gewisse Komplexität die es zu entschlüsseln gilt. Aber ich freue mich aber auch , wenn ich die materielle Ebene verlassen kann und zu anderen Themen, übergehen kann, Schizophrenie und Psychoanalyse oder Spriritualität z.B. Mal schauen ob ich dazu noch komme.

Geld verdiene ich noch beim Putzen, was mich gut erdet und dem Geist auch etwas Reinheit und Klarheit bringt. Der nächste Schritt ist der soziale Bereich.

Suchst Du vielleicht eine sinnvolle Arbeit? Weil Du ans Geldverdienen denkst?
 
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ich habe mir damals Ashwaganda-Pulver gekauft, deswegen weiß ich wie es schmeckt.

Und auf der Packung steht eben drauf dass es Schilddrüsen machen kann. Aber es stimmt schon dass pflanzliche Mittel bewusst bekämpft werden.

Es gibt da diese Maria Treben, eine Naturheilkundlerin, welche ihr Leben lang bekämpft wurde, weil sie die Wirkung von Pflanzen pries.
 
TS
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Mitglied 1247

Guest
ich habe mir damals Ashwaganda-Pulver gekauft, deswegen weiß ich wie es schmeckt.
In jedem Fall eine interessante Erahrung. Was genau hast du denn genommen, wieviel und wie lange? Und hast Du eine Wirkung für Dich feststellen können? Magst Du mal genauer berichten? Wie Medikamente, wirken ja auch Heilpflanzen auf jeden anders. Eine gute Intuition ist da sicher hilfreich.
 
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ich habs leider nicht genommen, da ich damals viele Gewürze und so gegessen hab (im Geschmack schlecht)
und dann konnt ich nicht noch Ashwaganda auch noch nehmen. Das wäre mir zu viel gewesen. Und mittlerweile lehne ich vieles ab was nicht gut schmeckt.
 
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ich habe mal gelesen von irgendwelchen Urwaldbewohnern die mehrere Pflanzen mischen (z. T. auch kochen) und wo diese Pflanzen dann neue Stoffe bilden die in den vorherigen Pflanzen nicht drinnen waren (sogenannte Alchemie).

Und was ich gehört habe sind die heutigen Medikamente oft genau diese Nachbauten von den alchemischen Mitteln .
 
TS
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Mitglied 1247

Guest
ich habe mal gelesen von irgendwelchen Urwaldbewohnern die mehrere Pflanzen mischen (z. T. auch kochen) und wo diese Pflanzen dann neue Stoffe bilden die in den vorherigen Pflanzen nicht drinnen waren (sogenannte Alchemie).

Und was ich gehört habe sind die heutigen Medikamente oft genau diese Nachbauten von den alchemischen Mitteln .

In China bei der TCM ist das Sud-Abkochen auch eine Technik. Es gibt für Schizophrenie verschiedene Sud-Mittel zum Teil mit 15 Zutaten. Der Wendan-Sud z.B. ist bekannt.

Ein pflanzliches Mittel, wird in der chemischen Formel kopiert und dann auf chemischem Weg hergestellt. Das ist wohl ein aufwendiger Prozeß und gelingt nicht bei jeder Pflanze.
 
TS
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Mitglied 1247

Guest
Und mittlerweile lehne ich vieles ab was nicht gut schmeckt.
Finde ich gut das so zu testen. Da kommt man vom Kopf ins Gefühl. Auch eine "bittere" Medizin kann ja "schmecken" und man kann gut fühlen ob es passt oder nicht. Ich zerkaue mindestes einmal alle NEM die ich zu mir nehme als Test. Da hatte ich Alfa-Liponsäure probiert, die war so scharf und säurehaltig , das mir klar wurde, das ich sie nie so nehmen kann. Das würde meinen Magen verätzen. Jetzt mache ich sie ins Essen, das ist der Wirkstoffe dann verdünnt.
 
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Mitglied 1247

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Ashwaganda schmeckt halt unheimlich scheiße..

Und es kann Schilddrüsenprobleme machen.
Also, ich habe noch mal nach geschaut

Ashwaganda nimmt man für gewöhlich in Kapseln. Das es so pur nicht schmeckt, kann ich mir gut vorstellen. Es ist halt günstiger, wenn man nur das Pulver kauft. Nach Deinem Test, sollte man also lieber davon absehen.

Wie im Artikel geschrieben, muss man auch unterscheiden die Wurzel (in Pulverform) oder den Inhaltsstoff kauft. In der Studie wurden 1000mg vom Extrakt WSE also , die bioaktiven Withanolid-Glykoside verwendet.

Zu den Nebenwirkungen:

Ashwaganda ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Medikament und damit schon mal als so gut wie frei von Nebenwirkungen eingestuft. Wenn man zu viel davon nimmt, also mehr als 1500mg, dann kann einem schlecht werden. Auch das ist verständlich, also wenn man von irgend etwas zu viel nimmt, das einem davon dann schlecht werden kann.

Zu Schilddrüsen:

Ashwaghanda wird bei Hshimoto empfohlen , eine Autoimmunkrankeit und führt zur Besserung von Schilddrüsenunterfunktion.

Zitat:
"Wie wirkt Ashwagandha auf die Schilddrüse?
Ashwagandha hat in Studien eine aktivierende Wirkung bei einer Schilddrüsenunterfunktion gezeigt, so dass sich die Schilddrüsenhormone T3 und T4 erhöhten und der erhöhte TSH Spiegel gesenkt werden konnte.

Auch eine allgemeine Verbesserung der Schilddrüsenfunktion konnte nachgewiesen werden. Bei Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto), die Ashwagandha-Extrakt einnahmen, verbesserte sich der T4-Spiegel, während zeitgleiche der TSH-Spiegel sank. Insgesamt also eine gesundheitlich vorteilhafte Entwicklung.
In der Vergleichsgruppe mit Placeboeinnahme verschlechterten sich sämtliche genannten Werte zeitgleich."

Da hast Du vielleicht etwas verwechselt?

Also, die Nebenwirkungen sind nun wirklich überschaubar, sonst wäre es kein Nahrungsergänzungsmittel. Sondern ein Medikament.
 
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Ist die Wirkung von Astragalus belegt?

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein einzelnes Mittel wie Astragalus einen so großen gesundheitlichen Nutzen bietet. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass Nachweise die zahlreichen angeblichen Vorteile bestätigen.

Nachweise aus Studien am Menschen, die belegen, dass Astragalus die angegebenen gesundheitlichen Vorteile hat, sind begrenzt. Die meisten oder alle dieser Studien sind klein (weniger als 150 Teilnehmer) und von schlechter Qualität. Diese Studien deuten darauf hin, dass Astragalus, häufig in Kombination mit einer Standardbehandlung, unter anderem die folgenden Vorteile haben könnte:

Verbesserung der Herzfunktion bei Patienten mit Herzinsuffizienz, die auch mit einer Standardtherapie behandelt werden (obwohl einige Nachweise diesen Nutzen nicht bestätigen)

Kontrolle der Blutzuckerwerte bei Menschen mit Diabetes

Verringerung der Anzeichen von Nierenschäden bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung

Vorbeugung von Infektionen bei Menschen mit chronischer Hepatitis B

Verringerung von Erschöpfungserscheinungen bei Sportlern und Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben

Injizierbare Formen von Astragalus lindern möglicherweise Symptome und verbessern die Lebensqualität von Krebspatienten. Es gibt jedoch keine Nachweise dafür, dass die oralen Verabreichungsformen der Wurzel dieselben Vorteile bieten.

Es sind größere, gut konzipierte und längere Studien erforderlich, um den Nutzen von Astragalus zu bestätigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafbeere
Ashwaganda
Verwendet werden die Wurzeln und Blätter der Pflanze. Die Früchte hingegen werden wegen ihrer Giftigkeit nicht verwendet.[5] Aufgrund ihrer vielseitigen Wirkung und der sehr guten Verträglichkeit gehört die Pflanze zu den am häufigsten genutzten Arzneimitteln in der ayurvedischen Medizin und kann in ihrer Bedeutung mit der des Ginsengs für die chinesische Medizin verglichen werden. Sie wird unter anderem bei Altersgebrechen, Impotenz, bei Entzündungen, als Tonikum und bei Schlaflosigkeit eingesetzt.

https://www.apotheken.de/alternativmedizin/heilpflanzen/8041-ginseng
Koranischen Ginseng
Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Genesungsphase.
Volksmedizin: bei kalten Gliedmaßen, Appetitlosigkeit, Kachexie, Angstzuständen, Impotenz und Unfruchtbarkeit und dadurch ausgelöster Depression, Neuralgie und Neurasthenie, Hypotonie und Schlaflosigkeit.
Chinesische Medizin: bei Bluthusten, Durst, Magenstörungen und Erbrechen.
Homöopathie: bei Rheuma und Schwächezuständen.
Sonstige Verwendung: Haushalt: in Konfitüren und Pralinen enthalten.
Kosmetik: Zusatz in Haut- und Haarpflegemitteln.
 
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Mitglied 1247

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@Mutzi

Danke für Deinen Beitrag. MIt Astragallus habe ich ich mich noch nicht beschäftigt, obwohl ich es als NEM habe. Welchen Nutzen es bei Psychosen und Schizophrenie hat, kann ich daher auch noch nicht sagen.

Panax Ginseng kommt als nächstes dran.

Es ist schon erstaunlich, welche Wirkung eine einzelne Pflanze hat. So etwas lernt man leider nicht in der Schule, von daher ist es erstmal schwer zu glauben.

Im Anhang ist ein Lexikon mit 3000 Seiten zu Krankheiten und ihrer alternative Behandlung mit unterschiedlichen Wirksubstanzen. Da findest Du auch Astragallus, mit 50 Seiten. Vielleicht kann der Text Deine Frage beantworten.
 

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Was los @Johann Hölzel. Hast ja ganze 5 Tage gebraucht um bei nen Beitrag on Patrick was Negatives zu hinterlassen. So langsam warst du noch nie glaube ich. Bist du am Schwächeln?
 
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