Ich habe mich dazu entschieden erstmal nicht auf die Depot Spritze umzustellen. Stattdessen werde ich mein Risperidon komplett Abends einnehmen. Ich hoffe das ich dadurch tagsüber nicht mehr so abgeschlagen bin.
Depot ist im Grunde reine Geldmacherei, ansonsten hat das Depot vom Blutdruck eher sogar Nachteile. Ist eher für Betroffene am Anfang ihrer Erkrankung nützlich um das erste Absetzen etwas hinauszuzögern.
Hast du schonmal Cariprazin oder Aripiprazol ausprobiert statt Risperidon?
Wie fühlt sich das Abgeschlagene bei dir an?
Cariprazin hat bei den Negativsymptomen leichte Vorteile.
Aripiprazol wirkt schnell, stark und zuverlässig, weshalb das vermutlich sich für dich aktuell am Besten eignent. Kognitionen werden damit besser. Körperlich ist man damit sehr belastbar, bei etwas geringerer Motivation tendenzen zur inneren Unruhe was man mit zusätzlich Bupropion gut ausgleichen kann.
Risperidon schränkt Kongnitiv ein und kann bei körperlicher Anstrengung zu extremen Leistungsabfall führen. Motivation ist etwas besser, weil es präfrontal COMT blockiert.
@snickers
Umgerechnet auf die 8mg Risperidon müssten bei dir 15mg Aripiprazol etwa die gleiche D2 Belegung von ca. 80-90% haben, was relativ viel ist.
Ziel ist bei Antipsychotika ja sowenig wie möglich, soviel wie nötig.
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Wenn du Aripiprazol 15mg hast und Bupropion (150-300 mg) ergänzen möchtest, dann müsste das Aripiprazol um den Faktor 1,5 bis 2 reduziert werden, da Bupropion den Blutspiegel von Aripiprazol etwas anhebt. Zieldosis wäre dann nach der zugabe von Bupropion (NDRI Antidepressivum), das Aripiprazol auf 10 oder 7,5mg zu reduzieren.
Anders als im Link, bräuchtest du erstmal eine stabile kontinuierliche Einnahme des Antipsychotikums, wobei Bupropion langfristig helfen kann, dass man das Antipsychotikum vorübergehend weglassen.
Aripiprazol eignet sich besonders, da es keine so hohe Halbwertszeit wie Cariprazin hat und von daher sich auch für so eine Intervalleinnahme später eignen kann. Für dich ist Aripiprazol optimal, da es an die D2 Rezeptorblockaden vom Risperidon locker herankommt ohne das du Aripiprazol überdosieren musst. Cariprazin siehst du bei den Rohdaten wäre da schon am Maximum von der Dosis.
Bupropion ist wichtig um die Nachteile wie leichte Motivationsschwäche und Restunruhe die Aripiprazol vermittelt auszugleichen.
Trotzdem ist Aripiprazol auch als Monotherapie gut verträglich, also das sind Welten von der verträglichkeit zum Risperidon.
Würde ich dir empfehlen
@snickers
einfach mal Risperidon 8mg auf Aripiprazol 15mg umstellen zu lassen, was im Stratium exakt die gleiche D2 Blockade macht.
Bupropion 150mg (Startdosis) wäre später zum Aripiprazol wichig wobei dann Aripiprazol bei dir auf 10mg reduziert werden sollte. Falls möglich kann man das Aripiprazol später weiter reduzieren, da Bupropion diese bei dir bestehende Supersensibilität auch rückgängig machen kann.
Beim Aripiprazol ist das Risiko einer Überdosis auch gering, da der Partialagonismus schützt. Dosisbereich ist 5-30mg. 15mg wäre die Mitte was normal eine Akutdosis ist. Erhaltungsdosierungen liegen bei 2-7,5mg.
Beim Risperidon bist du mit 8mg bereits beim oberen Maximum, nur das Risperidon keine solche Schutzfunktion wie Aripirpazol hat und bei solchen Dosierungen dann das Risiko für Supersensibilität zunimmt, also das wenn du aktuell 8mg Risperidon hast, diese Dosis weiter ansteigt und das auch zu problematischen Spätfolgen führen kann.
Umstellung auf Aripiprazol wäre also sehr nützlich.
Bupropion steigert den Aripiprazolspiegel im Blut, deswegen 1,5 Fach weniger = statt 15mg dann 10mg Aripiprazol.
Teils wird von der halben Dosis Aripiprazol als Faustformel gesprochen, was aber nur Teilweise mit dem Blutspiegelanstiegen erklärbar ist. Bevor du Bupropion nimmst, solltest du TDM (Therapeutisches Drug Monitoring) übers Blut machen, wo man dann vorher und Nachher vom Aripiprazol den Spiegel im Blut bestimmt und dann wenn Bupropion eingeschlichen wird, dann das exakt sieht.