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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Risperidon oder Depot Spritze

snickers

Member
Hey alle zusammen,
ich hab da mal eine Frage zu euren Erfahrungen. Ich bekomme derzeit 8mg Risperidon was schon eine ordentliche Menge ist
Deswegen überlege ich zur Depot Spritze zu wechseln, da ich der Meinung bin das mich dass Risperidon echt lahm legt hinzu kommt der Aspekt der Gewichtszunahme.
Habt ihr Erfahrungen mit der Depot Spritze xeplion die sollte es wenn werden. Seid ihr damit auch so lahm und fertig wie unter dem Gabe von Risperidon.
 
Ich vertrage die Depotspritze ganz gut, bekomme nur etwas viel. Ich würde nicht über 75mg gehen, ab da ist sie einschränkend.
 
Seid ihr damit auch so lahm und fertig wie unter dem Gabe von Risperidon.
Schau dir mal das an, dann hast du vielleicht die Antwort:
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Paliperidon#Ereignisse_2014_in_Japan

Du kannst dir natürlich einreden, dass du schon die niedrigste Dosierung bekommen wirst nebst (als gering zu bewertenden) Vorteilen gegenüber dem Risperidon, aber das fällt wohlnunter die Rubrik "gute Neujahrsvorsätze" (oder: "der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert"). Beim Depot hast du in der Praxis keinen Einfluss mehr auf die Dosierung.
 
Mein Psychiater wollte mir auch schon zweimal die Depotspritze verschreiben, weil die weniger Nebenwirkungen haben soll als das „reguläre“ Risperidon. Auf solche Lügen falle ich aber leider nicht hinein, und habe dagegen argumentiert. Darauf folgte nur: Ich schaue mir mal die S3-Leitlinien an. In den S3-Leitlinien steht halt aber, dass Depot oder Tablette egal ist, wirkt beides gleich. Wie @eselhinterkarotte schon schrieb, kann man bei der Spritze halt keine Dosierung mehr beeinflussen, und wird meiner Meinung nach sozusagen zum „Medikamenten-Zombie“.
 
Ich habe mich dazu entschieden erstmal nicht auf die Depot Spritze umzustellen. Stattdessen werde ich mein Risperidon komplett Abends einnehmen. Ich hoffe das ich dadurch tagsüber nicht mehr so abgeschlagen bin.
 
Das kann viel verändern, wenn man kleine Änderungen vornimmt.
Ich nehme auch Risperdal, morgens die kleine Dosis 2mg und abends die große Dosis 3mg.
Vorher war das umgekehrt.
Mein Quetiapin morgens habe ich auf 50mg reduziert.
Bin seitdem auch viel wacher.

Viel Glück!
 
Ich habe mich dazu entschieden erstmal nicht auf die Depot Spritze umzustellen. Stattdessen werde ich mein Risperidon komplett Abends einnehmen. Ich hoffe das ich dadurch tagsüber nicht mehr so abgeschlagen bin.
Depot ist im Grunde reine Geldmacherei, ansonsten hat das Depot vom Blutdruck eher sogar Nachteile. Ist eher für Betroffene am Anfang ihrer Erkrankung nützlich um das erste Absetzen etwas hinauszuzögern.

Hast du schonmal Cariprazin oder Aripiprazol ausprobiert statt Risperidon?

Wie fühlt sich das Abgeschlagene bei dir an?

Cariprazin hat bei den Negativsymptomen leichte Vorteile.

Aripiprazol wirkt schnell, stark und zuverlässig, weshalb das vermutlich sich für dich aktuell am Besten eignent. Kognitionen werden damit besser. Körperlich ist man damit sehr belastbar, bei etwas geringerer Motivation tendenzen zur inneren Unruhe was man mit zusätzlich Bupropion gut ausgleichen kann.

Risperidon schränkt Kongnitiv ein und kann bei körperlicher Anstrengung zu extremen Leistungsabfall führen. Motivation ist etwas besser, weil es präfrontal COMT blockiert.

@snickers
Umgerechnet auf die 8mg Risperidon müssten bei dir 15mg Aripiprazol etwa die gleiche D2 Belegung von ca. 80-90% haben, was relativ viel ist.
Ziel ist bei Antipsychotika ja sowenig wie möglich, soviel wie nötig.

https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Wenn du Aripiprazol 15mg hast und Bupropion (150-300 mg) ergänzen möchtest, dann müsste das Aripiprazol um den Faktor 1,5 bis 2 reduziert werden, da Bupropion den Blutspiegel von Aripiprazol etwas anhebt. Zieldosis wäre dann nach der zugabe von Bupropion (NDRI Antidepressivum), das Aripiprazol auf 10 oder 7,5mg zu reduzieren.
Anders als im Link, bräuchtest du erstmal eine stabile kontinuierliche Einnahme des Antipsychotikums, wobei Bupropion langfristig helfen kann, dass man das Antipsychotikum vorübergehend weglassen.

Aripiprazol eignet sich besonders, da es keine so hohe Halbwertszeit wie Cariprazin hat und von daher sich auch für so eine Intervalleinnahme später eignen kann. Für dich ist Aripiprazol optimal, da es an die D2 Rezeptorblockaden vom Risperidon locker herankommt ohne das du Aripiprazol überdosieren musst. Cariprazin siehst du bei den Rohdaten wäre da schon am Maximum von der Dosis.

Bupropion ist wichtig um die Nachteile wie leichte Motivationsschwäche und Restunruhe die Aripiprazol vermittelt auszugleichen.
Trotzdem ist Aripiprazol auch als Monotherapie gut verträglich, also das sind Welten von der verträglichkeit zum Risperidon.

Würde ich dir empfehlen @snickers
einfach mal Risperidon 8mg auf Aripiprazol 15mg umstellen zu lassen, was im Stratium exakt die gleiche D2 Blockade macht.

Bupropion 150mg (Startdosis) wäre später zum Aripiprazol wichig wobei dann Aripiprazol bei dir auf 10mg reduziert werden sollte. Falls möglich kann man das Aripiprazol später weiter reduzieren, da Bupropion diese bei dir bestehende Supersensibilität auch rückgängig machen kann.
Beim Aripiprazol ist das Risiko einer Überdosis auch gering, da der Partialagonismus schützt. Dosisbereich ist 5-30mg. 15mg wäre die Mitte was normal eine Akutdosis ist. Erhaltungsdosierungen liegen bei 2-7,5mg.

Beim Risperidon bist du mit 8mg bereits beim oberen Maximum, nur das Risperidon keine solche Schutzfunktion wie Aripirpazol hat und bei solchen Dosierungen dann das Risiko für Supersensibilität zunimmt, also das wenn du aktuell 8mg Risperidon hast, diese Dosis weiter ansteigt und das auch zu problematischen Spätfolgen führen kann.

Umstellung auf Aripiprazol wäre also sehr nützlich.
Bupropion steigert den Aripiprazolspiegel im Blut, deswegen 1,5 Fach weniger = statt 15mg dann 10mg Aripiprazol.
Teils wird von der halben Dosis Aripiprazol als Faustformel gesprochen, was aber nur Teilweise mit dem Blutspiegelanstiegen erklärbar ist. Bevor du Bupropion nimmst, solltest du TDM (Therapeutisches Drug Monitoring) übers Blut machen, wo man dann vorher und Nachher vom Aripiprazol den Spiegel im Blut bestimmt und dann wenn Bupropion eingeschlichen wird, dann das exakt sieht.
 
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