Hallo,
ich habe vor einem Monat von Abilify auf Risperidon gewechselt. Vor 2-3 Wochen habe ich die Dosis schrittweise auf 1mg erhöht.
Ich merke keine Verbesserung. Bin draußen immer noch paranoid. Kann nicht klar denken. Bin sehr davon überzeugt das andere wissen was ich denke.
Ich weiß nicht ob ich Risperidon erhöhen soll.
Ich hatte Risperidon zu Beginn der Erkrankung 2011 und es war keine so tolle Erfahrung. Geistig hat es sehr eingeschränkt, darunter und fand später Aripiprazol viel angenehmer. Damit hatte ich teils auch Restsymptome, da ich teils auch häufig abgesetzt habe, aber ich konnte zumindest über die Diagnose und alles sprechen.
Die Wahrnehmung, dass andere wissen, was du denkst, solltest du als Telepathie oder so für dich einschätzen, da es solche Dinge schon irgendwie gibt, ohne dass man dem auf den Grund gehen kann. Es ist wie wenn selbst näheste Angehörige manchmal etwas, was in deinen Gedanken herumschwebt oder dich vorher beschäftigt hat, kommentieren, obwohl sie andere Themen ansprechen. Das ist bei Psychose normal, da solltest du das eher locker nehmen, wie NSA und so Sachen auch.
Man sieht etwas von sich in der Realität gespiegelt und sieht sich persönlich angesprochen, obwohl jeder andere auch gemeint sein kann. Du kannst da im Forum gern darüber schreiben und alles, um das für dich besser einordnen zu können. Wenn die Dinge als normal wahrgenommen werden, dann macht es weniger Wahn und Ängste.
Zumindest passiert das vielen Betroffenen: Die einen hören Stimmen im Kopf, die anderen haben das mehr auf emotionaler Ebene und mehr Wahn.
Vielleicht hat jeder Mensch Stimmen im Kopf, ohne es zu wissen. Ein Teil der Betroffenen kann diese hören. Manche Betroffene hören keine Stimmen, sind aber emotional wie getrieben, da muss man aufpassen. Medikamente sind absolut wichtig, weil man sonst immer unruhiger werden würde.
Ich bekam Abilify vor 10 Jahren und habe mich nie gut/stabil gefühlt. Selbst mit 10mg nicht. Meine damalige Ärztin wollte auf 15mg. Soviel wollte ich nicht nehmen. Ich konnte meine Impulse nicht kontrollieren. Ich brauche Risperidon weil es Dopamin stärker blockiert als Abilify.
Impulskontrolle ist gerade beim ständigen Absetzen des Aripiprazol ein Risiko, ich kenne das von mir selbst.
Wichtig ist, ein NRI-Antidepressivum zu ergänzen, da Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung hilft, diese Impulskontrolle wieder zu stabilisieren. Ich hatte zu Beginn Duloxetin, ein SNRI, später Bupropion, ein NDRI, was ideal wäre.
Bupropion besteht aus NRI und DRI, also macht es Noradrenalin- und Dopaminwiederaufnahmehemmung.
@Deniz
Vielleicht hast du die Möglichkeit, auf 10 mg Aripiprazol zurückzuwechseln?
Kurzbroschüre:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Du solltest es ähnlich wie in der Broschüre einnehmen, nur Aripiprazol erst einmal durchgehend ohne Unterbrechungen.
Bupropion dann einfach in kleinster Dosis ergänzen und schauen, ob du mit 10 mg Aripiprazol + 150 mg Bupropion besser klarkommst. Eventuell, wie deine Psychiaterin sagt, es vorübergehend mit 15 mg Aripiprazol probieren.
Bupropion kann Schlafstörungen machen, aber auch den Blutspiegel des Aripiprazol's um 50% (ca. 1,5-fach) steigern. Angesichts dessen würde ich das Aripiprazol erst mal bei 10 mg beibehalten. Mit Bupropion solltest du diese Impulskontrollprobleme wegbekommen.
Damit solltest du dich eher stabilisieren und hast später bessere Möglichkeiten.