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Quetiapin Absetzsymptome

Miau1993

Member
Hallo ihr Lieben!

Ich nehme jetzt seit fast 10 Jahren Quetiapin und ich bin es leid. Mittlerweile habe ich neben Übergewicht auch einen Prädiabetes.

Ich habe schon oft versucht Quetiapin auszuschleichen. Allerdings waren die Absetzsymptome in Sachen Destabilisierung, Dünnhäutigkeit, Stressempfindlichkeit jedes Mal so stark dass ich es wieder eingenommen habe.

Andere Psychopharmaka habe ich nicht sonderlich gut vertragen. Zeldox ist das Letzte, dass ich noch versuchen kann.

Aber macht es überhaupt Sinn ein Anti-psychotikum durch ein anderes zu ersetzen? Sollte ich lieber weiterhin versuchen Quetiapin auszuschleichen? Ist der Entzug leichter wenn man vorher von Retard auf Filmtabletten umstellt? Welche Tipps habt ihr sonst noch beim Ausschleichen?
 
Zuerst einmal mit dem Arzt abklären, ob Du überhaupt Absetzen kannst oder ob Du lebenslang NL schlucken musst ?!

Screenshot 2025-07-10 213004.jpg
 
Das sagt nichts aus, dass Du nur einen Schub hattest, aber es liegt im Bereich des Möglichen, dass Du von den NL los kommst. Doch das will gut geplant sein und bei einem Misserfolg musst Du unbedingt auf Frühwarnzeichen achten, nicht dass Du einen vollen 2. Schub kassierst ! Zu Obigen habe ich keine Links, weil das nicht meine Linie ist !
 
Hallo Miau1993,

Ziprasidon (Zeldox) gehört zu den atypischen Antipsychotika mit der geringsten Gewichtszunahme – das zeigt sich auch in der Nebenwirkungstabelle hier im Forum (wird aktuell überarbeitet).
Nebenwirkungen_Antipsychotika_Neu_2 (1) - Kopie.png
Auch andere Wirkstoffe sind dort aufgeführt – z. B. Aripiprazol, Olanzapin, Amisulprid. Nur für Brexpiprazol und Lurasidon erfolgt in Deutschland derzeit keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Mich würde interessieren:
  • Welche Wirkstoffe hast du bisher ausprobiert?
  • In Monotherapie oder kombiniert?
  • Wie lange jeweils – und warum bist du wieder davon weggegangen?
Manchmal liegt es gar nicht am Wirkstoff selbst, sondern an problematischen Kombinationen oder Überlappungen bei der Umstellung. Viele Medikamente brauchen Wochen, bis sie vollständig aus dem Körper sind – und bis sich die Rezeptoren wieder normalisieren. In dieser Übergangsphase können additive Nebenwirkungen auftreten, die den neuen Wirkstoff schlechter erscheinen lassen, obwohl er einzeln gut verträglich wäre.


Mein persönlicher Eindruck zur Umstellung:

Ich bin eher für einen klaren, schnellen Übergang – also ohne zwei Wirkstoffe gleichzeitig. Du könntest Quetiapin zunächst auf eine Minimaldosis reduzieren (z. B. 50–100 mg) und dann direkt auf Ziprasidon wechseln. Das vermeidet Überlappung und macht es leichter, die Wirkung des neuen Medikaments einzuschätzen.



Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon erklärt:
Ich habe die verfügbaren Erfahrungsberichte und Fachinformationen zur Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon (Zeldox) durchgesehen. Hier ist eine strukturierte Zusammenfassung, damit wir das gemeinsam durchdenken:

🔄 Erfahrungswerte zur Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon

  • Viele berichten, dass Ziprasidon deutlich weniger Gewichtszunahme verursacht als Quetiapin
  • Die Umstellung wird oft als kognitiv entlastend erlebt – weniger Sedierung, mehr Klarheit
  • Einige Nutzer:innen empfinden Ziprasidon als aktivierender, was zu Schlafproblemen oder innerer Unruhe führen kann
  • Die Umstellung gelingt meist besser bei schrittweiser Reduktion von Quetiapin, bevor Ziprasidon eingeführt wird

⚠️ Kritische Punkte bei der Umstellung

  • Ziprasidon muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden (mind. 500 kcal), sonst ist die Wirkung deutlich reduziert
  • Es kann zu Akathisie (Sitzunruhe) kommen – besonders in den ersten Tagen oder Wochen
  • Benommenheit, Schlaflosigkeit, Unruhe sind typische Übergangssymptome, die oft nachlassen, wenn sich der Körper anpasst
  • Es gibt keine bekannten MAO-ähnlichen Wechselwirkungen zwischen Quetiapin und Ziprasidon – also keine Wartezeit wie bei MAO-Hemmern nötig

✅ Empfohlene Vorgehensweise für eine schnelle, aber sichere Umstellung

  1. Quetiapin auf Minimaldosis reduzieren – z. B. auf 50–100 mg, je nach Ausgangsdosis und Verträglichkeit
  2. Ziprasidon direkt einführen, z. B. mit 20–40 mg zweimal täglich (immer mit Mahlzeit!)
  3. Quetiapin zügig ausschleichen, sobald Ziprasidon stabil wirkt – meist innerhalb von 5–10 Tagen
  4. Begleitend beobachten: Schlafqualität, Unruhe, Stimmung, Konzentration
  5. Optional: Vitamin B6 (600–1200 mg/Tag für 5–7 Tage) bei Akathisie – laut Studien sehr wirksam

Mithilfe von KI erstellt
 
Zuletzt bearbeitet:
Maggi, du bist ein Schatz! Wieso wird einem nichts erklärt diesbezüglich? Es wird einfach ein Medikament angesetzt und die Einnahmezeiten dazu geschrieben. Nebenwirkungen sollte ich mir nicht anschauen, weil man sich beeinflussen lässt. Ich nehme frühs Sertralin und abends Quetiapin und habe noch nie etwas reduziert, wenn ich ein neues "eingebaut" habe und weiß somit nicht ob es Wechselwirkungen sind oder Nebenwirkungen.
 
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