Hallo Miau1993,
Ziprasidon (Zeldox) gehört zu den atypischen Antipsychotika mit der
geringsten Gewichtszunahme – das zeigt sich auch in der
Nebenwirkungstabelle hier im Forum (wird aktuell überarbeitet).

Auch andere Wirkstoffe sind dort aufgeführt – z. B. Aripiprazol, Olanzapin, Amisulprid. Nur für Brexpiprazol und Lurasidon erfolgt in Deutschland derzeit keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Mich würde interessieren:
- Welche Wirkstoffe hast du bisher ausprobiert?
- In Monotherapie oder kombiniert?
- Wie lange jeweils – und warum bist du wieder davon weggegangen?
Manchmal liegt es gar nicht am Wirkstoff selbst, sondern an
problematischen Kombinationen oder Überlappungen bei der Umstellung. Viele Medikamente brauchen Wochen, bis sie vollständig aus dem Körper sind – und bis sich die Rezeptoren wieder normalisieren. In dieser Übergangsphase können
additive Nebenwirkungen auftreten, die den neuen Wirkstoff schlechter erscheinen lassen, obwohl er einzeln gut verträglich wäre.
Mein persönlicher Eindruck zur Umstellung:
Ich bin eher für einen
klaren, schnellen Übergang – also ohne zwei Wirkstoffe gleichzeitig. Du könntest Quetiapin zunächst auf eine
Minimaldosis reduzieren (z. B. 50–100 mg) und dann direkt auf Ziprasidon wechseln. Das vermeidet Überlappung und macht es leichter, die Wirkung des neuen Medikaments einzuschätzen.
Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon erklärt:
Ich habe die verfügbaren Erfahrungsberichte und Fachinformationen zur
Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon (Zeldox) durchgesehen. Hier ist eine strukturierte Zusammenfassung, damit wir das gemeinsam durchdenken:
Erfahrungswerte zur Umstellung von Quetiapin auf Ziprasidon
- Viele berichten, dass Ziprasidon deutlich weniger Gewichtszunahme verursacht als Quetiapin
- Die Umstellung wird oft als kognitiv entlastend erlebt – weniger Sedierung, mehr Klarheit
- Einige Nutzer:innen empfinden Ziprasidon als aktivierender, was zu Schlafproblemen oder innerer Unruhe führen kann
- Die Umstellung gelingt meist besser bei schrittweiser Reduktion von Quetiapin, bevor Ziprasidon eingeführt wird
Kritische Punkte bei der Umstellung
- Ziprasidon muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden (mind. 500 kcal), sonst ist die Wirkung deutlich reduziert
- Es kann zu Akathisie (Sitzunruhe) kommen – besonders in den ersten Tagen oder Wochen
- Benommenheit, Schlaflosigkeit, Unruhe sind typische Übergangssymptome, die oft nachlassen, wenn sich der Körper anpasst
- Es gibt keine bekannten MAO-ähnlichen Wechselwirkungen zwischen Quetiapin und Ziprasidon – also keine Wartezeit wie bei MAO-Hemmern nötig
Empfohlene Vorgehensweise für eine schnelle, aber sichere Umstellung
- Quetiapin auf Minimaldosis reduzieren – z. B. auf 50–100 mg, je nach Ausgangsdosis und Verträglichkeit
- Ziprasidon direkt einführen, z. B. mit 20–40 mg zweimal täglich (immer mit Mahlzeit!)
- Quetiapin zügig ausschleichen, sobald Ziprasidon stabil wirkt – meist innerhalb von 5–10 Tagen
- Begleitend beobachten: Schlafqualität, Unruhe, Stimmung, Konzentration
- Optional: Vitamin B6 (600–1200 mg/Tag für 5–7 Tage) bei Akathisie – laut Studien sehr wirksam
Mithilfe von KI erstellt