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Psychose = erweiterter Nervenzusammenbruch?

Zwahod

Well-Known Member
Registriert
2 März 2023
Beiträge
180
Was haltet Ihr von der These in der Überschrift...?

Ich schreibe das deshalb, da ich mich oft in den beschriebenen Schizophreniesymptomatiken nicht wirklich wiederfinde.

Es gibt auch Menschen die beispielsweise mal das Phänomen des Stimmenhörens oder Optische Halluzinationen haben ohne a.ls Schizophren diagnostiziert zu werden.

Bei mir war es nämlich auch immer mit enormen stressigen Situationen Verbunden bzw. ein nicht zur Ruhe kommen. Viele erzählen beispielsweise von den Erlebnissen, die ich zweifelsohne auch hatte, aber ich konnte mit meinem Bewusstsein keinen Einfluss mehr darauf nehmen. Ich war recht schnell "weg" in einer anderen Sphere...

Beziehungsweise auch die Thematik wann kann man von einem Nervenzusammenbruch sprechen und wann ist man wirklich psychisch krank...oder ist der Weg dortin über einen Nervenzusammenbruch??? Mich würden mal Eure Ansichten dazu interessieren.

Oftmals wird auch von Künstlern berichtet...die populär sind bzw. waren...jetzt beispielswise fällt mir spontan Britney Spears, Joe Cocker, oder Ozzy Osbourne ein... oft wird in diesen Fällen von "Zusammenbrüchen" berichtet...aber eben letztendlich nicht von einer Schizophrenie...
 
Ja kann ich mir vorstellen, dass das so ist. Ich hatte vor dem Ausbruch der Krankheit vermutlich einen Nervenzusammenbruch. Habe Nachts geheult, das Gefühl der aussichtslosen Situation, unglücklich, einfach mal abhauen zu wollen, raus aus dem Alltag und dem Stress.
 
vielleicht ist es ja wie bei einer Nuss die geknackt wird. Dass der Mensch geknackt wird. Und der Kern kommt zum Vorschein.
 
Bei mir waren meine beiden Psychosen auch durch Stress ausgelöst, besonders die zweite. Und ja, es wird zu schwer in der realen Welt und die Seele sucht sich ihren Ausweg. Man weiß bei mir auch nicht genau, ob ich schizophren bin und der Drogenkonsum vor der ersten Psychose Schuld hat. Genetisch bin ich aber definitiv vorbelastet, zwar ist niemand nachweislich schizophren, jedoch gibt es mütterlicherseits viele Störungsbilder und somit ist jedenfalls meine Dünnhäutigkeit erklärt. Ich bin nun soweit stabil, merke aber dennoch, dass ich Stress meiden muss so gut es geht, da ich weniger belastbar bin.
 
@Tinkerbell90 Ja und ich kann das nur bestätigen, bei mir ist es so ähnlich, und es besteht auch nicht wirklich der Unterschied zwischen positivem und negativem Stress...beides ist gefährlich. Ich habe auch schon probiert an meiner Stressresistenz zu arbeiten...aber manchmal lässt sich das nicht vermeiden und je öfter es passiert desto dünnhäutiger wird man. Man muss sich ein gutes Umfeld schaffen...das ist leider nicht immer so einfach, zumal wenn das Umfeld nicht mitmacht.

Meine familiäre Herkunft ist auch nicht gerade förderlich für einen "gesunden Weg" gewesen. Auch ist man als Psychosebetroffener oft in der Situation, dass die Angehörigen es in der Vergangenheit auch gerne auf die Tabletten geschoben haben um sich selbst nicht ändern zu müssen oder sagen "der ist der Kranke".

So makaber es klingt: Es ist ganz gut, dass mittlerweile mein Vater und Stiefmutter im letzten Jahr gestorben sind. Ich habe es ihnen nicht gewünscht, allerdings fallen dann gewisse Stressoren einfach weg
 
Bei Prominenten Menschen wird daher von einem Nervenzusammenbruch gesprochen, weil sie die wahre Diagnose meist nicht der Öffentlichkeit preisgeben möchten oder die Diagnose selbst noch nicht wissen.

Mich wundert es nicht, dass man einen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn man psychotisch ist. Denn akut psychotisch zu sein ist ein sehr Stressbehafteter Zustand.

Ich würde auch sagen, dass ich nach meiner jahrelangen psychotischen Episode ein Burnout hatte. Und jetzt habe ich eine PTBS durch diese Episode und muss mich da langsam wieder rauskämpfen.

Eine Psychose kann für manche Betroffene auch ein Trauma auslösen, weil man die Dinge, welche man wahrnimmt ja für Tatsache hält und ernsthaft Angst und Panik hat.

Oder die Psychose wurde DURCH ein Burnout und ein Trauma ausgelöst. Das war bei mir leider der Fall. Und in der Psychose habe ich die Themen des Traumas und meiner Ängste gehabt und das war nicht gerade förderlich dafür mein Trauma aufzuarbeiten sondern hat es noch weiter verschlimmert.

Es gilt die Themen nach der Psychose aufzuarbeiten und ein neues gesünderes Leben aufzubauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir kommt es auch ähnlich wie ein Nervenzusammenbruch vor, wobei das eben bei einer Psychose ziemlich irreal wird, sodass man erst hinterher mitbekommt, wie daneben man lag.
Stimmen habe ich keine und optische Halluzinationen waren bei mir eher realitätsnah.
Dass man bei Stars von Nervenzusammenbrüchen spricht, ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass sich Psychose oder Schizophrenie nur schwer ohne Abwertung kommunizieren lässt. Unter Nervenzusammenbruch stellt man sich etwas Normales vor, was jeder haben kann. Im Akutfall würde ich auch sagen, dass es wie eine Art Nervenzusammenbruch ist, wobei man eben noch ansprechbar ist, aber quasi in einer anderen Welt lebt oder sich die Realität nur schwer erklären kann.
Zu viel Stress würde ich auch sagen begünstigt das, man macht sich bei der Erkrankung eben selbst geistig viel Stress, weil man kaum oder nur schwer abschalten kann.
 
Was haltet Ihr von der These in der Überschrift...?

Ich schreibe das deshalb, da ich mich oft in den beschriebenen Schizophreniesymptomatiken nicht wirklich wiederfinde.

Es gibt auch Menschen die beispielsweise mal das Phänomen des Stimmenhörens oder Optische Halluzinationen haben ohne a.ls Schizophren diagnostiziert zu werden.

Bei mir war es nämlich auch immer mit enormen stressigen Situationen Verbunden bzw. ein nicht zur Ruhe kommen. Viele erzählen beispielsweise von den Erlebnissen, die ich zweifelsohne auch hatte, aber ich konnte mit meinem Bewusstsein keinen Einfluss mehr darauf nehmen. Ich war recht schnell "weg" in einer anderen Sphere...

Beziehungsweise auch die Thematik wann kann man von einem Nervenzusammenbruch sprechen und wann ist man wirklich psychisch krank...oder ist der Weg dortin über einen Nervenzusammenbruch??? Mich würden mal Eure Ansichten dazu interessieren.

Oftmals wird auch von Künstlern berichtet...die populär sind bzw. waren...jetzt beispielswise fällt mir spontan Britney Spears, Joe Cocker, oder Ozzy Osbourne ein... oft wird in diesen Fällen von "Zusammenbrüchen" berichtet...aber eben letztendlich nicht von einer Schizophrenie...
Meine Psychose war auch n Zusammenbruch vor dem Neuanfang
 
Ich hatte das Gefühl das ich einen Nervenzusammenbruch hatte und das hab ich denn Ärzten in der Klinik auch gesagt. Ich habe Ihnen gesagt ich hatte keine Psychose sondern einen Nervenzusammenbruch und der Oberarzt hat mir damals gesagt „ da gibt es keinen Unterschied, das ist das gleiche „
 
Ich hatte das Gefühl das ich einen Nervenzusammenbruch hatte und das hab ich denn Ärzten in der Klinik auch gesagt. Ich habe Ihnen gesagt ich hatte keine Psychose sondern einen Nervenzusammenbruch und der Oberarzt hat mir damals gesagt „ da gibt es keinen Unterschied, das ist das gleiche „
Die ach so tollen Ärzte müssen es wohl am Besten wissen 🙄.

Also ich hatte kein Nervenzusammenbruch.. ich hatte sehr starke Schmerzen am ganzen Körper, Wochen davor... wegen Rheuma.
Kein Schmerzmedikament hat geholfen. Die Schmerzen waren einfach da, in Bewegung, im Liegen... ☹️ und dann hatte ich zusätzlich Schwangerschafts Symptome. Das war zum verrückt werden.
 
Ich hatte das Gefühl das ich einen Nervenzusammenbruch hatte und das hab ich denn Ärzten in der Klinik auch gesagt. Ich habe Ihnen gesagt ich hatte keine Psychose sondern einen Nervenzusammenbruch und der Oberarzt hat mir damals gesagt „ da gibt es keinen Unterschied, das ist das gleiche „
Ein Nervenzusammenbruch ist doch nicht gleichzusetzen mit einer Psychose. Der Arzt macht es sich aber einfach. Der hat wohl die goldenen Türklinken seiner Villa noch nicht abbezahlt. Kleiner Scherz am Rande.....

Ich hatte auch einen Nervenzusammenbruch damals auf der Arbeitsstelle aber zusammengefügt mit Stimmen die damals sehr verwirrend waren. Dann noch der Stress auf der Arbeit, war ein Auslöser.

Unbedingt Streß vermeiden. Lieber mal Ruhephasen einbauen.
 
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