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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Psychiater: Abilify verursacht chemische Lobotomie - Die Geschichte von Jess

RamzyStudio

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Jess begann im März 2023, Marihuana zu rauchen und Psilocybin-Pilze zu mikrodosieren [01:48]. Nach einer Makrodosis Psilocybin entwickelte sie paranoide Gedanken und Wahnvorstellungen [02:46]. Zehn Tage später führte Marihuana aus einem Vape Pen zu einer Psychose [05:34].

Sie wurde in die Notaufnahme gebracht und gegen ihren Willen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen, wo sie stark medikamentiert wurde [06:08]. Nach einer Woche wurde sie entlassen und nahm oral Risperidon oder Geodon ein, was ihre Manie und Paranoia verschlimmerte [11:54].

Nach weiteren Krankenhausaufenthalten und Druck, Medikamente zu nehmen, stimmte sie schließlich der Einnahme von 15 mg Abilify zu [22:54]. Obwohl ihre Psychose und Manie innerhalb einer Woche nach Verlassen des Krankenhauses verschwanden [30:29], erhielt sie am Tag ihrer Entlassung eine Abilify-Injektion, die für zwei Monate wirken sollte [25:44].

Innerhalb von drei bis vier Wochen nach der Injektion veränderte sich Jess' Leben drastisch [27:57]. Sie verlor das Interesse an Hobbys, wurde still und desinteressiert [28:29]. Sie entwickelte schwere kognitive Probleme wie Gedächtnisprobleme und Schwierigkeiten beim Visualisieren von Gedanken [31:02]. Sie konnte nicht mehr arbeiten, litt unter schwerer Schlaflosigkeit und konnte keine Informationen mehr behalten [31:44].

Ein Psychiater diagnostizierte dies als bipolare Depression und verschrieb Lexapro, lehnte es aber ab, die Abilify-Dosis zu senken [33:26]. Jess nahm zwei Monate lang 15 mg Abilify und 10 mg Lexapro ein [35:43]. In dieser Zeit litt sie unter Akathisie, einem inneren Gefühl der Unruhe [36:07].

Ein neuer Psychiater half ihr, die Medikamente schnell abzusetzen [37:51]. Obwohl die Akathisie verschwand und sich ihr Schlaf leicht verbesserte, blieben die meisten ihrer Symptome bestehen [38:30].

Jess beschreibt ihre aktuellen Symptome als:

  • Kognitive Probleme: Schlechtes Kurz- und Langzeitgedächtnis, Wortfindungsstörungen, Schwierigkeiten beim Lesen und Verstehen von Informationen [39:03].
  • Emotionale Taubheit (Anhedonie): Unfähigkeit, Freude oder Emotionen zu empfinden, kein Lachen, keine Verbindung zu Musik oder Filmen [41:10].
  • Sexuelle Dysfunktion: Verlust der Verbindung zum Partner und der Freude an sexueller Aktivität [42:40].
  • Schlaflosigkeit: Schläft nur 3-5 Stunden pro Nacht [43:07].
  • Mangelnde Motivation und Energie: Fühlt sich ständig müde und hat Schwierigkeiten, grundlegende Aufgaben zu erledigen [46:22].
Diese Symptome haben verheerende Auswirkungen auf ihr Leben, ihre Ehe und ihre Beziehungen [43:44]. Sie hat Suizidgedanken und fühlt sich, als wäre ihre Seele aus ihrem Körper gerissen worden [47:33]. Jess hat gelernt, dass ihre Symptome denen von Post-SSRI-Sexualfunktionsstörung (PSSD) ähneln, obwohl sie durch ein Antipsychotikum verursacht wurden [56:05].

Sie hofft, dass ihre Geschichte dazu beitragen kann, das Bewusstsein für die Gefahren dieser Medikamente zu schärfen und Veränderungen in der Psychiatrie herbeizuführen [01:06:31].

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Was denkt ihr über diese Geschichte?
 
Mensch, das ist ja heftig. Ärzte sind viel zu unsensibel mit dem Gebrauch von Neuroleptika, ganz zu schweigen sich einen solchen Fehler einzugestehen. Es sind eben keine Smarties und wer kann sollte reduzieren oder absetzen. Olanzapin soll z.b. Gedächtnisverlust bewirken können. Da mache ich mir auch etwas Sorgen.
 
Das ist von der Taper Clinic. Steht auf dem Kittel der gefilmten Fachkraft.
Ein guter Arzt hilft auch beim Absetzen.
Zunächst kann es aber sinnvoll gewesen sein, der Frau Neuroleptika zu geben.
Warum hat sie sich überhaupt die Drogen reingepfiffen, das ist doch auch nicht ganz normal...


Sie entwickelte schwere kognitive Probleme wie Gedächtnisprobleme und Schwierigkeiten beim Visualisieren von Gedanken
Das kann einmal ein Zeichen für Nebenwirkung bei gesundem Patienten sein, aber auch bei der Schizo auftreten. Besonders subjektiv kann man sich wie verblödet vorkommen, das ist dann aber nicht speziell auf das Neuroleptikum zurückzuführen, man wünscht sich halt, dieses absetzen zu können, wenn das aber nicht geht, muss man sich eine andere Strategie gegen die Negativsymptomatik zurechtlegen - oder einen Medikamentenwechsel.

In den USA wird die Patientin mit ihrem speziellen Einstieg in den "Club" wohl kaum jemals Vraylar ® / Cariprazin zu Gesicht bekommen, wegen der hohen Kosten, sowohl des Wirkstoffs als auch ihres Falls allgemein...

In den USA ist man mit Schizo ganz unten und man muss schauen, dass man diese Diagnose möglichst gründlich los wird. Tapering off heißt dabei vollständiges (!) Absetzen der (angeblich) schädlichen Wirkstoffe, in Form von "Ausschleichen", aber das geht nunmal oft nicht. Viele, die das in Deutschland probieren, fallen damit auf die Nase.
 
Mich nervt Propaganda, gerade wenn ich chemische Lobotomie lese.
Ist bei allen Neuroleptika in gewisser weise der Fall.
Abilify macht eher klarer im Kopf, bessere konzentrations und Merkfähigkeit.
Hängt mit der Dosis zusammen. Irgendwann treten auch Backouts auf , bei älteren typischen Nls in der klinik hochdosiert ist das möglich. Aripiprazol hochdosiert ist das womöglich drin, da es auch sehr stark hochdosiert sein kann.
Normale dosierungen um 5-15mg sollten kein Problem sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich nervt Propaganda, gerade wenn ich chemische Lobotomie lese.
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Da geht es dann herbest zur Sache. Man sollte sich aber nicht über die ==> Einzelerfahrungen lustig machen. Vielleicht doch sehenswert, nur dass "tapering clinic" Schizophrenie nicht duldet, sondern durch immer Absetzen beantwortet (auch Drogeninduzierte Psychose).
 
Ja, da kannte ich auch eine in der Klinik, die das jahrelang genommen hat und dann einen psychischen Schaden erlitten hat.

Ich hab das Medikament auch genommen für ca. 1,5 Jahre. Mir ging es erst wieder gut, als ich es absetzte.
 
Irgendwann geht der Sack zu, wenn jemand jahrelang Neuroleptika einnimmt, dann kommt er, zumindest alleine, da nicht mehr einfach heraus!
 
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