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Phasen der Erholung nach Psychose

Betroffen79

Member
Registriert
12 Juni 2023
Beiträge
24
Denkt ihr, das Gehirn und die Psyche erholt sich in bestimmten Phasen nach einer Psychose?

Ich hatte nach meiner Akutphase eine Zeit von 3-4 Wochen, da ging es mir soweit ganz gut. Da war ich freiwillig in der Psychiatrie. Es war schwer, das geschehene zu verarbeiten aber ich war vom Gefühl her "normal".

Nachdem ich 4 Wochen Risperidon dann schon genommen hatte und die Psychose 4 Wochen her war, schlug die Depression und Negativen Symptome voll zu. Emotionslosigkeit, Angst vor der Zukunft, Geldsorgen, alles war einfach nur schlimm.
Das Risperidon wurde vor allem wegen der Emotionslosigkeit reduziert und Aripiprazol und Quetiapin eingeführt.

Es kam dann eine Phase, wo mich alles überfordert hat. Termine beim Arzt auszumachen bzw. zu verschieben, familiäre Treffen, selbst die kleinste Entscheidung wie z.B. was Esse ich zu Mittag stellte mich vor einer Herausforderung. Das Quetiapin wurde dann auch etwas höher dosiert.

Diese Phase ist nun auch wieder vorbei und ich überlege, demnächst wieder arbeiten zu gehen. Allerdings bin ich jetzt sowas von müde. Ich könnte den ganzen Tag nur schlafen. In den Nächten schlafe ich gut aber am Tag bin ich trotzdem müde.

Was leider immer noch schwierig ist, ist die Kommunikation mit Anderen und sobald mehrere Menschen sich unterhalten, strengt es mich an und ich werde noch müder.
Kennt ihr das? Habt ihr auch so richtige Phasen? Und wenn ja, was kommt nach der Müdigkeit? Oder sind es die Medikamente, die solche Nebenwirkungen erzeugen?
 
Gefühlosigkeit und depression könnte noch von der krankheit kommen als negativ symptom
 
Denke auch es verläuft in Phasen. Die depressive Phase kommt nach der akut Phase. Mein Verlauf ist so ähnlich wie bei dir, kann jetzt auch noch schwierig mit Menschen kommunizieren.
 
Mir geht es ähnlich, Okt '22: F23.1, nach 10 Tagen raus aus der Klinik, danach erstmal keine Medis. Per Ende Jan '23 Depressionen, behandelt mit Escitaloprame 15 mg seit März '23. Schlafprobleme sind nach wie vor vorhanden, gehe arbeiten, merke aber keine all zu grosse Besserung der Beschwerden.
 
Mir geht es ähnlich, Okt '22: F23.1, nach 10 Tagen raus aus der Klinik, danach erstmal keine Medis. Per Ende Jan '23 Depressionen, behandelt mit Escitaloprame 15 mg seit März '23. Schlafprobleme sind nach wie vor vorhanden, gehe arbeiten, merke aber keine all zu grosse Besserung der Beschwerden.
Wow wie hast du das ohne Antipsychitika geschafft
 
vielleicht hattest du anfangs so eine Art Manie und danach kommt die Depression. Klar kommt es auch vielleicht sogar mehrheitlich von den Medikamenten. Aber eine Psychose kommt ja von einer Depression und die Psychose macht die Depression ja noch schlimmer. Und die Medikamente muss man nehmen wenn man Angstzustände hat. Wenn man keine angstzustände hat kann man langsam absetzen, dann wird die Depression wieder besser. Aber bedenke immer dass es mal sein kann dass du Medikamente brauchen kannst.
 
Es war seltsamerweise so, daß ich zu Beginn beim falschen "Hausarzt" war, Olanzapan gab es in der Klinik, danach erstmal nix weiter. Angstzustände sind allerdings auch noch da, vergaß ich in der Aufregung. Lt. Psychiater sind es keine Negativsymptome, sondern eine Depression. Ich finde, sie dauert langsam etwas lange
 
Als ich vor 1 1/2 Jahren für ein 3/4 Jahr 150mg Paliperidon erhalten habe war ich auch immer müde und sehr verzweifelt. Ich hatte viel geschlafen und lag viel im Bett herum. Das ging ungefähr bis Februar 2023 also fast ein Jahr lang.

Ich habe jetzt auf Abilify gewechselt und bin wieder aktiver und tagsüber nicht mehr so müde. Ich nehme allerdings auch absichtlich nichts zum schlafen, weil das bei mir einen „Überhang“ verursacht und ich tagsüber dann müde bin.

Seit einem 1/2 Jahr also 1 1/2 Jahre später bin ich wieder aktiver. Ich koche wieder gesund, schlafe meine 8-10 Stunden pro Tag und bin frohen Mutes, dass sich dass im kommenden Jahr weiter verbessern wird.
 
Denkt ihr, das Gehirn und die Psyche erholt sich in bestimmten Phasen nach einer Psychose?

Ich hatte nach meiner Akutphase eine Zeit von 3-4 Wochen, da ging es mir soweit ganz gut. Da war ich freiwillig in der Psychiatrie. Es war schwer, das geschehene zu verarbeiten aber ich war vom Gefühl her "normal".

Nachdem ich 4 Wochen Risperidon dann schon genommen hatte und die Psychose 4 Wochen her war, schlug die Depression und Negativen Symptome voll zu. Emotionslosigkeit, Angst vor der Zukunft, Geldsorgen, alles war einfach nur schlimm.
Das Risperidon wurde vor allem wegen der Emotionslosigkeit reduziert und Aripiprazol und Quetiapin eingeführt.

Es kam dann eine Phase, wo mich alles überfordert hat. Termine beim Arzt auszumachen bzw. zu verschieben, familiäre Treffen, selbst die kleinste Entscheidung wie z.B. was Esse ich zu Mittag stellte mich vor einer Herausforderung. Das Quetiapin wurde dann auch etwas höher dosiert.

Diese Phase ist nun auch wieder vorbei und ich überlege, demnächst wieder arbeiten zu gehen. Allerdings bin ich jetzt sowas von müde. Ich könnte den ganzen Tag nur schlafen. In den Nächten schlafe ich gut aber am Tag bin ich trotzdem müde.

Was leider immer noch schwierig ist, ist die Kommunikation mit Anderen und sobald mehrere Menschen sich unterhalten, strengt es mich an und ich werde noch müder.
Kennt ihr das? Habt ihr auch so richtige Phasen? Und wenn ja, was kommt nach der Müdigkeit? Oder sind es die Medikamente, die solche Nebenwirkungen erzeugen?
Die ersten beiden Phasen hatte ich auch .Ich bin zum Glück nicht von Müdigkeit betroffen.
Die Schwierigkeit mit Menschen sich zu unterhalten bin ich angegangen,in dem ich mich mit Leuten getroffen habe.Ich kann mich unterhalten, bin aber von Haus aus nicht der Typ der viel von sich aktiv erzählt, nur wenn ich gefragt werde, weil ich es auch nicht mag, dass Menschen von mir so viel Persönliches Wissen
Aber man kann es aktiv angehen in Menschengruppem zu gehen
 
Ich komme mir eh etwas untermedikamentiert vor, wenn ich das mit dem Rest der Leute hier vergleiche. Erste Aussage, des ersten Hausarzt "betrachten Sie es als Warnschuss und sagen sie öfter nein". Dann ging es echt drei Monate ohne Probleme. Nachdem ich drei Wochen wieder gearbeitet hatte, begann die Depression. Jetzt wird umstrukturiert und ich bin per Ende November raus. Hätte dann ab Anfang Dezember wieder eine neue Stelle, und bin wie oben besprieben nur auf Escitaloprame. An sich denke ich, daß ich bis jetzt gut aus der Sache rausgekommen bin, habe aber natürlich mal stärkere, mal schwächere Ängste vor einem Rückfall und auch gerne mal Panikattacken, die dann aber schnell wieder weg gehen.
 
Das war bei mir sehr unterschiedlich und immer, wenn ich dachte, aus dem Schlamassel raus zu sein, kam der nächste Schub. Wenn man Glück hat, kann das scheinbar auch anders laufen.
 
Aktuell ist es ca 11 Monate her und es quält mich die Depression, die mich befürchten lässt, es wären doch eher Negativsymptome. Wenn ich nicht bei meiner Freundin bin, will ich durchgehend schlafen oder dösen, wenn ich bei ihr bin, ist es nicht so. Es ist ein Kampf, das ist klar, aber dieser gefühlte Stillstand in Sachen Genesung macht mich fertig
 
Zuletzt bearbeitet:
Es macht mich nachdenklich aber nicht fertig. Man muss das gelassener sehen. Nützt ja nix, wenn man darüber zu sehr grübelt. Man muss die Krankheit annehmen und krankheitseinsichtig werden, sonst macht man sich verrückt.

Mein Psychiater meinte einmal zu mir was mir lieber wäre Krebs oder Stimmen hören. Ich antwortete Stimmen hören. Da hat man wenigstens die Chance noch zu überleben, bei Krebs sieht das anders aus.

Ich versuche immer etwas positives daraus zu machen. Jede Krankheit hat seine Vor- und Nachteile. Da es sich bei uns im Kopf abspielt, ist man vorbelastet klar. Depressionen sind auch belastend, aber es gibt ja Unmengen von Medi's die dabei helfen können, die Depri's zu minimieren.
Mir hilft Lorazepam 1 mg sehr gut. Es ist stimmungsaufhellend und wirkt antidepressiv. Aber es kann abhängig machen.
 
Das Gehirn erholt sich meistens wieder. Ich hatte auch meistens eine Depression nach der Psychose, die ging aber vorbei. Während meiner Psychosen war ich manisch.
Das mit der Müdigkeit kenne ich nicht.
 
Bei mir dauerte die Depression jeweils ein Jahr. Nach meiner letzten Psychose, die sehr lange dauerte, aber drei Jahre.
 
Bei mir ist es so dass ich nach jedem neuen rūckfall( hatte 3 ) immer lānger brauchte um mich zu erholen. Dennoch ging es mir nach jedem Rūckfall besser.
Das ist bei vielen immer verschieden.

Beim ersten mal reichte 1 Monat erholung. Beim 2ten mal 2 Monate und beim 3ten mal so um die 4. jeweils immer nachdem ich gut eingestellt war.
 
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