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Paranoide Schizophrenie?

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27.10.2022
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Hallo an alle,
Seit etwa einem Jahr glaube ich mal mehr, mal weniger überzeugt daran, dass mich irgendein Fremder stalkt. Das könnte ich alles als Fantasie abtun, wenn ich nicht regelmäßig dadurch in stark angstauslösende Situationen geraten würde, nämlich dann, wenn ich irgendein Telefonat in den Öffentlichen mitbekomme und mich dadurch plötzlich bestätigt fühle, dass jemand mein Telefon und/oder Laptop überwacht. Im Alltag erwische ich mich immer wieder dabei dass ich diese Verfolgungsgedanken immer wieder in Gedanken durchgehe und sie mich von meinen Aufgaben ablenken. Jahre davor habe ich schonmal geglaubt, dass mich so ein Promi stalkt (hab dann offenbar auch eine blaue Lichtkugel vorm Fenster halluziniert etc.) Abgesehen von zwei Vorkommnissen, wo ich mir rückblickend denke, dass ich eine Art visuelle Halluzination gehabt haben muss, überwiegt bei mir vor allem der Wahn. Akustische Halluzinationen scheine ich zum Beispiel gar nicht zu haben. Jetzt zu meinen Fragen: Ich weiß, dass niemand mir eine psychsiche Erkrankung ferndiagnostizieren kann, aber scheint eine paranoide Schizophrenie als Erklärung plausibel? Oder fallen diese Gedanken noch unter stressbedingte nichtpathologische Fantasien? Wo finde ich geeignete TherapeutInnen? Muss eine solche Störung mit Medis behandelt werden oder kann man es erstmal mit alleiniger therapeutischer Intervention versuchen? Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten? Ich war vor Jahren schonmal in Psychotherapie und habe diese Wahngedanken, die ich damals noch in ganz milder Form hatte, angesprochen, die Therapeutin hat sich allerdings nicht weiter dafür interessiert. Generell hätte ich auch noch genügend andere Themen, die man in einer Psychotherapie angehen könnte (selbstverletzendes Verhalten, Probleme bei der Selbstmotivation etc.). Da ich aber durch zurückliegenden Therapieversuche keinerlei Besserung, teilweise eher Verschlimmerung, verzeichnen konnte, bin ich ein bisschen mutlos was eine mögliche neue Therapie angeht.
Freundliche Grüße und schonmal danke an alle Antwortschreiber
 
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19.08.2022
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Die Paranoide Schizophrenie ist durch mehr gekennzeichnet. Du hast definitiv einen Beziehungswahn und die Halluzinationen sind eher pseudo Halluzinationen. Richtige Halluzinationen würdest du für Real halten und nicht wirklich als solche erkennen. Ich würde nicht sagen, dass du eine Paranoide Schizophrenie hast. Eher eine Wahnhafte Störung. Du solltest trotzdem mal mit einem Arzt reden.

Vielleicht entwickelt sich aber auch eine Psychose bei dir und dann kann es durchaus normal sein, dass es klein anfängt und sich steigert.
 
New member
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22.09.2022
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Wenn ich den Begriff Selbstverletzendes Verhalten höre, denke ich eher an Borderline oder Persönlichkeitsstörung allgemein.
Borderliner haben zeitweise, gerade unter Stress, Symptome die als Pseudohalluzinazionen bezeichnet werden.
Würde denn schonmal in die Richtung geschaut?
Vielleicht könntest Du Dir über die 116117 einen Termin zu einem Erstgespräch bei einem Therapeuten suchen. Oder Du lässt Dir vom Hausarzt eine Überweisung mit Code zu einem Psychiater geben, dann muss einem die Hotline der KV zeitnah einen Termin verschaffen.
 
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und die Halluzinationen sind eher pseudo Halluzinationen. Richtige Halluzinationen würdest du für Real halten und nicht wirklich als solche erkennen.

Ich würde nicht sagen, dass es Pseudo-Halluzinationen sind. Man kann sich bewusst sein, dass man halluziniert und es sind trotzdem Halluzinationen. Ich hatte in meinen Akutphasen akustische Halluzinationen und wusste, dass es Halluzinationen sind, davon gingen sie aber nicht weg und ich finde das macht sie auch nicht weniger ernstzunehmend.

Jetzt zu meinen Fragen: Ich weiß, dass niemand mir eine psychsiche Erkrankung ferndiagnostizieren kann, aber scheint eine paranoide Schizophrenie als Erklärung plausibel? Oder fallen diese Gedanken noch unter stressbedingte nichtpathologische Fantasien? Wo finde ich geeignete TherapeutInnen? Muss eine solche Störung mit Medis behandelt werden oder kann man es erstmal mit alleiniger therapeutischer Intervention versuchen? Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Ich finde schon, dass eine paranoide Schizophrenie bei deinen Symptomen plausibel erscheint, aber das kann dir letztendlich nur ein/e Therapeut*in oder Psychiater*in professionell diagnostizieren. Professionelle Hilfe suchen, solltest du dir damit aber auf jeden Fall. Geeignete Therapeut*innen findest du oft auch übers Internet, die Seiten sind meist www.psychotherapie-"deine Stadt".de, wo dann alle Therapeut*innen in der Nähe aufgelistet werden, mit ihren jeweiligen Fachgebieten. Ob du Medikamente nehmen möchtest oder nicht ist letztendlich deine Entscheidung und kommt darauf an, wie hoch dein Leidensdruck ist und wie stark dein Bezug zur Realität noch ist. So wie du schreibst, klingt es für mich nicht, als hättest du völlig den Bezug zur Realität verloren, da halte ich eine alleinige therapeutische Intervention noch für möglich, aber das musst du letzten Endes zusammen mit jemandem entscheiden, der dir professionelle Hilfe geben kann. So lange deine letzte Therapie zwei Jahre her ist, sollte die Krankenkasse die Kosten für eine neue Therapie übernehmen.
 
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wie geht es dir denn allgemein? Wenn du dich nicht beschissen fühlst, ist alles in Ordnung.
 
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Das selbstverletzende Verhalten tritt bei Borderline ja häufig auf, aber es gibt auch Mischdiagnosen wo man Psychose und Borderline etwa hat, auch da können ja einzelne psychotische Symptome auftreten.
Allein sich gestalkt zu fühlen ist finde wenig und die Frage ist, ob du immer noch so einen Wahn hast, da sich das bei einer paranoiden Psychose quasi von einem Wahn zum Nächsten entwickelt, also chronisch ist, wenn man keine Medikamente einnimmt.
Schau mal hier bei den Diagnosekriterien @Raupe33 , ob du diese erfüllst:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie#Diagnose
Da gibt es den ICD(international) und DSM Diagnosekatalog.
Da müssen mehrere Symptome über einen gewissen Zeitraum da sein.
An sich kannst du von Glück reden, wenn es keine paranoide Psychose ist, aber Selbstverletzendes Verhalten und so ist auch schlimm oder Borderline.
Du kannst ja mal schauen, welcher dieser Symptome du hattest.
 
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