Hey hat hier evtl schonmal jemand Olanzapin abrupt abgesetzt?Habe es jetzt 11 Jahre genommen und seit ner Woche abrupt abgesetzt.Schon nach der ersten Nacht habe ich sofort eine Verbesserung meiner Symptome gespürt.Hatte jetzt die erste Woche auch eigentlich nichts an Entzugserscheinungen ausser Schlaflosigkeit konnte aber trotzdem fast 4-5 Std schlafen und etwas Schwitzen.Aber gestern genau nach dem es eine Woche raus war habe ich wieder Starke Schlaflosigkeit gespürt und in der Nacht starke Angstsymptome bekommen die sich fast die ganze Nacht und am Morgen noch hingezogen haben.Meint ihr das waren Absetztsymptome die sich wider legen?Oder kommt evtl mein Psychose oder Depression zurück?Wenn ich das Olanzapin einnehme zur Nacht habe ich diese Angstsymptome zwar nicht aber es ist meistens so das sie auch unter Olanzapin am Morgen auch da sind und sich über den Tag ziehen.Das einzigste was es in den letzten Jahren besser gemacht hatte mit den Angstsymptomen am Morgen war die zugabe von Escitalopram.Habe Leider erst in zwei Wochen wieder einen Termin bei meinem Psychater.Habe aber noch fast ein ganze Packung Escitalopram hier und bin mir nicht sicher ob ich evtl wieder mit der Einnahme anfangen soll
Na ja, ich kenne Absetzversuche mit Citalopram, wobei das eher in der Akutphase die Symptome verstärken kann.
Es kommen da normal Psychose und Depressionen zurück. Hast du vorher in den 11 Jahren nie abgesetzt oder weit reduziert?
Ich würde dich da eher vom Citalopram (SSRI Antidepressivum) abraten, da das wenn nur zusammen mit Bupropion (NDRI Antidepressivum) etwas nützt, da Bupropion ein gutes Stück stabilisiert. Citalopram dämpft in der Absetzphase eher Libido und stärkere Emotionen, was auch Depressivität kurzzeitig reduziert, aber die Wirkung der Antidepressiva lässt nach Wochen oder Monaten wieder nach, weshalb man da auch mit Antipsychotika gegensteuern muss. Zusätzlich in den Absetzphasen würde ich Trimipramin-Tropfen in Minimaldosis (ca.10-20 mg) empfehlen, das sediert da immer noch sehr stark.
Du hattest ja schon Aripiprazol, was sich im Rahmen der
Intervalltherapie gut eignet.
Wenn du, wie du schreibst, einen reinen Absetzversuch machst, solltest du dir vom SSRI Antidepressivum Escitalopram (fast wie Citalopram) keine Vorteile erwarten. Da man sich mit Unterdrückung der Ängste in der Akutphase nur weiter in die Psychose arbeitet und Hemmungen wegfallen, das verhindert oder verzögert keinen Ausbruch. Bupropion NDRI verschiebt den Ausbruch im Idealfall um einige Monate zurück, das gibt dann mehr Raum zur Stabilisierung in den Absetzphasen, da werden dann Negativsymptome und Kognitive Symptome vier besser.
In deiner aktuellen Situation würde ich das sehr genau beobachten, weil am Anfang sind Verbesserungen normal, was auch erst nach Monaten komplett kippen kann, da hohe Dosierungen im Vorfeld wie ein Puffer sind.
Wenn sich die Dinge verschlechtern, dann musst du eben schauen noch in der Lage zu sein, das Antipsychotikum freiwillig zu nehmen. Depressivität wird dann auch mit Antidepressiva kaum weggehen, da sollten irgendwann nur noch Antipsychotika wirken.
Das ist normal ein Teufelskreis und wenn du schon Absetzversuche hattest, dann probier besser mit dieser Erfahrungen die Intervalltherapie von mir, auch wenn du das mit deinem Psychiater im Vorfeld absprechen musst für die Medikamenteumstellungen und alles.