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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Ohne Olanzapin sensibler und aufgewühlter?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1854
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G

Gelöschtes Mitglied 1854

Ich habe Olanzapin abgesetzt. Mir wird berichtet, dass ich irgendwie wütender bin als sonst und auch sehr negativ denke und rede. Ist das normal? Ist das noch paranoide Schizophrenie oder eher was anderes? Ich habe auch sehr negative Gedanken was mein Leben betrifft, ich mache mir große Sorgen bin ziemlich depressiv? Außerdem bin ich sehr lärmempfindlich, mich stören laute Geräusche oder Stimmen, reagiere schnell. Was sagt Ihr dazu? Ich will nicht überreagieren, will einfach nur neutral sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wie hast du denn das Olanzapin abgesetzt? Langsam in kleinen Schritten mit ärztlicher Begleitung oder abrupt auf eigene Faust?
Erhöhte Reizempfindlichkeit und Aggressivität können erste Anzeichen einer Super-Sensitivitätspsychose sein, die bei einem abrupten Absetzen häufiger auftritt als bei einer langsamen Reduktion.
Die Symptome treten dabei meist wenige Tage nach Absetzen bzw. Reduzieren auf.
Wenn es nicht bald besser wird - setz dir am besten selbst eine Deadline von paar Tagen - ab zum Psychiater in einen Notfalltermin und ihn/sie darauf ansprechen.
LG,
ehemaliger Pflegefall
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe Olanzapin abgesetzt. Mir wird berichtet, dass ich irgendwie wütender bin als sonst und auch sehr negativ denke und rede. Ist das normal? Ist das noch paranoide Schizophrenie oder eher was anderes? Ich habe auch sehr negative Gedanken was mein Leben betrifft, ich mache mir große Sorgen bin ziemlich depressiv? Außerdem bin ich sehr lärmempfindlich, mich stören laute Geräusche oder Stimmen, reagiere schnell. Was sagt Ihr dazu? Ich will nicht überreagieren, will einfach nur neutral sein.
Diese Problematik meinte ich! Negative Gedanken und Wut sind und so sind Frühwarnsymptome, die einen psychotischen Schub ankündigen. Das steigert sich dann zu handfesten Symptomen oder Schüben.
Ich hatte das bei meiner paranoiden Psychose/Schizophrenie auch. Depressive Verstimmungen treten da auch verstärkt auf, also man sagt so postpsychotische Depressionen, keine Ahnung, das medizinisch richtig vom Ausdruck her ist.
Normal gibt es so einen leichten Honeymoon-Effekt, in den ersten Wochen nach dem Absetzen der Neuroleptika.

Lärmempfindlichkeit kenne ich auch als Frühwarnsymptome.

Mein Ratschlag wäre eben rechtzeitig oder zeitnah das Olanzapin wieder einzunehmen, damit du in keinen Rückfall gerätst. Bei mir hat sich so etwas immer bis zur Psychose gesteigert, also wie wenn es kontinuierlich schlimmer wird und Schubweise ich dann auch mal stärker neben der Spur gewesen bin.

Mein Ratschlag wäre vor allem dann, wenn die Möglichkeit für dich besteht vom Olanzapin auf das Aripiprazol(Abilify) möglichst kleine Dosis wie 5mg zu wechseln, da meine Orientierung im Forum auf dem Wirkstoff aufgebaut ist und beim Olanzapin wieder andere Neben und Wechselwirkungen bei den zusätzlichen Antidepressiva auftreten können oder Unverträglichkeiten. Dazu ist mir die Studienlage zu dünn.
Wenn du Aripiprazol hast, sollte das schon so etwas verträglicher sein als Olanzapin, kann aber leicht unruhig machen, was so der Hauptnachteil dieser nebenwirkungsärmeren Antipsychotika ist.
Zum Aripiprazol kannst du dann im nächsten Schritt das Bupropion und dann das Citalopram als Antidepressiva einnehmen, was später beim phasenweise Absetzen des Aripiprazol's wichtig ist, da Bupropion dann in der Zeit stabilisiert.

Durch die zusätzlichen Antidepressiva vor allem das Bupropion werden die von dir beschriebenen Symptome deutlich länger zurückgedrängt, was dann für 3 Monate ohne Antipsychotikum(in dem Fall Aripiprzol) stabil funktionieren kann und in der Zeit auch die Negativsymptome der Psychose selbst viel besser werden, also Motivation, Antrieb, Konzentration etwa. Dann gibt es, ähnlich wie du es beschreibst, diesen Kippeffekt und Frühwarnsymptome, auch Schlafstörungen sind da verstärkt da, was dann die Einnahme des Aripiprazols anzeigt, was relativ zügig stabilisiert und sich auch von daher gut eignet. Trimipramin-Tropfen können in der Absetzphase des Aripiprazols auch etwas bei Schlafstörungen helfen, die auch durch das Bupropion stärker auftreten können, Bupropion sollte dabei schrittweise von der Dosis her gesteigert werden.

Da Olanzapin sich durchaus stärker vom Aripiprazol unterscheidet, fehlt mir die Erfahrung und das Wissen, ob es damit funktionieren würde und ich würde von solchen Experimenten abraten, da Wechselwirkungen schwer vorhersehbar sind und auch so Unverträglichkeiten zum Therapieabbruch führen können.
 
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