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Grund zur Hoffnung: Intervalltherapie mit Bupropion

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Behandlungskonzept, welches mit Bupropion (Antidepressivum und Nikotinentwöhnung) eine stabilere Reduktion des Antipsychotikums ermöglicht. Das dämpfende Antipsychotikum wird dabei nur selten und bedarfsgerecht benötigt.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

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🔗 PRAXIS-GUIDE – für das Arztgespräch

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Wie kann ich meine Schwester (Mitte 30) konstruktiv unterstützen, ohne zu überfordern?

  • Ersteller Ersteller Uska1
  • Erstellt am Erstellt am
Glaube sie hat schon paar Freizeitaktivitäten, Frage ist eher wie man sie an den Schreibtisch oder meinetwegen auch für gemeinnützige Tätigkeiten bekommt.
Ihr solltet wirklich keinen solchen Druck aufbauen. Deine Schwester mag später erkrankt wie du sein und labil, da Frauen ja meist erst etwas später erkranken als Männer.
Solange sie etwas macht, was ihr guttut, ist die Situation doch in Ordnung. Einen Vollzeitjob kann sie so kaum schaffen, das solltet ihr einsehen und sie eher darauf, vorbereiten etwa EM-Rente einzureichen, wenn es finanziell Probleme gibt und sie vorher gearbeitet hat. Oder eben Bürgergeld.

Du gehst da vermutlich wie ich und andere Betroffene sehr von dir selbst aus, nur brauchen viele Erkranke viel Zeit zum heilen und sind dann erstmal kaum überhaupt zu etwas fähig. Auf der Arbeit ist sie ohne Kopf auch kein Gewinn, von daher ist Therapie und Medikamente erstmal wichtig.

Cariprazin (Reagila) kann wie du geschrieben hast gut sein, das ist schonmal deutlich verträglicher als Risperidon und könnte etwas für sie sein:
Nebenwirkungen Antipsychotika 10/25

In der Tabelle kannst du da auch die Verträglichkeit mit Risperidon und anderen Aypischen Wirkstoffen vergleichen, Reagila = Cariprazin. Eventuell siehst du auch für dich andere Möglichkeiten, wenn du doch dich eingeschränkt vom Risperidon fühlen solltest.

Im Grunde gibt es in D das Cariprazin (Reagila) oder Aripiprazol (Abilify), was neuere verträgliche Partialagonsisten sind. Ansonsten wäre auch noch Ziprasidon von den älteren verträglicheren Antagonisten interessant.

Ich kann gut verstehen, dass es für dich auch sehr schwer ist, wenn du auch erkrankt bist, aber geb ihr den Raum den sie braucht.

Nebenwirkungen_Antipsychotika_Neu_2 (1) - Kopie (1).png


Hier eine Tabelle, wo du leicht vergleichen kannst. Oben im Link sind die etwas genaueren Werte.
Aripiprazol, Cariprazin, Ziprasidon stehen zur Verfügung von den verträglicheren aktuell.
Brexpiprazol und Lurasidon fehlen noch in der Versorgung, sind in der Tabelle aber aufgeführt.

Bleib dran, dann geht es deiner Schwester sicher auch bald besser, wir können dir hier im Forum helfen, damit dir und ihr die Schritte die es braucht leichter fallen.
Dass du Vollzeit leistest, ist Mega, aber deine Schwester braucht erstmal Stabilität und Klarheit bezüglich ihrer Therapie und finanzielle Sicherheit wäre durch EM-Rente ideal, da sie dann immer noch verkürzt arbeiten kann. Vollzeit ist so gut wie unmöglich, mit der Erkrankung und den Medikamenten, das schaffen die wenigsten auf Dauer.
Druck muss eben weg, weil ansonsten nur mehr Probleme entstehen.
 
@Uska, mit der Intervalltherapie, die auf Aripiprazol(ähnlich Cariprazin) und Bupropion abgestimmt ist, kann sie später viel leichter wieder arbeiten gehen. Damit bekommt man Negativsymptome und kognitive Probleme in den Griff.

Von daher wäre mein Tipp eher Aripiprazol (Abilify) statt Cariprazin (Reagila) bzw. beides ihr zur Auswahl zu geben. Cariprazin kann ich dir keine verlässlichen Informationen geben, ob das von den Wechselwirkungen gleich dem Aripiprazol ist, wenn später die Intervalltherapie (mit 2–3 Antidepressiva) hinzukommt. Von daher wäre Aripiprazol womöglich einfacher und ist im Grunde gleichwertig dem Cariprazin welches mit etwas besseren Negativsymptomen beworben wird.

Aripiprazol (Monotherapie) und Cariprazin (Monotherapie) funktionieren einzeln, für sich natürlich auch. Es geht eher ums später, wobei sie dann immer noch wechseln kann, was normal kein Thema ist.
 
Glaube sie hat schon paar Freizeitaktivitäten, Frage ist eher wie man sie an den Schreibtisch oder meinetwegen auch für gemeinnützige Tätigkeiten bekommt.


Mit 2mg Risperidon und evtl. darunter auf jeden Fall, bei mehr ging nicht viel außer die ganze Zeit im Bett liegen. Aber ich habe auch keinerlei psychotische Symptome, das würde es natürlich erheblich schwerer machen.

Ja abgesehen davon geht ihr den Umständen entsprechend nicht schlecht. Ich hab mir überlegt dass sie vielleicht Reagila 1,5mg nimmt um sich gegen die Dünnhäutigkeit abzuschirmen und gleichzeitig einen Antriebsbooster zu haben
Wie äußert sich denn diese Dünnhäutigkeit bei ihr?
 
Wie äußert sich denn diese Dünnhäutigkeit bei ihr?
Sie hatte mal Probleme damit, wenn ein Ast oder Ähnliches an die Fensterscheibe geknallt ist. Aber ansonsten verträgt sie nicht viel Stress und reagiert extrem empfindlich auf vieles wenn man mit ihr spricht, kann aber auch einfach auf Kritikunfähigkeit oder Ähnliches sein
 
Dieses Topic läuft jetzt seit Mittwoch und wir haben noch immer keine konkreten Angaben wie es Deiner Schwester genau geht, was ihre Probleme sind, wie sich ihre Schizophrenie äußert, welche abweichenden Verhalten hatte / hat sie, wer attestierte ihr eine Schizophrenie, war oder ist sie in Behandlung und wo, bei wem (Klinik oder Arzt), was sagen Eure Eltern dazu, wie reagieren sie, etc. etc. ??? Das Ganze artet hier nur nach im Trüben Fischen aus ! Kannst Du Dich nicht einmal eine halbe Stunde hinsetzen und uns Eure Geschichte im Detail beschreiben ?
 
Das was ich geschrieben hab sollte eigentlich reichen um sich ein grobes Bild zu machen, ich werde mit Sicherheit keine sensiblen Details nennen zwecks Verfolgbarkeit
 
Also ich finde den Austausch eigentlich ganz gut. Es sind doch genügend Angaben gemacht worden.
 
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