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Nicht gesehen werden wollen / Niemanden treffen wollen

Miau1993

Member
Hallo meine Lieben!

Ich habe zwar schon im Internet recherchiert aber eine richtige Antwort habe ich nicht gefunden.

Kennt ihr das Gefühl Keinem begegnen zu wollen? Ich beeile mich manchmal in die Wohnung zu kommen damit ich keine Nachbarn treffe oder mit Ihnen reden muss.

Lieferanten mache ich nicht auf. Aber ich habe auch keine Lust mehr Nachbarn hinterher zu laufen, sodass sie ihre Päckchen abholen. Ich selber bestelle nichts im Internet.

Auf der anderen Seite fällt es mir schwer Vorhänge oder Rollos zu öffnen. Ich möchte von Keinem gesehen werden. Bei mir geht gefühlt am Sonntag das halbe Dorf spazieren und natürlich glotzen die in die Wohnung.

Einkaufen zu gehen am Samstag ist für mich der blanke Horror. Die Menschen sind laut, rücksichtslos und ich fühle mich unwohl unter so vielen Menschen. Leider kann ich durch die Arbeit nur am Samstag einkaufen und da steuere ich schon immer Läden oder Uhrzeiten an, bei denen nicht so viel los ist.

Das gilt übrigens nicht für Familie oder Freunde. Zu Ihnen habe ich regelmäßig Kontakt, der mir gut tut.

Gibt es für mein Verhalten eine psychologische Erklärung? Ist es ein psychotisches Symptom? Geht es Jemandem ähnlich? Bin gespannt auf eure Antworten!
 
Ich kenne es zum Teil. Mir ist es unangenehm, wenn ich unterwegs jemanden treffe, der mich kennt und der sich vielleicht mit mir noch unterhalten möchte. Manchmal gehe ich bewusst einen Umweg, wenn ich jemanden in der Ferne sehe. Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen ich mich freue, wenn ich sie treffe oder es mir nichts ausmacht. Das Einkaufen finde ich auch lästig, aber da sind es weniger die Leute als der Akt an sich mit dem ganzen Drumherum.

Zum Glück kann mir kaum einer in die Wohnung schauen, so dass ich im Licht hereinlasse.

Ich ziehe mich aufgrund der Tatsache jetzt nicht wirklich zurück oder leide darunter. Das ganze hört sich allerdings bei dir etwas sozialphobisch an.
 
Keine Menschenansammlungen zu vertragen ist durchaus typisch für Schizophrenie. Man fühlt sich einfach verletzlicher als der Durchschnitt und hat womöglich noch mit Symptomen zu kämpfen. Man sagt schizophrenen Menschen eher eine Zurückgezogenheit voraus und eine Scheu. Man könnte mit Therapie vrrsuchen das uu ändern, oder aber wie du es schon mschst sich Nischen zu suchen.
Bei mir ist das nicht ganz so ausgeprägt, ich habe aber manchmal das Gefühl man würde es mir ansehen, was auch einigermaßen unangenehm ist. Bei mir ist es auch Tagesformabhängig. Manchmal machen mir Menschensnsammlungen sogar Freude. Geh einfach in deinem Tempo weiter und es ist schön dass du Freunde hast.
 
Ich arbeite tagtäglich mit vielen Menschen zusammen, was ich nicht als störend empfinde. Deshalb würde ich eine Sozialphobie eher ausschließen.

Ich denke auch manchmal, dass man mir meine Erkrankung ansieht! Vor allem weil ich zickig reagiere, wenn ich überfordert bin.
 
@Miau1993 ,
Du kannst Dir Einkäufe auch liefern lassen, je nach Verfügbarkeit geht das teilweise bis fast Mitternacht.

Bei der Post kann man ein Profil erstellen und somit eine Paket-Weiterleitung voreinstellen, wenn du zB an eine Packstation senden lässt kannst du 24/7 abholen, oder eine Filiale.

🦔✌️
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Zuletzt bearbeitet:
Lebensmittel liefern lassen? Gibt es das? Oder anders gefragt: Verderben die nicht?

Danke für den Tipp, aber es ist immer so, dass meine Nachbarn bestellen und dann bei mir geklingelt wird.

Ich glaube tatsächlich nicht mal, dass man viel von mir sieht. Es sei denn ich habe das Licht an und die Tür offen. Es ist eher so ein unangenehmes Gefühl. Gerade wird sich auch im Treppenhaus unterhalten. Da hoffe ich immer, dass man nicht bei mir klingelt und mich in Ruhe lässt.
 
Das kann ein Teil der Erkrankung sein, ein Teil der Negativsymptomatik der Schizophrenie, es kann aber natürlich auch ein Teil der Persönlichkeit sein. Aber es gibt die eindeutige Tendenz dahin, dass viele Psychoseerkrankte doch ein zurückgezogenes Leben leben. Wenn die Negativsymptomatik einen stark belastet, muss man natürlich dagegen etwas tun. Eine Psychotherapie beispielsweise, oft hilft auch ein Antidepressivum, welches einen mit mehr Selbstvertrauen in der Öffentlichkeit auftreten lässt, mit weniger Angst.
 
Ich kenne es. Mir kommts so vor das es eher aus einem Schamgefühl herrührt. Zudem die Leute eher offensiv nach der Gesundheit fragen, aber im Umkehrschluss nichts von Schizophrenie verstehen..
Mir gehts manchaml extremst. Will nichts zutun haben mit den sozialen Kontakten, sehne mich nach Verständnis und Geborgenheit, aber fühle mich oft Einsam. Bei dem Durcheinander versuche ich klar zu bleiben und wenigstens mal bisschen Discord mit Fremden zu chatten oder der Chat hier.
 
Hallo meine Lieben!

Ich habe zwar schon im Internet recherchiert aber eine richtige Antwort habe ich nicht gefunden.

Kennt ihr das Gefühl Keinem begegnen zu wollen? Ich beeile mich manchmal in die Wohnung zu kommen damit ich keine Nachbarn treffe oder mit Ihnen reden muss.

Lieferanten mache ich nicht auf. Aber ich habe auch keine Lust mehr Nachbarn hinterher zu laufen, sodass sie ihre Päckchen abholen. Ich selber bestelle nichts im Internet.

Auf der anderen Seite fällt es mir schwer Vorhänge oder Rollos zu öffnen. Ich möchte von Keinem gesehen werden. Bei mir geht gefühlt am Sonntag das halbe Dorf spazieren und natürlich glotzen die in die Wohnung.

Einkaufen zu gehen am Samstag ist für mich der blanke Horror. Die Menschen sind laut, rücksichtslos und ich fühle mich unwohl unter so vielen Menschen. Leider kann ich durch die Arbeit nur am Samstag einkaufen und da steuere ich schon immer Läden oder Uhrzeiten an, bei denen nicht so viel los ist.

Das gilt übrigens nicht für Familie oder Freunde. Zu Ihnen habe ich regelmäßig Kontakt, der mir gut tut.

Gibt es für mein Verhalten eine psychologische Erklärung? Ist es ein psychotisches Symptom? Geht es Jemandem ähnlich? Bin gespannt auf eure Antworten!
Es gibt da ein Syndrom, es hat jedoch keine eigene Kategorie im ICD

Nennt sich "Hikikomori" und wird verschiedenen psychischen Krankheitsbildern zugeschrieben (Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen)

Es gilt als Unterkategorie und ist z.B im asiatischen Raum stark verbreitet

Würde mich an deiner Stelle deswegen nicht verrückt machen

Mein verstorbener Psychiater sagte zu mir mal

"Sie werden nie so wie DIE werden - versuchen Sie es erst garnicht"

Es ist einfach ein anderes Leben und entsprechend schlussfolgernd, dass man sich in private Räumlichkeiten zurückzieht

Wenn ich mich mit Nichtbetroffenen über mein Innenleben austausche, dann stellen die sich auf den Kopf - als Beispiel
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meide auch Menschenmengen, fühl ich mich 0,0 wohl, deshalb geh ich auch oft kurz vor ladenschluss oder gleich wenn er auf macht einkaufen.
 
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