Schizophrenie & Psychose – Forum für evidenzbasierte Hilfe

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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Übersicht zu Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Negativsymptomatik- bitte um Erfahrungsberichte

Maria89

Member
Hallo an Alle,

ich hatte dieses Jahr im Frühling eine Psychose die jetzt weitestgehend durch Medikamente behandelt wurde, sodass meine Positivsymptome im Griff sind. Allerding leide ich immer noch unter Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit und einer starken inneren Anspannung. Ich denke dass ist auf die Negativsymptomatik nach der Psychose zurückzuführen und ich fühle mich so als wenn das niemals besser wird. Habt ihr Erfahrungen mit Negativsymptomatik nach Psychosen, hattet ihr solche Erfahrungen und wenn ja wie lange hat das angehalten?
 
VerlaufstypDurchschnittliche DauerWas passiert in dieser Zeit?
Häufiger Verlauf6 bis 18 MonateDie graue Zone. Das Gehirn regeneriert sich langsam. Die Gefühle kehren schrittweise zurück.
Kürzerer VerlaufEinige Wochen bis 6 MonateOft dann, wenn frühzeitig mit einer begleitenden Psychotherapie oder leichten Antidepressiva gegengesteuert wird.
Längerer Verlauf1 bis 2 JahreBei sehr schweren oder lange unbehandelten Erstpsychosen kann die vollständige Regeneration des Gehirns bis zu 24 Monate dauern.
Viele Betroffene berichten, dass die Besserung nicht von heute auf morgen kommt, sondern in winzigen, kaum merklichen Schritten. Erst im Rückblick (z. B. nach drei Monaten) merkt man, dass die Hoffnungslosigkeit ein Stück weit nachgelassen hat.
 
Ich will schon seit 4 Jahren nur schlafen und bin sehr schnell erschöpft. Ob das zur Negativsymptomatik zählt, weiß ich nicht. Escitalopram hat mir jedenfalls nicht geholfen.
 
Danke DMA, hat es bei dir auch so Lange gedauert?
Ja, bei mir hat es sehr lange gedauert, aber es verschwindet mit der Zeit.
Ich habe allerdings auch sehr lange in einem psychotischen Zustand gelebt, von daher hat es bei mir länger gedauert.
Mach dir mal keine Angst, es wird besser mit der Zeit.
 
Hallo an Alle,

ich hatte dieses Jahr im Frühling eine Psychose die jetzt weitestgehend durch Medikamente behandelt wurde, sodass meine Positivsymptome im Griff sind. Allerding leide ich immer noch unter Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit und einer starken inneren Anspannung. Ich denke dass ist auf die Negativsymptomatik nach der Psychose zurückzuführen und ich fühle mich so als wenn das niemals besser wird. Habt ihr Erfahrungen mit Negativsymptomatik nach Psychosen, hattet ihr solche Erfahrungen und wenn ja wie lange hat das angehalten?
An sich begünstigen Antipsychotika teilweise Negativsymptome wie Motivationslosigkeit. Teilweise werden Negativsymptome etwas besser, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Dass sich diese bei manchen über die Jahre bessern, liegt vielleicht auch daran, dass sich der Körper auf den antipsychotischen Druck einstellt und gegenreguliert.
Antipsychotika helfen zwar, können aber auch Antrieb und Motivation nehmen und kognitive Fähigkeiten einschränken.

Ich habe auch zuerst, wie @lernender, mit einem SSRI‑Antidepressivum Citalopram probiert. Das hat mir auch wenig geholfen.
Erst später habe ich Bupropion, ein atypisches NDRI-Antidepressivum, gefunden, was ergänzend zum Antipsychotikum erst einmal auch keine riesigen Effekte hatte. Ich konnte das Antipsychotikum (Aripiprazol) damit leichter über Wochen und Monate absetzen und da merkte ich die Verbesserung der Negativsymptome wirklich schlagartig. Bupropion hat da einen extremen Unterschied gemacht, hab zuvor viele Absetzversuche gemacht. Einerseits hält Bupropion länger antipsychotisch stabil als ohne und die Negativsymptome werden nachhaltig besser.

Bei mir hat das mit gering dosiertem Aripiprazol wie in der Broschüre beschrieben funktioniert:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/

Das wäre dann wie eine Intervalltherapie des Antipsychotikums. Ich könnte mit Amisulprid auch funktionieren, besser wäre Aripiprazol in kleiner 5‑mg-Dosis.
Kennst du bereits das Aripiprazol was der erste moderne Partialagonist war und ansonsten in den kleinen Dosierungen um 5–7,5 mg wirklich gut verträglich ist?

Das solltest du zumindest mal im Vergleich zu Amisulprid testen, da manche Negativsymptome mit Aripiprazol echt besser sind und auch kognitiv das deutlich angenehmer sein kann.
 
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