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Meine Powersätze gegen Wahn und Angst

LordHabicht

Well-known member


Wie erziehen wir unser Gehirn hin zu Leichtigkeit und Freude? Diese Powersätze haben mir in meinem Alltag mit Schizophrenie geholfen:

  • „Kein Stress, keine Gefahr“
  • „Ich bin in Sicherheit“
  • „Da mache ich mir morgen Gedanken“
  • „Da mache ich mir ein anderes mal Gedanken“
  • „Da mache ich mir Gedanken wenn es so weit ist“
  • „Stopp, Psychose!“
  • „Das kann man auch anders sehen“
  • „Wenn es dir Angst macht, ignoriere es“
  • „Was würde mein innerer Therapeut dazu sagen?“
  • „Dafür gibt es eine rationale Erklärung“
  • „Ich bin ganz ruhig, entspannt und locker“
  • „Ich bin fest in der Realität verankert“
  • „Was ist JETZT?“
  • „Wir sind Menschen und leben auf der Erde. Das ist einfach so“
  • „Alles ist gut, so wie es ist“
  • „Ich mach so gut ich kann“
  • „Kein Grund sich zu fürchten“
  • „Das hat nichts mit mir zu tun“
  • „Am Arsch führt auch ein Weg vorbei“
  • „Es kommt wie es kommt“
  • „Krisen sind erlaubt“
  • „Gott, du hast die Kontrolle“
  • „Ich darf mich auch mal unwohl fühlen“
  • „Blöde Gedanken sind erlaubt“
  • „Hallo, Sorge!“
  • „Ich sammle Schätze im Himmel“
  • „Gedanken sind nicht real“
  • „Vergiss den Spaß nicht!“

Jedes Mal, wenn Sie einen dieser Sätze benutzen, bauen Sie eine neue neuronale Bahn. Dein Gehirn lernt durch Wiederholung:

  1. Reiz tritt auf (z.B. eine Beziehungsidee oder Angst).
  2. Powersatz wird aktiviert („Das hat nichts mit mir zu tun“).
  3. Die emotionale Reaktion wird gedämpft.
Mit der Zeit wird dieser Prozess automatisch. Man nennt das Long-Term Potentiation (LTP) – die Verbindungen zwischen den „ruhigen“ Neuronen werden physisch stärker. Durch diese Automatisierung gelangen die Gedanken ins Unbewusste und werden ausgelöst bevor die Stressreaktion eines Reizes überhaupt auftritt. Ganz automatisch! Das bedeutet wir haben den Kopf wieder frei für produktive Gedanken und das Hintergrundrauschen im Kopf wird weniger. Das ist das Wunder der Neuroplastizität!


Ein Hinweis zu dem Satz „Wenn es dir Angst macht, ignoriere es“. Hier geht es nicht darum schlechte Gefühle zu verdrängen. Der Satz bezieht sich auf Beziehungsideen, psychotischen Gedanken und Zweifeln an der mentalen Gesundheit. Manchmal sehe ich eine Person auf der Straße und denke „habe ich mir die nur eingebildet?“ oder „passt dieses Plakat perfekt zu meiner Situation, ist das eine versteckte Botschaft des Universums?“. Das sind paranoide Gedanken, die eine Sogwirkung haben und sich wie eine dunkle Bedrohung anfühlen. Diese können wir getrost ignorieren um der Psychose ihren Treibstoff zu entziehen, dafür ist dieser Satz gedacht.

Viel Spaß und Erfolg mit diesen Powersätzen, suchen Sie sich zwei bis drei aus und probieren Sie es in Ihrem Alltag mit Schizophrenie aus.​

 
Danke Niko, das ist wirklich sehr hilfreich. Du gibst mir das Gefühl mit Wahn und Angst nicht alleine dazustehen. So kleine magische Gedanken erhalte ich mir, wie zum Beispiel was im Theater gezeigt wird also der Titel hat etwas mit meiner Situation zu tun. Im grossen Stil sind magische Gedanken aber eher schädlich und schränken ein.
 
Man ist, was man denkt.

Finde es schon gut zu versuchen negative Gedankengänge zu stoppen. Das funktioniert aber denke ich eher noch vor einem Schub, oder wenn die Symptome schwächer sind.
 
Ich wende ganz einfach die Stop-Methode an. Wenn ein negativer Gedanke auftaucht denke ich mehrmals stop (20 mal wenn es sein muss), bis sich negative Gedanken verflüchtigen. Ich habe mit dieser Methode mal eine Stimme zum Wahnsinn getrieben, nicht umgekehrt. Zur Wiederholung bestens geeignet.
 
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