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Im Mittelpunkt stehen Medikamente, Therapie, Neurobiologie und Computational Psychiatrie. Persönliche Erfahrungen werden dabei mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und unterschiedlichen Behandlungsansätzen in Beziehung gesetzt.

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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ Medikamente-Orientierung: Kurzfassung

Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

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Medikation bei Psychose

Petra

New member
Ich nehme zur Zeit 200mg Amisulprid und bin mit dieser Dosierung seit über einem Jahr stabil. Ich würde wegen emotionaler Verflachung und Freudlosigkeit gerne auf 150 mg Amisuprid runter gehen, hab aber Angst, einen Rückfall zu erleben..
Hat jemand Erfahrungen mit 150mg Dosierung?
 
Hi @Petra
Herzlich willkommen im Forum!

Gibt einige Betroffene wie @Mutzi, die beispielsweise 100mg Amisulprid einnimmt.

Amisulprid (Rohdaten)
Hier findest du in der Tabelle links die D2-Blockade, die Amisulprid macht. Für die antipsychotische Wirksamkeit benötigt man zwischen 60 und 80 %.

Realistische Erhaltungsdosierungen sind entsprechend bei 100–200 mg beim Amisulprid.

Hast du schon andere Antipsychotika ausprobiert? Wenn ja, welche Antipsychotika und Psychopharmaka kennst du bereits und wie haben diese funktioniert.


Hattest du schon Aripiprazol oder Cariprazin, also einen modernen Partialagonisten?

Lurasidon wäre auch ein sehr verträgliches Antipsychotikum, was man anscheinend problemlos auf Rezept bekommt.
Frage::
Bekommt man Lurasidon in Deutschland auf Rezept und wird es von den Kassen erstattet?

KI Antwort:
Kurz und klar: Ja, Lurasidon ist in Deutschland erhältlich, verschreibbar und wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

1. Ist Lurasidon in Deutschland zugelassen?​

Ja. Lurasidon (Handelsname Latuda) besitzt eine europäische Zulassung über die EMA.

Zugelassene Indikationen:
  • Schizophrenie
  • Bipolare Depression (Depression bei bipolarer Störung Typ I)
Damit ist es auch in Deutschland regulär verordnungsfähig.


2. Wird Lurasidon von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet?​

Ja, Lurasidon ist erstattungsfähig.

Das bedeutet:
  • Ärzt*innen können es regulär auf einem Kassenrezept (GKV) verordnen.
  • Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
  • Es fällt nur die übliche gesetzliche Zuzahlung an (5–10 €).
Es ist kein Off‑Label‑Medikament, daher gibt es keine Hürden wie Genehmigungen oder Sonderanträge.


3. Wie gut ist die Verfügbarkeit?​

In Deutschland ist Lurasidon:
  • in Apotheken verfügbar
  • meist innerhalb eines Tages lieferbar
  • in mehreren Dosierungen erhältlich (20–120 mg)
Es ist kein Nischenpräparat mehr, sondern inzwischen gut etabliert.


4. Warum ist Lurasidon in Deutschland weniger bekannt?​

Dafür gibt es drei Gründe:
  • Es ist relativ neu im Vergleich zu Risperidon, Olanzapin, Quetiapin.
  • Es wird weniger beworben als Aripiprazol oder Cariprazin.
  • Viele Kliniken haben konservative Standardmedikamente.
Pharmakologisch ist es aber ein sehr verträglicher Antagonist, besonders wegen:
  • 5‑HT7‑Blockade (kognitiv günstig)
  • 5‑HT1A‑Agonismus (angstlösend, antidepressiv)
  • geringer metabolischer Belastung
  • geringer Sedierung
Für Menschen, die aktiv bleiben wollen, ist es oft angenehmer als Olanzapin oder Risperidon.

Hier findest du eine Nebenwirkungsübersicht zu den Antipsychotika, um die Verträglichkeit untereinander zu vergleichen.
 
Danke für die Antwort, liebe Maggi,
Das hilft mir sehr weiter.
Ich habe schon 26 Jahre Psychose, immer wieder Schübe, aber auch immer Tabletten daheim abgesetzt, weil keine Krankheitseinsicht.
Deshalb hatte ich schon viele verschiedene Tabletten Olazapin, Seroquell, Risperdan, alle weiß ich nicht mehr.
Aber es ist dann ja wohl gut möglich, mit 150mg Amisulprid stabil zu bleiben.
Ich komme eigentlich mit dem Medikament gut zurecht, keine Nebenwirkungen, bis auf die leichte Emotionale Verflachung und möchte dabei bleiben, aber eben eventuell niedriger dosiert..
 
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