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Diese ->medikamentöse Empfehlung hilft gegen die Negativsymptome der Psychose/Schizophrenie und fördert einen positiven Verlauf der Erkrankung. Es ist wesentlich verträglicher, da nur kleine Dosierungen von Antipsychotika eingesetzt werden und die Wirkstoffe gut aufeinander abgestimmt sind.

Tipp Medikamene-Empfehlung bei Psychose

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Medikamente-Kombination (bei Psychose und Schizophrenie, aber auch Schizoaffektiven Störungen)

Die Kombination hilft gegen Positiv- und Negativsymptome gleichermaßen und ist bei richtiger (individueller) Einstellung sehr nebenwirkungsarm.

Zum Ausdrucken: Deutsche PDF Druck-Version ; Englische PDF Druck-Version



Dosierung und Wirkstoffe:
Bupropion ca. 300-600mg (verteilt Morgens, Mittags)

Bei höheren Dosierungen besteht das Risiko für Krampfanfälle, an sich sind 300mg(EU) 450mg(Schweiz/USA) im zugelassenen Rahmen. Bezüglich höheren Dosierungen ist zusätzlich Citalopram SSRI Antidepressivum wichtig und das Aripiprazol als zwischenzeitliche Dämpfung.

Wechselwirkungen und genau Informationen zu Krampfschwelle etc.

Bei starken Schlafstörungen kann man kurzzeitig auf 150mg reduzieren, aber 300mg ist besser wirksam und wird empfohlen.


Wirkt gegen Negativsymptome und verbessert die Heilung der Positivsymptome, führt eher zu Wachheit und steigert die Konzentration. Hat Ähnlichkeiten zu ADHS Medikamenten, ist aber ein Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel, was unter anderem auch in Diätmedikamenten zum Einsatz kommt.



Citalopram ca. 20-40 mg ( morgens)


Gegen die Nebenwirkungen des Bupropions, Verstopfung und Miktionsstörungen lassen damit vermeiden.

Dämpft etwas die Libido, fördert den Schlaf, hilft gegen Verstopfung oder Blasenschwäche, was Nebenwirkungen von Bupropion(atypisches Antidepressivum) sein können.



Aripiprazol 5mg (später Bedarf 7-10 Tage alle 1-2 Monate) morgens
Bedarf 5-10 mg. Zu Beginn der Umstellung, bis alle ADs eingeschlichen sind, täglich möglichst nur 5mg morgens.

Hilft gegen akute Positivsymptome. Bei längeren Absetzen oder Bedarfsintervallen können Schlafstörungen auftreten, dann wirkt Aripiprazol auch schlaffördernd.


Wirkt gegen akute Positivsymptome, fördert den Schlaf, wirkt zusätzlich antidepressiv, wo andere Antidepressiva versagen.

Bedarf wäre etwa 7-10 Tage im Monat statt täglich, was ganz unterschiedlich sein kann, im Zweifel 5mg täglich einnehmen. Kann zu Negativsymptomen beitragen, aber auch dagegen helfen, von daher wird hier auf längere Sicht eher Bedarf dieses Medikaments empfohlen. Die Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden.


Trimipramin 10mg in Tropfenform (Abends als Zusatzoption)

Hilft bei Einschlafstörungen.


Trimipramin ist sehr nützlich abends eingenommen bezüglich seiner schlaffördernden Wirkung. Gerade wenn man längere Zeit das Aripiprazol weglässt, dann ist Trimipramin notwendig, um Schlafstörungen zu vermeiden.



Baldrian (Bedarf bei innerer Unruhe)

kann in den Absetzintervallen des Aripiprazols die Unruhesymptome etwas abschwächen.

Vitaminergänzung: Vitaminmangel oder Mineralmangel bei Schizophrenie?
Gewichtsreduktion: Abnehmen mit Naltrexon - Mysimba



Übersicht und Ergänzungen:

Täglich 3 Antidepressiva:

Bupropion (Nikotinentwöhnungsmittel und SNDRI Antidepressivum)

+ Citalopram (Standard- SSRI Antidepressivum)


+ Trimipramin-Tropfen zum Schlafen (trizyklisches Antidepressivum)

Antidepressiva brauchen in der Regel zwei Wochen, bis sie voll wirken. In dieser Zeit können Depressionen auftreten, da zu Beginn die Wirkung gegenteilig sein kann.

Werden bei Depressionen in der Regel zwei Jahre länger verordnet, auch wenn die Symptome schon abgeklungen sind. Bei Psychose ist fürs Erste eine dauerhafte unterstützende Einnahme das Ziel.


Ein Neuroleptikum / Antipsychotikum:

Aripiprazol (Abilify) (Neuroleptikum)

Neuroleptika wirken gegen Psychose und dieses hilft im Speziellen auch bei Depressionen. Es können Negativsymptome wie Antriebsschwäche auftreten, die sich durch die oben beschriebenen Antidepressiva und mit der Zeit reduzieren lassen, gleichzeitig kann es auch bei Negativsymptomen helfen, das hängt alles stark von der Dosis und Einnahme ab. Kleine Dosierung des Neuroleptikums werden höheren Dosierungen vorgezogen, da bei dieser Therapie vor allem die Antidepressiva ergänzend wirken sollen, damit diese ihre Wirkung besser entfalten können.

Allgemeine Anmerkung bezüglich Vorsicht:

Vorsicht beim Autofahren und bedienen von Maschinen, gerade in der Zeit, wenn man Aripiprazol einnimmt, kann die Konzentration nachlassen. Nur so viel wie nötig und bei der Bedarfseinnahme dann entsprechend vorsichtiger sein.

Die Antidepressiva wie etwa das Bupropion dagegen verbessert die Konzentration und Wachheit, was sich sehr positiv auf die Konzentration, aber auch aufs Autofahren auswirkt.
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Diese Empfehlung beruht auf persönlichen Erfahrungen, die auf wissenschaftlicher Art durchgeführt worden sind. Jeder reagiert etwas anders auf die Medikamente, die Empfehlung soll dahingehend gewisse Richtwerte aufzeigen, an die man sich von der Dosis und Medikamenten orientieren kann.

Natürlich bekommt man diese verschreibungspflichtigen Medikamente nur über den Arzt/Psychiater seines Vertrauens, es ist von daher nützlich, eine Kopie von diesen Artikel zu machen, damit der Arzt sich ein Bild darüber machen kann, auf was er bei dieser Kombi achten sollte.

Das Ziel ist es die Lebensqualität aller Betroffenen zu steigern.

Bupropion darf auch gemäß den aktuellen Leitlinien der DDGPN etwa bei Psychosen mit Nikotinsucht eingesetzt werden, was anhand von Studien bei etwa 80% der Erkrankten zutrifft. Da das Medikament auch so sehr nützlich bei der Negativsymptomatik ist und auch Positivsymptome bei einer begleitenden Therapie mit Antipsychotika verbessern kann, wäre ein besserer Zugang der Erkrankten zu diesen Medikamenten(Kombi) grundsätzlich notwendig.

Das Medikament(Bupropion) kann Nebenwirkungen wie Verstopfung und Miktionsstörungen(schwache Blase) auslösen, von daher empfiehlt sich zusätzlich Citalopram(Standard Antidepressivum)zusätzlich einzunehmen, was diese Nebenwirkungen komplett aufheben sollte.

Auch so dämpft das Citalopram die Emotionalität etwas, die bei geringen Neuroleptika-Dosierungen(Aripiprazol) auch stärker auftreten kann.

Bupropion reduziert auch die innere Unruhe, steigert Wachheit und Konzentrationsfähigkeit was auch beim Autofahren sehr von Bedeutung und nützlich ist.

Stand 12.11.2021
 

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