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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Leere im Kopf, keine Gedanken dadurch Sprachverarmung.

Mandy

Well-known member
Hallo Liebe Leute,

wie hier einige bereits wissen leide ich an der Erkrankung paranoide Schizophrenie. Leider hatte ich in meinem Leben bereits 3 schlimme Psychosen. Seit meiner letzten ist aber nichts mehr wie es einmal war.
Ich habe eine stark ausgeprägte Negativsymptomatik.
Bei mir äußert sich diese vor allem im Bereich Kognitiv. Ich habe eine starke Leere im Kopf was bedeutet das ich kaum Gedanken fassen kann um zu kommunizieren. Es fällt mir sowas von schwer. Deshalb bin ich auch total Sprachverarmt. Meine letzte Psychose ist bereits 3 Jahre her. Ich leide an diesem Zustand also schon bereits lange Zeit.
Nun zu meiner Frage. Meint ihr die Negativsymptome bleiben jetzt ein Leben lang oder können sie noch weggehen? Sind sie vielleicht bei einigen nach Jahren erst weggegangen? Wie sind eure Erfahrungen dazu?
Ich fühle mich so als wäre etwas in meinem Kopf abgestorben.. ist das wirklich so und dauert halt lange bis es heilt oder denke ich das nur?

Zudem ist es vielleicht noch hilfreich zu wissen das ich zur Zeit 6mg Reagila nehme was ja der Höchstdosis entspricht. Kann es sein das es einfach zu viel ist und ich deshalb diese Leere im Kopf nicht loswerde? Das mein Medikament vielleicht mich zu sehr eindämpft?

Ich habe die Leere zwar auch unter anderen Medikationen gehabt aber vielleicht geht diese ja nur nicht weg weil das Medikament einfach zu hoch ist. Ein bisschen ist es nämlich alles schon besser geworden aber noch lange nicht wieder in Ordnung.

Über Antworten von euch würde ich mich sehr freuen.
 
Hallo Mandy, bei mir haengt die Sprachverarmung sehr damit zusammen wer mein Gespraechspartner ist. Helfen kann vielleicht ganz klein anzufangen. Mal 2h in wine tagesstaette gehen oder mit einer Freundin sich auf einen spaziergang verabreden. Die negativsymptompe sind bei mir hauptsaechlich muedigkeit und antrieb. Ich versuche jeden tag kleinigkeiten zu erledigen, nicht zu viel Von mir erwarten. Ich bekomme 4,5mg reagila. Gute besserung .
 
Hallo. Ich hatte auch Reagila 6 mg und hab damit tierisch zugenommen. Aber der Antrieb war besser, aber das mit der Leere im Kopf hatte ich auch. Ich hatte wie ein Radeln im Kopf die Worte zu finden. Jetzt mit Aripiprazol kann ich viel besser reden und wenn mir ein Wort nicht einfällt umschreibe ich es.
 
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Ich bin sogar ganz froh, dass keine (nach eigenem Befinden) idiotischen Gedanken mehr in meinem Kopf herumspuken. Ich komme auch ganz gut ohne Gedanken aus. Beschäftigen könnte ich mich trotzdem, bin aber den ganzen Tag lang so müde, dass ich ihn fast ganz verschlafe. Kaffee hilft mir leider nicht. Ich habe auch keine Lust auf Gesellschaft. Wozu die Psychiater mir etwas Sedierendes geben wollten, weiß ich nicht. So kann es einem eben auch gehen.
 
Bin auch leer, ich sage lieber ruhig, im Kopf.
Bin auch froh darüber, nicht dummes im Kopf zu haben.
Ich mache Kreuzworträtsel und unterhalte mich sporadisch.
Klappt beides ganz gut!
Ausserdem schreibe ich Tagebuch und sonst, wenn es sich ergibt im Netz...
Mir reicht das zum Zufriedensein.
Muss natürlich jeder selber wissen, welche Ansprüche er hat an sein Leben.
Und ja, man kann aktiv etwas dafür tun.😉
 
Ich habe früher auch eine Leere empfunden. Phasen von keine Gedanken wie auch innerliche oder Seelisch. Ich hasse diese Krankheit , aber immer wenn meine Wahngedanken weg waren dann war diese Leere immer da . Zu akzeptieren das ich mich nicht ständig gut fühlen kann, hat dann dazu geführt das es weniger wurde. Ich weiß auch das mann ausgerechnet in solch einer Phase sich mit fast nichts beschäftigen kann , wenn es im Kopf leer ist ist auch kein Interesse da. Du könntest z.b. schreiben was du unternommen hast das die Leere besser wird, dann könntest du auch bessere Ratschläge bekommen. So ist es schwierig deine Situation einzuschätzen.
 
Ja, einfach kleine Meilensteine setzen, an die man sich positiv erinnern kann, muß anfangs nichts Großes sein.
 
Wenn ich zu viel denke mache ich die Stopp-Methode. Wenn ich nichts denke, genieße ich das und fühle Frieden in mir. Das ist sehr angenehm.
Sprachverarmung habe ich dadurch nicht. Wenn mein Freund mich besucht höre ich erstmal nur zu. Später kommen dann Gedankengänge die ich in die Unterhaltung einbringen kann. Mal mehr mal weniger. Bin halt schizophren und habe das mittlerweile akzeptiert. Wer mir zu dumm kommt, den meide ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jede Psychose ist "Personalisiert" . Verschiedene Leben und Erfahrungen führen zu einer Individuellen Psychose. Somit sind Negativsymptome auch Individuell und dauern verschieden. Es ist unmöglich einen Zeitraum zu geben . Ich weiß das wir oft verzweifelt sind, aber wir selbst versuchen dieser Erkrankung einen Stempel zu geben.
 
Warum sollte ich der Erkrankung einen Stempel geben. Es gibt so viele verschiedene Erkrankungen die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen. Die Ärzte sind darauf spezialisiert und geben ihr bestes, auch wenn wir mit unserer Erkrankung weitaus mehr Erfahrung mitbringen, als manch ein Arzt es je in seinem Studium gelernt hat.
Meine Devise lautet: Erfahrungen sammeln und das Leid das wir erfahren als Prüfung annehmen, damit wir im höheren Alter zurückblicken können, was wir für Leid erfahren haben und wie wir damit umgegangen sind.
Bis dahin sollte man allerdings medikamentös gut eingestellt sein, damit Rückschläge weniger auftreten.
Habe gut reden, bin schon etwas älter und sehe das gelassener als in meinen jüngeren Jahren.
Kopf hoch, das wird schon.
 
Ich hatte jetzt keine Lust das ganze zu lesen. Mutzi du warst garnicht damit gemeint.
Oben steht die Frage über Negativsymptome.
Ich hätte zitieren sollen.
Aber im Endeffekt ist das von mir eine allgemeine Beobachtung und niemand sollte sich angegriffen fühlen.
 
Ich habe eine chronifizierte schizoaffektive Störung (also eine Dauer-Psychose) mit massig vielen verschiedenartigen Symptomen. Da ja durch die Medikamente die Positivsymptome unter Kontrolle sind, leide ich aber massiv unter der Negativsymptomatik, die oft unerträglich sind, die meisten Tage sind unerträglich. Ich nehme vier Medikamente ein (Aripiprazol, Clomipramin, Tegretal und Lithium). Bei mir äußert sich die Leere durch Denkhemmung, also ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen, ich kann nicht mehr so gut analysieren und kombinieren, was ich früher liebend gern gemacht habe. Sprachverarmt bin ich auch, also ich rede weitaus weniger als früher, bin nicht mehr so gesprächig. Wegen dem Tegretal verlerne ich schnell mein immer wieder hart erarbeitetes Französisch, was ich hier in Frankreich unbedingt brauche. Bei mir kommt die Leere ausschließlich wegen dem Lithium. Lithium richtet (zumindest solange ich es einnehme) unglaublich viel Schaden an, also ich meine, es ist für sooo viele Nebenwirkungen verantwortlich. Leider kann ich ohne Lithium nicht sein, da es DER Clozapin-Ersatz ist, also es stabilisiert mich derzeit am besten (Clozapin musste ich vor 3 Jahren leider leider absetzen, seitdem Chaos und Leid pur). Auf jeden Fall wäre ich sooo froh, wenn ich Reagila / Cariprazin ausprobieren könnte! In Frankreich sind viele Psychopharmaka leider nicht autorisiert, wie auch Zeldox (was ich aber mal eingenommen hatte, als ich in Deutschland lebte). Ist vielleicht dumm gefragt, aber ist Denkverarmung oder -hemmung nicht vielleicht eine mögliche Nebenwirkung von Reagila, steht es vielleicht auf dem Beipackzettel? Wäre natürlich höchst kontraproduktiv, wenn dieses Medikament solch eine Nebenwirkung hätte. Auch ich führe ein Tagebuch, und zwar digital, als Google Docs-Datei, manchmal auf dem PC, manchmal auf dem Smartphone. Eigentlich lass ich mich kognitiv so viel stimulieren, wie ich es ertragen kann. Ich stoppe aber auch jeden Tag meine Bildschirmzeit, außer auf dem Smartphone/iPhone, aber da gibt es ja jede Woche den Bildschirmzeit-Bericht, um mir ein Bild zu machen. Ich habe eigentlich ständig irgendwelche PC-Projekte. Eine Psychologin riet mir mal dazu, jeden Tag nicht eine gewisse Zeit zu übersteigen. Per Zoom (Videoübertragungs-Plattform), Telefon und in echt habe ich aber noch ein wenig Kontakt zu Freunden und Familie. Hin und wieder habe ich sonst auch noch mit anderen zu tun und da spreche ich auch. Ich hoffe Mandy, da war irgendetwas hilfreiches für dich mit dabei! Weil es passt: anbei meine 5 Säulen der Hilfe-Struktur für psychisch Kranke (die Idee stammt von einer Psychologin, ich habe es grafisch mithilfe von KI umgesetzt).
 

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