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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Kommt die Negativsymptomatik von der Erkrankung oder den Tabletten?

  • Ersteller Ersteller Gelöschter Benutzer 2353
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G

Gelöschter Benutzer 2353

Das ist immer die große Frage. Früher haben die Tabletten der älteren Generation schon mal eine Negativsymptomatik induziert. Heutzutage, mit den neueren Tabletten, ist das viel seltener geworden. Viele Tabletten der neueren Generation können Negativsymptomen sogar effektiv bekämpfen. Früher konnte man noch sagen, dass die Negativsymptomatik von den Tabletten kommen kann. Heutzutage ist das mit den Tabletten der neuesten Generation viel seltener. Und wenn jetzt jemand Negativsymptomen ganz ohne Tabletten hat, ist der Fall sowieso klar, woher die Negativsymptomatik kommt.
 
bei mir kommt es hauptsächlich von der Erkrankung. Nach der Erkrankung konnte ich noch 3 Stunden arbeiten. Seitdem ich Medis nehme sind es noch 1 Stunde. Aber die Lebensqualität hat schon stark abgenommen, seitdem ich Medis nehme.
 
Ich stell mir auch immer die selbe Frage aber ich glaube es kommt von der Krankheit weil ich hab ein Kollege der hatte nur leichte Psychosen er nimmt auch Tabletten und er ist nur bisschen müde davon aber er kann noch arbeiten und Autofahren undso
 
Das ist immer die große Frage. Früher haben die Tabletten der älteren Generation schon mal eine Negativsymptomatik induziert. Heutzutage, mit den neueren Tabletten, ist das viel seltener geworden. Viele Tabletten der neueren Generation können Negativsymptomen sogar effektiv bekämpfen. Früher konnte man noch sagen, dass die Negativsymptomatik von den Tabletten kommen kann. Heutzutage ist das mit den Tabletten der neuesten Generation viel seltener. Und wenn jetzt jemand Negativsymptomen ganz ohne Tabletten hat, ist der Fall sowieso klar, woher die Negativsymptomatik kommt.
Auch neue Antipsychotika begünstigen und hinterlassen Negativsymptome. Bei mir etwa waren Negativsymptome Krankheitsbedingt ausgeprägt und die sind auch unter Aripiprazol aufgetreten. Etwa Antriebs- und Motivationsprobleme sind schon erheblich, auch weil das sehr mit dem Dopamin zusammenhängt. Bei Risperdal empfand ich die Negativsymptome schlimmer was ja zumindest atypisch ist, aber da würde ich keinen Vorteil zu den älteren Typischen sehen bis auf die EPS(Bewergunsstörungen).
Bupropion was ja NDRI-Antidepressivum ist, wirkt im Gegensatz zu Antipsychotika effektiv Negativsymptomen entgegen, was ich beim vorübergehenden Absetzen des Aripiprazol's besonders merke.
Negativsymptome kommen auch eher von einem Dopaminmangel in bestimmten Hirnregionen, wobei Antipsychotika hauptsächlich Dopaminüberschüsse herunterfahren und das deutlich, was meist auch Negativsymptome begünstigt.


Ganz neuere Wirkstoffe wie Caripiprazin, Brexpiprazol und Aripiprazol sind als Partialantagonisten etwas besser da der Dopaminrezeptor aktiviert und gleichzeitig gehemmt wird. Cariprazin soll bei Negativsymptomen etwas besser was man auf die D3 Wirkung zurückführen will.
Ansonsten würde ich von den etwas älteren Ziprasidon und Lurasidon als gut verträglich einstufen, was meist auch von den Negativsymptomen auch besser ist.
Hier eine Nebenwirkungstabelle. Hier kann man die Rezeptorbindungsprofile vergleichen, wobei Ähnlichkeiten sich dann auch bei der Art der Negativsymptome und Nebenwirkungen zeigen, die eben auch unterschiedlich ausfallen können.
Effektiv hilft meine Medikamenteempfehlung bei Negativsymptomen, was aber kein Standard ist.

Ansonsten würde ich es einfach ausdrücken, dass Antipsychotika mit stärkeren Nebenwirkungen auch gravierendere Negatisymptome machen, Aripiprazol, Cariprazin, Ziprasidon und Lurasidon sind insgesamt verträglicher, was sich positiv auf Negativsymptome auswirken kann.

Was verstehst du unter Medikamente der alten Generation @Gelöschter Benutzer 2353 ?
 
Einfache Antwort:
Negativsymptome kommen zwar von der Krankheit, aber werden mit Antipsychotika teilweise verschlimmert. Manche Dinge wie Konzentration kann besser werden, wenn die Reizüberflutung nachlässt, aber Negativsymptome sind trotzdem vorhanden und bleiben bei Antipsychotika unbehandelt. Motivation und Antriebsprobleme, werden mit Antipsychotika schlimmer, was Arbeit und solche Sachen erschwert, also werden auch teilweise erst mit den Medikamenten erzeugt.
Nach der Ersterkrankung und Klinik war unter Risperdal mit mir Beruflich nix mehr anzufangen, fühlte mich stark behindert und konnte nur noch einfachste Arbeiten unter enormen Motivationsaufwand erledigen.
Risperidon und Paliperidon werden heute ja auch noch häufig eingesetzt und in neuer Verpackung und Depot verkauft, was ähnliche Probleme macht, also ich hatte diese auch schon.
 
Das ist immer die große Frage. Früher haben die Tabletten der älteren Generation schon mal eine Negativsymptomatik induziert. Heutzutage, mit den neueren Tabletten, ist das viel seltener geworden. Viele Tabletten der neueren Generation können Negativsymptomen sogar effektiv bekämpfen. Früher konnte man noch sagen, dass die Negativsymptomatik von den Tabletten kommen kann. Heutzutage ist das mit den Tabletten der neuesten Generation viel seltener. Und wenn jetzt jemand Negativsymptomen ganz ohne Tabletten hat, ist der Fall sowieso klar, woher die Negativsymptomatik kommt.
Ich würde behaupten dass es beides sein kann.
Wenn man postschizophrene Depressionen hat, dann hat man das auch ohne Medikamente.

Aber ich kenne es auch dass es dir bestimmte Medis schlimmer wurde.
 
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