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– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Keine Lust zu arbeiten wegen Negativsymptomatik oder wegen Faulheit?

Unik

Member
Habt ihr das auch?

Ich mache seit 8 Monaten nur ein Minijob in einem kleinen Lager, wöchentlich wechselnd an 2 bzw. 3 Tagen für 4 Stunden. Ist manchmal anstrengend, aber ich habe wenigstens etwas mehr Geld mit aufgestocktem Bürgergeld. Nur in letzter Zeit bekomme ich immer wieder Gedanken, wie ich doch keine Lust auf Arbeit habe, und lieber was am PC zocken würde, oder Filme, Serien schauen, was ich auch gut 8 Stunden am Stück kann. Die Arbeit macht jetzt nicht unbedingt Spaß, aber ich wüsste auch keine Arbeit, die Spaß macht. Sie ist einfach Arbeit für mich, also etwas, was getan werden muss. Ich war wegen meiner Lustlosigkeit sogar bei meiner Psychiaterin, schauen, was sie sagen würde, und sie meinte, das käme von meiner paranoiden Schizophrenie, genauer Negativsymptomatik, sodass sie mich sogar für 2 Wochen krankgeschrieben hat. Mir ist auch hin und wieder langweilig. Ich persönlich merke das nicht, dass es Negativsymptomatik sein soll, sondern es fühlt sich einfach psychologisch wie "faul sein" an, sodass ich ein schlechtes Gewissen bekomme, weil ich nur ein Minijob mache, oder ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich "krank machen würde" wegen Faulheit, was aber ja die Negativsymptomatik sein soll.

Echt mies. Zieht sich schon mein Leben. 6 x Abi versucht, viele Jobs, aber immer nur eine kurze Zeit von 1-3 Monaten.

Wie ist das bei euch so?
 
Kann schon gut sein dass es doch Negativsymptomatik bei dir ist, die sich nur wie faul sein anfühlt. Ich habe das so ähnlich durch Medikamente. Ich könnte mir dadurch gerade überhaupt nichts an Arbeit vorstellen, aber das kommt alles durch die Medikamente.
Negativsymptomatik legt sich wie ein Mantel über die Motivation und in etwas leichteren Fällen fühlt sich das wie Faulheit an. In Wirklichkeit aber fehlt die Motivation die ohne Negativsymptomatik da wäre.
 
Kann schon gut sein dass es doch Negativsymptomatik bei dir ist, die sich nur wie faul sein anfühlt. Ich habe das so ähnlich durch Medikamente. Ich könnte mir dadurch gerade überhaupt nichts an Arbeit vorstellen, aber das kommt alles durch die Medikamente.
Negativsymptomatik legt sich wie ein Mantel über die Motivation und in etwas leichteren Fällen fühlt sich das wie Faulheit an. In Wirklichkeit aber fehlt die Motivation die ohne Negativsymptomatik da wäre.

Aber gar keine Motivation für nichts haben wäre ja richtig extrem, da käme man ja nicht mal mehr aus dem Bett.
 
Die Arbeit ist das Beste was Dir passieren kann, wenn Du Zuhause bleiben würdest wäre das Dein Untergang !
 
Das stimmt. Dann ist die Negativsymptomatik ausgeprägter. Bei dir ist sie vielleicht nur leicht ausgeprägt.
 
Hallo, zur letzten Frage
Ich hab grad so meinen Bachelor in Sonderpädagogik abgeschlossen aber meine Lehramt Staatsexamen abgebrochen weil ich nicht mehr so gut lernen konnte mit den Tabletten (Olanzapin)Nach 4 Monaten Klinik wurde ich jetzt auf Paliperidon Depot[150] umgestellt, da das meine 4. Psychose war, die dieses Mal auch zu akkustischen Halizunationen und Delusions führte Und meine Eltern unbedingt eine Depot Medikament für mich wollten. Ist echt Horror, ich habe es deswegen bisher nicht geschafft mich zu bewerben bzw wurde abgelehnt ich hab einfach sehr wenig Motivation sodass ich erstmal Bürgergeld beantragt habe. Ich hoffe dass sich das noch irgendwie bessert.
Olanzapin war irgendwie angenehmer als Paliperidon. Leider habe ich damals die 5mg Olanzapin abgesetzt, weil ich wenig Errinnerungen an meine Krankheitsphasen hatte bzw an diese Erinnerungen nicht rankam. Jetzt muss ich mit Paliperidon damit wohl klar kommen. Meine Mutter sagt, wenn ich noch eine Psychose habe muss ich ausziehen.
 
Gratulation zu Deinem Bachelor ! Deine Mutter hat wohl Angst, dass Du wieder abbrichst ?
 
Ja genau muss das auch bisschen verstehen, vllt geht es nicht anders als Depot. Lieber das als dass ich iwann ultraviele Tabletten nehmen muss weil ich nochmehr Psychosen hatte.
 
Screenshot 2023-03-16 115051.jpg
 
Arbeiten ist so ein zweischneidiges Schwert bei der Erkrankung. Man ist zwar sinnvoller beschäftigt, könnte aber auch gestresst und dadurch anfälliger sein.
 
Arbeiten ist so ein zweischneidiges Schwert bei der Erkrankung. Man ist zwar sinnvoller beschäftigt, könnte aber auch gestresst und dadurch anfälliger sein.
Man muss sich erproben. Dabei muss man auch ins kalte Wasser zu springen bereit sein. Sehr viele Menschen mit Schizophrenie harren z. B. in "Bürgergeld" aus. Auch wenn das eigentlich keinen Sinn ergibt. Oder sie arbeiten in Vollzeit in einer WfbM (in der Regel fünf bis zehn Stunden weniger als auf dem Ersten Arbeitsmarkt, aber trotzdem noch zur Klasse "Vollzeit" gehörend). Man kann es sich eh nicht aussuchen, weil man mit dieser Krankheit in der Regel von irgendwelchen Sozialleistungen (oder Rente) abhängig ist, so dass die einem dann schon sagen, wie leistungsfähig man noch ist.
 
Das fühlt sich auch echt an wie faul sein^^.

Der Witz noch alle denken das dann auch genau so....weil se diese Krankheit auch nicht verstehen.

Mir gehts auch öfter so.


Ich gehe ne 30H Arbeit nach die mir auch viel Spaß macht, aber wenn ich mal wieder nen kleinen Schub hatte, dann sind auch die Negativ Dinger da und dann kann ich mich auch für fast nix bewegen...
 
Naix es ist sehr stark dass du 30 stunden arbeiten kannst. Unik ich finde es gut dass du es so detalliert beschrieben hast. Ich habe meinen vierten Schub seit letztes jahr oktober hinter mir und ich muss sagen. Ich bin sehr Antriebslos. Seit letztes jahr beziehe ich Bürgergeld. Ich denke auch manchmal ob es faulheit ist aber mein Artzt sagt selber er kennt keinen der mit paranoide schizophrenie vollzeit arbeitet. Ich nehme risperidon 1 mg morgens und 2 mg abends plus 50 mg quetiapin zum schlafen. Wohne bei mein eltern helfe ab und zu beim aufräumen 10-20 minuten täglich. Aber bist aufjedenfall nicht der einzige. Interresant das man voll gleichdenkt 😃alles gute
 
Naix es ist sehr stark dass du 30 stunden arbeiten kannst.
Schaffe ich aber auch nur weil es nicht so stressig ist.

30H bei A sind anders als 30H bei B.

Stress ist für Schizophrene halt das Gift NR1 jedenfalls bei mir so.

Irgendwann triggert dann bei mir wieder was.
Mal 1-2 Tage vollstress ok, aber danach brauch ich einfach wieder ruhe.

Wenn ich die Arbeit nicht hätte, wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht wohin dann.

Schichten sind tabu, hoher daurhafter Stress, Monotone Arbeiten.

Also im Grunde kann ich dann nirgendswo hin, zumindest nicht wo das Motto "Zeit ist Geld oben steht".

Und dann hat man wie schon gesagt das Thema das es niemand versteht.

Nur gibts bei der Krankheit kein Knopf den man ein und ausschalten kann, das ist halt nicht mal so als wenn man nur mal nen schlechten Tag hat, was viele auch damit verwechseln, wenn ich nen Schub hab/hatte oder einfach mal Symptome triggern weil alles aus dem Weg gehen, geht ja nune auch nicht, dann bin ich halt mal einige Tage nicht 100% da.
Das kann man nune nicht ändern, und das begreifen viele nicht, wenn die wüsste was im Kopf dann umhergeht.

Aber man kanns nicht verübeln, ich würde wahracheinlich auch etwas anders reagieren wenn ich das nicht hätte weil man da auch einfach nicht drinne steckt.

Generell ist die Aufklären gerade was Schizophrenie angeht heute immer noch sehr, sehr mau.

Und da verstehe ich die Leute die das für sich einfach behalten und garnicht drüber reden.

Und ich verstehe auch die Leute die sich abwenden, Schizophrene können auch sehr anstregend sein, bin ich auch, aber meine paar Leute halten trotzdem zu mir.

Aber ich hatte auch mal gelesen unter nem Video das viele betroffenen einfach auch viele Menschen verloren haben, weil sie damit nicht klargekommen sind.

Diese Schübe sind halt für alle anstrengend, aber bei mir gabs nur 2möglichkeiten, mit nen paar mehr Schübe leben dafür keine Pillen und hoffen das es nicht mehr so austickt das ich Suizidal werde, oder Pillen nehmen und 24/7 in den negativsyptome stecken...

Jetzt fahr ich 5,6 Jahre mit ersteren mal mehr und mal weniger gut.

Leider gibts auch keine Bedarfsmedis, zumindest meinte meine Psychaterin das zu mir.

Aber oft merke ich schon wenn sich was einschleicht.

Da wäre mal was schnellwirkendes schon nett was man mal für wenige Tage nehmen könnte, aber sowas gibts anscheinend wohl nicht.
 
Ich frage mich, ob man überhaupt eine Arbeitsstelle annehmen sollte, falls es dann womöglich aus gesundheitlichen Gründen nicht dauerhaft bzw. nicht zuverlässig geht ...
 

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