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Meine Eltern waren katholisch und evangelisch und selbst da kam es zu schweren Überwürfnissen. Dazu war meine katholische Mutter eher bigott und mein evangelischer Vater ein unausgesprochener Atheist.

Dieses Konfliktpotential potensiert sich natürlich, wenn einer der Partner einer Sekte angehört. Nun das ist die Ausgangslage, wird aber nun der bigottere Ehepartner dazu psychotisch überschlagen sich natürlich die Ereignisse. Denn religiöses Verhalten ist prinzipiell GIFT für Psychotiker.

Jetzt kommen wir zu Dir @Bart, der Wunsch Deiner Frau den Pastor zu ehelichen, sich von Dir deshalb zu trennen, das Geldverschenken an Notbedürftige, stundenlanges Beten am Küchenboden und ihr Leben in Gottes Hand zu übergeben zeigt, dass hier nur RELIGIÖSER WAHN am Wirken ist !? Solche Menschen muss man ziehen lassen, da die Gesetze vernünftigen Handelns von der Sekte zu Anbeginn ausgeschaltet wurden, was jetzt in der Psychose so richtig an die Oberfläche kommt !?
 
Eine Freikirche ist keine Sekte, auch wenn es dort meistens sehr religiös zugeht. Das müssten dann schon die Zeugen Jehovas sein. Da kann man von Sekte sprechen.
 
@ BARONET
IST ja alles richtig. Aber warum liest denn keiner wenn ich schreibe das ihre Gemeinde ihr Verhalten ebenso pathologisch findet wie wir?
 
@Bart , ich verstehe schon, dass ihre Gemeinde ihr jetziges Verhalten pathologisch findet, aber diese Gemeinde hat den SAMEN gesetzt. Dass dieser Samen nun durch die Psychose förmlich explodiert ist war von der Gemeine nicht kalkuliert, aber das kommt mir vor wie eine LSD-Gemeinschaft die sagt wir nutzen die Droge nur minimal jeden Tag, so bleibt alles im Rahmen, aber bei manchen wächst sich dass dann eben zum Mammutbaum aus ?

Ich weiß ja nicht wie lange Deine Frau bei der Gemeinde dabei ist, aber im Normalfall wird sie von dem Gedankengut nicht mehr weg kommen, da helfen auch keine NL ! Das höchste was NL bewirken können, ist das sich das Glaubenssystem Deiner Frau wieder normalisiert, aber NL können nicht das Gedankengut eines Menschen auswechseln !

So leid es mir tut, aber Du musst Deine Frau ziehen lassen, vielleicht kommt sie noch einmal zurück, aber dass muss sie nach freien Stücken machen !?
 
@ Baronet
Mmmhhh,
Darüber muss ich nachdenken.
Aber ich denke du hast wahrscheinlich recht.
Ich rechne auch nicht mehr mit einer Normalisierung. Ich glaube sie geht sein 7 Jahren dahin.
Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich wollte ihr nur gerne einen sicheren Hafen bieten solange sie im Wahn ist, aber ich will ihr Leben so nicht teilen.
 
Aktuell ist sie so klar das sie sich vom Pastor einfach nur eine wörtliche Stellungnahme wünscht nach dem Motto nein ich will dich nicht und ich bin wirklich verheiratet. Dann meint die kann sie loslassen.
Wäre ein großer Schritt überhaupt das klarzustellen. Anders kommt man von so einem Liebeswahn kaum weg.

Man kann normal mit ihr reden und sie öffnet sich. An eine Erkrankung glaubt sie noch nicht. Der religiöse Kontext als Lebensziel besteht weiter.
Welche Erlebnisse oder Erscheinungen hatte sie bisher? Es ist überhaupt gut, wenn sie bei sich erkennt, dass es zumindest Symptome einer Schizophrenie sind. Im Grunde ist Wahn häufig damit verbunden, dass man die Dinge übertreibt, die man anfängt.

Religion oder Religiosität kann bei so einer schweren Erkrankung auch etwas Schutz sein, also ich würde eher fragen, warum sie sich auserwählt fühlt, oder was sie glaubt, was ihr Auftrag ist. Einfach auch um zu sehen, ob eine psychotische Erfahrung oder intensives Erleben bei ihr das mit ausgelöst hat.
Bei mir damals war in der Psychose die Wahrnehmung alles sehr intensiv, also man ist da wie in den kirchlichen Geschichten in der Ich-Perspektive und bezieht alles auf sich. Vielleicht hat sie sich da irgendwie bei etwas bestimmten oder in einer bestimmten Situation angesprochen gefühlt. Religion macht ja auch Angst vor der Hölle und solche Dinge können dann auch wahnhafte Getriebenheit verstärken.
Meist liegen auch so Ängste zugrunde, vielleicht politische Dinge, die sie triggern, wo sie sich reinsteigert?

Vielleicht kannst du da ja so ein Lagebild aufzeigen, was für Dinge sie beschäftigen. Du brauchst sie kaum vom Gegenteil überzeugen, aber vielleicht kannst du ja herausfinden, welche Dinge sie beunruhigen und was sich in ihren Augen ändern müsste.
 
Danke Maggi.
Was diese Flaubensintensivierung ausgelöst hat ist sicher vielschichtig und von ihr kaum benennbar.
Hat auf einmal angefangen das sie glaubt sie bekommt Eingebungen vom heiligen Geist. Ob due aktuelle politische Lage da auch eine beängstigend Mitursache ist....kann sein .
Intensive Wahrnehmungen hatte sie vor der Einweisung im März. Was sie zwischenzeitlich dann vielleicht empfunden aber nicht gesagt hat...wer weiss. Bin mir nach der ersten Freude das sie klarer ist trotzdem nicht sicher ob alles echt ist oder sie manipulativ weiter daran arbeitet als normal angesehen zu werden und weuss welche Knöpfe sie bei mir drücken muss.
Ist so ein Gefühl das aktuell bei mir aufkommt.
Ich bleibe am Ball
 
Sicher versucht sie es normal aussehen zu lassen, sie will sich ja schützen. Obwohl ich habe damals noch bei der Arbeit über meine Nachbarn die mich angeblich ärgern wollen mit Patienten gesprochen. Und das Verrückte war, sie haben mir einfach geglaubt. Es ist gar nicht so einfach jemanden als verrückt zu entlarven.
 
Wieviel Energie wirst Du noch investieren um Deine Frau / Eure Ehe zu retten ?
 
Dann gibt es nur mehr die Teilungsklage für das Haus und wer zuerst klagt steigt dann besser aus !?
 
Ich rechne auch nicht mehr mit einer Normalisierung. Ich glaube sie geht sein 7 Jahren dahin.
Intensive Wahrnehmungen hatte sie vor der Einweisung im März.
Du hast doch am Anfang geschrieben, dass es seit Juli so ist. Hier schreibst du das es schon langer geht oder im März die Einweisung war?

Wie alt ist deine Frau?

Normal tritt die Psychose bei Frauen so Mitte/Ende 20 Anfang 30 auf.



Was diese Flaubensintensivierung ausgelöst hat ist sicher vielschichtig und von ihr kaum benennbar.
Hat auf einmal angefangen das sie glaubt sie bekommt Eingebungen vom heiligen Geist. Ob due aktuelle politische Lage da auch eine beängstigend Mitursache ist....kann sein .
Wäre die Frage, welche Eingebungen das sind?
 
@ Maggi
Sie geht seit 7 Jahren in diese Gemeine. Sie ist 53 Jahre alt.
Die Einweisung war im März. Für 3 Tage. Dann vordergründig nach einer kurzen Findungsphase alles normal. Dann der Beginn der aktuellen Phase im Juli.
Was es genau für Eingebungen sind weiss ich nicht. Es sind auch keine optischen oder akustischen Halluzinationen sondern eher eingegebene Gewissheit. Thematisch wohl über eine besondere Aufgabe die Gott für sie hat oder auch Erkenntnis über christliche Inhalte. Genau sagt sie nur das sie sie hat.
 
Vielleicht wird es ohne Medikamente wieder besser. Geb ihr etwas Zeit und versuch sie mit Gespräche zurückzuholen.
An sich ist mit 53 eine Schizophrenie ja eher ungewöhnlich. Meine Sorge ist, dass die Antipsychotika zwar wirken und schnell helfen, aber zur Chronifizierung beitragen.
Ansonsten können Psychiater da meist ja auch wenig machen.
Was es genau für Eingebungen sind weiss ich nicht. Es sind auch keine optischen oder akustischen Halluzinationen sondern eher eingegebene Gewissheit.
Vielleicht kannst du mit ihr über diese Themen versuchen zu reden. Psychotische Erfahrungen können sehr verängstigend sein, da man diese schwer verarbeiten kann. Normal müssten sich da schon wahnhafte Dinge oder wirre Überzeugungen finden.

Dass ihr ein Statement des Pastors hilft, das wäre schonmal ein großer Schritt, damit sie darüber hinwegkommt. Vielleicht legt sich das andere dann auch.
 
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