In der Tabelle hätte ich eher Olanzapin als deinen Favoriten eingeschätzt. Später hast du dich eher bei Quetiapin im Text wiedergefunden.
Ich sehe das auch genauso, was für manche eine störende Nebenwirkung ist, kann für andere auch ein positiver Effekt oder unproblematisch sein.
Ich würde eher auch darüber nachdenken Quetiapin auf 300mg etwa verteilt eingenommen zu steigern und dafür kein Amisulprid.
Oder eben Quetiapin + Olanzapin in den kleinen Dosierungen wie du es beschreibst einfach mal mit viel Achtsamkeit probieren, da auch problematische Wechselwirkungen möglich sind, wenn sich etwa additiv bestimmte Nebenwirkungen verstärken.
Hier mit Bing Copilot erstellt:
Ich bin kein Arzt, aber ich kann meine Gedanken hierzu teilen:
Beide Medikamente – Quetiapin und Olanzapin – gehören zu den atypischen Antipsychotika und werden in der Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Dabei liegt die übliche Erhaltungsdosis von Quetiapin in der Regel deutlich höher – oft im Bereich von etwa 300 bis 450 mg pro Tag, während Olanzapin typischerweise in Dosen von 10 bis 20 mg pro Tag verabreicht wird, je nach individueller Verträglichkeit und Symptombild. Eine Dosis von 100 mg Quetiapin in Kombination mit 2,5 mg Olanzapin liegt somit weit unter den allgemein als wirksam bewerteten Mengen für den antipsychotischen Effekt.
Die Kombination zweier Antipsychotika im Niedrigdosisbereich ist zudem nicht routinemäßig Standard. Zwar gibt es in speziellen Fällen Überlegungen zur Polypharmakotherapie – beispielsweise wenn man versucht, bestimmte Nebenwirkungen zu vermeiden oder einen besonders empfindlichen Patienten schonend zu behandeln –, jedoch darf dabei nie außer Acht gelassen werden, dass beide Präparate ähnliche Rezeptorprofile beeinflussen. Das heißt: Es besteht das Risiko additiver Sedierung oder anderer unerwünschter Effekte, ohne dass gleichzeitig ein ausreichender therapeutischer Effekt erzielt wird. Außerdem ist die Forschungslage, dass solche sehr niedrigen Dosen in Kombination antipsychotisch ausreichend wirken, sehr begrenzt.
Ein Erhaltungstherapiekonzept bei Schizophrenie zielt darauf ab, mittels adäquater Rezeptorblockade einen Rückfall in psychotische Episoden zu verhindern – ein Ziel, das mit diesen niedrigen Dosen in Frage gestellt ist. Jede Anpassung an der Medikation sollte immer individuell abgestimmt und regelmäßig kontrolliert werden, da das Gleichgewicht zwischen Wirksamkeit und Nebenwirkungen höchst patientenspezifisch ist.
Solltest du oder der behandelnde Arzt in Erwägung ziehen, mit einer derartig reduzierten Dosierung zu arbeiten, ist es wichtig, dass sich die Entscheidung auf eine gründliche klinische Einschätzung stützt – inklusive der Beurteilung des aktuellen Symptomstatus, individueller Risikofaktoren sowie der bisherigen Behandlungsgeschichte. Dabei sollte auch bedacht werden, dass eine zu niedrige Dosierung das Risiko eines Rückfalls erhöhen kann, was langfristig negative Folgen für den Krankheitsverlauf haben könnte.
Frage:
Gibt es Studien die Quetiapin und Olanzapin in Kombination untersucht haben und da entsprechend auch Erfahrungswerte welche Nebenwirkungen additiv zunehmen oder problematisch sind bei der Kombi?
Antwort Copilot:
Studienlage und Evidenz Direkte, groß angelegte, randomisierte kontrollierte Studien, die ausschließlich die Kombination von Quetiapin und Olanzapin bei Schizophrenie untersuchen, gibt es kaum. In der Forschung zur antipsychotischen Polypharmazie konzentrieren sich die meisten Arbeiten auf den generellen Einsatz mehrerer Antipsychotika bei therapieresistenten Fällen – nicht auf diese spezifische Kombination. Insbesondere wenn beide Medikamente ein ähnliches Rezeptorbindungsprofil haben, liegen die Evidenzgrundlagen für deren Kombination deutlich hinter denen für standardisierte Monotherapien zurück.
Mögliche additive Nebenwirkungen Aufgrund der überlappenden Wirkprofile beider atypischer Antipsychotika ist mit einem additiven Risiko für bestimmte Nebenwirkungen zu rechnen. Typische Aspekte sind:
- Sedierung: Beide Medikamente haben sedierende Eigenschaften. Eine Kombination, selbst in geringen Dosen, kann zu einer verstärkten Tagesmüdigkeit oder Überdosierung an sedierenden Effekten führen.
- Orthostatische Hypotonie: Das Risiko für kreislaufbedingte Nebenwirkungen wie Schwindel oder Ohnmachtsanfälle könnte steigen, da beide Wirkstoffe zu einem Blutdruckabfall beitragen können.
- Metabolische Effekte: Olanzapin ist besonders bekannt für ein erhöhtes Risiko von Gewichtszunahme und metabolischen Störungen. Auch Quetiapin kann in gewissem Maße diese Effekte begünstigen. Bei einer Kombination besteht somit die Möglichkeit, dass sich diese Effekte additiv verstärken – auch wenn die verfügbaren Daten zur Quantifizierung dieses Risikos begrenzt sind.
Einige retrospektive Analysen und Fachbeiträge zu Polypharmazie deuten darauf hin, dass gerade Kombinationen von Substanzen mit sehr ähnlichen pharmakologischen Profilen keine zusätzlichen therapeutischen Vorteile bieten, dafür aber das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen können2.
Klinischer Kontext und Empfehlung Die meisten Leitlinien empfehlen für die Erhaltungstherapie bei Schizophrenie in erster Linie eine gut dosierte Monotherapie. Eine Kombination wie Quetiapin plus Olanzapin wird in der Regel nur erwogen, wenn andere Therapieansätze nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben – und zwar stets unter intensiver klinischer Überwachung.
Es ist wichtig, dass eine Entscheidung zur Kombinationstherapie individuell auf Basis des jeweiligen klinischen Bildes, der bisherigen Therapieverläufe und einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung getroffen wird. Bei Zweifeln sollte immer eine Rücksprache mit einem erfahrenen Psychiater erfolgen.
Das bedeutet, dass wir uns die Rezeptorprofile genau ansehen müssten, um eine sinnvolle Kombination mit sich ergänzenden Rezeptorbindungsprofil zu suchen und wenig Überlappung:
Rezeptorbindungsprofile von Antipsychotika
Ich würde dir da sogar eher zu Aripiprazol 5mg(oder vielleicht besser Cariprazin) + Quetiapin 100mg raten.
@RamzyStudio , hattest du schon Aripiprazol oder Cariprazin? An sich wäre eine Monotherapie ja vielleicht besser, da Kombis eher bei Therapieressistenz eingesetzt werden.
Auch Ziprasidon wäre eine Möglichkeit, da es noch am besten verträglich ist und die geringste Gewichtszunahme hat, es soll laut Metastudie etwas unterlegen von der Wirkung sein.
Quetiapin kann man insofern relativ gut kombinieren, da es außer beim Olanzapin nur wenige Überschneidungen mit anderen Atypischen Antipsychotika hat. H1 Rezeptor überlappt zum Beispiel, was verstärkte Sedierung bedeuten kann, wenn sich das additiv verstärkt. M1 wäre auch so eine Sache. Bedeutung: Wesentlich für Gedächtnis und kognitive Funktionen; Antagonismus kann anticholinerge Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und kognitive Beeinträchtigungen verursachen.
Deine aktuelle Kombi mit Amisulprid+Quetiapin macht insofern Sinn, wie du an den unterschiedlichen Rezeptorprofilen gut erkennen kannst.
Eine Monotherapie sollte man in der Regel einer Kombinationstherapie von Antipsychotika vorziehen.